Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilabteilung 4C.179/2005
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4C.179/2005 /sza

Urteil vom 2. November 2005

I. Zivilabteilung

Bundesrichter Corboz, Präsident,
Bundesrichterinnen Klett, Rottenberg Liatowitsch,
Bundesrichter Nyffeler, Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Arroyo.

X. ________,
Y.________,
Gesuchsteller und Berufungskläger,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Benno Wild,

gegen

Z.________ AG,
Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias
Gmünder.

Aktienrecht; Sonderprüfung,

Berufung gegen den Entscheid des Handelsgerichtspräsidenten des Kantons St.
Gallen vom 25. April 2005.

Sachverhalt:

A.
X. ________ und Y.________ (Gesuchsteller und Berufungskläger) sind Aktionäre
der Z.________ AG, (Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte). Sie stellten im
Hinblick auf die Generalversammlung vom 30. Juni 2004 eine Vielzahl von
Fragen. Der Verwaltungsrat der Gesuchsgegnerin beantwortete nicht alle Fragen
vollständig. Zum Teil verweigerte er eine Antwort oder antwortete nichts
sagend oder ausweichend. Die Gesuchsteller beantragten der Generalversammlung
erfolglos die Durchführung einer Sonderprüfung.

Am 29. September 2004 beantragten die Gesuchsteller dem
Handelsgerichtspräsidenten St. Gallen, es sei eine Sonderprüfung anzuordnen.
Insbesondere sei festzustellen, wie gross der Schaden sei, der durch das
Verhalten des Verwaltungsrats und seines Präsidenten bei der Gesellschaft und
deren Aktionären entstanden sei.

B.
Mit Entscheid vom 25. April 2005 wies der Handelsgerichtspräsident das Gesuch
ab. Er kam für einen Teil der Fragen zum Schluss, der Sachverhalt, dessen
Abklärung verlangt werde, sei bekannt; zum Teil hielt er den Sachverhalt
nicht für glaubhaft gemacht oder warf den Gesuchstellern vor, sie hätten
keinen Verstoss gegen Gesetz oder Statuten dargetan; teilweise lehnte der
Gerichtspräsident das Gesuch ab, weil damit eine Rechts- oder
Zweckmässigkeitsprüfung verlangt werde, was nicht Aufgabe der Sonderprüfung
sei; zum Teil begründete er die Abweisung damit, für die unspezifizierte
Prüfung ganzer Geschäftsbereiche stehe die Sonderprüfung nicht zur Verfügung
oder eine nachträgliche Ausdehnung der Sonderprüfung auf Fragen, die dem
Verwaltungsrat nicht unterbreitet wurden, sei unzulässig.

C.
Mit eidgenössischer Berufung vom 28. Mai 2005 beantragen die Gesuchsteller,
es sei der Entscheid des Handelsgerichtspräsidenten St. Gallen vom 25. April
2005 aufzuheben und es sei die Sonderprüfung zur Ermittlung des gesamten
Schadens, den die Gesellschaft erlitten habe, im Rahmen der nachfolgenden
Vorbringen durchführen zu lassen.
Die beim kantonalen Kassationsgericht von den Gesuchstellern eingereichte
Beschwerde wurde am 24. Juni 2005 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

D.
Die Gesuchsgegnerin beantragt in der Antwort, die Berufung sei abzuweisen.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Anspruch auf Einsetzung eines Sonderprüfers im Sinne von Art. 697b OR ist
- wie das Auskunftsrecht gemäss Art. 697 OR - als selbständiges
Mitgliedschaftsrecht der Aktionäre zu verstehen. Der darüber ergehende
gerichtliche Entscheid stellt einen Endentscheid in einer
Zivilrechtsstreitigkeit dar, welcher bei Vorliegen der übrigen
Voraussetzungen mit Berufung angefochten werden kann (BGE 120 II 393 E. 2 mit
Verweisen). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall grundsätzlich
erfüllt; es handelt sich namentlich um einen kantonal letztinstanzlichen
Endentscheid, da der Entscheid des Handelsgerichtspräsidenten mit keinem
ordentlichen kantonalen Rechtsmittel angefochten werden kann (Art. 48 OG;
vgl. Art. 237 lit. b, 239 ZPO SG) und der Streitwert von Fr. 8'000.-- (Art.
46 OG) angesichts des sinngemäss von den Gesuchstellern behaupteten Schadens
der Gesellschaft als erreicht angesehen werden kann.

2.
Mit Berufung kann gerügt werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf
Verletzung des Bundesrechts mit Einschluss der durch den Bund abgeschlossenen
völkerrechtlichen Verträge. Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der
Bürger ist die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten (Art. 43 Abs. 1 OG).
Die Gesuchsteller rügen verschiedentlich die Verletzung des Willkürverbots.
Diese Rüge ist im vorliegenden Verfahren unzulässig. Dies gilt ebenso für die
Rüge der Aktenwidrigkeit, soweit sie diese zusammen mit der Willkürrüge
vorbringen und damit sinngemäss Willkür in der Beweiswürdigung rügen. Es ist
darauf nicht einzutreten.

3.
Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen
Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht
offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher
Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf
den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64
OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den
Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit
Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E.
2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen
Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a).

3.1 Die Gesuchsteller beanstanden mehrfach aktenwidrige tatsächliche
Feststellungen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d OG bzw. aktenwidrige
Feststellungen. Ein offensichtliches Versehen, das vom Bundesgericht gestützt
auf Art. 63 Abs. 2 OG berichtigt werden könnte, liegt nach der Rechtsprechung
nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder
unrichtig (nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem
wirklichen Wortlaut) wahrgenommen hat (BGE 104 II 68 E. 3b S. 74; 129 III 135
E. 2.3.2.1 S. 145, je mit Verweisen). Die Gesuchsteller stellen dagegen die
Beweiswürdigung durch die Vorinstanz in Frage, soweit die Vorbringen
überhaupt den Anforderungen von Art. 55 lit. d OG genügen (vgl. BGE 122 III
61 E. 2b S. 63). Dies gilt erst recht, soweit sie die Rüge der
Aktenwidrigkeit direkt zusammen mit der (unzulässigen) Willkürrüge erheben.

3.2 Die Gesuchsteller verkennen die Rechtsnatur der Berufung grundlegend.
Abgesehen davon, dass sie mehrfach mit besonderer Begründung hervorheben, was
sie nicht mehr in Frage stellen wollten, vermengen sie durchwegs Kritik am
Sachverhalt mit rechtlichen Vorbringen. Die Berufung steht jedoch - abgesehen
von den in Art. 63 Abs. 2 OG aufgeführten Ausnahmen - ausschliesslich für die
Überprüfung der Auslegung von Bundesrechtsnormen zur Verfügung (Art. 43 OG).
Auch wenn im Berufungsverfahren der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes
wegen gilt, so ist doch in der Rechtsschrift als Voraussetzung des Eintretens
darzutun, inwiefern Normen des Bundesrechts als verletzt erachtet werden
(Art. 55 Abs. 1 lit. c OG, BGE 116 II 745 E. 3 S. 749; Corboz, Le recours en
réforme au Tribunal fédéral, SJ 2000 Bd. II, S. 46). Soweit nicht wenigstens
sinngemäss erkennbar ist, inwiefern die Gesuchsteller auf der Grundlage der
verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz Bundesrechtsnormen als verletzt
erachten, kann auf ihre Rechtsvorkehr nicht eingetreten werden.

4.
Jeder Aktionär kann der Generalversammlung beantragen, bestimmte Sachverhalte
durch eine Sonderprüfung abklären zu lassen, sofern dies zur Ausübung der
Aktionärsrechte erforderlich ist und er das Recht auf Auskunft oder Einsicht
bereits ausgeübt hat (Art. 697a Abs. 1 OR). Entspricht die Generalversammlung
dem Antrag nicht, so können Aktionäre, die zusammen mindestens 10 Prozent des
Aktienkapitals oder Aktien im Nennwert von 2 Millionen Franken vertreten,
innert dreier Monate den Richter ersuchen, einen Sonderprüfer einzusetzen
(Art. 697b Abs. 1 OR). Die Gesuchsteller haben Anspruch auf Einsetzung eines
Sonderprüfers, wenn sie glaubhaft machen, dass Gründer oder Organe Gesetz
oder Statuten verletzt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre
geschädigt haben (Art. 697b Abs. 2 OR). Während die Vorinstanz feststellte,
dass die Gesuchsvoraussetzungen von Art. 697b Abs. 1 OR erfüllt seien,
verneinte sie das Vorliegen der Voraussetzungen von Art. 697b Abs. 2 OR bzw.
die Erforderlichkeit der Sonderprüfung (Art. 697a Abs. 1 OR) für die von den
Gesuchstellern unterbreiteten Fragen.

4.1 Die Vorinstanz ist zutreffend davon ausgegangen, dass eine Sonderprüfung
für Fragen nicht erforderlich ist, welche bereits hinreichend geklärt sind
(BGE 123 III 261 E. 3a S. 266). Die Sonderprüfung soll den Aktionären
ermöglichen, in hinreichender Kenntnis der Sachlage darüber zu entscheiden,
ob und wie sie von ihren Aktionärsrechten Gebrauch machen wollen (BGE 123 III
261 E. 2a S. 263 mit Hinweisen). Sie soll dem Antragsteller die Ausübung von
Rechten oder die Beurteilung von Chancen ermöglichen, wozu er sonst nicht in
der Lage wäre; soweit der Aktionär sich die dafür notwendigen Informationen
durch die Ausübung des Auskunfts- oder Einsichtsrecht beschaffen kann und
diese insbesondere durch eine Auskunft des Verwaltungsrats auch erhalten hat,
ist die Sonderprüfung aber nicht erforderlich im Sinne von Art. 697a Abs. 1
OR. Zwar ist es grundsätzlich Sache der betroffenen Aktionäre zu entscheiden,
ob sie sich mit den Informationen des Verwaltungsrats zufrieden geben wollen.
Aber für die Anordnung einer Sonderprüfung ist Voraussetzung, dass die
Aktionäre bei vernünftiger Betrachtung Anlass haben konnten, an der
Vollständigkeit oder an der Richtigkeit der vom Verwaltungsrat erteilten
Auskünfte zu zweifeln (BGE 123 III 261 E. 3a S. 266 mit Hinweisen).

4.1.1 Die Gesuchsteller beanstanden, die Vorinstanz habe eine hinreichende
Klärung zu Unrecht bejaht in Bezug auf ein Darlehen von Fr. 500'000.-- sowie
betreffend die "Besicherung" von Vorbezügen, die geschäftsmässige
Begründetheit von Rückstellungen und in Bezug auf die Vermietung der
Liegenschaft "A.________". Sie begründen dabei nicht ausdrücklich, dass und
weshalb die bereits erteilten Informationen nicht ausreichen sollen, um ihnen
den Entscheid über die Erhebung einer Verantwortlichkeitsklage gegen die
verantwortlichen Organe zu ermöglichen, die sie namentlich gegen den
Präsidenten des Verwaltungsrats der Gesuchsgegnerin einreichen wollen. Ihre
Rüge könnte daher nur als begründet angesehen werden, soweit sich aus den
tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid
ergeben würde, dass die erteilten Auskünfte objektiv nicht hinreichen, um
einen solchen Entscheid zu ermöglichen bzw. die Gesuchsteller bei
vernünftiger Betrachtung Anlass haben konnten, an der Vollständigkeit oder
Richtigkeit der erteilten Auskünfte zu zweifeln.

4.1.2 Die Frage, an wen und zu welchen Konditionen die Gesuchsgegnerin
Darlehen von Fr. 500'000.-- vergeben hatte, beantwortete der Verwaltungsrat,
indem er die Identität der Darlehensnehmer mitteilte und erklärte, der
Verwaltungsratspräsident verzinse das ihm gewährte Darlehen von Fr.
400'000.-- zu denselben Konditionen wie die Gesuchsgegnerin ihren
Kontokorrent-Kredit bei der Bank. Die Gesuchsteller wollen durch
Sonderprüfung die exakten Konditionen in Erfahrung bringen und halten dafür,
es sei völlig unklar, ob auf dem Darlehen effektiv die gleichen Sätze zur
Anwendung kämen und ob diese Zinsen der Gesuchsgegnerin jemals auch
tatsächlich bezahlt worden seien. Aus diesen Vorbringen geht nicht hervor,
welchen - von der Vorinstanz bundesrechtswidrig ausser Acht gelassenen -
Anlass die Gesuchsteller haben konnten, an der Richtigkeit der erteilten
Auskunft zu zweifeln. Ein allfälliger Schaden der Gesuchsgegnerin kann sich
bei Richtigkeit der Auskunft aber nicht daraus ergeben, dass der
Gesuchsgegnerin deren eigene Kreditkosten nicht ersetzt wurden. Was die
Gesuchsteller aufgrund der von ihnen zusätzlich geforderten Abklärung für die
Entscheidfindung über die Einreichung einer Verantwortlichkeitsklage gewinnen
könnten, ist nicht erkennbar.

4.1.3 Die Frage, ob in den Rechnungsabgrenzungen der Gesuchsgegnerin
Vorbezüge des Verwaltungsratspräsidenten oder von B.________ enthalten waren,
bejahte die Gesuchsgegnerin nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil.
Für diesen Fall wollten die Gesuchsteller zusätzlich wissen, gegen welche
Sicherheiten und zu welchen Konditionen diese Vorbezüge gewährt worden waren.
Die Vorinstanz hielt fest, dass die Gesuchsteller damit rechneten, die
Vorbezüge seien "unbesichert" und dass die Gesuchsteller darin eine mögliche
Rechtsverletzung erblickten. Da die Gesuchsgegnerin eingestand, dass die
Spesenvorschüsse und aktiven Rechnungsabgrenzungen bei keinem ihrer
Mitarbeiter "besichert" seien, hielt die Vorinstanz den Sachverhalt insofern
für erstellt, ohne dass eine Sonderprüfung erforderlich sei. Es ist nicht
erkennbar und wird von den Gesuchstellern auch nicht dargelegt, inwiefern die
geforderte Sonderprüfung für den Entscheid der Gesuchsteller über eine
allfällige Verantwortlichkeitsklage bedeutsam sein könnte.
Im Übrigen bemerkte das Gericht, die Gesuchsteller behaupteten nicht, dass
"darüber hinaus" Vorbezüge und Rechnungsabgrenzungen für sich alleine eine
Rechts- oder Statutenverletzung bedeuteten. Auf Seite 10 (Ziff. 13) des
Gesuchs, auf das die Vorinstanz verweist, finden sich in der Tat keine
Ausführungen zu allfällig behaupteten weiteren Rechts- oder
Statutenverletzungen ("Solche Vorbezüge, insbesondere wenn sie, wie in der
Vergangenheit geschehen, unbesichert waren, wären klarerweise eine verbotene
Einlagenrückgewähr und würden wiederum das Gleichbehandlungsgebot der
Aktionäre verletzen."). Die Behauptung der Gesuchsteller, die Vorinstanz habe
aktenwidrig festgestellt, dass sie keine Rechtsverletzung behauptet hätten,
ist unzutreffend. Die Gesuchsteller sind damit nicht zu hören (Art. 55 Abs. 1
lit. d OG).

4.1.4 Die Frage der Gesuchsteller, in welchem Umfang die Rückstellungen
geschäftsmässig begründet waren, hielt die Vorinstanz durch die Antwort für
geklärt, dass die Rückstellungen im Jahre 2003 von Fr. 149'423.70 (2002) auf
Fr. 181'265.49 zugenommen hätten, wobei es sich nach den Erklärungen der
Gesuchsgegnerin um Garantierückstellungen handelte, die mit 2 % vom Umsatz
branchenüblich seien. Die Gesuchsteller halten dafür, die "generelle Antwort"
habe den Sachverhalt "nicht erstellt, sondern nur vernebelt"; denn sie hätten
wissen wollen, ob die Rückstellungen (falls diese geschäftsmässig begründet
waren) auf ein pflichtwidriges Verhalten der Organe zurückzuführen waren oder
ob sie (in bloss allgemeiner Art) zur Bildung von stillen Reserven gedient
hätten. Inwiefern die konkrete Frage der Gesuchsteller die von ihnen nun als
eigentliches Anliegen bezeichnete Fragestellung wiederzugeben vermochte, ist
nicht nachvollziehbar. Wenn die Vorinstanz dafür hielt, die Frage sei mit der
Auskunft nach dem Umfang der (zusätzlich) gebildeten Rückstellungen und der
Begründung der Branchenüblichkeit beantwortet, so ist dies bundesrechtlich
nicht zu beanstanden. Denn es ist jedenfalls nicht erkennbar, inwiefern der
Verwaltungsrat der Gesuchsgegnerin die Frage der Gesuchsteller in dem Sinne
hätte verstehen müssen, in dem sie ihr Anliegen nun in der Berufung
explizieren.

4.1.5 Die Vorinstanz hat schliesslich die Frage der Gesuchsteller, von wann
bis wann, an wen und zu welchen Konditionen die Liegenschaft "A.________"
vermietet worden sei, als im Verfahren vor dem Einzelrichter hinreichend
beantwortet gewertet. Der Gerichtspräsident führte aus, die Frage sei
ausreichend beantwortet, nachdem aus der ersten Sonderprüfung bekannt sei,
dass es sich bei der "A.________" um ein Einfamilienhaus mit gehobenem
Standard handle, die Anlagekosten zwischen 1,5 und 1,6 Millionen Franken
betrugen und nun aufgrund der Auskunft der Gesuchsgegnerin feststehe, dass
eine Vermietung an den Verwaltungsratspräsidenten für 3,5 Monate zum Preis
von Fr. 10'500.-- erfolgt sei. Die Gesuchsteller halten für "falsch", dass
der Sachverhalt erstellt sei. Sie machen geltend, aufgrund des von ihnen als
Indiz belegten Gasverbrauchs, der über den für die Bau-Austrocknung
erforderlichen hinausgehe, und "verschiedener weiterer Beweisofferten" hätte
die Vorinstanz auf einen weiteren entgangenen Gewinn schliessen müssen. Weder
vermögen sie mit diesem Vorbringen zu belegen, dass die Vorinstanz von
Bundesrechts wegen hätte Anlass haben müssen, an der Vollständigkeit und
Richtigkeit der Auskunft zu zweifeln, noch ist ihren Vorbringen zu entnehmen,
inwiefern die zusätzlich verlangte Sonderprüfung ihren Entschluss zu
beeinflussen vermöchte, eine Verantwortlichkeitsklage einzureichen oder
nicht. Die Vorbringen der Gesuchsteller vermögen den Schluss der Vorinstanz
nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen, dass der Sachverhalt in Bezug auf
die erwähnten Fragen (E. 4.1.1) hinreichend geklärt sei.

4.2 Die Vorinstanz hat sodann in Bezug auf gewisse Fragen der Gesuchsteller
als nicht glaubhaft erachtet, dass Gründer oder Organe Gesetz oder Statuten
verletzt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt haben (Art.
697b Abs. 2 OR). Sie hat insofern als reine Mutmassung betrachtet, dass
während des Geschäftsjahres 2003 an Aktionäre oder nahestehende Personen
Darlehen gewährt wurden und den Gesuchstellern vorgehalten, sie hätten
versäumt darzutun, inwiefern Bezüge des Verwaltungsrats gegen Gesetz oder
Statuten hätten verstossen können; ebenso wenig hätten sie sich zu den
rechtlichen Grundlagen geäussert, die bei der Aushandlung von
Mitarbeiterlöhnen zu beachten seien und sie hätten - falls es sich bei der
betreffenden Mitarbeiterin (B.________) um ein Mitglied des Verwaltungsrats
handeln sollte - kein pflichtwidriges Verhalten des Verwaltungsrates
glaubhaft gemacht; die Gesuchsteller hätten sodann keine Ausführungen darüber
gemacht, inwiefern die Anlagepolitik der Gesuchsgegnerin gegen Gesetz oder
Statuten verstossen haben könnte; schliesslich hätten sie bei der Frage, wie
sich die Auslagen der Gesuchsgegnerin für Rechtskosten aufteilten, nur
pauschale Mutmassungen über mögliche rechtswidrige Handlungen des
Verwaltungsrates angestellt. Ob der rechtliche Standpunkt der Gesuchsteller
hinreichend aussichtsreich ist, kann das Bundesgericht im Berufungsverfahren
als Rechtsfrage frei prüfen (BGE 120 II 393 E. 4c/aa). Eine seiner Kognition
grundsätzlich entzogene Frage der Beweiswürdigung ist dagegen, ob eine
Schädigung infolge des Verhaltens von Gründern oder Organen aufgrund der
tatsächlichen Vorbringen der Parteien und aufgrund der von ihnen
beigebrachten beweismässigen Anhaltspunkte als wahrscheinlich oder als
unwahrscheinlich erscheint; darüber entscheidet das kantonale Sachgericht
grundsätzlich abschliessend (BGE 120 II 393 E. 4c/bb S. 399; vgl. auch Urteil
4C.168/1997 vom 5. Dezember 1997, E. 1a in fine).

4.2.1 Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache nicht schon aufgrund reiner
Behauptung, sondern nur dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie
sich nicht verwirklicht haben könnte (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325 mit
Verweisen). Die Gesuchsteller rügen nicht, die Vorinstanz habe das
bundesrechtliche Beweismass der Glaubhaftmachung verkannt, indem sie ihre
Vorbringen zu angeblich während des Jahres 2003 an Aktionäre oder
nahestehende Personen gewährte Darlehen und in Bezug auf Rückstellungen für
Rechtskosten als reine Mutmassungen qualifizierte und damit nicht als
glaubhaft gemacht anerkannte. Sie beanstanden vielmehr in unzulässiger Weise
die - auf dem zutreffenden Beweismass der Glaubhaftmachung beruhende -
Würdigung der beweismässigen Anhaltspunkte durch die Vorinstanz und rügen
unzulässig die Verletzung kantonalen Prozessrechts (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG
in fine), wenn sie vorbringen, die Vorinstanz habe übergangen, dass die
Gesuchsgegnerin die Gewährung von Darlehen an Aktionäre und nahestehende
Personen nie substanziiert bestritten habe. Es ist darauf nicht einzutreten.
Die Gesuchsteller wenden sich sodann in unzulässiger Weise gegen die
beweismässige Würdigung der Anhaltspunkte, wenn sie beanstanden, die
Vorinstanz habe aktenwidrig verneint, dass sie ihre Behauptung hinreichend
glaubhaft gemacht hätten, wonach die Gesuchsgegnerin durch gesetzwidriges
Handeln unnötige Kosten verursacht habe. Wenn sie dafür halten, die
Vorinstanz hätte diese Behauptung allein schon aufgrund der
(gerichtsnotorisch) bekannten Verfahren als glaubhaft gemacht erachten
müssen, wenden sie sich in unzulässiger Weise gegen die Beweiswürdigung. Sie
sind damit nicht zu hören (vgl. E. 3).

4.2.2 Die Vorinstanz hat die Notwendigkeit der Sonderprüfung zur Frage
verneint, welche Bezüge der Verwaltungsratspräsident insgesamt - unter allen
Titeln - getätigt habe. Sie hat dies damit begründet, dass die Gesuchsteller
nicht darlegten, inwiefern die Bezüge gegen Gesetz oder Statuten verstossen
könnten; ausserdem fehle eine ausreichende rechtliche Begründung der von den
Gesuchstellern behaupteten Pflichtverletzungen; schliesslich fehlten auch
jegliche konkrete Anzeichen für Missbräuche. Die Vorinstanz hat sodann mit
derselben Begründung die Prüfung der Frage abgelehnt, welche Leistungen die
Mitarbeiterin bzw. Verwaltungsrätin B.________ unter allen Titeln erhalten
habe. Die Gesuchsteller bestreiten im vorliegenden Verfahren nicht, dass sie
keinerlei tatsächliche Anhaltspunkte für missbräuchliche Bezüge angeführt
haben und dass sie im kantonalen Verfahren auch keine rechtliche Begründung
für ihre Behauptung geliefert haben, es seien rechts- oder statutenwidrige
Bezüge durch den Verwaltungsratspräsidenten bzw. die Mitarbeiterin (oder
Verwaltungsrätin) B.________ getätigt worden. Mit ihrer im vorliegenden
Verfahren nachgeschobenen Begründung, dass ihr Recht auf Dividende unterhöhlt
und damit das Gebot der Gleichbehandlung der Aktionäre verletzt werden
könnte, vermögen sie weder ihren generellen - nach den Feststellungen der
Vorinstanz durch keinerlei konkrete Hinweise gestützten - Verdacht auf
Missbräuche zu begründen noch die schon im kantonalen Verfahren formgerecht
vorzubringende Behauptung rechtswidrigen Verhaltens der betreffenden Organe
nachzuholen. Die Vorinstanz hat bundesrechtskonform erkannt, dass nach
geltendem Recht eine individualisierte Offenlegung der gesamten Bezüge
einzelner Verwaltungsräte unter sämtlichen Titeln durch eine Sonderprüfung
nicht verlangt werden kann, solange keinerlei Anzeichen irgendwelcher
Missbräuche vorliegen.

4.2.3 Die Sonderprüfung zur Frage, wie sich die Zunahme des
Wertschriftenbestandes erkläre und ob dieser nicht kotierte bzw. schwer
handelbare Titel aufweise, hat die Vorinstanz abgewiesen, weil die
Gesuchsgegner nicht begründet hatten, inwiefern die Anlagepolitik der
Gesuchsgegnerin gegen Gesetz oder Statuten verstossen haben könnte. Die
Vorinstanz hat mangels jeglicher Begründung nicht zu erkennen vermocht,
welche tatsächlichen Grundlagen die beantragte Sonderprüfung für die von den
Gesuchstellern beabsichtigte Verantwortlichkeitsklage zu liefern vermöchte.
Die Gesuchsteller vertreten die Ansicht, sie hätten "nachgewiesen", dass der
Verwaltungsratspräsident "auch in dieser Position" private Interessen mit
denjenigen der Gesellschaft vermengt habe und der Tenor ihrer Vorbringen sei
stets auf "die Ungleichbehandlung der Aktionäre durch Nepotismus" gerichtet
gewesen. Dass sie im kantonalen Verfahren begründet hätten, inwiefern sie aus
den angestrebten Ergebnissen der Sonderprüfung eine Verletzung statutarischer
oder gesetzlicher Vorschriften hätten erschliessen wollen, behaupten sie
nicht - erst recht nicht substanziiert (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG).
Welche Bundesrechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben könnte, wenn sie im
Sinne von Art. 697b Abs. 2 OR von den Gesuchstellern verlangte, dass sie
glaubhaft machten, der Verwaltungsratspräsident der Gesuchsgegnerin habe
Gesetz oder Statuten verletzt und damit die Gesellschaft oder die Aktionäre
geschädigt, geht aus der Begründung der Gesuchsteller nicht hervor und ist
auch nicht erkennbar. Die Berufung der Gesuchsteller ist auch insoweit
unbegründet als sie (implizit) beanstanden, ihre Vorbringen seien
bundesrechtswidrig als nicht glaubhaft gemacht erachtet worden.

4.3 Die Vorinstanz hat ausgeführt, dass die Sonderprüfung allein dazu dient,
Tatsachen festzustellen bzw. Sachverhalte abzuklären und insbesondere für
eine Rechts- und Zweckmässigkeitskontrolle des Verhaltens der
Gesellschaftsorgane nicht zur Verfügung steht. Die Vorinstanz hat aus diesem
Grund die Sonderprüfung zu den Fragen abgelehnt, wie gross der Zinsaufwand
für die Passivdarlehen - aufgeteilt nach Verwendungszweck - gewesen sei und
ob die 2003 erworbenen eigenen Aktien der Gesuchsgegnerin abgeschrieben bzw.
wertberichtigt worden seien und welches der innere Wert dieser Aktien wäre.

4.3.1 Die Sonderprüfung ist ein Mittel der Informationsbeschaffung des
Aktionärs über interne Vorgänge der Gesellschaft (BGE 123 III 261 E. 2 S. 263
E. 2a; 120 II 393 E. 4 S. 396). Sie dient allein der Sachverhaltsklärung bzw.
Tatsachenfeststellung und soll weder die Rechtmässigkeit noch die
Zweckmässigkeit bestimmter Entscheide oder Verhaltensweisen zum Gegenstand
haben (Weber, Basler Kommentar, N 1/11 zu Art. 697a OR; Casutt, Die
Sonderprüfung im künftigen schweizerischen Aktienrecht, Diss. Zürich 1991, S.
21 f., 43 ff.; Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, Schweizerisches Aktienrecht,
Bern 1996, S. 402 f.; Böckli, Schweizer Aktienrecht, 3. Aufl., Zürich 2004,
S. 1937, N 53; Schwarzenbach, Sonderprüfung und Fact-Finding-Gutachten, in
Bühler [Hrsg.], Informationspflichten des Unternehmens im Gesellschafts- und
Börsenrecht, Bern 2003, S. 72; Gabrielli, Das Verhältnis des Rechts auf
Auskunftserteilung zum Recht auf Einleitung einer Sonderprüfung, Diss. Zürich
1997, S. 79 f.). Die Gesuchsteller stellen die unbestrittene Lehre über den
zulässigen Gegenstand der Sonderprüfung denn auch nicht in Frage. Sie bringen
jedoch (sinngemäss) vor, sie hätten nach zulässigen Gegenständen gefragt.

4.3.2 Die Vorinstanz hat den Antrag auf Sonderprüfung zur Frage, wie gross
der Zinsaufwand für die Passivzinsen aufgeteilt nach Verwendungszweck sei,
abgewiesen. Sie erwog, dass die Gesuchsteller nach eigenen Angaben
herausfinden wollten, warum die Gesuchsgegnerin trotz ihrer überaus guten
Eigenkapitalfinanzierung Darlehen aufnehme. Die Gesuchsteller hatten den
Verdacht von Missmanagement des Verwaltungsrats geäussert; denn dieser lasse
zu, dass die Gesuchsgegnerin Liegenschaften halte, die nicht rentierten und
die mit Fremdkapital finanziert seien. Die Vorinstanz begründete die
Abweisung damit, dass die Zweckmässigkeit des Immobilienportefeuilles im
Rahmen der Sonderprüfung nicht zur Diskussion stehe und auch keine
Anhaltspunkte dafür beständen, dass es im Jahre 2003 in diesem Bereich zu
statuten- oder gesetzwidrigem Verhalten des Verwaltungsrats gekommen sei. Die
Gesuchsteller behaupten, es sei ihnen bei dieser Frage darum gegangen, zu
errechnen, wie stark die "A.________" und weitere Immobiliengeschäfte die
Gesuchsgegnerin gezwungen hätten, mit Fremdkapital zu arbeiten; die
Immobiliengeschäfte hätten zugegebenermassen Verluste generiert. Ihren
Ausführungen ist nicht zu entnehmen, welche Bundesrechtsnormen sie als
verletzt erachten und eine solche Verletzung ist auch nicht ersichtlich.

4.3.3 Die Vorinstanz hat schliesslich die Sonderprüfung zur Frage abgelehnt,
ob die im Jahre 2003 erworbenen eigenen Aktien der Gesuchsgegnerin
abgeschrieben oder wertberichtigt worden seien und was der innere Wert der
Gesellschaftsaktien wäre. Sie hat den ersten Teil der Frage als durch die
Auskunft des Verwaltungsrates geklärt angesehen, was die Gesuchsteller nicht
beanstanden. Zum zweiten vermochte die Vorinstanz nicht zu erkennen, was die
Gesuchsteller mit der Bestimmung des inneren Wertes der Aktien erreichen
wollten, zumal stille Reserven nach den Buchführungsvorschriften des OR nicht
ausgewiesen werden müssten und somit keine Grundlage für das Begehren der
Gesuchsteller bestehe.

Die Gesuchsteller ergänzen ihre im kantonalen Verfahren vorgebrachte
Begründung mit der Erklärung, es sei ihnen darum gegangen zu berechnen, wie
gross der Verlust der Gesuchsgegnerin auf diesen Aktien effektiv gewesen sei;
denn es beständen aufgrund der Reservebildung genügende Indizien, dass die
Gesuchsgegnerin ihre Titel überzahlt habe, so dass diese im Umfang der
Differenz zwischen Kaufpreis und innerem Wert der Titel geschädigt sei. Die
Gesuchsteller begründen nicht bzw. nicht in rechtsgenügender Weise, welche
Bundesrechtsnormen sie als verletzt erachten. Insbesondere ist nicht
erkennbar, was sie gegen die Erwägung der Vorinstanz vorbringen wollen, dass
zum Thema Substanzwert keine Sonderprüfung zulässig wäre, weil stille
Reserven nicht ausgewiesen werden müssen. Das blosse Bestreiten dieser
vorinstanzlichen Erwägung unter Hinweis auf eine Literaturstelle (Casutt,
a.a.O., § 6 N 50) genügt jedenfalls nicht den im Berufungsverfahren geltenden
Begründungsanforderungen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG) - ganz abgesehen davon,
dass es an der zitierten Stelle um die Rechtmässigkeit der Bildung von
stillen Reserven an sich geht und die willkürliche Schaffung stiller Reserven
als nicht mehr von Art. 669 Abs. 3 OR gedeckt bezeichnet wird; dass
vorliegend eine willkürliche Schaffung stiller Reserven erfolgt sei, wird
aber von den Gesuchstellern weder behauptet noch glaubhaft gemacht (vgl. zu
dieser Voraussetzung Weber, Stille Reserven und Sonderprüfung, SJZ 1993, S.
303; Casutt, a.a.O., S. 196 Fn. 1179).
Die Vorinstanz hat zutreffend geschlossen, dass das Anliegen der
Gesuchsteller auf eine Prüfung der Zweckmässigkeit des Erwerbs eigener Aktien
durch die Gesuchsgegnerin hinausläuft, zumal die Gesuchsteller die Ansicht
vertreten, aufgrund der bereits bekannten Reservebildung beständen genügend
Anhaltspunkte für eine Schädigung der Gesellschaft. Inwiefern ihnen die
Schätzung des inneren Wertes der Aktien der Gesuchsgegnerin zusätzliche
Informationen für die Wahrnehmung ihrer Rechte zu liefern vermöchte (oben E.
4.1), ist weder ersichtlich noch dargetan.

4.4 Soweit den Rügen der Gesuchsteller überhaupt entnommen werden kann,
inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid Bundesrechtsnormen als
verletzt erachten, ist die Berufung unbegründet. Die Vorinstanz hat Art. 697a
und 697b OR bundesrechtskonform angewandt, wenn sie das Gesuch um Anordnung
einer Sonderprüfung abwies.

5.
Die Berufung ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die
Gerichtsgebühr ist bei diesem Verfahrensausgang den Gesuchstellern zu
auferlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Diese haben der Gesuchsgegnerin deren
Parteikosten zu ersetzen (Art. 159 Abs. 2 OG), welche praxisgemäss pauschal,
in einen von Amtes wegen bestimmten Umfang (einschliesslich der
Mehrwertsteuer) festgesetzt werden. Dass der Anwalt der Gesuchstellerin eine
Kostennote eingereicht hat, ändert daran nichts.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird den Gesuchstellern unter
solidarischer Haftbarkeit (intern je zur Hälfte) auferlegt.

3.
Die Gesuchsteller haben unter solidarischer Haftbarkeit (intern je zur
Hälfte) die Gesuchsgegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr.
2'500.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Handelsgerichtspräsident des Kantons
St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. November 2005

Im Namen der I. Zivilabteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: