Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilabteilung 5C.53/2005
Zurück zum Index II. Zivilabteilung 2005
Retour à l'indice II. Zivilabteilung 2005


5C.53/2005 /bnm

Urteil vom 31. Mai 2005
II. Zivilabteilung

Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Nordmann, Bundesrichter Meyer,
Gerichtsschreiber von Roten.

B.________,
Beklagter und Berufungskläger,

gegen

K.________,
Kläger und Berufungsbeklagten,
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Kaiser,

Mündigenunterhalt,

Berufung gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, 1.
Zivilkammer, vom 4. Januar 2005.

Sachverhalt:

A.
K. ________, geboren am xxxx 1981, ist der Sohn von B.________, Jahrgang
1947. Er wurde bei der Scheidung seiner Eltern der Mutter, Jahrgang 1950,
zugeteilt und erhielt von seinem Vater an monatlichen Unterhaltsbeiträgen Fr.
600.-- bis zum 12. Altersjahr und danach Fr. 800.-- bis zur Mündigkeit
zuerkannt (Scheidungsurteil vom 1. Juni 1988). Nach Abschluss der
Rekrutenschule im Mai 2001 begann K.________ in U.________ ein Studium der
deutschen und englischen Sprache, wechselte dann aber zu Beginn des
Wintersemesters 2001 an die juristische Fakultät. Den Wohnsitz und den
gewöhnlichen Aufenthalt behielt er bei seiner Mutter in Z.________. Seine
Mutter arbeitet als Chemikerin HTL bei Novartis. Sein Vater war in derselben
Branche tätig und befindet sich seit September 2003 im Vorruhestand. Er hat
wieder geheiratet und mit seiner Ehefrau, Jahrgang 1973, die an der
Universität U.________ ebenfalls ein Studium der Rechte absolviert, eine
Tochter, geboren am xxxx 2002.

B.
K.________ erhob am 24. September 2001 Klage gegen seinen Vater auf Bezahlung
von Mündigenunterhalt. Das Bezirksgericht G.________ hiess die Klage
teilweise gut und verpflichtete den Beklagten, seinem Sohn ab 1. August 2001
bis zum ordentlichen Abschluss der Ausbildung einen indexierten
Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 900.-- inkl. Ausbildungszulagen zu
bezahlen (Urteil vom 20. August 2003). Auf Appellation des Beklagten hin
setzte das Obergericht (1. Zivilkammer) des Kantons Aargau die
Unterhaltsbeiträge herab auf monatlich Fr. 540.-- vom 1. August 2001 bis zum
31. März 2005 und auf Fr. 140.-- ab 1. April 2005 bis zum Abschluss der
ordentlichen Ausbildung (Urteil vom 4. Januar 2005).

C.
Mit eidgenössischer Berufung beantragt der Beklagte dem Bundesgericht, das
obergerichtliche Urteil aufzuheben und die Sache an das Obergericht
zurückzuweisen, was seine Verurteilung zu Unterhaltsleistungen an den Kläger
und zur anteilsmässigen Tragung von Verfahrens- und Parteikosten anbelangt.
Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen verzichtet. Eine Berufungsantwort
ist beim Kläger nicht eingeholt worden.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 277 ZGB dauert die Unterhaltspflicht der Eltern bis zur
Mündigkeit des Kindes (Abs. 1). Hat das Kind dann noch keine angemessene
Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen
zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine
entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Abs.
2). Berufungsgegenstand bildet die wirtschaftliche Zumutbarkeit von
Unterhaltsleistungen des Beklagten an seinen mündigen Sohn, den Kläger (S. 3
f.). Strittig ist einerseits der Unterhaltsbedarf des Klägers (S. 4 ff. Ziff.
1) und andererseits die Leistungsfähigkeit des Beklagten (S. 7 ff. Ziff. 2-8)
und der leiblichen Mutter des Klägers (S. 20 ff. Ziff. 9-11 der
Berufungsschrift).

Die kantonalen Instanzen haben für jede der drei beteiligten Personen den
Notbedarf anhand der betreibungsrechtlichen Richtlinien ermittelt, um gewisse
Beträge (z.B. die laufende Steuerlast) erweitert und um 20 % erhöht. Diesen
sog. familienrechtlichen Notbedarf haben sie den erzielbaren bzw. erzielten
Einkünften gegenübergestellt. Die Differenz hat für den Kläger einen
ungedeckten Unterhaltsbedarf ausgewiesen (E. 4 S. 14 ff.), für die beiden
Elternteile hingegen einen Überschuss ergeben und damit deren wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit belegt (E. 5 S. 20 ff. für den beklagten Vater und E. 6 S.
33 ff. für die leibliche Mutter des Klägers). Den ungedeckten
Unterhaltsbedarf des Klägers hat das Obergericht den beiden Elternteilen
entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auferlegt (E. 7 S. 35
f.; vgl. zu dieser bundesrechtlich nicht vorgeschriebenen, aber zulässigen
Berechnungsmethode, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse - wie hier - weder
ausgesprochen bescheiden noch aussergewöhnlich gut sind: Urteile des
Bundesgerichts 5C.238/2003 vom 27. Januar 2004, E. 2.1, in: FamPra.ch 2004 S.
427 f., für den Mündigenunterhalt, sowie 5C.100/2002 vom 11. Juli 2002, E.
3.1, in: FamPra.ch 2002 S. 829/830, für den Scheidungsunterhalt).

Auf Grund der Vorbringen des Beklagten werden nachfolgend zu erörtern sein
der gewöhnliche Aufenthalt des Klägers und damit in Zusammenhang stehende
Notbedarfspositionen (E. 3), die Berücksichtigung des Notbedarfs der
Stiefmutter des Klägers im Notbedarf des Beklagten (E. 4) sowie dessen
Leistungsfähigkeit (E. 5) und die Leistungsfähigkeit der leiblichen Mutter
des Klägers (E. 6).

2.
In formeller Hinsicht ist vorauszuschicken, was folgt:
2.1 Die eidgenössische Berufung ist ein unvollkommenes ordentliches
Rechtsmittel. Als "ordentlich" wird sie bezeichnet, weil sie die Rechtskraft
des angefochtenen Urteils hemmt (Art. 54 Abs. 2 OG), und als "unvollkommen",
weil die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts als Berufungsinstanz auf
Rechtsfragen beschränkt ist und nur ausnahmsweise Tatfragen erfasst (Art. 43
und Art. 63 f. OG; vgl. etwa BGE 123 III 213 E. 4 S. 216).

2.2 Ordentliche Rechtsmittel sind regelmässig reformatorisch. Sie führen,
wenn sie begründet sind, zu einem neuen Urteil in der Sache. Der
Berufungskläger hat deshalb materielle Anträge zu stellen, d.h. genau
anzugeben, welche Punkte des Urteils angefochten und welche Abänderungen
beantragt werden (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Ein bloss formeller Antrag auf
Rückweisung lässt die Rechtsprechung ausnahmsweise dann genügen, wenn das
Bundesgericht für den Fall, dass die Rechtsauffassung des Berufungsklägers
begründet sein sollte, kein Urteil in der Sache fällen kann, sondern diese
zur Ergänzung des Tatbestands und zur Neubeurteilung an die kantonale
Letztinstanz zurückweisen muss (BGE 130 III 136 E. 1.2 S. 139). Massgebend
ist freilich nicht die allenfalls unglückliche oder missratene Formulierung
des Berufungsantrags. Es genügt, wenn aus dem Berufungsantrag in Verbindung
mit der Berufungsbegründung oder mit dem angefochtenen Urteil ohne weiteres
ersichtlich ist, in welchem Sinne nach dem Willen des Berufungsklägers in der
Sache anders entschieden werden soll (BGE 86 II 192 S. 193; 88 II 205 E. 2 S.
206; 129 III 1 und 55, je E. 1.2 nicht veröffentlicht). Formell stellt der
Beklagte zwar lediglich einen Rückweisungsantrag. In Verbindung mit der
Berufungsbegründung aber wird sofort ersichtlich, dass er keinen Unterhalt an
den Kläger zahlen will und damit zur Hauptsache auf Abweisung der Klage
schliesst, eventuell auf Rückweisung.

2.3 Die Eigenschaft "unvollkommen" macht eine Unterscheidung von Rechts- und
Tatfrage notwendig. Im Einzelnen ergibt sich Folgendes:
2.3.1Im Unterhaltsprozess kann das Bundesgericht als Rechtsfragen überprüfen,
welche Ausgaben- bzw. Aufwandposten bei der Bemessung des Unterhalts zu
berücksichtigen sind und ob diese im Verhältnis zu den Einkünften als
unangemessen hoch erscheinen. Die zahlenmässige Bestimmung der
entscheiderheblichen Beträge gehört demgegenüber zu den verbindlichen
tatsächlichen Feststellungen (z.B. BGE 126 III 353 E. 1a S. 356 und E. 2b/aa
S. 359; 127 III 68 E. 2 S. 69 f.; Urteile 5C.278/2000 vom 4. April 2001, E.
2a, in: ZBJV 138/2002 S. 31, und 5C.77/2001 vom 6. September 2001, E. 2a/cc
und 2b/bb, teilweise veröffentlicht in FamPra.ch 2002 S. 420 ff.).
2.3.2 Ausnahmen von ihrer Verbindlichkeit bestehen für
Tatsachenfeststellungen, die offensichtlich auf Versehen beruhen (Art. 63
Abs. 2 OG), unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande
gekommen oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Die Beurteilung einer
Versehensrüge im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG setzt voraus, dass die
angefochtene Feststellung sowie die Aktenstelle, mit der sie in Widerspruch
stehen soll, genau angegeben werden (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG). Desgleichen
hat, wer ein Verfahren nach Art. 64 OG verlangt, aufzuzeigen und mit genauen
Hinweisen auf die Akten zu belegen, dass er im kantonalen Verfahren die
Tatsachen, die zu Unrecht für unerheblich erklärt worden sein sollen,
wirklich vorgebracht und zu deren Beweis form- und fristgerecht Anträge
gestellt hat (BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357). Einwände gegen die Ermittlung
und Feststellung des Sachverhalts, die diesen formellen Anforderungen nicht
genügen, haben als eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung oder als eine
Ergänzung des Sachverhalts zu gelten und sind in der Berufung unzulässig
(Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106, 136 E. 1.4 S. 140
und 353 E. 2.2.3 S. 361).

2.3.3 Gemäss Art. 63 OG ist das Bundesgericht an die Begründung der
Parteianträge nicht gebunden (Abs. 1) und in Bezug auf die rechtliche
Würdigung der Tatsachen frei, soweit es um Bundesrecht im Sinne von Art. 43
OG geht (Abs. 3). Vorausgesetzt ist allerdings, dass in der Berufungsschrift
dargelegt wird, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den
angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Aus
den Vorbringen muss hervorgehen, gegen welche Regeln des Bundesrechts die
Vorinstanz verstossen haben soll. Unerlässlich ist, dass auf die Begründung
des angefochtenen Urteils eingegangen und im Einzelnen gezeigt wird, welche
Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind. Allgemein
gehaltene Einwände, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit
bestimmten Urteilsgründen vorgebracht werden, genügen diesen Anforderungen
nicht. Fehlt es an der geforderten Auseinandersetzung mit dem angefochtenen
Urteil, tritt das Bundesgericht auf die erhobenen Einwände nicht ein und kann
auf die Überprüfung der Rechtsanwendung verzichten (BGE 116 II 745 E. 3 S.
748 f.; 121 III 397 E. 2a S. 400; 129 III 404 E. 4.4.2 S. 408).

3.
Der Beklagte erneuert seinen Einwand, der gewöhnliche Aufenthalt des Klägers
befinde sich in U.________ und regelmässige Wochenendaufenthalte in
Z.________ seien nicht bewiesen. Daraus folge, dass nicht schweizerisches,
sondern deutsches Recht angewendet werden müsse und dass Auslagen für die
Zugfahrten zum Studienort (E. 4f S. 16 f.) oder ein Naturalbeitrag für das
Essen an den Wochenenden und während der Semesterferien bei der leiblichen
Mutter (E. 4g S. 17 f. des angefochtenen Urteils) im Notbedarf des Klägers
nicht zu berücksichtigen seien (S. 4 ff. Ziff. 1 und zum anwendbaren Recht,
z.B. S. 10 Ziff. 2 lit. e der Berufungsschrift).

3.1 Die Frage, wo sich der gewöhnliche Aufenthalt und der Wohnsitz des
Klägers befinde, hat die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts mit Urteil
5C.139/2002 vom 26. September 2002 zu Gunsten von Z.________ in der Schweiz
entschieden (E. 2, in: FamPra.ch 2003 S. 202 ff., betreffend Zuständigkeit
für den Erlass vorsorglicher Massnahmen während des Unterhaltsprozesses). Das
Obergericht hat darauf hingewiesen (E. 1b S. 11) und gestützt auf die
Aussagen dreier Zeugen als Beweisergebnis festgestellt, dass sich der Kläger
regelmässig an den Wochenenden in der Schweiz aufhalte (E. 1c S. 11 f.). Es
sei deshalb weiterhin von einem Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt des
Klägers in Z.________ auszugehen und schweizerisches Recht anzuwenden (E. 1d
S. 12). Das Obergericht hat diese Zeugenaussagen im Zusammenhang mit den
bestrittenen Auslagen des Klägers für die Zugfahrten wiederholt und
dafürgehalten, an diesem Beweisergebnis ändere nichts, dass der Kläger gemäss
Telephonrechnungen für Januar und Februar 2002 an verschiedenen Freitagen
oder Samstagen an seinem Studienort das Internet benutzt habe (E. 4f S. 16
f.).
3.2 Eine Verletzung von Art. 8 ZGB erblickt der Beklagte darin, dass seinen
Anträgen nicht entsprochen worden sei, der Kläger habe sämtliche
Telephonrechnungen offen zu legen, der Kläger wie auch dessen Mutter seien
als Zeugen zu befragen, der Kläger habe seine Bahnfahrkarten vorzulegen
u.v.a.m. Dass das Obergericht diesen Sachverhalt nicht von Amtes wegen
abgeklärt habe, verletzt nach Ansicht des Beklagten zudem die im
Unterhaltsprozess herrschende Untersuchungsmaxime. Der Einwand ist
unbegründet. Die als verletzt gerügten bundesrechtlichen Beweisvorschriften
geben dem Beklagten keinen Anspruch auf unbeschränkte Beweisabnahme. Es
bleibt dem Sachgericht vielmehr unbenommen, von Beweiserhebungen deshalb
abzusehen, weil es seine Überzeugung bereits aus anderen Beweisen gewonnen
hat und annimmt, weitere Abklärungen vermöchten am massgeblichen
Beweisergebnis nichts mehr zu ändern. Derart vorweggenommene Beweiswürdigung
kann mit Berufung nicht angefochten werden und verletzt weder den aus Art. 8
ZGB abgeleiteten bundesrechtlichen Beweisanspruch (BGE 130 III 591 E. 5.4 S.
601 f.) noch die Untersuchungsmaxime gemäss Art. 280 Abs. 2 ZGB (BGE 130 III
734 E. 2.2.3 S. 735/736). Dass das Obergericht auf das Ergebnis der
Zeugenbefragung abgestellt und weitere Beweiserhebungen unterlassen hat,
verletzt daher keine bundesrechtliche Beweisvorschrift. Die Frage, ob die
Zeugenaussagen schlüssig sind, betrifft wiederum die Beweiswürdigung (z.B.
BGE 130 III 145 E. 3.2 S. 160, für ein Gutachten), die im Berufungsverfahren
nicht überprüft werden kann (E. 2.3.2 hiervor).

3.3 In tatsächlicher Hinsicht muss somit als erstellt gelten, dass der Kläger
regelmässig an den Wochenenden zu seiner Mutter nach Z.________ zurückkehrt.
Rechtlich hat er deshalb seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz (vgl.
zit. Urteil 5C.139/2002, E. 2.2, in: FamPra.ch 2003 S. 203). Dass unter
diesen Voraussetzungen schweizerisches Recht anwendbar ist, stellt der
Beklagte nicht in Abrede, und dass das Obergericht als Auslagen für die
Zugfahrten nach U.________ den Betrag von Fr. 140.-- im Existenzminimum des
Klägers berücksichtigt hat, kann nicht beanstandet werden. Zum Naturalbeitrag
der leiblichen Mutter des Klägers äussert sich der Beklagte nicht mehr, so
dass sich Weiterungen diesbezüglich erübrigen (E. 2.3.3 hiervor).

3.4 Bezogen auf die Auslagen für Zugfahrten rügt der Beklagte eine
Ungleichbehandlung im Verhältnis zwischen seiner Ehefrau und seinem Sohn.
Beide studierten in U.________, doch habe das Obergericht nur dem Kläger die
Auslagen für Zugfahrten angerechnet, nicht hingegen seiner Ehefrau (S. 7
Ziff. 1 lit. d). Dieselbe Rüge erhebt der Beklagte bei der Berechnung des
Notbedarfs (S. 9 Ziff. 2 lit. c der Berufungsschrift). Auf die Frage der
angeblichen Ungleichbehandlung wird dort zurückzukommen sein (E. 4.4 Abs. 3
hiernach).

3.5 Insgesamt bleibt die Berufung erfolglos, soweit sie gegen die
Anwendbarkeit des schweizerischen Rechts und die Bedarfsberechnung auf Seiten
des Klägers gerichtet ist.

4.
Die heutige Ehefrau des Beklagten ist die Stiefmutter des Klägers. Das
Obergericht hat geprüft, in welchem Umfang ihr Notbedarf im Notbedarf des
Beklagten zu berücksichtigen ist und damit dessen wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit vermindert (E. 5a S. 21). Es hat den Bedarf der Ehefrau im
Grundbetrag, bei den Wohnkosten und den Krankenkassenprämien eingerechnet, im
Gegenzug aber den bezirksgerichtlich zugelassenen Betrag von Fr. 800.-- zur
freien Verfügung gestrichen (E. 5j S. 30) und ihr ein Einkommen von monatlich
Fr. 320.-- aus zumutbarer eigener Erwerbstätigkeit angerechnet (E. 5c/dd S.
23 f.). Welche Stellung die Ehefrau des Beklagten und damit die Stiefmutter
des Klägers im Unterhaltsprozess einnimmt, ist strittig (S. 7 ff. Ziff. 2 der
Berufungsschrift).

4.1 Gemäss Art. 278 ZGB hat jeder Ehegatte dem andern in der Erfüllung der
Unterhaltspflicht gegenüber vorehelichen Kindern in angemessener Weise
beizustehen (Abs. 2). Diese Beistandspflicht gilt auch für die Erfüllung der
Unterhaltspflicht gegenüber einem mündigen Kind (Hegnauer, Berner Kommentar,
1997, N. 19 zu Art. 278 ZGB; Breitschmid, Basler Kommentar, 2002, N. 16 zu
Art. 277 ZGB; Forni, Die Unterhaltspflicht der Eltern nach der Mündigkeit des
Kindes in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, ZBJV 132/1996 S. 429 ff.,
S. 441 bei/in Anm. 28 mit Hinweis auf die Rechtsprechung).

Die Beistandspflicht des Stiefelternteils ist subsidiär gegenüber der
Unterhaltspflicht der leiblichen Eltern (BGE 120 II 285 E. 2b S. 288) oder -
genauer gesagt - gegenüber dem Vermögen des Kindes und dessen vermögenswerten
Ansprüchen gegen die leiblichen Eltern oder gegen Dritte (BGE 72 II 165 E. 6
S. 168 f.; ausführlich: Hegnauer, Berner Kommentar, 1964, N. 41-45 zu aArt.
272 ZGB). Entgegen der Darstellung in der Berufungsschrift entfällt die
Beistandspflicht der Ehefrau des Beklagten somit nicht schon dann, wenn die
leibliche Mutter des Klägers wirtschaftlich in der Lage wäre, auch noch den
Kindesunterhaltsbeitrag zu tragen, den der Beklagte schuldet. Entscheidend
ist vielmehr, ob der Kläger gegen seine leibliche Mutter einen über das, was
sie schon leistet, hinausgehenden Unterhaltsanspruch hat. Die Frage ist hier
offenkundig zu verneinen. Der Unterhalt wird gemäss Art. 276 Abs. 2 ZGB durch
Pflege und Erziehung oder durch Geldzahlung geleistet. Naturalleistungen - an
Wochenenden und in den Semesterferien - werden von der leiblichen Mutter des
Klägers erbracht. Darüber hinaus hat das Obergericht sie verpflichtet, einen
Teil des ungedeckten Barbedarfs des Klägers zu übernehmen (vgl. BGE 120 II
285 E. 3a/cc S. 290; Forni, a.a.O., S. 441), und zwar entsprechend ihrer
wirtschaftlichen Leistungskraft, die bis Ende 2002 wenige hundert Franken
schwächer, ab Januar 2003 dann aber bedeutend stärker ist als diejenige des
Beklagten. Hat sie zunächst knapp 50 % des ungedeckten Barbedarfs des Klägers
zu tragen, so steigt ihr Anteil ab September 2003 auf rund 80 % (E. 7 S. 35
des angefochtenen Urteils). Mit Blick darauf hat der Kläger keinen
weitergehenden Anspruch gegen seine Mutter auf Unterhaltsleistungen. Er muss
sich ferner die Kinderzulagen, einen Eigenverdienst und Vermögensertrag aus
einer unverteilten Erbschaft anrechnen lassen (E. 4i S. 19 f. des
angefochtenen Urteils). Unter diesen Umständen kann nicht davon ausgegangen
werden, kraft ihrer Subsidiarität sei die Beistandspflicht der Ehefrau des
Beklagten, d.h. der Stiefmutter des Klägers, entfallen.

Gegenteiliges ergibt sich aus dem angerufenen BGE 126 III 353 E. 4b (nicht
veröffentlicht) nicht. Die gezeigten Grundsätze werden darin bestätigt und -
mit Zurückhaltung - auf den Fall des ausserehelichen Kindes, d.h. des
Ehebruchskindes übertragen. Aus diesem Urteil vermag der Beklagte nicht
abzuleiten, dass seine Unterhaltspflicht oder die Beistandspflicht seiner
Ehefrau ihm gegenüber allein schon deshalb entfällt oder vermindert wird,
weil die leibliche Mutter wirtschaftlich mehr bezahlen kann, als sie von
Rechts wegen bezahlen muss (S. 10). "Die Eltern" und damit beide Elternteile
haben für den Unterhalt des Kindes aufzukommen (Art. 276 Abs. 1 ZGB), weshalb
sich der eine seiner Unterhaltspflicht auch nicht unter Hinweis auf die
grössere Leistungsfähigkeit des anderen entziehen kann. Beide Elternteile
sind in gleichem Masse verpflichtet und nur dort, wo der eine Elternteil
leistungsunfähig ist, trägt der andere die Unterhaltslast allein. Die Prüfung
beginnt deshalb mit der Leistungsfähigkeit eines jeden Elternteils und darf
nicht für den einen unter Hinweis auf das Leistungsvermögen des andern
Elternteils unterbleiben (vgl. zum Verhältnis der Eltern: Hegnauer, N. 64 ff.
zu Art. 276 ZGB).

4.2 Da der Kläger seit der Scheidung seiner Eltern ausserhalb der
Hausgemeinschaft des Beklagten lebt, besteht der Beistand seiner Stiefmutter
gegenüber dem Beklagten darin, dass sie - soweit die Mittel nicht ausreichen
- einen höheren Anteil an den Kosten des Haushaltes tragen muss und
verpflichtet sein kann, gegebenenfalls eine eigene Erwerbstätigkeit
aufzunehmen (Hegnauer, N. 51, und Breitschmid, N. 12, je zu Art. 278 ZGB, mit
Hinweisen; ausführlich: Hegnauer, Der Unterhalt des Stiefkindes nach
schweizerischem Recht, FS Müller-Freienfels, Baden-Baden 1986, S. 271 ff., S.
282 ff. Ziff. 5).

In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass der Beklagte seit September 2003
vorpensioniert ist und vollumfänglich die im Oktober 2002 geborene Tochter
betreut, während seine Ehefrau ihr Studium absolviert. Das Obergericht hat
dafürgehalten, die Ehefrau des Beklagten könne trotz dessen Kinderbetreuung
neben ihrem Studium nicht vollumfänglich selber für ihren Unterhalt
aufkommen, weshalb ihr Bedarf bei demjenigen des Beklagten zu berücksichtigen
sei. Sie sei aber in der Lage, neben ihrem Studium wenigstens einen Teil
ihres Bedarfs selber zu finanzieren. Es könne von ihr erwartet werden, dass
sie - wie der Kläger - neben ihrem Studium einen Verdienst von monatlich Fr.
320.-- erziele, anrechenbar nach einer zweimonatigen Übergangsfrist ab 1.
April 2005 (E. 5c/dd S. 24).

Auf Grund der tatsächlichen Feststellungen, vorab zur Aufgabenteilung und zur
Beschäftigung der Ehefrau des Beklagten, ist das Obergericht mit Recht davon
ausgegangen, der Beklagte sei nicht so zu stellen, wie er ohne Ehe dastünde.
Eine kostenneutrale Berechnungsweise überspannte unter den gegebenen
Umständen die Beistandspflicht der Ehefrau des Beklagten. Ihr Notbedarf ist
deshalb im Notbedarf des Beklagten zu berücksichtigen gewesen. Was das ihr
angerechnete Monatseinkommen von Fr. 320.-- betrifft, gehen die Vorbringen
des Beklagten an der Sache vorbei (S. 8). Es wird von seiner Ehefrau nicht
erwartet, dass sie abends oder in Deutschland arbeitet, sondern angenommen,
dass sie jeweils in den Semesterferien einige Wochen arbeitet und damit ein
Einkommen - auf das Jahr umgelegt - von monatlich Fr. 320.-- erzielt (vgl.
für den Kläger: E. 2c/aa S. 11/12 des bezirksgerichtlichen Urteils). In
Anbetracht der festgestellten Aufgabenteilung erscheint es nicht als
bundesrechtswidrig, dass das Obergericht der Ehefrau diesen Eigenverdienst
zugemutet und ihren Notbedarf in entsprechender Höhe gekürzt hat.

4.3 Während das Bezirksgericht im Notbedarf des Beklagten einen Betrag von
Fr. 800.-- für Haushaltführung und Studium der Ehefrau eingesetzt hat (E.
2c/cc S. 14), ist das Obergericht davon ausgegangen, für die Beachtung eines
solchen Freibetrags bleibe im Rahmen des familienrechtlichen Bedarfs kein
Raum. Der Bedarf der Ehefrau des Beklagten werde bereits im Grundbetrag, bei
den Wohnkosten, den Krankenkassenprämien und einem Zuschlag von 20 % auf
diesen Positionen berücksichtigt (E. 5j S. 30).

Eine "reformatio in peius" erblickt der Beklagte darin, dass das Obergericht
den - seiner Ehefrau für die Haushaltführung zustehenden - Betrag zur freien
Verfügung gemäss Art. 164 ZGB aus dem Notbedarf gestrichen habe (S. 8). Die
bundesrechtliche Offizialmaxime gilt für den Prozess um Mündigenunterhalt
nicht (BGE 118 II 93 E. 1a S. 95 f.; zit. Urteil 5C.238/2003, E. 1, in: ZVW
59/2004 S. 126/127). Es beurteilt sich deshalb nach kantonalem Recht, ob das
Gericht an die Begehren der Parteien gebunden ist bzw. ob die
Rechtsmittelinstanz über die Rechtsmittelanträge der Parteien hinausgehen und
das vorinstanzliche Urteil zu Ungunsten des Rechtsmittelklägers abändern darf
(vgl. Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen,
Zürich 1992, N. 87 S. 122 bei/in Anm. 55, mit Hinweisen). Da mit Berufung nur
die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden kann (Art. 43 OG), erweist sich
der Einwand des Beklagten als unzulässig, das Obergericht habe das
Verschlechterungsverbot verletzt. Er ist aber auch offensichtlich
unbegründet: Dass das Obergericht den bezirksgerichtlichen Unterhaltsbeitrag
von Fr. 900.-- zu Gunsten des appellierenden Beklagten auf Fr. 540.-- bzw.
Fr. 140.-- herabgesetzt hat, kann keine Verletzung des Verbots der reformatio
in peius bedeuten (vgl. für ein Beispiel: BGE 129 III 417 E. 2.1 S. 419 f.),
und dass das Obergericht in diesem Rahmen einzelne Elemente der
Gesamtabrechnung anders als der Beklagte gewichtet hat, verletzt den
Grundsatz der Bindung an die Parteianträge ebenso wenig (BGE 119 II 396 Nr.
79).

Materiell wirft der Beklagte dem Obergericht vor, es habe den Anspruch seiner
Ehefrau auf einen Betrag gemäss Art. 164 ZGB zu Unrecht nicht geprüft. Eine
Bundesrechtsverletzung ist damit nicht dargetan. Die hier unangefochten
anwendbare Berechnungsmethode stellt auf das betreibungsrechtliche
Existenzminimum ab (E. 1 hiervor). Die vom betriebenen Ehegatten dem andern
Ehegatten geschuldeten Beträge gemäss Art. 164 ZGB aber sind im gemeinsamen
Existenzminimum der Ehegatten nicht zu berücksichtigen (vgl. I. Meier, Neues
Eherecht und Schuldbetreibungsrecht, Zürich 1987, S. 124; Vonder Mühll,
Basler Kommentar, 1998, N. 34 zu Art. 93 SchKG). Bleiben sie insoweit ohne
Einfluss auf das Existenzminimum, brauchte das Obergericht nicht zu prüfen,
ob der Beklagte seiner Ehefrau tatsächlich einen Betrag gemäss Art. 164 ZGB
schuldet.

4.4 Für Studienkosten hat das Obergericht Fr. 200.-- eingesetzt und
festgehalten, weitere Kosten seien nicht aufzurechnen, nachdem solche nicht
belegt seien (E. 5j S. 30). Der Beklagte bestreitet dieses Beweisergebnis. Er
habe Zugfahrten seiner Ehefrau an den Studienort von mindestens Fr. 140.--
monatlich belegt. Seine Sachverhaltsrüge begründet er mit dem Hinweis auf die
"Duplikbeilage 7 der Duplik vom 20. Januar 2002". Er macht ferner eine
Ungleichbehandlung im Verhältnis zum Kläger geltend, in dessen
Bedarfsberechnung die Kosten für Zugfahrten berücksichtigt worden seien (S. 9
Ziff. 2 lit. c der Berufungsschrift; vgl. E. 3.4 hiervor).
Es ist eine Frage der formellen Ausgestaltung des kantonalen Instanzenzugs
und damit - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen - des kantonalen
Rechts, ob die Rechtsmittelinstanz die schon vor erster Instanz aufgestellten
Tatsachenbehauptungen und Beweisantretungen von Amtes wegen berücksichtigt
oder ob die entsprechenden Vorbringen von den Parteien im
Rechtsmittelverfahren wiederholt werden müssen (Urteil 5C.111/2001 vom 29.
Juni 2001, E. 2a). Daran ändert die bundesrechtliche Untersuchungsmaxime
nichts. Sie wird eingeschränkt durch die Pflichten der Parteien, einerseits
ihre Eingaben zu begründen (Urteil 5C.207/2004 vom 26. November 2004, E. 2.1)
und andererseits an der Ermittlung des Sachverhalts aktiv mitzuwirken, d.h.
unter anderem dem Gericht das Tatsachenmaterial (z.B. die Angaben über
wirtschaftliche Verhältnisse) zu unterbreiten und die Beweismittel zu
benennen (BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 413). Gerade in einem
Unterhaltsprozess, in dem über drei Notbedarfsrechnungen und dabei praktisch
um jede Notbedarfsposition gestritten wird, darf die Rechtsmittelinstanz
verlangen, dass die Parteien ihr abschliessend darlegen, in welchen Punkten
sie die Berechnung anfechten oder anerkennen. Sachverhaltsrügen im
Berufungsverfahren können deshalb auch nur mit Tatsachen begründet werden,
die vor der letzten kantonalen Instanz vorgebracht worden sind (vgl. E. 2.3.2
hiervor). Mit dem Hinweis auf eine Duplikbeilage in erster Instanz vermag der
Beklagte eine unrichtige oder lückenhafte Sachverhaltsfeststellung des
Obergerichts somit nicht zu belegen.

Eine Ungleichbehandlung zwischen dem Kläger und der Ehefrau des Beklagten
bezogen auf die Kosten für Zugfahrten von Fr. 140.-- ist zudem nicht
ersichtlich. Während der Kläger Unterhaltsbeiträge erhält, die seinen Bedarf
von knapp Fr. 1'700.-- (vom 1. August 2001 bis 31. August 2003) und rund Fr.
700.-- (ab 1. September 2003) decken, verbleibt dem Beklagten und seiner
Ehefrau nach Bezahlung der Unterhaltsbeiträge ein Überschuss über ihren
Bedarf von mehr als Fr. 3'000.-- bei Erwerbstätigkeit des Beklagten und von
rund Fr. 700.-- nach dessen Eintritt in den Vorruhestand. Aus dem Überschuss,
der dem Kläger gänzlich fehlt, kann der Beklagte die Kosten für Zugfahrten
seiner Ehefrau ohne weiteres begleichen. Unterschiedliche wirtschaftliche
Verhältnisse - wie unterschiedliches prozessuales Vorgehen - dürfen
unterschiedlich beurteilt werden.

4.5 Nach dem Gesagten liegt keine Verletzung von Bundesrecht in der
obergerichtlichen Berechnung und Berücksichtigung des Notbedarfs der Ehefrau
des Beklagten in dessen Notbedarf.

5.
Das Obergericht hat sich mit der Leistungsfähigkeit des Beklagten eingehend
befasst (E. 5a-5n S. 20 ff.). Dagegen wendet sich der Beklagte in seiner
Berufungsschrift zur Hauptsache (S. 10 ff. Ziff. 3-8). Es geht um drei
Punkte: Prämien für freiwillige Versicherungen, Unterstützungsleistungen an
die Mutter und Tilgung von Drittschulden.

5.1 Bei der Bemessung von Unterhaltsbeiträgen steht dem Sachgericht ein
weites Ermessen zu. Im Berufungsverfahren übt das Bundesgericht deshalb bei
der Prüfung der vom kantonalen Gericht festgelegten Unterhaltsbeiträge grosse
Zurückhaltung. Es schreitet insbesondere ein, wenn die Vorinstanz entweder
Kriterien berücksichtigt hat, die nach dem Gesetz keine Rolle spielen dürfen,
oder Umstände ausser Acht gelassen hat, die für den Unterhaltsbeitrag
ausschlaggebend sein sollten. Zu einer Korrektur des vorinstanzlichen
Entscheides kommt es schliesslich, wenn der festgesetzte Unterhaltsbeitrag
auf Grund der konkreten Umstände als eindeutig unangemessen erscheint
(allgemein: BGE 130 III 571 E. 4.3 S. 576; für den Mündigenunterhalt: zit.
Urteil 5C.238/2003, E. 2.1, in: FamPra.ch 2004 S. 428).

5.2 Statt der geforderten Fr. 1'073.-- an Krankenkassenkosten hat das
Obergericht lediglich die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung
im Existenzminimum zugelassen mit der Begründung, es seien keine Gründe
ersichtlich, die eine Berücksichtigung der Beiträge für Zusatzversicherungen
erforderlich machten (E. 5e S. 24 f.). Desgleichen hat es das Obergericht
nicht beanstandet, die Kosten der Mobiliar- und der Lebensversicherung nicht
anzurechnen (E. 5g S. 25). Der Beklagte erhebt verschiedene Einwände (S. 10
ff. Ziff. 3 und 4). Gemäss seiner "Berechnung des monatlichen Überschusses"
(S. 19 Ziff. 8 der Berufungsschrift) betragen die Kosten für "Versicherungen"
zusätzlich Fr. 150.-- und für "Krankenkasse" Fr. 865.-- (1. August 2001 bis
31. August 2003) und Fr. 1'073.-- (ab 1. September 2003) statt der
obergerichtlich zugelassenen Fr. 506.20 (vom 1. August 2001 bis 31. Oktober
2002), Fr. 566.20 (vom 1. November 2002 bis 31. Dezember 2003) und Fr. 681.30
(ab 1. Januar 2004).

Im Grundsatz sind nur unfreiwillig, d.h. gestützt auf eine gesetzliche oder
arbeitsvertragliche Beitragspflicht zu leistende, nicht aber freiwillig
geleistete Versicherungsbeiträge dem Existenzminimum zuzurechnen. Prämien für
Zusatzversicherungen zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung und für
eine freiwillige Lebens- oder Mobiliarversicherung müssen aus dem Grundbetrag
und aus dem gewährten Zuschlag von hier 20 % bezahlt werden. Ausnahmen sind
nur in begründeten Fällen zulässig. Wo der Schuldner gezwungen wäre, seine
freiwillige Versicherung zu kündigen, dabei Gefahr liefe, keine gleichwertige
Versicherung mehr abschliessen zu können, und insoweit nicht
wiedergutzumachende Folgen zu tragen hätte, kann es beim familienrechtlichen
Unterhalt als gerechtfertigt erscheinen, auf Grund der besonderen Umstände
des konkreten Einzelfalls ausnahmsweise den Prämienaufwand für
nichtobligatorische Versicherungen zu berücksichtigen (vgl. dazu Bühler,
Betreibungs- und prozessrechtliches Existenzminimum, AJP 2002 S. 644 ff., S.
650 f. Bst. E/a-b/aa und S. 653 f. Bst. A).

Unter dem Blickwinkel der - hier allein zu beurteilenden (E. 1) -
wirtschaftlichen Zumutbarkeit kann die Ermessensausübung des Obergerichts
nicht beanstandet werden. Allein der Zuschlag von 20 % beträgt für die
gesamte Dauer der Unterhaltsverpflichtung des Beklagten mehr als Fr. 1'200.--
(E. 5n S. 32 f. des angefochtenen Urteils). Daraus vermag der Beklagte den
Prämienaufwand für freiwillige Versicherungen problemlos zu bestreiten, ohne
dafür seinen Grundbetrag einsetzen zu müssen. Seine wirtschaftlichen
Verhältnisse verdeutlichen, dass er nicht gezwungen ist, freiwillige
Versicherungen aufzulösen. In Anbetracht dessen ist auf seine weiteren in
diesem Zusammenhang erhobenen Einwände nicht mehr einzugehen.

5.3 Unterstützungsbeiträge sind im Notbedarf zu berücksichtigen, selbst wenn
für deren Leistung eine nur moralische Verpflichtung besteht. Voraussetzung
der Anrechnung ist, dass die Beiträge im Verhältnis zum Einkommen des
Schuldners ein vernünftiges Mass nicht übersteigen und die regelmässige
Leistung durch entsprechende Belege nachgewiesen ist (Bühler, a.a.O., S. 649
Bst. C/c). Insbesondere wenn die Leistung ohne gerichtlichen Entscheid und
damit freiwillig erfolgt, hat sich der Schuldner oder allenfalls der
Empfänger zusätzlich darüber auszuweisen, dass die Leistung für die
unterstützte Person unbedingt erforderlich ist (Vonder Mühll, N. 29 zu Art.
93 SchKG; seither, z.B. Urteil 7B.135/2002 vom 2. August 2002, E. 3.3; BGE
130 III 45 E. 2 S. 47).

Im Gegensatz zum Bezirksgericht hat das Obergericht dem Beklagten
Unterstützungsbeiträge von monatlich Fr. 980.-- nicht angerechnet, die er
seiner Mutter bis zu deren Tod am 24. August 2003 geleistet haben will (E. 5k
S. 30). Soweit der Beklagte darin eine Verletzung des Verbots der reformatio
in peius erblickt, ist der Einwand unzulässig und im Übrigen offensichtlich
unbegründet; auf Gesagtes kann verwiesen werden (E. 4.3 Abs. 2 hiervor). Der
Beklagte wendet sodann ein, seine Unterstützungspflicht beurteile sich nach
tschechischem Recht und danach gehe die Unterstützungspflicht gegenüber den
Eltern der Unterhaltspflicht gegenüber einem mündigen Kind vor. Die
gegenteilige Annahme des Obergerichts gestützt auf schweizerisches Recht sei
unbeachtlich (S. 13 f. Ziff. 5 der Berufungsschrift). Nach welchem Recht sich
die Rangfolge von Unterstützungs- und Unterhaltspflicht beurteilt, kann
dahingestellt bleiben. Schweizerisches Recht ist massgebend für die Frage,
unter welchen Voraussetzungen ins Ausland fliessende Unterstützungsbeiträge
im Existenzminimum zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 124 III 505 E. 3a S. 507
f.).

Zum Nachteil des Klägers hat das Obergericht angenommen, dass die Zuwendung,
die ihm die am 24. August 2003 verstorbene Mutter des Beklagten
testamentarisch gemacht hat, einen Wert von Fr. 50'000.-- habe. Davon müsse
sich der Kläger für die voraussichtliche Dauer seines Studiums bis im Herbst
2006 monatlich Fr. 1'000.-- anrechnen lassen (E. 4h S. 18 f.). Unter diesem
Blickwinkel kann die Mutter des Beklagten in den letzten zwei Jahren vor
ihrem Tod, während derer sich der Beklagte Unterstützungsleistungen im
Existenzminimum anrechnen lassen will, nicht als unterstützungsbedürftig
gelten. Die abweichende Sicht des Beklagten ist widersprüchlich. Es kann
seine Mutter nicht gleichzeitig als unterstützungsbedürftig und als vermögend
angesehen werden mit der Folge, dass im ersten Fall die Leistungskraft des
Beklagten vermindert und im zweiten Fall die Leistungskraft des Klägers
erhöht, in jedem Fall aber die Unterhaltsbeitragspflicht des Beklagten an den
Kläger geschmälert würde. Bei der festgestellten Sachlage erweist es sich
vielmehr als folgerichtig, dass das Obergericht die geltend gemachten
Unterstützungsleistungen von Fr. 980.-- aus dem Notbedarf des Beklagten
gestrichen und dem Kläger im Gegenzug einen Vermögensertrag von Fr. 1'000.--
als Einkommen angerechnet hat.

5.4 Das Obergericht hat im Existenzminimum des Beklagten monatliche
Wohnkosten von Fr. 2'978.-- zugelassen, bestehend aus Hypothekarzinsen (Fr.
2'678.--) und regelmässigen Nebenkosten (Fr. 300.--). Zusätzlich hat das
Obergericht Amortisationszahlungen von monatlich Fr. 666.-- berücksichtigt
(E. 5h/bb S. 26 ff.), die Aufrechnung weiterer Privatkreditraten hingegen
abgelehnt (E. 5i S. 29). Der Beklagte verlangt die Berücksichtigung von Fr.
1'250.-- an Amortisationszahlungen und von Fr. 1'029.-- an Kreditraten (S. 14
ff. Ziff. 6 und 7 der Berufungsschrift).

5.4.1 Drittschulden des Unterhaltspflichtigen sind in dessen Notbedarf nur
mit Zurückhaltung zu berücksichtigen. Ihre Aufnahme kann dann geboten sein,
wenn die Drittschuld zur Befriedigung von Unterhaltsbedürfnissen begründet
worden ist, die im Zusammenhang mit dem ehelichen Haushalt stehen und nicht
bloss im Interesse einer Partei liegen (BGE 127 III 289 E. 2a/bb S. 292). Der
daherige Entscheid des Sachgerichts beruht auf Ermessen (Bräm, Zürcher
Kommentar, 1998, N. 118A Ziff. 9.1. zu Art. 163 ZGB). Dass es Schulden gibt,
die bei der Notbedarfsrechnung einbezogen werden müssen, und zwar je nach
dem, in welchem Zeitpunkt und zu welchem Zweck sie begründet worden sind,
gilt auch für den Mündigenunterhalt (zit. Urteil 5C.238/2003, E. 2.2.3, in:
FamPra.ch 2004 S. 429 f.). Dabei kann insbesondere zu berücksichtigen sein,
dass die Unterhaltsdauer von Gesetzes wegen begrenzt ist, "bis eine
entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann" (Art.
277 Abs. 2 ZGB).

5.4.2 Amortisationen von Hypothekardarlehen sind im Unterschied zu
Hypothekarzinsen nicht in die Bedarfsberechnung aufzunehmen. Sie dienen nicht
dem Unterhalt, sondern der Vermögensbildung (zuletzt: Urteil 5C.70/2004 vom
13. Mai 2004, E. 3.3.3). Das Obergericht hat eine Ausnahme von dieser Regel
gestatten wollen, weil der Beklagte zur Amortisation von monatlich Fr. 666.--
vertraglich verpflichtet sei und es die finanziellen Verhältnisse zuliessen
(unter Hinweis auf Bräm, N. 118A Ziff. 2.1.d zu Art. 163 ZGB). Zum heute
erneuerten Einwand des Beklagten hat es ausgeführt, eine weitergehende
Amortisationsverpflichtung habe der Beklagte nicht nachgewiesen. Zwar habe er
eine Bestätigung der Bank R.________ vom 8. November 2001 ins Recht gelegt,
wonach die Amortisationsrate erhöht worden sei. Indes habe er nicht
rechtsgenüglich dargelegt, dass er die über den Betrag von Fr. 8'000.-- (Fr.
666.-- x 12 Mt.) hinausgehenden Amortisationszahlungen nicht einstellen
könnte, ohne vertragsbrüchig zu werden (E. 5h/bb S. 29). Was der Beklagte
gegen dieses Beweisergebnis vorträgt, ist nicht stichhaltig. Das Obergericht
hat keine bundesrechtliche Untersuchungsmaxime verletzt, zumal ihn im
Unterhaltsprozess Mitwirkungs- und Begründungslasten treffen (E. 4.4 Abs. 2
hiervor). Weder die erwähnte Bankbestätigung noch die angerufene
Lebenserfahrung vermögen zu belegen, dass sein Schuldendienst nicht für die
kurze Dauer der Unterhaltspflicht hätte aufgeschoben und die bestehenden
Hypotheken nicht hätten aufgestockt werden können. Insgesamt kann die vom
Obergericht vorgenommene Berücksichtigung der Amortisationszahlungen nicht
als bundesrechtswidrig bezeichnet werden.

5.4.3 Der am 30. August 2001 abgeschlossene Privatkreditvertrag über Fr.
50'000.-- hat nach Angaben des Beklagten dazu gedient, einen Teil des 1992
ausgeliehenen Pensionskassenkapitals von Fr. 90'000.-- zurückzuzahlen. Das
Obergericht hat in diesem Zusammenhang verschiedene Ungereimtheiten
festgestellt - z.B. Rückzahlung des Vorbezugs von Pensionskassengeldern vor
Abschluss des Kreditvertrags u.ä. - und die Berücksichtigung der Kreditraten
im Notbedarf abgelehnt (E. 5i S. 29). Der Beklagte verwahrt sich gegen
angebliche Spekulationen des Obergerichts und erläutert nunmehr den
tatsächlichen Ablauf der Geschehnisse vor Bundesgericht, insbesondere den
Umstand, dass er mit dem Kredit im Rahmen seines "Cashflow-Management" nur
das Defizit ausgeglichen hat, das durch die vorgängige Tilgung der Schuld
gegenüber der Pensionskasse entstanden ist. Derartige Sachvorbringen sind vor
Bundesgericht allesamt unzulässig (E. 2.3.2 hiervor). Letztlich kann aber
dahingestellt bleiben, wie es sich damit genau verhalten hat. Entscheidend
ist, dass der Beklagte die fragliche Drittschuld nicht eingegangen ist, um
damit indirekt seinen Unterhaltspflichten gegenüber dem Kläger nachzukommen,
wie er das heute behauptet (S. 17). Allein schon auf Grund der zeitlichen
Verhältnisse und des späteren Verhaltens des Beklagten muss vielmehr davon
ausgegangen werden, dass der Vorbezug aus der Pensionskasse (1992 bzw. 1994),
die Rückzahlung (19. Juni 2001) und die Kreditaufnahme (30. August 2001)
hauptsächlich im Interesse des Beklagten und seiner Ehefrau gelegen und nicht
dazu gedient haben, Mündigenunterhalt zu bezahlen, den der Kläger erst am 24.
September 2001 gerichtlich begehrt hat. Insoweit kann nicht beanstandet
werden, dass das Obergericht die Privatkreditraten nicht im Notbedarf des
Beklagten berücksichtigt hat (vgl. für einen Anwendungsfall: zit. Urteil
5C.70/2004, E. 3.3.5.2).
5.5 Soweit sie sich gegen die Festsetzung des Notbedarfs auf Seiten des
Beklagten richtet, bleibt die Berufung aus den dargelegten Gründen erfolglos.

6.
Schliesslich wendet sich der Beklagte gegen die Bestimmung von Einkommen und
Notbedarf der leiblichen Mutter des Klägers (S. 20 ff. Ziff. 9-11 der
Berufungsschrift).

6.1 Auf Vorhalt des Beklagten hat das Obergericht aus dem Notbedarf der
leiblichen Mutter des Klägers - anders als beim Beklagten (E. 5.4.2 hiervor)
- die geltend gemachten Amortisationszahlungen von Fr. 209.-- gestrichen (E.
6b S. 33) und festgestellt, das um die Steuern und um einen Zuschlag von 20 %
erweiterte Existenzminimum betrage demnach Fr. 4'282.80 (E. 6d S. 34). Der
Beklagte hat offenkundig keine weiteren Rügen gegen die Notbedarfsrechnung
erhoben. Sein heutiger Einwand, das Obergericht sei von unrichtigen
Krankenkassenprämien ausgegangen (S. 11 f. Ziff. 3 lit. b und S. 21 f. Ziff.
11 der Berufungsschrift), erweist sich deshalb als neu. Derart neue
rechtliche Vorbringen sind nicht ausgeschlossen, sofern sie auf Grund der
verbindlichen Tatsachenfeststellungen beurteilt werden können (BGE 130 III 28
E. 4.4 S. 34) und nicht auf einer unzulässigen Ausweitung des vorinstanzlich
festgestellten Sachverhalts beruhen (BGE 116 II 695 E. 4 S. 699).
Feststellungen zu den beanstandeten Krankenkassenkosten fehlen im
obergerichtlichen Urteil. Dem bezirksgerichtlichen Urteil (E. 2c/bb S. 12)
wiederum lassen sich die vom Beklagten behaupteten Prämien nicht entnehmen.
Selbst wenn auf die von ihm genannten Zahlen abgestellt würde, müsste im
Übrigen aus Gründen der Gleichbehandlung beider Elternteile davon ausgegangen
werden, die allenfalls zu viel angerechneten Krankenkassenkosten seien durch
die gestrichenen Amortisationszahlungen kompensiert, für deren Leistung - wie
beim Beklagten - auch bei der leiblichen Mutter des Klägers eine vertragliche
Verpflichtung bestanden hat.

6.2 Gestützt auf ihr steuerbares Vermögen hat das Obergericht festgehalten,
die leibliche Mutter des Klägers verfüge über kein so grosses Vermögen, wie
das der Beklagte behaupte (E. 6c S. 33 unter Hinweis auf die Beilagen 33 und
34 zur Eingabe des Klägers vom 2. Juni 2003). Aus den vom Obergericht
genannten Belegen zieht der Beklagte andere Schlüsse (S. 20 Ziff. 9) und
kritisiert damit unzulässigerweise das obergerichtliche Beweisergebnis (E.
2.3.2 hiervor). Soweit er sich auf eine zu seinen Gunsten uneingeschränkte
Untersuchungsmaxime beruft und sinngemäss eine Verletzung seines
Beweisanspruchs geltend macht, kann auf Gesagtes verwiesen werden (E. 3.2 und
E. 4.4 Abs. 2 hiervor).

6.3 Das Obergericht hat die Appellationsverhandlung am 19. Oktober 2004
durchgeführt und den durchschnittlichen Nettolohn der leiblichen Mutter des
Klägers für das Jahr 2004 anhand der Bezüge in den vorangegangenen Monaten,
d.h. von Januar bis September 2004 hochgerechnet, zuzüglich 13. Monatslohn
(E. 6e S. 34). Mit seinen davon abweichenden, für die Monate Oktober bis
Dezember 2004 auf angenommenen Zahlen beruhenden Lohnberechnungen vermag der
Beklagte keine unrichtigen Tatsachenfeststellungen zu belegen (E. 2.3.2
hiervor). Mit Blick auf die während des Jahres teilweise erheblich
schwankenden Lohnzahlen kann auch gestützt auf die Lebenserfahrung nicht
angenommen werden, dass die Lohnbezüge für das letzte Quartal des Jahres dem
vierfachen Lohn entspricht, der im September ausbezahlt worden sein soll (S.
20 f. Ziff. 10 der Berufungsschrift). Die Berufung bleibt ohne Erfolg.

7.
Aus den dargelegten Gründen kann die obergerichtliche Bestimmung der
wirtschaftlichen Verhältnisse des Klägers (E. 3), des Beklagten und seiner
Ehefrau (E. 4 und 5) sowie der leiblichen Mutter des Klägers (E. 6 hiervor)
nicht beanstandet werden. Zu einer Neuverteilung des ungedeckten
Unterhaltsbedarfs auf Seiten des Klägers, wie sie der Beklagte heute
vorschlägt (S. 23 Ziff. 12), besteht damit kein Anlass. Die Berufung des
Beklagten muss insgesamt abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist.
Der Beklagte wird damit kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine
Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens
gemäss den Anträgen des Beklagten (S. 24 Ziff. 13) fällt mangels Abänderung
des angefochtenen Urteils in der Sache ausser Betracht (vgl. Art. 157 und
Art. 159 Abs. 6 OG; BGE 114 II 144 E. 4 S. 152).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beklagten auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, 1.
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Mai 2005

Im Namen der II. Zivilabteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: