Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.565/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_565/2010

Urteil vom 16. Dezember 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________ SA,
Beschwerdeführerin,

gegen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Armon Vital,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Kaufvertrag,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden, II.
Zivilkammer, vom 18. August 2010.
In Erwägung,
dass die Beschwerdeführerin das Kontumazurteil des Bezirksgerichts Inn vom 9.
März 2010 am 2. Juli 2010 mit Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden
anfocht;

dass das Kantonsgericht die Beschwerde mit Verfügung vom 18. August 2010
abwies, soweit es auf sie eintrat;

dass die Beschwerdeführerin die Verfügung des Kantonsgerichts am 6. Oktober
2010 mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht anfocht;

dass das Gesuch, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, vom
Bundesgericht am 12. Oktober 2010 abgewiesen wurde;

dass von vornherein nicht auf die Beschwerde eingetreten werden kann, soweit in
der Beschwerdeschrift direkt das Kontumazurteil des Bezirksgerichts Inn vom 9.
März 2010 kritisiert wird (Rüge der Verletzung des Grundsatzes von Treu und
Glauben), weil es sich dabei nicht um einen kantonal letztinstanzlichen
Entscheid handelt (Art. 75 Abs. 1 BGG);

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die
Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte
der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind
(Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen
Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern
nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und
begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Anwendung und Auslegung des kantonalen Verfahrensrechts vom
Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht
bzw. gegen Bundesverfassungsrecht überprüft werden kann (Art. 95 BGG; BGE 134
II 349 E. 3 S. 351), was aber - wie bereits festgehalten - das Vorbringen
entsprechender Rügen in der Beschwerdeschrift voraussetzt;

dass die Beschwerdeschrift vom 6. Oktober 2010 diesen Anforderungen
offensichtlich nicht genügt, weil aufgrund der Vorbringen nicht ersichtlich
ist, welche Vorschriften des kantonalen Verfahrensrechts und warum sie vom
Kantonsgericht in gegen Bundesrecht oder Bundesverfassungsrecht verstossender
Weise ausgelegt oder angewendet worden sein sollen;

dass sodann aufgrund der Vorbringen in der Beschwerdeschrift ebenfalls nicht
ersichtlich ist, inwiefern der angefochtene Entscheid ungenügend begründet
worden sein soll und das Kantonsgericht damit Art. 9 Abs. 2 BV verletzt haben
soll;

dass aus diesen Gründen in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs.
1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, II.
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Dezember 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin