Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.539/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_539/2010

Urteil vom 28. Oktober 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A. und B. X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Mietvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 28. Januar
2010.
In Erwägung,
dass der Einzelrichter des Bezirksgerichts Kreuzlingen mit Entscheid vom 9.
März 2009 die Beschwerdeführer unter solidarischer Haftung verpflichtete, dem
Beschwerdegegner Fr. 4'029.20 nebst 5 % Zins auf Fr. 6'060.30 seit 1. März 2007
zu bezahlen;

dass die Beschwerdeführer diesen Entscheid beim Obergericht des Kantons Thurgau
anfochten, das mit Urteil vom 28. Januar 2010 die Berufung der Beschwerdeführer
für unbegründet erklärte und den erstinstanzlichen Entscheid bestätigte;

dass die Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 20. September 2010
datierte Eingabe einreichten, in der sie erklärten, den Entscheid des
Obergerichts mit Beschwerde in Zivilsachen und subsidiärer
Verfassungsbeschwerde anzufechten;

dass der im vorliegenden Fall für die Zulässigkeit einer Beschwerde in
Zivilsachen erforderliche minimale Streitwert von Fr. 15'000.-- (Art. 74 Abs. 1
lit. a BGG) nicht erreicht wird, weshalb dieses Rechtsmittel bloss zulässig
wäre, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von
Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellen würde;

dass in der Beschwerdeschrift behauptet und begründet werden muss, dass und
inwiefern sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 42
Abs. 2 BGG), ansonsten die Beschwerde in Zivilsachen unzulässig ist (BGE 133
III 439 E. 2.2.2.1 und 645 E. 2.4);

dass in der Beschwerdeschrift vom 20. September 2010 nicht in verständlicher
Weise begründet wird, inwiefern sich im vorliegenden Fall eine Rechtsfrage von
grundsätzlicher Bedeutung stellen soll;

dass damit die Beschwerde in Zivilsachen ausser Betracht fällt und einzig die
subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG in Frage kommt;

dass mit einer solchen Beschwerde ausschliesslich die Verletzung von
verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG);

dass in der Beschwerdeschrift dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen
Rechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter
Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu begründen sind
(Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);

dass die Eingabe der Beschwerdeführer vom 20. September 2010 diese
Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt;

dass aus diesen Gründen auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1
lit. b BGG nicht einzutreten ist;

dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu
verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit das Gesuch um Befreiung
von diesen Kosten gegenstandslos wird;

dass das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wegen
Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird
abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Oktober 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin