Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung 1P.385/2002
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1P.385/2002 /bie

Urteil vom 20. Dezember 2002

I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Reeb, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

W. ________, Beschwerdeführer,

gegen

Beamte der Kantonspolizei St. Gallen, p.A. Kommando Kantonspolizei St.
Gallen, Klosterhof 12, 9000 St. Gallen,
Beschwerdegegner,
Bezirksgericht Unterrheintal, Obergasse 27,
9450 Altstätten SG, Beschwerdegegner,
Anklagekammer des Kantons St. Gallen,
Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen.

Nichteröffnung eines Strafverfahrens,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons
St. Gallen vom 1. Oktober 2002.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen trat mit Entscheid vom 1. Oktober
2002 auf die von W.________ gegen zwei Beamte der Kantonspolizei St. Gallen
und gegen das Bezirksgericht Unterrheintal erhobenen Strafklagen nicht ein.
Dagegen wandte sich W.________ mit Eingabe vom 25. November 2002 an das
Bundesgericht. Dieses teilte ihm mit Schreiben vom 2. Dezember 2002 mit, dass
es sich bei seiner Eingabe der Sache nach um eine staatsrechtliche Beschwerde
handle. Die Eingabe genüge jedoch den gesetzlichen Anforderungen an ein
solches Rechtsmittel nicht. Sofern er seine Beschwerde nicht zurückziehen
wolle, forderte ihn das Bundesgericht auf, bis zum 17. Dezember 2002 einen
Kostenvorschuss zu leisten.

Die Post sandte das Schreiben vom 2. Dezember 2002 dem Bundesgericht mit dem
Vermerk "Nicht abgeholt" zurück.

Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

2.
Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die
wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten,
welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie
durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen
Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene
Rügen (BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt die
Eingabe vom 25. November 2002 in keiner Art und Weise. Mangels einer
genügenden Begründung ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht
einzutreten. Somit erübrigt sich eine Prüfung der weiteren
Eintretensvoraussetzungen.

3.
Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen
Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Dezember 2002

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: