Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilabteilung 5C.287/2005
Zurück zum Index II. Zivilabteilung 2005
Retour à l'indice II. Zivilabteilung 2005


5C.287/2005 /bnm

Beschluss vom 20. Januar 2006
II. Zivilabteilung

Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Meyer,
Gerichtsschreiber Zbinden.

X. ________,
Berufungsklägerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Zumtaugwald,

gegen

Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer, als Beschwerdeinstanz nach EGZGB,
Postfach 6002 Luzern,

Erziehungsbeistandschaft,

Berufung gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer,
als Beschwerdeinstanz nach EGZGB, vom 13. Oktober 2005.

Das Bundesgericht hat nach Einsicht
in das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer, als
Beschwerdeinstanz nach EGZGB, vom 13. Oktober 2005,
in die Berufungsschrift vom 21. November 2005, in welcher die
Berufungsklägerin zur Hauptsache um Aufhebung der für ihre Tochter
angeordneten Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB
ersucht und subsidiär beantragt, die Sache zur Ergänzung des Sachverhalts
sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen,
in das Gesuch der Berufungsklägerin um unentgeltliche Rechtspflege für das
bundesgerichtliche Berufungsverfahren,
in das Urteil 5P.425/2005 vom heutigen Tag,

in Erwägung,

dass die erkennende Abteilung mit Urteil vom heutigen Tag das angefochtene
Urteil in Gutheissung der von der Berufungsklägerin in der gleichen Sache
erhobenen staatsrechtlichen Beschwerde aufgehoben hat,
dass die Berufung somit gegenstandslos geworden und daher abzuschreiben ist,
dass die Berufungsklägerin die unnötig verursachten Kosten des
Berufungsverfahrens zu tragen hat (Art. 156 Abs. 6 und 7 OG),
dass sich die Berufung überdies von Anfang an als überflüssig und damit
aussichtslos erwiesen hat, so dass dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
für das bundesgerichtliche Berufungsverfahren nicht zu entsprechen ist, ohne
dass die Bedürftigkeit zu prüfen wäre (Art. 152 Abs. 2 OG),

Demnach beschliesst das Bundesgericht:

1.
Die Berufung wird als gegenstandslos abgeschrieben.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche
Berufungsverfahren wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Berufungsklägerin auferlegt.

4.
Dieser Beschluss wird der Berufungsklägerin und dem Obergericht des Kantons
Luzern, II. Kammer, als Beschwerdeinstanz nach EGZGB, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Januar 2006

Im Namen der II. Zivilabteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: