Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung 1P.453/2002
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1P.453/2002 /dxc

Sitzung vom 12. Februar 2003

I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident, Bundesrichter Aeschlimann,
Reeb, Féraud, Catenazzi
sowie Gerichtsschreiberin Tophinke.

1. A.________, sowie dessen Kinder,
2.B.________,
3.C.________,
4.D.________,
5.E.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch A.________, dieser vertreten durch
Rechtsanwältin Daniela Langenauer, Seefeldstrasse 116, Postfach, 8034 Zürich,

gegen

F.________,Willensvollstrecker von X.________ sel., Beschwerdegegner,
Gemeinderat Meilen, Postfach, 8706 Meilen,
Bezirksrat Meilen, Dorfstrasse 38, Postfach,
8706 Meilen,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, 3. Kammer,
Militärstrasse 36, Postfach, 8021 Zürich.

Bestattungswesen,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des
Kantons Zürich, 3. Abteilung, 3. Kammer, vom 20. Juni 2002.

Sachverhalt:

A.
Dr. med. X.________ geb. Y.________ starb am 25. Dezember 2001 in Athen. Sie
hinterliess ihren Ehemann, Dr. oec. A.________, sowie vier minderjährige
Kinder, welche gemeinsam in Rom leben. Vermutlich auf Veranlassung des Vaters
der Verstorbenen sowie ihrer beiden Brüder wurde ihr Leichnam nach Meilen
überführt und dem Bestattungsamt Meilen der Tod mit dem Begehren um Kremation
und anschliessende Urnenbeisetzung im Familiengrab der Familie Y.________,
Eltern der Verstorbenen, angezeigt. A.________ ersuchte demgegenüber das
Bestattungsamt Meilen, den Leichnam nach Rom als dem gemeinsamen Wohnsitz der
Familie zur Bestattung im Familiengrab seiner Eltern überzuführen. Die
Verstorbene hatte in einem handschriftlichen "Nachtrag zum Testament" vom 22.
April 2001 eine Feuerbestattung und die Beisetzung der Urne auf dem Friedhof
in Meilen gewünscht.

Die Präsidentin der Gesundheitsbehörde Meilen ordnete am 8. Januar 2002 die
Kremation des Leichnams der Verstorbenen und die anschliessende
Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Meilen an. Gegen diese Verfügung gelangte
A.________ als Ehemann der Verstorbenen und als gesetzlicher Vertreter der
vier gemeinsamen Kinder an den Bezirksrat Meilen, welcher den Rekurs am 18.
Januar 2002 abwies und anordnete, das Bestattungsamt Meilen habe die
sofortige Feuerbestattung des Leichnams der Verstorbenen zu veranlassen.
Einer allfälligen Beschwerde gegen letztere Anordnung entzog der Bezirksrat
die aufschiebende Wirkung. Die gegen den bezirksrätlichen Beschluss erhobene
Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich am 20. Juni 2002
ab.

B.
Mit Eingabe vom 9. September 2002 haben der Ehemann der Verstorbenen sowie
die vier gemeinsamen Kinder, gesetzlich vertreten durch den Vater, gegen den
Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich staatsrechtliche
Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, der angefochtene
Entscheid sei aufzuheben und den Beschwerdeführern zu gestatten, die
verstorbene Ehefrau bzw. Mutter in Rom zu bestatten. Die Beschwerdeführer
berufen sich auf die persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV), den Schutz des
Familienlebens (Art. 13 Abs. 1 BV, Art. 8 EMRK) sowie auf das
UNO-Übereinkommen über die Rechte der Kinder.
Mit Verfügung vom 4. Oktober 2002 wies der Präsident der I.
Öffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts das Gesuch der
Beschwerdeführer ab, wonach bis zum Entscheid über die staatsrechtliche
Beschwerde die Beisetzung der Urne der Verstorbenen aufzuschieben sei.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich und der Willensvollstrecker der
Verstorbenen beantragen, die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit
darauf einzutreten sei. Der Bezirksrat Meilen schliesst auf Abweisung der
Beschwerde. Der Gemeinderat Meilen verzichtet auf eine Vernehmlassung.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und
inwieweit es auf die bei ihm eingereichte staatsrechtliche Beschwerde
eintreten kann (BGE 128 I 46 E. 1a S. 48, mit Hinweisen).

1.1 Gemäss Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur
zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage
oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer anderen Bundesbehörde gerügt
werden kann. Es fragt sich, ob allenfalls die Berufung im Sinne von Art. 43
ff. OG möglich wäre. Gemäss Art. 43 Abs. 1 OG kann mit Berufung geltend
gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf Verletzung des
Bundesrechts. Die Verstorbene hatte in einem "Nachtrag zum Testament",
welcher den Formanforderungen an eine eigenhändige letztwillige Verfügung im
Sinne von Art. 505 ZGB genügt, eine Anordnung hinsichtlich ihrer Bestattung
getroffen. Diese kann als selbständige erbrechtliche Auflage an die Erben im
Sinne von Art. 482 ZGB aufgefasst werden. Die Beschwerdeführer bestreiten
unter anderem, dass die Verstorbene verbindlich den Wunsch geäussert habe,
sie wolle in Meilen bestattet werden. Damit wird implizit (auch) die
Gültigkeit dieser letztwilligen Verfügung im Sinne von Art. 519 ZGB in Frage
gestellt.

Die Beschwerdeführer rügen indessen ausdrücklich eine Verletzung
verfassungsmässiger Rechte. Hierfür steht einzig die staatsrechtliche
Beschwerde zur Verfügung (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 OG). Ferner wird weder
behauptet noch ist aktenkundig, dass vorgängig ein Zivilverfahren
stattgefunden hätte. Die Beschwerdeführer haben sich vielmehr auf ein
öffentlichrechtliches Verwaltungsverfahren eingelassen. Angefochten ist ein
Entscheid, der sich auf kantonales öffentliches Gesundheitsrecht stützt (vgl.
E. 3). Aufgrund des bisherigen Verfahrens und der vorgetragenen Rügen kann
das Bundesgericht die vorliegende Beschwerde einzig als staatsrechtliche
Beschwerde entgegennehmen und den vorliegenden Streit aus
verfassungsrechtlicher Sicht behandeln.

1.2 Der Willensvollstrecker der Verstorbenen macht geltend, die vier Kinder
seien in allen drei vorinstanzlichen Verfahren nicht als Partei aufgetreten
und deshalb zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde nicht legitimiert.
Das Verwaltungsgericht weist darauf hin, die kantonale
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei nur im Namen des Ehemannes der Verstorbenen
eingereicht worden. Im kantonalen Beschwerdeverfahren hätten die vier Kinder
keine Parteistellung gehabt.

Nach Art. 86 Abs. 1 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur gegen
letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig. Es reicht dabei nicht aus,
dass lediglich ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid vorliegt. Vielmehr
ist erforderlich, dass die kantonalen Rechtsmittel von der
beschwerdeführenden Partei selber ergriffen worden sind und der kantonale
Instanzenzug von ihr persönlich ausgeschöpft worden ist. Etwas anderes kann
nur gelten, wenn erst der letztinstanzliche kantonale Entscheid denjenigen,
der staatsrechtliche Beschwerde ergreift, in seinen rechtlich geschützten
Interessen trifft (BGE 73 I 241 S. 242 f.; unveröffentlichtes Urteil des
Bundesgerichts 2P.407/1996 vom 14. Oktober 1997, E. 1b; Walter Kälin, Das
Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 330).

Vorliegend kann offen gelassen werden, ob den Kindern in den kantonalen
Verfahren formell Parteistellung zugekommen ist oder nicht. Immerhin hatte
der Ehemann der Verstorbenen den Rekurs an den Bezirksrat Meilen sowohl in
dieser Eigenschaft wie auch als gesetzlicher Vertreter der vier namentlich
genannten Kinder erhoben. Das Verwaltungsgericht wie auch der Bezirksrat
Meilen prüften jedenfalls materiell, ob die Persönlichkeitsrechte der Kinder
bzw. deren Interessen durch die angeordnete Beisetzung der Urne ihrer Mutter
auf dem Friedhof Meilen verletzt wurden. Beide Instanzen kamen zum Ergebnis,
dass dies nicht der Fall war. Unter diesen Umständen liegt auch in Bezug auf
die vor Bundesgericht gerügte Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Kinder
ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid im Sinne von Art. 86 Abs. 1 OG
vor.

1.3 Der Ehemann der Verstorbenen und die gemeinsamen Kinder sind durch die
angeordnete Beisetzung der Urne auf dem Friedhof Meilen in ihren
verfassungsmässigen Persönlichkeitsrechten berührt und damit zur Erhebung der
staatsrechtlichen Beschwerde im Sinne von Art. 88 OG legitimiert.

1.4 Streitgegenstand vor Bundesgericht bildet die Frage, ob die verfügte
Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Meilen die geltend gemachten
verfassungsmässigen Rechte der Beschwerdeführer verletzt, nicht jedoch die
Frage der Rechtmässigkeit der Überführung des Leichnams der Verstorbenen von
Athen nach Meilen. Soweit die Beschwerdeführer mit ihrem Vorbringen, eine
rechtswidrige Einfuhr eines Leichnams in die Schweiz könne nicht die
Zuständigkeit der Schweizer Behörden über das Territorialitätsprinzip
begründen, allenfalls implizit eine Staatsvertragsbeschwerde im Sinne von
Art. 84 Abs. 1 lit. c OG bzw. eine Beschwerde wegen Verletzung
bundesrechtlicher Zuständigkeitsvorschriften im Sinne von Art. 84 Abs. 1 lit.
d OG erheben, genügt die Beschwerdeschrift den Begründungsanforderungen von
Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht
einzutreten.

1.5 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht gegebenen Ausnahmen
abgesehen, kassatorischer Natur (BGE 127 II 1 E. 2c S. 5, mit Hinweis).
Soweit die Beschwerdeführer mehr beantragen als die Aufhebung des
angefochtenen Entscheids, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

1.6 Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt; auf die
staatsrechtliche Beschwerde ist unter den genannten Vorbehalten einzutreten.

2.
Die Beschwerdeführer machen geltend, das Verwaltungsgericht habe ihre
persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) verletzt, da es die angeordnete
Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Meilen entgegen ihrem ausdrücklichen
Wunsch schützte. Dadurch werde ihnen verwehrt, jederzeit das Grab der
Verstorbenen zu besuchen und regelmässig die Totenfürsorge vorzunehmen.

2.1 Die in Art. 10 Abs. 2 BV gewährleistete persönliche Freiheit schützt auch
die emotionalen Bindungen der Angehörigen zu einem Verstorbenen. Kraft dieser
engen Verbundenheit steht den Angehörigen das Recht zu, über den Leichnam des
Verstorbenen zu bestimmen, die Art und den Ort der Bestattung festzulegen
sowie sich gegen ungerechtfertigte Eingriffe in den toten Körper zur Wehr zu
setzen (vgl. BGE 127 I 115 E. 6b S. 123; 123 I 112 E. 4c S. 119; 111 Ia 231
E. 3b S. 234; 101 II 177 E. 5a S. 190 f.).
Als nächste Angehörige sind die Beschwerdeführer durch die von den
staatlichen Behörden angeordnete Beisetzung der Urne der Verstorbenen auf dem
Friedhof in Meilen in ihrer persönlichen Freiheit berührt. Dieser kommt
indessen kein absoluter Schutz zu. Vielmehr kann sie unter bestimmten
Voraussetzungen eingeschränkt werden.

2.2 Eine Einschränkung der persönlichen Freiheit ist gemäss Art. 36 BV
zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, durch ein
öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter
gerechtfertigt ist, sich als verhältnismässig erweist und den Kerngehalt des
Grundrechts nicht antastet. Das Bundesgericht prüft frei, ob ein öffentliches
Interesse bzw. ein Grundrechtsinteresse eines Dritten die angefochtene
Massnahme rechtfertigt, ob diese verhältnismässig ist und den Kerngehalt der
persönlichen Freiheit wahrt. Dagegen untersucht es die Frage, ob eine
Anordnung im kantonalen Recht eine genügende gesetzliche Grundlage findet,
nur auf Willkür hin, ausser wenn ein schwerer Eingriff in das betreffende
Grundrecht zur Diskussion steht. Fragen des Sachverhalts werden nur unter dem
Gesichtswinkel der Willkür untersucht (BGE 127 I 6 E. 6 S. 18).

3.
Das Verwaltungsgericht stützte die umstrittene Anordnung auf § 79 Abs. 3 des
Zürcher Gesetzes über das Gesundheitswesen (Gesundheitsgesetz) vom 4.
November 1962. Gemäss dieser Bestimmung kann die Bestattung auf Wunsch des
Verstorbenen oder seiner Angehörigen auch auf dem Friedhof einer anderen
Gemeinde (als der letzten Wohngemeinde oder der Gemeinde, in welcher der Tod
eingetreten oder die Leiche aufgefunden worden ist) erfolgen. Hiezu ist die
Bewilligung der zuständigen Gesundheitsbehörde erforderlich. Es ist
unbestritten, dass die Gemeinde Meilen der Bestattung der Verstorbenen auf
ihrem Friedhof zugestimmt hat. Indessen beanstanden die Beschwerdeführer die
Feststellung des Verwaltungsgerichts, die Verstorbene habe verbindlich den
Wunsch geäussert, sie wolle in Meilen bestattet werden. Die Frage, ob die
Verstorbene einen entsprechenden Willen geäussert hat, stellt im vorliegenden
öffentlichrechtlichen Zusammenhang eine Sachverhaltsfrage dar. Das
Bundesgericht kann die entsprechende Feststellung des Verwaltungsgerichts im
staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nur auf Willkür hin prüfen.

3.1 Eine Sachverhaltsfeststellung ist dann willkürlich, wenn sie
offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem
Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht, eine Norm oder
einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise
dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn
nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis
unhaltbar ist (vgl. BGE 127 I 38 E. 2a S. 41, 54 E. 2b S. 56, je mit
Hinweisen).

Die Verstorbene traf in ihrer als "Nachtrag zum Testament" überschriebenen
handschriftlichen Erklärung vom 22. April 2001 folgende Anordnung: "Ich
wünsche für mein Begräbnis folgendes: Die Urne soll [auf dem] Friedhof Meilen
beigestattet werden (Ich möcht[e] eine Feuerbestattung). Zur Abdankung
[möchte] ich eine kathol. Messe." Zu diesem Zeitpunkt litt die Verstorbene
bereits seit längerer Zeit an ihrer schweren Krebserkrankung. Die
Beschwerdeführer behaupten in der Beschwerdeschrift indessen nicht und den
Akten lassen sich auch keine Hinweise entnehmen, dass sie durch ihre
Krankheit zum fraglichen Zeitpunkt in ihren geistigen Fähigkeiten
beeinträchtigt und nicht mehr in der Lage gewesen wäre, nach freiem Willen
über den Bestattungsort zu bestimmen. Die Tatsache, dass die Erklärung mit
zittriger Schrift abgefasst ist, lässt sich - wie das Verwaltungsgericht zu
Recht ausführt - mit dem schlechten körperlichen Gesundheitszustand der
Autorin begründen. Die Urteilsfähigkeit ist die Regel und wird nach der
Lebenserfahrung vermutet, solange keine Anzeichen dafür bestehen, dass die
betroffene Person aufgrund ihrer allgemeinen Verfassung - etwa bei bestimmten
Geisteskrankheiten oder Altersschwäche - im Normalfall und mit grosser
Wahrscheinlichkeit als urteilsunfähig gelten muss (zur Handhabung dieser
Vermutung im Privatrecht vgl. BGE 124 III 5 E. 1b S. 8 f. und E. 4b S. 14
f.). Der Bruder der Verstorbenen hat mit seiner eidesstattlichen Erklärung
vom 28. Dezember 2001, seine Schwester sei zum Zeitpunkt der Verfassung des
Testamentsnachtrags zwar körperlich geschwächt, aber seines Erachtens in
vollem Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten gewesen, die bereits aufgrund der
allgemeinen Lebenserfahrung bestehende Vermutung der Urteilsfähigkeit noch
weiter verstärkt. Allein der Umstand, dass der Bruder allenfalls ein
affektives Interesse daran hat, dass die Urne der Verstorbenen in Meilen
beigesetzt wird, lässt seine Erklärung im Übrigen noch nicht als
unglaubwürdig erscheinen und legt auch nicht zwingend nahe, dass er seine
verstorbene Schwester dahingehend beeinflusst haben könnte. Handfeste
Interessen des Bruders sind entgegen der Behauptung der Beschwerdeführer
nicht auszumachen. Wie aus dem Testament vom 2. März 2001 hervorgeht, wollte
die Verstorbene ihren Ehemann wegen Verletzung familiärer Pflichten
vollständig enterben und ihr Vermögen allein ihren Kindern zukommen lassen.
Soweit ersichtlich können Brüder oder Vater der Verstorbenen aus dem Umstand,
dass die Urne der Verstorbenen in Meilen beigesetzt wird, für sich selber
keine vermögensrechtlichen Vorteile ableiten. Aus dem Brief an den Ehemann
vom Mai 2001, in welchem die Verstorbene eine Rückkehr nach Rom in Erwägung
zog, und dem aufgezeichneten Telefongespräch vom 20. Dezember 2001 geht zwar
hervor, dass sich die Verstorbene ihren Kindern sehr verbunden fühlte und
ihnen nahe sein wollte. Wie das Verwaltungsgericht indessen willkürfrei
festgestellt hat, kann aus diesen Dokumenten - soweit sie überhaupt
verwertbar sind - nicht abgeleitet werden, die Verstorbene habe damit die
Anordnung über ihre Bestattung widerrufen oder abgeändert. Es trifft zwar zu,
wie die Beschwerdeführer vorbringen, dass die Erklärung der früheren
Gouvernante, sie habe mit der Verstorbenen regelmässig telefoniert und diese
habe ihr sowohl im Oktober als auch im November bestätigt, sie wolle in
Meilen bestattet werden, weder datiert noch amtlich beglaubigt ist. Es ist
indessen nicht unhaltbar, wenn das Verwaltungsgericht diese Erklärung als
zusätzliches Indiz dafür wertete, dass die Verstorbene in Meilen bestattet
werden wollte. Die Behauptung der Beschwerdeführer, die Verstorbene habe seit
ihrer Hochzeit keinerlei Kontakt mit der Gouvernante mehr gehabt, ist nicht
belegt. Gemäss der Erklärung der Gouvernante hatte die Verstorbene diese
während ihres Spitalaufenthaltes in Athen etwa einmal im Monat angerufen. Die
Vorbringen der Beschwerdeführer sind nicht geeignet, die Feststellung des
Verwaltungsgerichts, die Verstorbene habe in verbindlicher Form den Wunsch
geäussert, auf dem Friedhof Meilen bestattet zu werden, als willkürlich
erscheinen zu lassen.

3.2 Nach den obigen Ausführungen liegen die in § 79 Abs. 3 des
Gesundheitsgesetzes genannten Voraussetzungen - Wunsch der Verstorbenen und
Bewilligung der zuständigen Gesundheitsbehörde - für eine Beisetzung der Urne
auf dem Friedhof Meilen vor. Die Beschwerdeführer machen nicht geltend, das
Verwaltungsgericht habe die genannte Bestimmung in verfassungswidriger Weise
angewendet. Es kann offen gelassen werden, ob es sich bei der angeordneten
Urnenbeisetzung um einen leichten oder schweren Eingriff in die persönliche
Freiheit der Beschwerdeführer handelt, da auch bei einer freien Prüfung die
Rechtsanwendung des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden ist. Die von den
staatlichen Behörden entgegen dem Willen der Beschwerdeführer angeordnete
Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Meilen beruht somit auf einer gesetzlichen
Grundlage.

4.
Des Weiteren ist zu untersuchen, ob die Einschränkung der persönlichen
Freiheit der Beschwerdeführer durch ein öffentliches Interesse oder durch den
Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt ist. Die staatlichen Behörden
verfolgten mit der verfügten Urnenbeisetzung nicht primär ein öffentliches
Interesse, sondern entsprachen dem Wunsch der Verstorbenen, auf dem Friedhof
Meilen bestattet zu werden. Dieser Wunsch geniesst grundrechtlichen Schutz.
Die in Art. 10 Abs. 2 BV verbriefte persönliche Freiheit umfasst auch das
Recht des Einzelnen, in den Schranken des Gesetzes, der öffentlichen Ordnung
und der guten Sitten zu Lebzeiten selbst über das Schicksal seines Leichnams
sowie die Art und den Ort der Bestattung zu bestimmen. Wie das
Verwaltungsgericht zu Recht festgehalten hat, ist der Wunsch der
Verstorbenen, kremiert und auf dem Friedhof Meilen beigesetzt zu werden,
weder rechts- noch sittenwidrig. Das Selbstbestimmungsrecht, zu Lebzeiten
über seinen toten Körper zu verfügen und die Modalitäten seiner Bestattung
festzulegen, zeitigt Wirkungen über den Tod hinaus. Nach der Rechtsprechung
hat dieses Recht grundsätzlich Vorrang vor dem Bestimmungsrecht der
hinterbliebenen Angehörigen, welches nur subsidiär zum Zuge kommt, wenn keine
entsprechenden schriftlichen oder mündlichen Anordnungen des Verstorbenen
vorliegen (vgl. BGE 127 I 115 E. 4a S. 119; 123 I 112 E. 4b und 4c S. 118 f.;
111 Ia 231 E. 3b S. 233 f.; 98 Ia 508 E. 8b S. 521 ff.; 97 I 221 E. 4b S. 228
f.; 45 I 119 E. 6 S. 132 f.; 101 II 177 E. 5a S. 190 f.). Die Einschränkung
der persönlichen Freiheit der Beschwerdeführer ist durch das gegenläufige
Interesse am postmortalen Schutz des Persönlichkeitsrechts der Verstorbenen
grundsätzlich gerechtfertigt. Zu prüfen bleibt indessen, ob der Eingriff
verhältnismässig ist.

5.
Ein staatlicher Eingriff in ein Grundrecht ist verhältnismässig, wenn er
geeignet und erforderlich ist, um den angestrebten Zweck zu erreichen. Ferner
müssen die betroffenen Interessen im Rahmen der Prüfung der
Verhältnismässigkeit im engeren Sinne gegeneinander abgewogen werden (vgl.
BGE 124 I 107 E. 4c/aa S. 115; 123 I 152 E. 7 a S. 169; Ulrich Häfelin/Walter
Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. völlig neu überarbeitete Aufl.,
Zürich 2001, N. 320 ff.).
5.1 Vorliegend stehen sich zwei Grundrechtspositionen gegenüber: das
Interesse am postmortalen Schutz des Persönlichkeitsrechts der Verstorbenen
auf der einen und das Interesse der Angehörigen, die Totenfürsorge vornehmen
zu können, auf der anderen Seite. Dem Staat ist hier aufgetragen, im
Einzelfall einen möglichst schonenden Ausgleich der betroffenen
Grundrechtsinteressen zu suchen und sog. "praktische Konkordanz" herzustellen
(Häfelin/Haller, a.a.O. N. 319; Konrad Hesse, Grundzüge des Verfassungsrechts
der Bundesrepublik Deutschland, 20. Aufl., Heidelberg 1995, N. 317 f.).

Die von den staatlichen Behörden verfügte Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in
Meilen ist eine geeignete und erforderliche Massnahme um dem Wunsch der
Verstorbenen nachzukommen. Da eine Beisetzung der Urne nur entweder auf dem
Friedhof in Meilen oder auf dem Friedhof in Rom in Frage kommt, ist kein
milderes, gleich geeignetes Mittel ersichtlich. Es bleibt somit, die sich
gegenüberliegenden Interessen abzuwägen. Da im Hinblick auf die Bestimmung
des Bestattungsorts auf beiden Seiten keine Kerngehalte der persönlichen
Freiheit betroffen sind, ist eine solche Abwägung auch nicht von vornherein
ausgeschlossen.

5.2 Die Beschwerdeführer bringen vor, die Abwägung zwischen dem Willen eines
Verstorbenen und den Interessen seiner Angehörigen habe je nach Anordnung des
Ersteren unterschiedlich auszufallen. So seien Anordnungen, welche die
Behandlung des Leichnams beträfen wie etwa der Wunsch nach einer
Feuerbestattung oder die Organspende, für den Verstorbenen wichtiger als für
die Hinterbliebenen. Umgekehrt sei namentlich der Bestattungsort, der für die
Totenfürsorge von zentraler Bedeutung sei, für die Hinterbliebenen wesentlich
wichtiger als für den Verstorbenen. Die Totenfürsorge berühre zudem in
geringerem Ausmasse höchstpersönliche Rechte des Verstorbenen als die
Organentnahme. Bei Letzterer sei zudem ein wichtiges öffentliches Interesse
zu berücksichtigen und es sei unbestritten, dass in diesem Bereich die
Wünsche der Hinterbliebenen zurück stehen müssten. Nach Auffassung der
Beschwerdeführer hat ihr Wunsch, dass die Verstorbene in Rom bestattet wird,
Vorrang vor deren Willen, in Meilen beigesetzt zu werden. Eine Bestattung in
Meilen erschwere ihnen die Totenfürsorge dauernd. Diese sei ein grundlegendes
Bedürfnis aller Menschen in unserer Gesellschaft. Sie - die Beschwerdeführer
- seien gläubige Katholiken, in deren Glaubensalltag die Totenfürsorge einen
wesentlich zentraleren Platz einnehme als bei Reformierten.

Die Beschwerdeführer verstehen unter Totenfürsorge im vorliegenden
Zusammenhang offenbar die regelmässige Pflege des Andenkens an die
verstorbene Ehefrau und Mutter an deren Grab. Allenfalls wird auch an die
spätere Grabpflege oder das Abhalten von Gedenkmessen am Bestattungsort
gedacht (zum Begriff der Totenfürsorge vgl. Esther Knellwolf, Postmortaler
Persönlichkeitsschutz - Andenkensschutz der Hinterbliebenen, Diss. Zürich
1990, S. 60). Den Beschwerdeführern ist beizupflichten, dass ein
regelmässiger Grabbesuch und das gedankliche Gespräch mit einer verstorbenen
Person an deren letzter Ruhestätte für die nächsten Angehörigen von grosser
Bedeutung sein kann. Auf der anderen Seite ist dem Wunsch des Einzelnen, nach
seinem Tod an einem bestimmten Ort bestattet zu werden, kein bloss
untergeordnetes Gewicht beizumessen. Die Verstorbene hätte wohl kaum
angeordnet, sie wolle auf dem Friedhof Meilen bestattet werden, wenn ihr dies
nicht wichtig gewesen wäre. Für ihren Bestattungswunsch dürfte unter
Umständen auch eine Rolle gespielt haben, dass die Beziehung zu ihrem Ehemann
schwierig geworden und ein Trennungs- und Scheidungsverfahren im Gange war.
Ferner ist zu berücksichtigen, dass den Beschwerdeführern der Grabbesuch
nicht verunmöglicht, sondern nur erschwert wird, weil sie sich hierfür
jeweils von Rom nach Meilen begeben müssen. Die Schweiz ist für die
Beschwerdeführer indessen kein fremdes Land. Sie haben vor ihrer Übersiedlung
nach Rom im Sommer 2000 in Zollikon gelebt und zumindest die Kinder besitzen
neben der italienischen auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. Zudem
scheint der Ehemann der Verstorbenen in Küsnacht über eine Wohnung zu
verfügen und nach wie vor auch in der Schweiz zu arbeiten. Wie aus den Akten
hervorgeht, dürften ferner die finanziellen Mittel kein Hindernis für
entsprechende, regelmässige Reisen in die Schweiz sein. Das
Verwaltungsgericht hat zudem zu Recht festgehalten, dass die Pflege des
Andenkens an die Verstorbene nicht nur auf dem Friedhof, sondern auch auf
andere Weise und mit Hilfe von Erinnerungsstücken möglich sei. Schliesslich
kann die Totenfürsorge teilweise auch vom Vater und den Brüdern der
Verstorbenen wahrgenommen werden, namentlich was die spätere Grabpflege
anbelangt. Der Wille der Verstorbenen, auf dem Friedhof Meilen bestattet zu
werden, ist vorliegend höher zu gewichten als das Anliegen der Totenfürsorge
seitens der Beschwerdeführer.

5.3 Die Beschwerdeführer bringen ferner vor, eine Beisetzung der Urne in
Meilen beeinträchtige die ungestörte Entwicklung der vier Kinder. Dem
Verwaltungsgericht ist beizupflichten, wenn es ausführt, es sei nicht
auszuschliessen, dass die Bestattung in Meilen die Gefühle der Kinder
verletze und für sie nicht ohne weiteres verständlich sei. Indessen seien die
lange Krankheit der Mutter, das Verhalten des Vaters und die gesamten
Lebensumstände der letzten wie der kommenden Zeit die viel prägenderen
Faktoren für die Entwicklung der Kinder als die Bestattung der Mutter in
Meilen. Die Beschwerdeführer wenden dagegen ein, die Kinder seien durch die
Krankheit der Mutter, die Auseinandersetzung mit deren möglichen Tod und die
Trennung von ihr bereits stark betroffen gewesen und sollten nicht noch
zusätzlich belastet werden. Wenn den Kindern die Möglichkeit genommen werde,
die Mutter in ihrer Nähe an ihrem Wohnort zu bestatten, werde ihnen die
Mutter ein zweites Mal genommen. Die Beschwerdeführer beachten zu wenig, dass
die staatlichen Behörden mit der umstrittenen Bestattungsanordnung dem
ausdrücklichen Willen der Verstorbenen Nachachtung verschafften. Die
Verstorbene hatte ihren Wunsch nach der Übersiedlung der Familie nach Rom
geäussert. Wie aus den Akten hervorgeht, fühlte sie sich ihren Kindern sehr
verbunden. Dennoch wollte sie nicht in Rom, sondern in Meilen bestattet
werden. Wie bereits oben dargelegt, wird den Kindern der Grabbesuch nicht
verunmöglicht und ist die Pflege des Andenkens an die Mutter nicht nur auf
dem Friedhof, sondern auch auf andere Weise denkbar. Das Vorbringen der
Beschwerdeführer, es sei für Kinder schädlich, wenn sie die Pflege des
Andenkens an die Mutter ausschliesslich in der eigenen Wohnung vornehmen
müssten und die Aussage, die Kinder könnten durch den Gang auf den Friedhof
das Andenken an die Mutter pflegen ohne täglich mit dem Tod konfrontiert zu
sein, überzeugen nicht. Der Tod der Mutter ist im Leben der Kinder ein
einschneidendes und schmerzhaftes Ereignis, mit dem sie in einer ersten Zeit
vermutlich sehr oft konfrontiert sind, unabhängig davon, wo sie sich
aufhalten. Für die Verarbeitung dieses Verlustes dürften die gesamten
Lebensumstände der Kinder sowie eine liebe- und verständnisvolle Zuwendung
durch die Bezugspersonen, namentlich durch den Vater, wesentlich wichtiger
sein als die leichte Erreichbarkeit des Grabes der verstorbenen Mutter.
Entgegen seiner Behauptung wird dem Vater durch die Urnenbeisetzung in Meilen
nicht verunmöglicht, seinen Kindern eine optimale Fürsorge angedeihen zu
lassen. Nach dem Gesagten hat der Wille der Verstorbenen auch unter
Berücksichtigung der Kindesinteressen Vorrang vor dem Wunsch der
Beschwerdeführer. Somit stellt die angeordnete Urnenbeisetzung eine
verhältnismässige Massnahme dar.

6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die persönliche Freiheit der
Beschwerdeführer (Art. 10 Abs. 2 BV) durch die angeordnete Urnenbeisetzung
auf dem Friedhof Meilen nicht verletzt wurde.

7.
Es kann offen bleiben ob die umstrittene Bestattungsanordnung auch den von
den Beschwerdeführern angerufenen Schutz des Familienlebens im Sinne von Art.
13 Abs. 1 BV, Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 16 des UNO-Übereinkommens über
die Rechte der Kinder vom 22. September 1998 (KRK; SR 0.107) berührt. Nach
den Ausführungen in E. 4 und 5 wäre ein allfälliger Eingriff in dieses Recht
durch ein gegenläufiges Grundrechtsinteresse der Verstorbenen gerechtfertigt
und erwiese sich auch als verhältnismässig.

Die Beschwerdeführer rügen ferner eine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 und 2
KRK. Gemäss Art. 3 Abs. 1 KRK ist bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen,
gleichviel ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen
Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen
werden, das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu
berücksichtigen ist. Nach Art. 3 Abs. 2 KRK verpflichten sich die
Vertragsstaaten, dem Kind unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten
seiner Eltern, seines Vormunds oder anderer für das Kind verantwortlicher
Personen den Schutz und die Fürsorge zu gewährleisten, die zu seinem
Wohlergehen notwendig sind; zu diesem Zweck treffen sie alle geeigneten
Gesetzgebungs- und Verwaltungsmassnahmen. Art. 3 KRK stellt eine leitende
Interpretationsmaxime der Konvention dar. Danach sind alle
Konventionsbestimmungen im Lichte des Kindeswohles auszulegen und anzuwenden
(Stephan Wolf, Die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes und ihre
Umsetzung in das schweizerische Kindesrecht, in ZBJV 134/1998 S. 113 ff.,
insb. S. 118 f.; Bea Verschraegen, Die Kinderrechtekonvention, Wien 1996, S.
13). Als Interpretationsgrundsatz sowie als programmatische Bestimmung ist
Art. 3 KRK für sich allein nicht unmittelbar anwendbar. Im Übrigen wurden die
Interessen der Kinder eingehend berücksichtigt (vgl. E. 5.3).

8.
Nach dem Gesagten erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde, soweit auf
sie eingetreten werden kann, als unbegründet und ist deshalb abzuweisen. Bei
diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art.
156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten
ist.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat sowie dem Bezirksrat Meilen
und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, 3. Kammer,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Februar 2003

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Die Gerichtsschreiberin: