Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung 1P.149/2002
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1P.149/2002 /sta

Urteil vom 25. März 2002

I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Nay, Féraud,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

X. ________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Spisergasse 15, 9001 St. Gallen,
Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, Klosterhof 1, 9001 St. Gallen.

Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK (Strafverfahren; Beweiswürdigung)

(Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St.
Gallen, Strafkammer, vom 19. November 2001)

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bezirksgericht Wil sprach X.________ mit Entscheid vom 29. Juni 2000 der
Förderung der Prostitution, der Nötigung sowie der mehrfachen Widerhandlung
gegen das ANAG schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten
Gefängnisstrafe von 15 Monaten und zu einer Busse von Fr. 3'000.--. Dagegen
erklärte X.________ Berufung mit dem Antrag, ihn vom Vorwurf der Förderung
der Prostitution freizusprechen; die übrigen Schuldsprüche blieben
unangefochten. Mit Entscheid vom 19. November 2001 wies die Strafkammer des
Kantonsgerichts St. Gallen die Berufung ab.

2.
X.________ erhob gegen den Entscheid der Strafkammer des Kantonsgerichts St.
Gallen am 17. März 2002 staatsrechtliche Beschwerde.

Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die
wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten,
welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie
durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen
Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene
Rügen (BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen). Diesen Anforderungen vermag die
Eingabe vom 17. März 2002, die sich mit den Erwägungen des angefochtenen
Entscheids nur mangelhaft auseinander setzt, und nicht darlegt, inwiefern
diese verfassungs- oder konventionswidrig sein sollen, nicht zu genügen.
Mangels einer genügenden Begründung ist demnach auf die Beschwerde nicht
einzutreten.

4.
Angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit der vorliegenden
Beschwerde  kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen
werden (Art. 152 OG). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der
unterliegende Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art.
156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons
St. Gallen und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 25. März 2002

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: