Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.196/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_196/2010

Urteil vom 21. Mai 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Minder,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Auftrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung,
vom 2. März 2010.

In Erwägung,
dass das Kantonsgericht Zug die Beschwerdeführerin mit Urteil vom 9. November
2009 zur Zahlung von Fr. 44'385.-- nebst Zins und Betreibungskosten an die
Beschwerdegegnerin verpflichtete;

dass die Beschwerdeführerin an das Obergericht des Kantons Zug gelangte, das
ihre Berufung mit Urteil vom 2. März 2010 abwies und den erstinstanzlichen
Entscheid bestätigte;

dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 8. April 2010 datierte
Eingabe einreichte, in der sie erklärte, bezüglich des Urteils des Obergerichts
vom 2. März 2010 Einheitsbeschwerde zu erheben, und das Bundesgericht "um
Klärung des Sachverhalts" bat;

dass die Beschwerdegegnerin dem Bundesgericht am 5. Mai 2010 unaufgefordert
eine Eingabe einreichte, mit der sie beantragte, die Beschwerdeführerin habe
eine allfällig der Beschwerdegegnerin geschuldete Parteientschädigung sicher zu
stellen;

dass die Beschwerdeschrift vom 8. April 2010 verschiedene Mängel aufweist,
welche alle zum Nichteintreten auf die Beschwerde führen;

dass die Beschwerdeführerin gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG nach der Praxis des
Bundesgerichts (BGE 133 III 489 E. 3) einen materiellen Antrag hätte stellen
müssen;

dass die Begründung der Beschwerde in der Beschwerdeschrift selbst erfolgen
muss, weshalb blosse Hinweise auf Schriftstücke des kantonalen Verfahrens
unbeachtlich sind (Urteil 4A_25/2009 vom 6. Februar 2009 E. 3.1);

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die
Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte
der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind
(Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen
Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern
nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich
erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass das Bundesgericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde legt, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es davon nur abweichen
kann, wenn eine Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig, mithin
willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht
(Art. 105 Abs. 2 BGG), was die beschwerdeführende Partei präzise geltend zu
machen hat;

dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift vom 8. April 2010 diesen
Anforderungen nicht genügen, soweit damit die tatsächlichen Feststellungen der
Vorinstanz kritisiert werden;

dass aus diesen Gründen im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs.
1 BGG);

dass die Beschwerdegegnerin für die unaufgefordert eingereichte Eingabe vom 5.
Mai 2010 keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (Art. 66 Abs. 3 in
Verbindung mit Art. 68 Abs. 4 BGG);

dass damit ihr Gesuch um Sicherstellung ihrer Parteientschädigung
gegenstandslos ist;

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug,
Zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Mai 2010
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin