Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung 1P.581/2002
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1P.581/2002 /zga

Urteil vom 13. November 2002

I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Nay, Aeschlimann,
Gerichtsschreiber Störi.

X. ________,
Gesuchsteller,

gegen

Y.________,
Gesuchsgegner, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Kaiser,
Marktgasse 61, 4310 Rheinfelden,
Gerichtspräsidium Rheinfelden, 4310 Rheinfelden,
Inspektionskommission des Obergerichts des Kantons Aargau, Obere Vorstadt 38,
5000 Aarau.

Erläuterung des bundesgerichtlichen Urteils 1P.441/2002
vom 10. Oktober 2002.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Am 10. Oktober 2002 wies das Bundesgericht das Revisionsgesuch von X.________
gegen das Urteil vom 19. Juni 2002 ab, soweit es darauf eintrat. Mit   Gesuch
vom 3. November 2002 beantragt X.________, ihm das Revisionsurteil innert 10
Tagen, d.h. bis zum 14. November 2002, zu erläutern. Ausserdem habe er sowohl
mit seiner staatsrechtlichen Beschwerde als auch mit seiner Revision eine
Bescheinigung ins Recht gelegt, wonach der Revisionsgegner in Freiburg im
Breisgau und nicht in Möhlin wohnhaft sei; das Rubrum sei entsprechend zu
korrigieren.

2.
Nach Art. 145 Abs. 1 OG nimmt das Bundesgericht die Erläuterung eines von ihm
gefällten Urteils vor, wenn dessen Dispositiv unklar, unvollständig oder
zweideutig ist oder wenn seine Bestimmungen untereinander oder mit den
Erwägungen im Widerspruch stehen. Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden
Fall nicht erfüllt, macht doch der Gesuchsteller sinngemäss bloss geltend,
das Revisionsurteil vom 10. Oktober 2002 sei falsch und unvollständig
begründet, sodass er nicht in der Lage sei, es sachgerecht anzufechten. Das
Erläuterungsgesuch ist daher abzuweisen. Zu einer Änderung der Zustelladresse
des Revisionsgegners, die keineswegs mit seinem zivilrechtlichen Wohnsitz
übereinstimmen muss, besteht im Übrigen kein Anlass. Der Gesuchsteller wird
zudem darauf hingewiesen, dass allfällige weitere den gesetzlichen
Anforderungen nicht entsprechende Rechtsmitteleingaben in dieser Sache ohne
Korrespondenz abgelegt würden.

3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Gesuchsteller kostenpflichtig
(Art. 156 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 145 Abs. 3 i.V.m. Art. 143 Abs. 1 OG:

1.
Das Erläuterungsgesuch wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gerichtspräsidium Rheinfelden und der
Inspektionskommission des Obergerichts des Kantons Aargau schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 13. November 2002

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: