Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.370/2010
Zurück zum Index I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2010
Retour à l'indice I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2010


Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_370/2010

Urteil vom 31. Mai 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichterinnen Rottenberg Liatowitsch, Kiss,
Gerichtsschreiberin Hotz.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwälte
Dr. Hans Nater und Dr. Roberto Dallafior,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Eisele,
und Rechtsanwalt Dr. Thomas Brender,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Darlehensverträge,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung,
vom 18. Mai 2010.

Sachverhalt:

A.
Die Y.________ AG (Beschwerdegegnerin) mit Sitz in Z.________ als Darleiherin
und X.________ (Beschwerdeführer) als Borger schlossen am 22. Mai 1998 einen
Darlehensvertrag über ein verzinsliches Darlehen in der Höhe von USD 5 Mio. mit
einer Laufzeit von einem Jahr ab. Als Sicherheit wurden vereinbarungsgemäss
1.91 Mio. der sich im Eigentum der A.________ Limited befindenden Aktien der
B.________ Inc. auf einem Depot-Konto der Beschwerdegegnerin hinterlegt.
Am 4. August 1998 gewährte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ein
weiteres Darlehen über USD 5 Mio., wobei das als Sicherheit dienende
Wertpapierdepot um 2 Mio. auf insgesamt 3.91 Mio. B.________-Aktien aufgestockt
wurde.
Der Wortlaut der beiden in englischer Sprache abgefassten Darlehensverträge ist
weitgehend identisch. Beide Verträge wurden auch von der durch den
Beschwerdeführer vertretenen A.________ unterzeichnet. Der Beschwerdeführer und
die A.________ räumten der Beschwerdegegnerin die Befugnis ein, nach eigenem
Ermessen über die B.________-Aktien zu verfügen und sich aus dem Erlös bezahlt
zu machen, sollte der Beschwerdeführer mit der Rückzahlung des Darlehens in
Verzug geraten.
In Erfüllung der beiden Darlehensverträge wurden dem Beschwerdeführer zweimal
USD 4.2 Mio. ausbezahlt. Die restlichen USD 800'000.-- je Darlehen wurden als
Vorauszahlung des vereinbarten Jahreszinses in Höhe von 16 % verwendet. Vor
Ablauf der Vertragsdauer einigten sich die Parteien bezüglich beider Verträge
in Zusatzvereinbarungen auf eine Verlängerung der Vertragsdauer bis 23.
November 1999 sowie auf eine Anhebung des Jahreszinssatzes auf 19 %.
Mit Schreiben vom 26. Januar und 1. Februar 2000 forderte die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer auf, die ihm gewährten Darlehen
zurückzuerstatten und die ab Januar 2000 ausstehenden Zinsen zu begleichen. Ein
weiteres Ersuchen des Beschwerdeführers um eine erneute Verlängerung lehnte sie
ab. Im folgenden Briefwechsel nahm der Beschwerdeführer den Standpunkt ein,
dass er für die Rückzahlung und Verzinsung der Darlehen nicht persönlich in
Anspruch genommen werden könne, weil die Beschränkung der Haftung auf die als
Sicherheit hinterlegten Wertpapiere nicht nur der A.________ zugute komme,
sondern auch ihm gegenüber gelte.
Im Zeitraum November/Dezember 2000 überwies der Beschwerdeführer der
Beschwerdegegnerin insgesamt USD 2 Mio., allerdings ohne den Zahlungsgrund zu
nennen. Der nochmaligen Zahlungsaufforderung der Beschwerdegegnerin vom 26.
April 2002 leistete der Beschwerdeführer keine Folge, sondern verlangte die
Rückzahlung der überwiesenen USD 2 Mio., da diese nicht für den vorgesehenen
Zweck verwendet worden seien.

B.
Am 10. April 2003 reichte die Beschwerdegegnerin beim Kantonsgericht Zug gegen
den Beschwerdeführer Klage ein mit dem Begehren, dieser sei zur Zahlung von USD
7'374'829.70 plus Zins zu 19 % seit dem 27. Februar 2002, berechnet
vierteljährlich auf der kumulierten Gesamtschuld sowie von USD 7'074'425.90
plus Zins zu 19 % seit dem 11. Februar 2002, berechnet vierteljährlich auf der
kumulierten Gesamtschuld, zu verpflichten. Mit Urteil vom 28. April 2005
verpflichtete das Kantonsgericht den Beschwerdeführer, der Beschwerdegegnerin
USD 7'374'829.70 nebst Zins zu 19 % auf USD 5 Mio. seit 27. Februar 2002 sowie
USD 7'074'425.90 nebst Zins zu 19 % auf USD 5 Mio. seit 11. Februar 2002 zu
bezahlen.
Gegen dieses Urteil erhob der Beschwerdeführer Berufung an das Obergericht des
Kantons Zug, mit der er zur Hauptsache beantragte, die Klage vollumfänglich
abzuweisen. Mit Urteil vom 18. Mai 2010 wies das Obergericht die Berufung ab
und bestätigte das Urteil des Kantonsgerichts vom 28. April 2005.

C.
Der Beschwerdeführer beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen,
das Urteil des Obergerichts vom 18. Mai 2010 aufzuheben und die Klage
vollumfänglich abzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an
das Obergericht zurückzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz beantragen, die Beschwerde
abzuweisen.

D.
Mit Präsidialverfügung vom 6. Oktober 2010 wurde der Beschwerde aufschiebende
Wirkung erteilt, und der Beschwerdeführer zur Sicherstellung einer allfälligen
Parteienschädigung von Fr. 60'000.-- aufgefordert. Am 19. Oktober 2010 gingen
in der bundesgerichtlichen Kasse Fr. 60'000.- ein.

Erwägungen:

1.
Das angefochtene Urteil des Obergerichts ist ein verfahrensabschliessender
Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1
BGG). Sodann übersteigt der Streitwert die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b
BGG. Unter Vorbehalt einer rechtsgenüglichen Begründung (Art. 42 Abs. 2 und
Art. 106 Abs. 2 BGG) ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.
2.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen können Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96
BGG gerügt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begründen, andernfalls
wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedrängter Form
darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht
kann das Bundesgericht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge in der
Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG;
BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 134 II 244 E. 2.2; 133 III 439 E. 3.2). Macht der
Beschwerdeführer eine Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV geltend,
genügt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei
willkürlich. Er hat vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieser
offensichtlich unhaltbar ist (BGE 137 I 1 E. 2.4; 135 III 513 E. 4.3 S. 522;
134 II 349 E. 3 S. 352).

2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des
Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder
auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die
Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann
(Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willkürlich"
(BGE 135 III 397 E. 1.5).
Der Beschwerdeführer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz
anfechten will, kann sich nicht damit begnügen, den bestrittenen Feststellungen
eigene tatsächliche Behauptungen gegenüberzustellen oder darzulegen, wie die
Beweise seiner Ansicht nach zu würdigen gewesen wären. Vielmehr hat er klar und
substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die gerügten Feststellungen bzw. die
Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer
Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Soweit der Beschwerdeführer
den Sachverhalt ergänzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass
er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits
bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9.
Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar
2010 E. 1.2). Auf eine Kritik an den tatsächlichen Feststellungen der
Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht genügt, ist nicht einzutreten (BGE
133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
Zu beachten ist, dass dem Sachgericht im Bereich der Beweiswürdigung ein
erheblicher Ermessensspielraum zusteht (BGE 120 Ia 31 E. 4b). Das Bundesgericht
greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht sein Ermessen
missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schlüsse zieht, erhebliche
Beweise übersieht oder solche willkürlich ausser Acht lässt (vgl. BGE 132 III
209 E. 2.1; 129 I 8 E. 2.1; 120 Ia 31 E. 4b; je mit Hinweisen). Inwiefern das
kantonale Gericht sein Ermessen im dargelegten Sinn missbraucht haben soll, ist
in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2; 130
I 258 E. 1.3). Namentlich genügt es nicht, einzelne Beweise anzuführen, die
anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem
Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten,
als ob diesem die freie Prüfung aller Tat- und Rechtsfragen zukäme (vgl. BGE
116 Ia 85 E. 2b).

3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Klageforderungen auf die
Darlehensverträge vom 22. Mai und 4. August 1998. Umstritten ist, ob die
Parteien gewöhnliche Darlehensverträge abgeschlossen und die
Rückzahlungspflicht des Beschwerdeführers mit Wertpapieren abgesichert haben,
oder ob die Wertpapiere unter Ausschluss einer persönlichen Haftung des
Beschwerdeführers als alleiniges Haftungssubstrat dienen (sog. "non-recourse"
Darlehen).

3.2 Der Inhalt eines Vertrages bestimmt sich in erster Linie durch subjektive
Auslegung, das heisst nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art.
18 Abs. 1 OR). Nur wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen
bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der
Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem
Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden
durften und mussten (BGE 135 III 410 E. 3.2 S. 413; 132 III 24 E. 4 S. 27 f.;
131 III 606 E. 4.1 S. 611; 130 III 66 E. 3.2 S. 71; 128 III 70 E. 1a S. 73).
Während das Bundesgericht die objektivierte Vertragsauslegung als Rechtsfrage
prüfen kann, beruht die subjektive Vertragsauslegung auf Beweiswürdigung, die
vorbehaltlich der Ausnahme von Art. 105 Abs. 2 BGG der bundesgerichtlichen
Überprüfung entzogen ist. Auch bei der objektivierten Auslegung von
Willenserklärungen ist das Bundesgericht an die Feststellungen des kantonalen
Gerichts über die äusseren Umstände sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten
gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 136 III 528 E. 1; 135 III 410 E. 3.2 S.
413; 133 III 61 E. 2.2.1; 132 III 24 E. 4 S. 27 f.; je mit Hinweisen).

3.3 Die Vorinstanz hielt den Standpunkt des Beschwerdeführers für nicht
erwiesen, dass es der übereinstimmende wirkliche Wille der Parteien gewesen
sei, den von ihm behaupteten Haftungsausschluss zugunsten des Beschwerdeführers
zum Inhalt der Verträge zu machen. Sie gelangte in objektivierter
Vertragsauslegung zum Ergebnis, die Parteien hätten gewöhnliche
Darlehensverträge abgeschlossen, und der Beschwerdeführer hafte für die daraus
entstehenden Verpflichtungen mit seinem ganzen Vermögen.
Der Beschwerdeführer ficht diese Auslegung als rechtsfehlerhaft an. Er wirft
der Vorinstanz zum einen vor, den Sachverhalt offensichtlich unrichtig und
unvollständig festgestellt zu haben (dazu Erwägung 4), zum andern, sie habe bei
der normativen Auslegung der Darlehensverträge die Grundsätze der
Vertragsauslegung verletzt (dazu Erwägung 5).

4.
Unter dem Titel offensichtlich unrichtiger und unvollständiger
Sachverhaltsfeststellung rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des
Gehörsanspruchs, willkürliche Beweiswürdigung, die willkürliche Anwendung
kantonalen Novenrechts sowie, dass die Vorinstanz aktenwidrige Feststellungen
getroffen und wesentliche Sachverhaltsmerkmale nicht berücksichtigt und dadurch
wiederum den Gehörsanspruch und das Willkürverbot verletzt habe. Im Einzelnen
ist dazu, was folgt, auszuführen:

4.1 Der Beschwerdeführer erblickt eine Verletzung seines Gehörsanspruchs,
konkret seines Rechts auf Beweis, und eine Ungleichbehandlung darin, dass die
Vorinstanz den Beschwerdeführer selbst nicht angehört habe, während sie
C.________, Verwaltungsratspräsident der Beschwerdegegnerin, und D.________,
Aktionär der Beschwerdegegnerin, persönlich einvernommen habe. Einer
Parteieinvernahme des Beschwerdeführers habe sich die Vorinstanz stets
verschlossen.
Diese Rüge scheitert bereits daran, dass der Beschwerdeführer nicht mit
Aktenhinweisen darlegt, vor der Vorinstanz die Befragung bzw. die
Parteieinvernahme des Beschwerdeführers beantragt zu haben.

4.2 Der Beschwerdeführer rügt sodann eine willkürliche Beweiswürdigung.
Die Vorinstanz ergänzte das Beweisverfahren, nachdem der Beschwerdeführer
erfolgreich den Verzicht auf die Einvernahme der von ihm offerierten Zeugen
durch die erste Instanz bemängelt hatte: So befragte die Vorinstanz D.________,
Alleinaktionär der Beschwerdegegnerin, als Zeugen. E.________, damaliger CEO
der B.________, und dessen ehemalige Assistentin, F.________, wurden in Kanada
rechtshilfeweise einvernommen. Der Rechtsvertreter der A.________, G.________,
nahm zu den mittels Rechtshilfeersuchen in die USA übermittelten Zeugenfragen
schriftlich Stellung. Schliesslich wurde C.________, Verwaltungsratspräsident
der Beschwerdegegnerin als Partei befragt.
Der Beschwerdeführer ist mit der vorinstanzlichen Würdigung dieser
Beweiserhebungen nicht einverstanden:
4.2.1 Auf die Angaben des Zeugen G.________ stellte die Vorinstanz mangels
Glaubwürdigkeit desselben nicht ab. Für die Vorinstanz war dabei entscheidend,
dass dieser Zeuge von den Behörden in den USA nicht persönlich einvernommen
worden war, sondern die Fragen schriftlich beantwortet hatte. Es könne daher
nicht ausgeschlossen werden, dass die Antworten nach Rücksprache mit dem
Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvertreter vorbereitet worden seien oder
sogar ganz von dritter Seite stammten. Diese Befürchtung werde dadurch
untermauert, dass die Antworten des Zeugen auf sämtliche Fragen - obwohl seit
den relevanten Ereignissen über zehn Jahre vergangen seien - äusserst
umfangreich und detailliert ausgefallen seien. Der Zeuge gebe zwar an, er habe
mit dem Beschwerdeführer keine seiner Antworten besprochen, doch sei er weder
zur Wahrheit ermahnt noch über die Straffolgen eines falschen Zeugnisses
orientiert worden.
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die Vorinstanz und die
Beschwerdegegnerin hätten gewusst, dass der Zeuge auf dem Rechtshilfeweg
aufgefordert worden sei, die Fragen schriftlich zu beantworten. Beide hätten
eine mündliche Einvernahme verlangen könne. Zudem habe der Zeuge als US-Anwalt
unter Eid ("being duly sworn") geantwortet.
Letzteres mag zutreffen, erheischt aber noch keine abweichende Beurteilung,
zumal nicht dargetan ist, dass der Zeuge unter der eindrücklichen Androhung der
Bestrafung bei Falschaussage gestanden wäre. Mit dem Vorbringen, sowohl die
Vorinstanz wie auch die Beschwerdegegnerin hätten gewusst, dass der Zeuge die
Fragen schriftlich beantworte, vermag der Beschwerdeführer die Annahme der
Vorinstanz, der Zeuge sei nicht glaubwürdig, nicht zu entkräften. Auch der
Beschwerdeführer wusste um die schriftliche Beantwortung und verlangte
seinerseits keine mündliche Einvernahme. Vor allem aber stützte die Vorinstanz
ihre Annahme mangelnder Glaubwürdigkeit nicht allein auf die bloss schriftliche
Beantwortung, sondern auch auf die Art und Weise, wie die Antworten ausfielen.
Dass sie damit in Willkür verfallen wäre, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf.
4.2.2 Mit den Aussagen des Zeugen E.________ setzte sich die Vorinstanz
inhaltlich auseinander. Sie hegte jedoch an der Zuverlässigkeit derselben
erhebliche Zweifel, nachdem der Zeuge diverse Aussagen nicht mit der nötigen
Bestimmtheit machte und sich in Widersprüche verstrickte. Auch berücksichtigte
die Vorinstanz, dass der Zeuge nach der Darstellung des Beschwerdeführers von
diesem den Auftrag erhalten habe, ein Darlehen ohne persönliche
Rückzahlungspflicht zu organisieren, weshalb der Zeuge sich verpflichtet
gefühlt haben könnte, den Sachverhalt so darzustellen, dass er diesem Auftrag
nach bestem Wissen und Gewissen nachgekommen sei. Die Vorinstanz gelangte
deshalb zum Schluss, der Beschwerdeführer könne aus den Aussagen von E.________
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Laut Beschwerdeführer ist die Ausführung der Vorinstanz, E.________ sei CEO der
A.________ gewesen, offensichtlich falsch. Dieser sei CEO der B.________
gewesen. Diese Beanstandung trifft zu, bleibt aber ohne Entscheidrelevanz. In
der Sachverhaltsdarstellung (Urteil S. 3) bezeichnet die Vorinstanz E.________
zwar versehentlich als damaligen CEO der A.________. Bei der Würdigung seiner
Aussagen geht sie aber zutreffend davon aus, dass er sich von der B.________
getrennt habe (Urteil S. 12). Bezüglich Unabhängigkeit des Zeugen war für die
Vorinstanz indessen ohnehin nicht entscheidend, dass der Zeuge CEO der
B.________ gewesen war, sondern dass er vom Beschwerdeführer den besagten
Auftrag erhalten hatte, was er selbst so angab. Die Vorinstanz durfte zudem
willkürfrei die Unbestimmtheit und Widersprüchlichkeit der Aussagen des Zeugen
berücksichtigen. Auch insofern verfängt die Kritik des Beschwerdeführers daher
nicht.
4.2.3 Die Vorinstanz berücksichtigte die Aussagen der Zeugin F.________ nicht,
da an ihrer Glaubwürdigkeit wie auch an der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen
erhebliche Zweifel bestünden. Dies deshalb, weil die Zeugin aufgrund ihres
Beratungsmandates für die B.________, deren Mehrheitsaktionär der
Beschwerdeführer sei, nicht ohne eigenes Interesse am Prozessausgang sei. Für
den Fall, dass sie die Darstellung des Beschwerdeführers nicht bestätige, müsse
sie deshalb befürchten, dass er ihr das Beratungsmandat entziehe. Hinzu komme,
dass die Zeugin in ihrer eidesstattlichen Erklärung bezüglich des Memorandums
von E.________ vom 22. Mai 1998 erkläre, sie sei sicher, dass die vom
Beschwerdeführer eingereichte Version das einzige Dokument sei, das sie
erstellt und an C.________ geschickt habe. Nachdem nun aber feststehe, dass das
von C.________ eingereichte Exemplar jenes sei, das von E.________ an
C.________ übermittelt worden sei, erweise sich diese Aussage der Zeugin als
unzutreffend.
Der Beschwerdeführer vermag die Annahme der Vorinstanz, dass die Zeugin nicht
ohne eigenes Interesse am Prozessausgang sei, nicht zu entkräften, indem er
lediglich auf deren anderslautende Bestätigung anlässlich ihrer Einvernahme vom
22. Mai 2008 verweist. Der Vorinstanz ist diese Bestätigung nicht entgangen.
Sie folgerte aber aus der Angabe der Zeugin zu Beginn ihrer späteren
eidesstattlichen Erklärung vom 23. November 2009, dass sie als Beraterin für
die B.________ tätig sei, auf ein gewisses Interesse am Prozessausgang. Zudem
bezweifelte die Vorinstanz die Glaubwürdigkeit der Zeugin nicht allein aus
diesem Grund, sondern vor allem deshalb, weil sich wie dargelegt eine Aussage
in ihrer eidesstattlichen Erklärung als unrichtig erwiesen hatte. Die
Nichtberücksichtigung der Aussagen der Zeugin F.________ ist daher entgegen der
Auffassung des Beschwerdeführers nicht unhaltbar.
4.2.4 Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz sodann vor, weitere von ihm
beantragte Zeugen, so H.________ und I.________, nicht angehört und den
Beschwerdeführer selbst nicht als Partei einvernommen zu haben. Er unterlässt
es jedoch, mit Aktenhinweisen anzugeben, dass er diese Beweisanträge
zweitinstanzlich vor dem Obergericht gestellt hat. Ihre Unterlassung kann daher
der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden.
4.2.5 Der Beschwerdeführer behauptet, die Vorinstanz habe massgeblich und
vorbehaltlos auf die Parteiaussagen von C.________ abgestellt, ohne sich mit
der Frage nach der Glaubwürdigkeit von C.________ auseinanderzusetzen. Dieser
pauschale Vorwurf ist nicht substanziiert und daher von vornherein nicht
zielführend. Ausser betreffend der Berücksichtigung der von C.________
eingereichten Version des Memorandums von E.________ vom 22. Mai 1998 anstelle
der vom Beschwerdeführer als Klageantwortbeilage 16 ins Recht gelegten Version
konkretisiert der Beschwerdeführer nicht, wo die Vorinstanz massgeblich und
einseitig auf die Aussagen von C.________ abgestellt hätte. Die Vorinstanz
stellte für ihr Auslegungsergebnis vielmehr zur Hauptsache auf den "klaren und
verständlichen Wortlaut der schriftlichen Darlehensverträge" ab. Wenn der
Beschwerdeführer sodann der Vorinstanz vorwirft, nicht berücksichtigt zu haben,
dass die Beschwerdegegnerin und C.________ sich während des Verfahrens
zunehmend in Widersprüche verstrickt hätten und dabei auf verschiedene Stellen
in der Klageschrift verweist, übergeht er zum einen, dass C.________ nicht mit
der Beschwerdegegnerin als Klagepartei gleichzusetzen ist. Zum andern legt er
nicht dar, vor der Vorinstanz die angeblichen Widersprüche, die nicht
berücksichtigt worden sein sollen, überhaupt moniert zu haben.
4.2.6 Der Beschwerdeführer ist ferner der Ansicht, die Vorinstanz habe es ohne
nachvollziehbare sachliche Begründung für erwiesen angesehen, dass es sich bei
dem von C.________ eingereichten Exemplar um jenes Memorandum von E.________
handelte, das am 22. Mai 1998 tatsächlich versandt wurde. Der Vorwurf trifft
nicht zu. Die Vorinstanz zog diesen Schluss im Gegenteil mit einlässlicher und
überzeugender Begründung. Was der Beschwerdeführer der vorinstanzlichen
Argumentation entgegenhält, begründet keine willkürliche Beweiswürdigung der
Vorinstanz, sondern erschöpft sich im Wesentlichen in der Darlegung der eigenen
Interpretation der von ihm genannten Umstände. Namentlich hilft es dem
Beschwerdeführer nicht, auf die Aussagen von F.________ zu verweisen, nachdem
die Vorinstanz diese willkürfrei als nicht glaubwürdig beiseite lassen durfte.
Auch hat die Vorinstanz durchaus bemerkt, dass die Zeit - unter
Berücksichtigung der Zeitverschiebung - in der Sendezeile mit jener im
Verbindungsnachweis nicht übereinstimmt. Sie lieferte dafür aber eine denkbare
Erklärung (Möglichkeit, dass die Zeit im empfangenden Faxgerät falsch
eingestellt war, Übertragungsdauer). Demgegenüber wies das vom Beschwerdeführer
eingereichte Exemplar überhaupt keine Sendezeile auf, was in Frage stellte, ob
dieses überhaupt versandt worden war. Wenn der Beschwerdeführer es für
unplausibel hält, dass C.________ erst fünf Jahre nach Prozesseinleitung
festgestellt haben will, dass das mit Klageantwortbeilage 16 eingereichte
Dokument nicht echt sei, und ebenso, dass er sein Exemplar nicht aus eigener
Initiative eingereicht habe, so äussert er damit lediglich seine eigene Sicht
der Dinge. Er vermag damit aber die sorgfältige und auf schlüssige Umstände
gestützte Begründung der Vorinstanz, weshalb das von C.________ eingereichte
Exemplar das am 22. Mai 1998 effektiv versandte Memorandum von E.________ war,
nicht als unhaltbar auszuweisen. Schliesslich unterlässt es der
Beschwerdeführer darzulegen, dass bei Abstellen auf die von ihm eingereichte
Version des Memorandums das Urteil der Vorinstanz anders ausgefallen wäre. Eine
willkürliche Beweiswürdigung ist deshalb auch hinsichtlich des am 22. Mai 1998
versandten Memorandums von E.________ nicht dargetan.

4.3 Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit dem Memorandum zudem eine
willkürliche Anwendung des kantonalen Novenrechts. Seiner Ansicht nach hätte
die Vorinstanz das von C.________ anlässlich seiner Befragung am 23. Oktober
2009 eingereichte Exemplar des besagten Memorandums nicht als Beweismittel
zulassen dürfen.
Nach dem im Berufungsverfahren damals noch anwendbaren § 205 Abs. 1 aZPO/ZG
sind neue Begehren, neue tatsächliche Behauptungen, Bestreitungen, Einreden und
Beweismittel nur zulässig, wenn eine Partei wahrscheinlich macht, dass sie jene
früher entweder nicht gekannt oder trotz aller Anstrengung nicht habe anrufen
können.
Die Vorinstanz brachte dieses Novenverbot bezüglich des von C.________
eingereichten Exemplars nicht zur Anwendung mit der Begründung, es handle sich
bei der Feststellung von C.________, dass das mit der Klageantwort eingereichte
Memorandum vom 22. Mai 1998 falsch sei, um eine Tatsache, die bisher von keiner
Partei vorgebracht worden sei, mithin um eine Tatsache, die sich aus den
Prozessakten, genauer aus dem Beweisverfahren ergebe, zusammen mit einem
Schriftstück, das diese Tatsache belegen solle.
Dass die Vorinstanz damit in Willkür verfallen wäre, vermag der
Beschwerdeführer nicht darzutun, indem er vorbringt, die Beschwerdegegnerin
habe den Erhalt, den Inhalt und die Echtheit der Klageantwortbeilage 16 bis zur
Parteiaussage von C.________ nie bestritten. Zum einen kann C.________ nicht
mit der Beschwerdegegnerin als Partei gleichgesetzt werden, zum andern hielt
die Vorinstanz auch fest, dass C.________ sein Exemplar nicht aus eigener
Initiative eingereicht habe, sondern erst als sich aufgrund der vom
Vorsitzenden gestellten Fragen Ungereimtheiten ergeben hätten. Es ist daher
nachvollziehbar, dass für die Beschwerdegegnerin erst aufgrund des
Beweisverfahrens erkennbar war, dass die Version gemäss Klageantwortbeilage 16
nicht die zutreffende war. Unter diesen Umständen ist es vertretbar, wenn die
Vorinstanz das später eingereichte Dokument zu den Akten nahm. Eine geradezu
willkürliche Handhabung des Novenverbots ist nicht begründet.

4.4 Schliesslich behauptet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe
aktenwidrige Feststellungen getroffen und wesentliche Sachverhaltsmerkmale
unberücksichtigt gelassen:
4.4.1 Die Vorinstanz ordnete eine Übersetzung von Art. 8 Abs. 3 der englisch
abgefassten Darlehensverträge durch die juristische Fachübersetzerin,
J.________, an. Zu deren Person führte die Vorinstanz aus, sie habe im
Berufungsverfahren bereits diverse juristische Fachbegriffe enthaltende
Übersetzungen von englischen Einvernahmeprotokollen vorgenommen, ohne dass ihre
Kompetenz bzw. Eignung von den Parteien angezweifelt worden wäre.
Letztere Erwägung gibt der Beschwerdeführer als aktenwidrig aus. Die
Aktenstellen, die er dazu zitiert, belegen aber nicht, dass der
Beschwerdeführer die Fachkompetenz und Eignung von J.________ als Übersetzerin
der englischen Einvernahmeprotokolle, in welchem Zusammenhang die Vorinstanz
die beanstandete Erwägung einzig traf, angezweifelt hätte. So beantragte er in
der Eingabe vom 3. Dezember 2008 (act 65), Prof. Dr. K.________ als Übersetzer
beizuziehen; Einwände gegen J.________ erhob er darin nicht. Auch in seiner
Antwort vom 15. Oktober 2009 (act 93) auf die Verfügung des Referenten,
J.________ werde mit der Übersetzung beauftragt, bezweifelte er deren Eignung
und Fähigkeiten nicht, sondern beantragte lediglich, der Übersetzerin alle
sachdienlichen Dokumente zur Verfügung zu stellen. Aus den zitierten Akten
ergibt sich nicht, dass der Übersetzungsauftrag an J.________ ergangen wäre,
obwohl zuvor ihre Kompetenz bzw. Eignung vom Beschwerdeführer angezweifelt
worden wäre. Eine aktenwidrige Feststellung liegt somit nicht vor.
Erst als Reaktion auf die von J.________ angefertigte Übersetzung verlangte der
Beschwerdeführer mangels qualifizierter juristischer Ausbildung die
Zurückweisung derselben (Eingabe vom 12. November 2009, act 100). Diesen Antrag
wies der Referent mit Verfügung vom 4. Dezember 2009 als unbegründet ab (act
104). Es ist somit auch nicht dargetan, dass eine anderslautende Feststellung
für den Ausgang des Verfahrens hätte entscheidend sein können (vgl. Art. 97
Abs. 1 BGG).
4.4.2 Schliesslich führt der Beschwerdeführer eine Reihe von Umständen an, die
sich aus den Beilagen zur Klageantwort bzw. aus den Aussagen des Zeugen
D.________ ergeben sollen und welche die Vorinstanz zu Unrecht nicht
berücksichtigt habe. Er verfehlt aber die Begründungsanforderungen an eine
Sachverhaltsrüge und substanziiert nicht rechtsgenüglich eine unvollständige
Sachverhaltsfeststellung (vgl. Erwägung 2.2). Vielmehr unterbreitet er dem
Bundesgericht lediglich seine eigene Interpretation der angerufenen
Klageantwortbeilagen bzw. Zeugenaussagen. Darauf ist nicht einzutreten. Dass
die Vorinstanz die Interpretation des Beschwerdeführers in willkürlicher Weise
nicht zu der ihrigen gemacht hätte, legt er nicht dar.
4.4.3 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz seinen
Antrag bzw. seine diesbezüglichen Ausführungen nicht berücksichtigt habe, das
Original des von C.________ eingereichten Fabrikats des Memorandums sei durch
den Forensisch Naturwissenschaftlichen Dienst der Kantonspolizei Zürich auf
seine Echtheit hin zu überprüfen, da es sich offensichtlich um eine Fälschung
handle.
Die Vorinstanz hat den Fälschungsvorwurf des Beschwerdeführers durchaus
beachtet, hat ihn aber in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3
S. 148) als haltlos verworfen, weil C.________ sein Exemplar nicht aus eigener
Initiative eingereicht habe, sondern erst als sich aufgrund der vom
Vorsitzenden gestellten Fragen Ungereimtheiten ergeben hätten. Dass die
Vorinstanz damit in Willkür verfallen wäre, begründet der Beschwerdeführer
nicht.

4.5 Zusammenfassend erweisen sich sämtliche Rügen und Einwände des
Beschwerdeführers gegen die Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung der
Vorinstanz als unbegründet, soweit darauf im Hinblick auf eine rechtsgenügliche
Substanziierung (Erwägung 2.2) eingetreten werden kann. Der Schluss der
Vorinstanz, weder das Verhalten der Parteien vor Vertragsschluss noch die
zwischen den Parteien geführte Korrespondenz noch die Aussagen der diversen
Zeugen bzw. eines Organs der Beschwerdegegnerin vermöchten den Standpunkt des
Beschwerdeführers zu stützen, hält demnach der bundesgerichtlichen Überprüfung
stand. Es bleibt somit bei der Annahme der Vorinstanz, dass der
Beschwerdeführer nicht nachzuweisen vermochte, dass der wirkliche Wille der
Parteien auf den Abschluss eines "non-recourse" Darlehens gezielt habe.

5.
Weiter wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, die Darlehensverträge
rechtsfehlerhaft objektiv ausgelegt zu haben. Sie habe gegen Grundsätze der
Vertragsauslegung verstossen.

5.1 Die Vertragsbestimmung (Art. 8 Abs. 3), über deren Übersetzung und
Auslegung sich die Parteien nicht einig sind, wobei der Beschwerdeführer
namentlich daraus auf ein "non-recourse" Darlehen schliessen will, lautet wie
folgt:
"A.________ Limited hereby guarantees the obligations of Borrower under this
agreement and, notwithstanding any provision in this Agreement to the contrary,
the sole collateral and recourse for Borrower's obligations hereunder are the
1'910'000 (2'000'000) shares of common stock of B.________, Inc. owned by
A.________ Limited as referred to above."
Die von der Vorinstanz beauftragte juristische Fachübersetzerin, J.________,
übersetzte die Bestimmung wie folgt:
"A.________ Limited bürgt hiermit für die Verpflichtungen des Darlehensnehmers
gemäss diesem Vertrag. Ungeachtet gegenteiliger Bestimmungen in diesem Vertrag,
besteht die einzige Sicherheit und Möglichkeit der Rückgriffnahme für die
Verpflichtungen des Darlehensnehmers gemäss diesem Vertrag in den 1'910'000
Stammaktien der zu A.________ Limited gehörenden B.________, Inc., wie
vorstehend erläutert."
Die Vorinstanz führte aus, diese Bestimmung könne nicht anders verstanden
werden, als dass sich die A.________ im ersten Satz als Bürgin für die
Darlehensschuld des Beschwerdeführers verpflichte. Im folgenden Satz werde
diese Verpflichtung, d.h. die Möglichkeit der Rückgriffnahme der
Beschwerdegegnerin auf die A.________, auf die dieser gehörenden Aktien der
B.________ beschränkt. Der im zweiten Satz enthaltene Einschub "ungeachtet
gegenteiliger Bestimmungen dieses Vertrags" mache auch dann Sinn, wenn der
Ausschluss der persönlichen Haftung nur für die A.________ gelte, weil diese
ansonsten aufgrund der übrigen Vertragsbestimmungen für die gesamten
Darlehensforderungen in Anspruch genommen werden könnte. Die Vorinstanz zog
sodann die Systematik der Darlehensverträge heran und erwog, aufgrund der
Überschrift zu Art. 8 ("collateral", zu Deutsch "Sicherheit") und dessen
systematischer Stellung innerhalb des Vertrags ergebe sich, dass nur die
Sicherheiten von der darin enthaltenen Haftungsbeschränkung erfasst würden und
der Hinweis auf die Verpflichtungen des Borgers lediglich kennzeichnende
Funktion habe. In Art. 8 Abs. 3 der Darlehensverträge werde somit eindeutig zum
Ausdruck gebracht, dass sich die Sicherheiten für die Darlehensrückzahlung auf
die genannte Anzahl B.________-Aktien beschränkten, und zwar durch deren
Bestellung als Pfand einerseits und den darauf beschränkten Rückgriff gegenüber
der Bürgin oder Garantin A.________ andererseits. Die Verpflichtungen des
Beschwerdeführers blieben davon unberührt.

5.2 Der Beschwerdeführer kritisiert die Auslegung der Vorinstanz als
Wortklauberei und Delegation der Interpretation an ein Wörterbuch oder einen
Übersetzer. Sie habe die Entstehungsgeschichte der Darlehensverträge, den hohen
Zinssatz des Darlehens, den Zweck der Darlehensverträge und die Interessenlage
der Parteien nicht berücksichtigt. Sie habe auch missachtet, dass
branchenspezifische und juristische Ausdrücke unter Kontrahenten desselben
Geschäftszweiges branchenspezifisch zu verstehen seien. Schliesslich habe sie
den Wortlaut von Art. 8 Abs. 3 der Darlehensverträge nicht richtig ermittelt.

5.3 Auch der klare Wortsinn ist für die Vertragsauslegung nicht allein
massgebend, denn eine reine Buchstabenauslegung ist nicht statthaft. Der klare
Wortlaut hat Vorrang vor weiteren Auslegungsmitteln, es sei denn, er erweise
sich aufgrund anderer Vertragsbedingungen, dem von den Parteien verfolgten
Zweck oder weiterer Umstände als nur scheinbar klar (BGE 133 III 61 E. 2.2.1;
128 III 265 E. 3a; 127 III 444 E. 1b). Immerhin besteht kein Anlass, vom klaren
Wortlaut abzuweichen, solange keine ernsthaften Gründe dafür sprechen (BGE 129
III 118 E. 2.5 S. 122; 128 III 265 E. 3a S. 267).
Diese Grundsätze hat die Vorinstanz entgegen der Meinung des Beschwerdeführers
nicht verkannt. Sein Vorwurf, die Vorinstanz sei in einen unzulässigen
Wortformalismus verfallen und beim Wortlaut stehen geblieben, trifft nicht zu.
Vielmehr berief umgekehrt der Beschwerdeführer sich auf die Bestimmung von Art.
8 Abs. 3 der Darlehensverträge und wollte insbesondere aus dem darin
verwendeten Begriff "recourse", den er mit "Anspruch" übersetzte, ableiten,
dass er nicht persönlich für die Rückzahlung des Darlehens hafte. Es war daher
richtig, dass die Vorinstanz vom Wortlaut dieser Bestimmung ausging und dessen
Bedeutung ermittelte. Dabei gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass der
Wortlaut eindeutig das oben festgehaltene Verständnis zum Ausdruck bringe.
Trotz klarem Wortlaut blieb die Vorinstanz nicht beim Wortlaut stehen, sondern
zog den Gesamtzusammenhang der Darlehensverträge heran. Dabei ergab sich, dass
die Systematik die Auslegung des Wortlautes bestätigte.
Die Vorinstanz prüfte auch, ob sich aus der vorvertraglichen Korrespondenz
zwischen den Parteien, mithin aus der Entstehungsgeschichte, etwas anderes
ergebe, wie der Beschwerdeführer behauptete. Dies verneinte sie mit einer
Begründung, die sich nach dem vorstehend Gesagten (Erwägung 4) als nicht
willkürlich herausstellte. Es hilft dem Beschwerdeführer daher nicht, wenn er
bloss seinen abweichenden Standpunkt erneut vorträgt. Ebenso wenig ist er mit
seiner Behauptung zu hören, auch der "enorm hohe Zinssatz" von 19 % sei ein
Kennzeichen der "non-recourse" Natur der Darlehensverträge, wie dies in der
Zeugenaussage von F.________ ausdrücklich bestätigt, aber von der Vorinstanz
nicht berücksichtigt worden sei. Wie dargelegt (Erwägung 4.2.3) ist es nicht zu
beanstanden, dass die Vorinstanz die Zeugenaussagen von F.________ nicht
berücksichtigte. Fehl geht auch der Vorwurf, die Vorinstanz habe den Zweck der
Darlehensverträge und die Interessenlage der Parteien nicht berücksichtigt. Mit
dem, was der Beschwerdeführer zu dieser Thematik - prozessual rechtzeitig -
vorbrachte, hat sich das Kantonsgericht auseinandergesetzt. Die Vorinstanz
verwies auf die erstinstanzliche Würdigung (Urteil E. 3.4). Diese wird vom
Beschwerdeführer nicht als rechtsfehlerhaft ausgewiesen.

5.4 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe den Wortlaut von Art. 8 Abs.
3 der Darlehensverträge nicht richtig ermittelt und falsch ausgelegt. Seinen
Vorbringen kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz verkannte nicht, dass für
die Auslegung der englische Originalwortlaut massgebend ist. Dementsprechend
hatte die Übersetzung die Bedeutung der verwendeten englischen Ausdrücke
wiederzugeben. Gerade weil die Vorinstanz der korrekten Übersetzung hohes
Gewicht beimass, beauftragte sie eine juristische Fachübersetzerin. Dies hatten
die Parteien anlässlich der Parteibefragung von C.________ vom 23. Oktober 2009
übereinstimmend beantragt. Die Vorinstanz hatte daher keinen Anlass, auch noch
auf die zuvor gemachte Offerte des Beschwerdeführers in der Berufungsschrift
vom 1. Juni 2005 einzugehen, ein Gutachten "über die Bedeutung eines englisch
sprechenden und fachkundigen Lesers" einzureichen (Berufungsschrift S. 14 Rz.
37). Die diesbezügliche Beanstandung des Beschwerdeführers geht fehl. Es
genügte, dass die Vorinstanz gerichtlich eine Übersetzung anordnete, wie dies
beide Parteien beantragt hatten. Der pauschale Vorhalt des Beschwerdeführers,
die beigezogene Übersetzerin sei weder kompetent noch geeignet gewesen,
entbehrt der Grundlage. Die Vorinstanz stellte entgegen dem Vorwurf des
Beschwerdeführers auch nicht unbesehen auf die Übersetzung der von ihr
beigezogenen Fachübersetzerin ab. Vielmehr sah sie deren Übersetzungsergebnis
in Übereinstimmung stehend mit demjenigen, welches das Kantonsgericht unter
Konsultation des Dictionary of Commercial, Financial and Legal Terms von Robert
Herbst ermittelt hatte, ebenso mit der von der Beschwerdegegnerin durch ein
Übersetzungsbüro angefertigten Übersetzung und mit den von ihr eingereichten
Auszügen aus einschlägigen Wörterbüchern. Die Vorinstanz erkannte daher zu
Recht keinen Grund, vom Übersetzungsergebnis der gerichtlich beauftragten
Übersetzerin abzuweichen.
Was der Beschwerdeführer dagegen vorträgt, verfängt nicht. So vermag er aus dem
Hinweis auf die Umschreibung des Wortes "recourse" im Black's law Dictionary
und die von ihm daraus gefolgerte Bedeutung von "non-recourse" nichts für
seinen Standpunkt abzuleiten. Wie schon das Kantonsgericht und auch die
Vorinstanz zutreffend festhielten, wird der Begriff "non-recourse" in den
Darlehensverträgen gerade nicht verwendet, und die Formulierung "sole
collateral and recourse" kann nicht mit "non-recourse" gleichgesetzt werden,
wobei das Wort "sole" mit "alleinig" oder "einzig" zu übersetzen ist.
Der Beschwerdeführer beharrt darauf, dass die Vorinstanz das von ihm
eingereichte Privatgutachten von Prof. L.________ hätte berücksichtigen müssen.
Zu Unrecht. Die Vorinstanz konnte dieses Privatgutachten willkürfrei ausser
Acht lassen. Ihre Begründung dafür ist stichhaltig, wonach der Gutachter
einleitend selbst festhalte, seine Einschätzung gelte unter der Voraussetzung,
dass die Gesetze der Vereinigten Staaten Anwendung fänden, was nun aber gerade
nicht der Fall sei. Daran ändert die Behauptung des Beschwerdeführers nichts,
dass der allgemeine Teil des Gutachtens bezwecke, den Begriff "non-recourse" in
Darlehensgeschäften im Allgemeinen zu erklären und der Gutachter dabei
ausführe, diese Grundsätze seien auch in Kanada und Grossbritannien allgemein
anerkannt. Entscheidend ist, dass der Gutachter seine Einschätzung auf der
Grundlage, dass amerikanisches Recht anwendbar sei, vornahm, was nicht
zutrifft. Zum weiteren Privatgutachten von Prof. M.________ erwog die
Vorinstanz, dieses übersetze den Ausdruck "recourse" ebenfalls mit "Rückgriff".
Da es sich aber im Wesentlichen auf die Ausführungen von Prof. L.________
stütze, vermöge es nichts zur Klärung der vorliegenden Auslegungsfrage
beizutragen. War dieses Gutachten aber nicht zu berücksichtigen, bringen dem
Beschwerdeführer seine darauf bezogenen Ausführungen nichts.
Ebenso wenig vermag er die Auslegung der Vorinstanz als bundesrechtswidrig
auszuweisen, indem ihr er erneut bloss seine eigenen Schlüsse, die er aus der
Formulierung von Art. 8 Abs. 3 und der Systematik des Vertrags zieht,
entgegenhält. Namentlich ist die Erwägung der Vorinstanz, die A.________ könnte
aufgrund der übrigen Vertragsbestimmungen für die gesamte Darlehensschuld in
Anspruch genommen werden, weshalb die in Art. 8 Abs. 3 für sie statuierte
Beschränkung der Haftpflicht auf die Sicherheiten Sinn mache, durchaus
nachvollziehbar. Denn entgegen der Meinung des Beschwerdeführers war die Rolle
der A.________ gemäss Darlehensvertrag nicht auf die eines Drittpfandgebers
beschränkt. Vielmehr ist der Vorinstanz beizupflichten, dass Art. 8 Abs. 3 der
Darlehensverträge nicht anders verstanden werden kann, als dass sich die
A.________ gemäss dem ersten Satz von Art. 8 Abs. 3 als Bürgin/Garantin für die
Darlehensschuld des Beschwerdeführers verpflichtete ("A.________ Limited hereby
guarantees the obligations of Borrower under this agreement..." bzw.
"A.________ Limited bürgt hiermit für die Verpflichtungen des Darlehensnehmers
gemäss diesem Vertrag.").

5.5 Zusammenfassend trifft der Vorwurf des Beschwerdeführers, die normative
Auslegung der Vorinstanz sei "falsch", und sie habe dabei Grundsätze der
Vertragsauslegung missachtet, nicht zu.

6.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei
diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kosten- und
entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Die
Parteientschädigung ist aus der vom Beschwerdeführer an die Gerichtskasse
bezahlten Sicherheitsleistung auszurichten.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 50'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 60'000.-- zu entschädigen. Diese Entschädigung wird aus der
an die Gerichtskasse bezahlten Sicherheitsleistung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug,
Zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Mai 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Klett Hotz