Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.679/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_679/2010

Urteil vom 11. April 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichterinnen Rottenberg Liatowitsch, Kiss,
Gerichtsschreiberin Hotz.

Verfahrensbeteiligte
A. X.________,
gesetzlich vertreten durch B. und C. X.________,
und diese vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Atilay Ileri,
Beschwerdeführerin

gegen

Spital Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Prof. Dr. Eugen Marbach,
Beschwerdegegnerin

Gegenstand
Spitalhaftung; Genugtuung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9.
November 2010.
Sachverhalt:

A.
A. X.________ (Beschwerdeführerin), geboren am 29. Juli 1994, wurde am 20. Juli
1995 operiert, weil sie mit einem Herzfehler zur Welt gekommen war. Im Nachgang
dieser Herzoperation im Spital Y.________ unter der Leitung des Ärzteteams von
Prof. Dr. D.________ kam es nach dem Entfernen der Kanülen der
Herz-Lungen-Maschine (HLM) aus der oberen Hohlvene und dem Vernähen zu
Komplikationen: Es wurde bemerkt, dass die Beschwerdeführerin im Bereich des
Kopfes und der oberen Extremitäten sich etwas bläulich verfärbte. Der zentrale
Venendruck (ZVD) zeigte Werte über 20 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Es
war zu einer Einengung in dieser oberen Hohlvene im Bereich der vernähten
Kanülierungsstelle gekommen, zu einer sogenannten Cavastenose, was die
zerebrale Durchblutung beeinträchtigen und die Entstehung eines Hirnödems
begünstigen kann. Die Beschwerdeführerin wurde nochmals an die HLM
angeschlossen und danach wurde die Kanülierungsstelle neu vernäht. In der Folge
wurde die Beschwerdeführerin auf die Intensivstation des Spitals verlegt. Dort
verringerten sich nach ein paar Stunden zum einen die Pumpleistungen ihres
Herzens (low cardiac output syndrom, LCOPS) und zum anderen wurde ein Hirnödem
festgestellt. Es wurden therapeutische Massnahmen ergriffen. Die
Beschwerdeführerin ist seither in Folge einer Hirnschädigung schwer behindert
und pflegebedürftig. Sie ist der Auffassung, dass die Hirnschädigung auf
Sorgfaltspflichtverletzungen seitens der Ärzte der Beschwerdegegnerin
zurückzuführen ist.

B.
Die Beschwerdeführerin erhob am 25. November 2002 beim Verwaltungsgericht des
Kantons Bern Klage gegen das Spital Y.________ (Beschwerdegegnerin). Sie
stellte das Rechtsbegehren, diese sei zu verpflichten, ihr Fr. 30'000.-- nebst
Zins zu 5 % seit dem 20. Juli 1995 als Teilgenugtuung zu bezahlen.

Gestützt auf verschiedene Sachverständigengutachten und -aussagen wies das
Verwaltungsgericht am 9. November 2010 die Klage ab. Es entschied, den
verantwortlichen Medizinalpersonen der Beschwerdegegnerin könne keine
Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen bzw. nachgewiesen werden. Für die
präoperative Phase verneinte es zudem den Kausalzusammenhang zwischen angeblich
pflichtwidrig unterlassenen Massnahmen und dem eingetretenen Schaden.
Schliesslich verneinte es auch eine Verletzung der Aufklärungspflicht seitens
der Beschwerdegegnerin.

C.
Die Beschwerdeführerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, es sei das
Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und die Klage gutzuheissen.
Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, und (recte wohl:
um) die beanstandeten Beweisverfahren durchzuführen und in der Sache selbst zu
entscheiden. Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen,
soweit darauf eingetreten werden könne. Das Verwaltungsgericht beantragt, die
Beschwerde abzuweisen.

Erwägungen:

1.
1.1 Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist ein Teilgenugtuungsanspruch
wegen fehlerhafter Behandlung in einem öffentlichen Spital nach dem kantonalen
öffentlichen Haftungsrecht. Da solche Entscheide in unmittelbarem Zusammenhang
mit dem Zivilrecht stehen, kann dagegen nach Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG
Beschwerde in Zivilsachen erhoben werden (BGE 135 III 329 E. 1.1; 133 III 462
E. 2.1 S. 465).

1.2 Das Verwaltungsgericht fällte den angefochtenen Entscheid als
kantonalrechtlich einzige Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Der Umstand, dass das
Verwaltungsgericht die Anforderungen des BGG an die kantonalen Vorinstanzen
(Art. 75 Abs. 2 Satz 2 BGG) insofern nicht erfüllt, als es nicht als
Rechtsmittelinstanz entschied, hindert das Eintreten auf die Beschwerde nicht,
da der angefochtene Entscheid am 16. November 2010 eröffnet worden ist (Art.
405 ZPO i.V.m. Art. 130 Abs. 2 BBG).

1.3 Auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen der Beschwerde in Zivilsachen
sind erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Unter Vorbehalt zulässiger
Beschwerdegründe (Art. 95 ff. BGG) und einer rechtsgenügenden Begründung (Art.
42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) ist somit auf die Beschwerde einzutreten.

2.
2.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen können Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96
BGG gerügt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begründen, andernfalls
wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedrängter Form
darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Ferner hat die Begründung in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen; blosse
Verweise auf kantonale Akten sind unbeachtlich (vgl. BGE 126 III 198 E. 1d).

Die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht
kann das Bundesgericht nur insofern prüfen, als eine solche Rüge in der
Beschwerde präzise vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG;
BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 134 II 244 E. 2.2; 133 III 439 E. 3.2 S. 444).

Macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV
geltend, genügt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid
sei willkürlich; er hat vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieser
offensichtlich unhaltbar ist (BGE 135 III 513 E.4.3 S. 522; 134 II 349 E. 3 S.
352). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das
Bundesgericht nicht ein (BGE 134 V 138 E. 2.1; 133 II 396 E. 3.1. S. 399).

Wie in den nachfolgenden Erwägungen aufzuzeigen ist, genügt die
Beschwerdeschrift diesen Begründungsanforderungen grösstenteils nicht.

2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Feststellung des
Sachverhalts nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig
ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht.
"Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willkürlich". Überdies muss die
Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97
Abs. 1 BGG; (BGE 135 III 397 E. 1.5; 133 II 249 E. 1.2.2), was in der
Beschwerde darzutun ist (BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Neue Tatsachen und
Beweismittel dürfen nur soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der
Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).

Der Beschwerdeführer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz
anfechten will, kann sich nicht damit begnügen, den bestrittenen Feststellungen
eigene tatsächliche Behauptungen gegenüberzustellen oder darzulegen, wie die
Beweise seiner Ansicht nach zu würdigen gewesen wären. Vielmehr hat er klar und
substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die gerügten Feststellungen bzw. die
Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer
Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Soweit der Beschwerdeführer
den Sachverhalt ergänzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass
er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits
bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat). Auf eine Kritik an den
tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht
genügt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393
E. 7.1, 462 E. 2.4; Urteile 4A_385/2010 vom 12. Januar 2011, E. 1.4, nicht
publ. in: BGE 137 III XX; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in:
BGE 134 III 570).

Wird Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht, ist zu
beachten, dass dem Sachgericht im Bereich der Beweiswürdigung ein erheblicher
Ermessensspielraum zusteht. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur
ein, wenn das Sachgericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere
offensichtlich unhaltbare Schlüsse zieht, erhebliche Beweise übersieht oder
solche willkürlich ausser Acht lässt (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1; 129 I 8 E.
2.1; 120 Ia 31 E. 4b). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen
missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde im Einzelnen detailliert
aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2; 130 I 258 E. 1.3). Namentlich genügt es
nicht, einzelne Beweise anzuführen, die anders als im angefochtenen Entscheid
gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die
eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem die freie Prüfung aller Tat-
und Rechtsfragen zukäme (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b).

Diesen Anforderungen genügt die vorliegende Beschwerde ebenfalls in weiten
Teilen nicht, indem sie die vorinstanzliche Beweiswürdigung der Vorinstanz in
rein appellatorischer Weise kritisiert. Überdies stellt die Beschwerdeführerin
ihren rechtlichen Vorbringen eine ausführliche eigene Sachverhaltsdarstellung
voran. Sie weicht darin - wie auch in ihrer weiteren Beschwerdebegründung - in
zahlreichen Punkten von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab oder
erweitert diese, ohne dazu substanziiert Ausnahmen von der Sachverhaltsbindung
gemäss Art. 105 Abs. 2 und Art. 97 Abs. 1 BGG geltend zu machen. Ihre
Vorbringen haben insoweit unbeachtet zu bleiben.

3.
Das Verwaltungsgericht stützte seinen Entscheid auf das im Zeitpunkt der
angeblich haftungsbegründenden Ereignisse geltende kantonale Haftungsrecht,
konkret auf Art. 48 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Bern vom 5. November 1992
über das öffentliche Dienstrecht (altes Personalgesetz, aPG/BE; GS 1993, S. 64
ff., in Kraft bis 30. Juni 2005). Dieses wurde aufgrund des fakultativen
Vorbehalts gemäss Art. 61 Abs. 1 OR zugunsten des kantonalen öffentlichen
Rechts erlassen; die Bestimmungen des Obligationenrechts kommen als ergänzendes
kantonales öffentliches Recht zur Anwendung (Art. 51 aPG/BE; Roland Brehm,
Berner Kommentar, 3. Aufl. 2006, N. 17 zu Art. 61 OR). Nach Art. 48 Abs. 1 aPG
haften öffentliche Organisationen des kantonalen Rechts und private
Organisationen oder Personen, die unmittelbar mit kantonalen öffentlichen
Aufgaben betraut sind, für den Schaden, den ihre Organe oder Angestellten
Dritten in Erfüllung ihrer Aufgabe widerrechtlich zugefügt haben. Die
Anwendbarkeit dieser Haftungsnorm ist unbestritten.

Das Bundesgericht prüft die Anwendung des kantonalen Rechts durch die kantonale
Behörde lediglich auf Willkür (Art. 95 BBG; BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 521 f.).
Das gilt gemäss ständiger Praxis auch für Arzthaftungsprozesse nach kantonalem
öffentlichen Recht, in denen Schadenersatz- oder Genugtuungsforderungen wegen
fehlerhafter Behandlung in öffentlichen Spitälern streitig sind (BGE 133 III
462 E. 4.4.1; Urteil 4A_48/2010 vom 9. Juli 2010 E. 3). Auch soweit die
Beschwerdeführerin eine rechtsfehlerhafte Beurteilung der Widerrechtlichkeit
rügt bzw. geltend macht, eine Verletzung der die Widerrechtlichkeit
begründenden Sorgfaltspflicht (vgl. dazu unten E. 6.2) sei rechtsfehlerhaft
verneint worden, rügt sie daher nicht die Verletzung von Bundeszivilrecht,
sondern die von kantonalem Recht und die Kognition des Bundesgerichts ist auf
Willkür beschränkt.

Im Rahmen der Willkürkognition kann das Bundesgericht nur eingreifen, wenn der
Entscheid des Verwaltungsgerichts offensichtlich unhaltbar ist, namentlich eine
Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in
stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 134 II 349 E. 3
S. 352; 132 I 13 E. 5.1 S. 18; 110 Ia E. 2a S. 3 f.).

4.
Die Vorinstanz verneinte ein sorgfaltswidriges, die Widerrechtlichkeit
begründendes Verhalten der Beschwerdegegnerin. Sie stützte sich dabei ausser
auf die Krankengeschichte und weitere medizinische Unterlagen auf fünf,
zwischen 1998 und 2009 erstellte Gutachten sowie auf Auskünfte von
Sachverständigen, u.a. von Prof. Dr. E.________ und von Prof. Dr. F.________
(im Folgenden: FMH-Gutachter).
Die Beschwerdeführerin machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, die
FMH-Gutachter seien befangen. Es könne deshalb nicht auf deren Ausführungen
abgestellt werden und es sei ein internationales Expertengremium zu
beauftragen, um alle medizinischen Fragen des vorliegenden Falles in einem
Gutachten umfassend und erschöpfend darzulegen. Die Vorinstanz hielt das
Ablehnungsbegehren als verspätet gestellt, weshalb der Ablehnungsanspruch
verwirkt sei. Überdies verwarf sie das Ablehnungsbegehren mit einlässlichen
Erwägungen als unbegründet. Zusammenfassend erkannte sie keine Hinweise darauf,
dass die Sachverständigen aufgrund einer früheren beruflichen Zusammenarbeit
mit Prof. Dr. D.________ befangen sein könnten. Die frühere Tätigkeit im
gleichen Team am Spital W.________, der fachliche Austausch und gemeinsame
wissenschaftliche Publikationen in den 1990er Jahren liessen diesen Schluss
nicht zu. Es könne aus diesen früheren beruflichen und wissenschaftlichen
Kontakten nicht auf eine besonders ausgeprägte, die Unabhängigkeit der
Sachverständigen gefährdende Freundschaft geschlossen werden.
Die Beschwerdeführerin hält im Wesentlichen bloss an ihrer Auffassung fest, die
Experten seien befangen, ohne sich rechtsgenüglich mit der gegenteiligen
Begründung der Vorinstanz, auf die im Übrigen verwiesen werden kann,
auseinanderzusetzen und darzulegen, inwiefern die Vorinstanz damit Bundesrecht
verletzt haben soll. Damit genügt sie den Begründungsanforderungen im
vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden
kann. Ebenso wenig genügt sie den Begründungsanforderungen, soweit sie im
Weiteren geltend macht, die Experten hätten zu verschiedenen entscheidenden
Fragen mehrmals Stellung genommen und jeweils relativierende, die
Beschwerdegegnerin schonende Antworten gegeben oder Sachverhaltshypothesen
aufgestellt, die mit dem konkreten Sachverhalt nicht das Geringste zu tun
hätten. Sie substanziiert diese allgemein gehaltenen Behauptungen in der
Beschwerdeschrift nicht hinreichend anhand von im angefochtenen Entscheid
getroffenen tatsächlichen Feststellungen, sodass auf eine Befangenheit der
Gutachter geschlossen werden könnte (vgl. dazu BGE 132 V 93 E. 7.1 S. 109 f.;
127 I 73 E. 3f/bb S. 81; 125 II 541 E. 4b; 120 V 357 E. 3a/b). Es kann damit
offen bleiben, ob die Vorinstanz den Ablehnungsanspruch überdies zu Recht als
verwirkt betrachtete.

Bei dieser Sachlage erweist sich auch die weitere, allein mit der angeblichen
Befangenheit der FMH-Gutachter motivierte Rüge als unbegründet, wonach die
Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin (Art. 29
Abs. 2 BV) verletzt habe, indem sie ihrem Antrag, ein neues, umfassendes
medizinisches Gutachten erstellen zu lassen, nicht stattgegeben habe.

5.
Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, zu Unrecht eine schwere
Verletzung der Dokumentationspflicht seitens der Beschwerdegegnerin verneint zu
haben, die zu einer Umkehr der Beweislast hätte führen müssen. Sie hatte im
kantonalen Verfahren beanstandet, dass in den medizinischen Unterlagen
einschliesslich der Krankengeschichte eine grosse Anzahl von
Tipp-ex-Korrekturen, sonstigen Korrekturen, Streichungen und anderen
Manipulationen festzustellen sei. Diese Korrekturen könnten nicht als
Korrekturen versehentlicher Einträge ignoriert werden, zumal gewisse Einträge
von mehreren Personen und während einer sehr langen Dauer (mehrere Tage)
vorgenommen worden seien. Ferner bemängelte die Beschwerdeführerin, dass
zahlreiche medizinische Befunde und Vorgänge zu Unrecht nicht protokolliert
worden seien.

5.1 Zu den Korrekturen und geltend gemachten Manipulationen hielt die
Vorinstanz fest, den bemängelten Tipp-ex-Korrekturen auf den
Verlaufskurven-Blättern komme nach den FMH-Gutachtern keine medizinische
Relevanz zu. Die Gutachter hätten die Vermutung verworfen, dass Akten
nachträglich, systematisch und im Hinblick auf die Erzielung eines bestimmten
Ergebnisses korrigiert worden seien. Es fehlten konkrete Anhaltspunkte, dass
die Akten im Sinn einer tatsachenwidrigen Darstellung des Verlaufs manipuliert
werden sollten. Die Klägerin stelle in diesem Zusammenhang lediglich nicht
weiter belegte Vermutungen auf und der Vorwurf der Aktenmanipulation sei nicht
erhärtet.

Die Beschwerdeführerin lässt eine substanziiert begründete Rüge vermissen, in
der sie darlegen würde, inwiefern die Vorinstanz mit dieser Beweiswürdigung in
Willkür verfallen sein soll. Sie bezweifelt, dass die Korrekturen auf den
Verlaufsblättern nicht von medizinischer Relevanz sein sollen, und qualifiziert
die angeblich von der Beschwerdegegnerin für die Korrekturen auf den
Aufzeichnungsblättern der Intensivstation angeführte Begründung, es seien Werte
in falsche Kolonnen eingetragen bzw. versehentlich falsche Dosierungen und
Werte eingetragen worden, pauschal als schlechte Ausrede. Damit legt sie in
appellatorischer Weise bloss ihre eigene Sicht der Dinge dar, wobei sie den von
der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt in unzulässiger Weise ergänzt. Sie
unterlässt es weitgehend, anhand von konkreten Anhaltspunkten für
Aktenmanipulationen aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfallen
sein soll, indem sie der Meinung der FMH-Gutachter folgte und verneinte, dass
über blosse Vermutungen hinausgehende und damit für einen Beweis hinreichende
Anhaltspunkte für Aktenmanipulationen vorlägen. Auf ihre Ausführungen in diesem
Punkt kann nicht eingetreten werden. Als konkretes und "krassestes Beispiel"
für ein korrigiertes und damit mutmasslich manipuliertes Blatt führt sie bloss
eine als Beilage zur Beschwerde eingereichte Stelle aus der Krankengeschichte
an, welche die Pflegeplanung der Beschwerdeführerin mit Einträgen vom "30.
August" bis "10. Oktober" betrifft. Dieses bezieht sich indessen auf eine Zeit,
zu der die Schädigung der Beschwerdeführerin schon längst eingetreten war. Es
ist damit ausgeschlossen, dass es Aufzeichnungen betrifft, die im vorliegenden
Zusammenhang medizinisch relevant sein könnten.

5.2 Was die geltend gemachten Dokumentationslücken angeht, hielt die Vorinstanz
dafür, diese spielten für den Ausgang des Verfahrens keine Rolle oder hätten
sich nicht erhärtet. Dagegen erhebt die Beschwerdeführerin keine Rüge, in der
sie sich mit den entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und
darlegt, welche Rechte die Vorinstanz damit verletzt haben soll, sondern
behauptet bloss pauschal, es sei über verschiedene entscheidende und sehr
wichtige Punkte nichts festgehalten worden. Darauf kann nicht eingetreten
werden (Erwägung 2.1 vorne).

6.
6.1 Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, willkürlich und unter
Verletzung der Beweislastregeln sowie der Verletzung des rechtlichen Gehörs ein
sorgfaltswidriges, die Widerrechtlichkeit begründendes Verhalten der
Beschwerdegegnerin verneint zu haben.

6.2 Ein sorgfaltswidriges oder widerrechtliches Verhalten eines Arztes kann
namentlich darin liegen, dass bei der ärztlichen Behandlung in einem Spital
gegen die objektiv gebotene Sorgfalt der ärztlichen Kunst verstossen wird (BGE
123 II 577 E. 4d/ee; 120 Ib 411 E. 4a S. 414, 115 Ib 175 E. 2a S. 180). Die
Anforderungen an die ärztliche Sorgfaltspflicht lassen sich nicht ein für
allemal festlegen; sie richten sich vielmehr nach den Umständen des
Einzelfalles, namentlich nach der Art des Eingriffs oder der Behandlung, den
damit verbundenen Risiken, dem Ermessensspielraum, den Mitteln und der Zeit,
die dem Arzt im einzelnen Fall zur Verfügung stehen, sowie nach dessen
Ausbildung und Leistungsfähigkeit. Allgemein lässt sich immerhin sagen, dass
seine Haftung sich nicht auf grobe Verstösse gegen Regeln der ärztlichen Kunst
beschränkt. Der Arzt hat Kranke stets fachgerecht zu behandeln, zum Schutze
ihres Lebens oder ihrer Gesundheit insbesondere die nach den Umständen gebotene
und zumutbare Sorgfalt zu beachten, grundsätzlich folglich für jede
Pflichtverletzung einzustehen (BGE 133 III 121 E. 3.1 S. 124.; 130 IV 7 E. 3.3
S. 11; 120 Ib 411 E. 4 S. 413, 115 Ib 175 E. 2b S. 180 ff. je mit Hinweisen).

Der Begriff der Pflichtverletzung darf aber nicht so verstanden werden, dass
darunter jede Massnahme oder Unterlassung fällt, welche bei nachträglicher
Betrachtung den Schaden bewirkt oder vermieden hätte. Eine Pflichtverletzung
ist nur dort gegeben, wo eine Diagnose, eine Therapie oder ein sonstiges
ärztliches Vorgehen nach dem allgemeinen fachlichen Wissensstand nicht mehr als
vertretbar erscheint und damit ausserhalb der objektivierten ärztlichen Kunst
steht (BGE 130 IV 7 E. 3.3 S. 12; 120 Ib 411 E. 4 S. 413; Urteil 4A_48/2010 vom
9. Juli 2010 E. 6.1).

6.3 Die Vorinstanz verneinte die Sorgfaltswidrigkeit bzw. die
Widerrechtlichkeit der medizinischen Handlungen nach einer umfassenden
Würdigung der vorhandenen Beweise, so insbesondere der bereits erwähnten
medizinischen Gutachten und Sachverständigenaussagen. Sie äusserte sich dabei
gesondert zur präoperativen, zur intraoperativen und zur postoperativen Phase.

6.4 Was die präoperative Phase anbelangt, hielt es die Vorinstanz für nicht
erstellt, dass der Verzicht auf eine Herzkatheteruntersuchung vor der Operation
pflichtwidrig sei. Sie erwog dazu, die Gutachter Prof. G.________ und Prof.
H.________ der Klinik Q.________ (im Folgenden: Gutachter aus Q.________)
hätten zwar zunächst ausgeführt, eine solche Untersuchung wäre im vorliegenden
Fall wichtig gewesen, um das postoperative Management zu planen. Im
Ergänzungsgutachten hätten sie dann aber präzisiert, dass die Untersuchung
empfehlenswert, in der klinischen Praxis aber nicht zwingend notwendig sei.
Weiter verneinte die Vorinstanz einen Kausalzusammenhang zwischen der angeblich
pflichtwidrig unterlassenen Abklärung und der Schädigung der
Beschwerdeführerin.

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz in nicht leicht nachvollziehbaren
Ausführungen - in denen sie die Frage der Pflichtverletzung und der Kausalität
miteinander vermischt - vor, eine Pflichtverletzung willkürlich verneint zu
haben, indem sie die Unterlassung einer Massnahme, die von den Experten als
empfehlenswert bezeichnet wurde, nicht als Pflichtverletzung qualifiziert habe.
Wie es sich damit verhält, kann vorliegend offen bleiben.

Die Beschwerdeführerin erhebt jedenfalls keine rechtsgenügend begründete
Willkürrüge gegen die Beurteilung der Vorinstanz, soweit sie den tatsächlichen
Kausalzusammenhang zwischen Unterlassung und der Schädigung als nicht gegeben
erachtete. Die Vorinstanz hielt insoweit fest, die Gutachter aus Q.________
hätten die Frage der Relevanz der unterlassenen Herzkatheteruntersuchung für
die Schädigung gerade auch mit Blick auf das postoperative Management klar
verneint. Wenn die Beschwerdeführerin dem, ohne gegen diese Feststellung eine
Aktenwidrigkeitsrüge mit präzisen Aktenhinweisen zu erheben, entgegenhält, die
Experten hätten unbestrittenermassen darauf verwiesen, dass die Ergebnisse
einer solchen Untersuchung es den Ärzten erleichtert hätte, eine Komplikation
nach ihrem Eintritt besser zu beherrschen, weshalb deren Unterlassung zumindest
eine Teilkausalität begründe, kann sie nicht gehört werden. Sie übt damit, wie
auch mit ihrem weiteren Argument, diese Untersuchung würde nicht empfohlen,
wenn sie völlig sinnlos wäre, nur appellatorische Kritik am angefochtenen
Urteil, ohne rechtsgenüglich darzutun, weshalb der gestützt auf die darin
festgehaltenen Ausführungen der Gutachter gezogene Schluss der Vorinstanz
willkürlich sein soll.

Die Beschwerdeführerin bringt sodann vor, es sei im vorinstanzlichen Verfahren
nicht geklärt worden, ob und in welchem Masse die Ergebnisse einer solchen
Herzkatheteruntersuchung das Verhalten des Operationsteams beeinflusst hätte.
Insoweit unterlässt sie es darzulegen, welche Rechte der Beschwerdeführerin die
Vorinstanz damit verletzt haben soll und inwiefern. Es erübrigt sich damit,
weiter darauf einzugehen.

6.5 Hinsichtlich der intraoperativen, d.h. der herzchirurgischen Phase, hielt
die Vorinstanz fest, es sei unbestritten, dass die Operation am Herz der
Beschwerdeführerin richtig durchgeführt wurde. Nach der Entfernung der Kanülen
von der HLM aus der oberen Hohlvene kam es allerdings zu Komplikationen. Die
Ärzte bemerkten eine bläuliche Verfärbung am Kopf sowie an den oberen
Extremitäten des Kindes und der ZVD zeigte Werte von über 20 mmHG. Es wurde
eine Cavastenose festgestellt. Die Beschwerdeführerin wurde daraufhin nochmals
an die HLM angeschlossen, die Kanülierungsstelle der oberen Hohlvene eröffnet
und anschliessend neu vernäht. In der Folge sanken die ZVD-Werte und es konnte
eine Besserung der Hautfarbe festgestellt werden.
6.5.1 Im vorinstanzlichen Verfahren war umstritten, ob die aufgetretene Stenose
mit visueller Kontrolle früher hätte erkannt werden können und müssen, sodass
die gebotenen medizinischen Massnahmen früher eingeleitet worden wären. Die
Vorinstanz hielt es aufgrund des Beweisverfahrens nicht für erstellt, dass die
schwere Cavastenose beim Zuziehen der sog. Tabakbeutelnaht an der
Kanülierungsstelle oder im Anschluss daran visuell erkennbar gewesen sei. Die
Folgen der Beweislosigkeit in diesem Punkt habe die Beschwerdeführerin zu
tragen und eine Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht sei deshalb insoweit
zu verneinen. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz in diesem
Zusammenhang verschiedene Rechtsverletzungen vor.
6.5.1.1 Die Vorinstanz erwog, die Sachverständigen hätten bestätigt und die
Beschwerdeführerin anerkenne, dass selbst erhebliche Stenosen von aussen nicht
immer bzw. nicht zwingend sichtbar seien. Es könnten auch bei normaler äusserer
Dimension der Vene Einengungen des Lumens (Lichtung des Hohlorgans), das heisst
Gewebevorwölbungen nach innen, eintreten, die von aussen nicht visuell
erkennbar seien. Sähen die Ärzte die Stenose nicht, lasse dies deshalb nicht
ohne Weiteres auf einen Kunstfehler schliessen.

Die Beschwerdeführerin trägt vor, keiner der Experten habe gesagt, dass im
konkreten Fall beim Zuziehen der oberen Hohlvene nach der Operation eine
Vorwölbung nach innen erfolgt sei. Diese Möglichkeit stelle eine blosse
Hypothese dar. Indem die Vorinstanz gestützt auf eine solche geschlossen habe,
es sei der Beschwerdeführerin nicht gelungen, zu beweisen, dass die
Beschwerdegegnerin die Stenose hätte bemerken müssen, habe sie eine
aktenwidrige und willkürliche Tatsachenfeststellung getroffen.

Dem kann nicht gefolgt werden. Wenn die hypothetische Möglichkeit besteht, dass
eine nicht erkennbare Vorwölbung nach innen erfolgt ist, die zur Stenose
geführt hat, folgt daraus, dass eine Stenose für die Ärzte (wegen dieser
Möglichkeit) nicht zwingend erkennbar gewesen ist und dass demnach aus dem
Umstand, dass vorliegend die Cavastenose nicht erkannt wurde, nicht auf eine
bewiesene Sorgfaltspflichtverletzung geschlossen werden kann. Eines Nachweises
seitens der Beschwerdegegnerin, dass tatsächlich eine Vorwölbung gegen innen
bestanden hat, bedarf es dazu nicht. Der Willkürvorwurf der Beschwerdeführerin
geht fehl.
6.5.1.2 Die Beschwerdeführerin bezeichnet es weiter in nur schwer
nachvollziehbaren Ausführungen als aktenwidrig und willkürlich, wenn die
Vorinstanz festhalte, die Sachverständigen hätten bestätigt, dass selbst
erhebliche Stenosen von aussen nicht immer sichtbar seien und dass die Ärzte in
einem solchen Fall keine Möglichkeit hätten, die Einengung visuell zu erkennen.
So hätten das die Experten nicht gesagt. Eine solche Schlussfolgerung schliesse
kategorisch jede Erkennbarkeit aus.

Auf diese, auf einer isolierten Betrachtung von zwei Sätzen aus der
vorinstanzlichen Begründung beruhenden Kritik, kann schon deshalb nicht
eingetreten werden, weil die Beschwerdeführerin in ihrer Rüge keinerlei
Hinweise auf die Aktenstellen anbringt, aus denen sich die angebliche
Aktenwidrigkeit ergeben soll. Ausserdem vermag die Beschwerdeführerin mit ihren
Ausführungen von vornherein nicht aufzuzeigen, inwiefern die
entscheidwesentliche Feststellung der Vorinstanz willkürlich sein soll, wonach
der Chirurg die schwere Stenose, wie die Beschwerdeführerin anerkenne, nicht
zwingend hätte sehen können oder müssen bzw. dass auch eine hochgradige
Einengung infolge einer Gewebevorwölbung nach innen in das Lumen eines Gefässes
nicht zwangsläufig erkennbar sei. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, was
die Korrektur der angeblich aktenwidrigen Urteilsstelle an dieser Feststellung
und damit am Ergebnis des Entscheids ändern könnte.

Ins Leere stösst in diesem Zusammenhang die Rüge, die Vorinstanz habe
willkürlich festgestellt, es habe (vorliegend) keine Möglichkeit bestanden, die
Stenose zu erkennen. Eine solche Feststellung lässt sich dem angefochtenen
Urteil nicht entnehmen. Vielmehr führte die Vorinstanz aus, in einem Fall, in
dem die Einengung von aussen nicht sichtbar sei, hätten die Ärzte keine
Möglichkeit, diese visuell zu erkennen.
6.5.1.3 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, die Vorinstanz habe das
Willkürverbot und Art. 8 ZGB verletzt, indem sie festgestellt habe, dass
möglicherweise eine nach innen gewölbte und von aussen nicht sichtbare Stenose
vorgelegen habe und daher eine Sorgfaltspflichtverletzung wegen Nichterkennens
der Stenose unbewiesen geblieben sei. Sie vertrete damit den Standpunkt, dass
die Beschwerdeführerin nicht nur das Vorhandensein, sondern zusätzlich noch die
Erkennbarkeit der Stenose nachzuweisen habe und auch für die haftungsaufhebende
Tatsache beweispflichtig sei, dass kein die Erkennbarkeit der Stenose
beeinträchtigender Umstand vorgelegen habe. Damit habe sie die Regel verletzt,
dass derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen hat,
der aus ihr Rechte ableitet.

Die Beweislast für das Vorliegen eines Behandlungsfehlers und der damit
ursächlich zusammenhängenden Schädigung obliegt dem Geschädigten, der
Haftungsansprüche geltend macht (BGE 133 III 121 E. 3.1 S. 124 f.; 120 Ib 411
E. 4a S. 414). Es liegt demnach an der Beschwerdeführerin, alle Sachumstände
nachzuweisen, aus denen auf einen Verstoss gegen die medizinische
Sorgfaltspflicht und damit auf die Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 48 aPG/
BE geschlossen werden kann. Demgegenüber liegt die Beweislast für
rechtshindernde Tatsachen bei der Partei, welche die Entstehung des Anspruchs
bestreitet (vgl. BGE 128 III 271 E. 2a/aa S. 273). Die Trennung in
rechtserzeugende und rechtshindernde bzw. rechtsaufhebende Tatsachen ist
allgemein nicht immer einfach und - wie die damit eng verquickte
Beweislastverteilung - unter Berücksichtigung von Gesichtspunkten der
Billigkeit und Angemessenheit vorzunehmen. Als Entscheidhilfe kann im
Einzelfall dienen, was nach Gesetz oder allgemeiner Lebenserfahrung die Regel
und was die Ausnahme ist, konkret, ob eine Stenose regelmässig visuell
erkennbar ist oder nicht. Nur wenn die Erkennbarkeit die Regel und die
Nichterkennbarkeit die Ausnahme wäre, könnte bei blossem Nichterkennen von
einer bewiesenen Sorgfaltspflichtverletzung ausgegangen werden und der
Beschwerdegegnerin die Beweislast für eine ausnahmsweise Nichterkennbarkeit
auferlegt werden (vgl. zum Ganzen: BGE 132 III 186 E. 5.1; Urteil 4C.137/2006
vom 17. Januar 2008 E. 3.3.1, je mit Hinweisen). Im angefochtenen Urteil finden
sich indessen keine tatsächlichen Feststellungen, aus denen unter dem
Gesichtswinkel der Willkür abgeleitet werden müsste, dass die Erkennbarkeit
einer Stenose der Art, wie sie vorliegend auftrat, nach der allgemeinen
medizinischen Berufserfahrung die Regel und die Nichterkennbarkeit die Ausnahme
darstellen würde. Dies gilt selbst dann, wenn die Experten die Gewebevorwölbung
nach innen als einzigen Grund für eine Nichterkennbarkeit angeführt haben
mögen, wie die Beschwerdeführerin geltend macht. Bei dieser Sachlage ist der
Vorinstanz keine willkürliche Beweislastverteilung vorzuwerfen, wenn sie der
Beschwerdeführerin die Beweislast für die Erkennbarkeit der Stenose als
rechtsbegründende Tatsache auferlegte. Die Rüge ist unbegründet.
6.5.1.4 Fehl geht auch die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe den
Begriff der Sorgfaltspflicht verkannt bzw. den Sorgfaltsmassstab zu Unrecht auf
das zwingend Erkennbare reduziert. Die Vorinstanz zitierte die FMH-Gutachter,
dass der Chirurg die Stenose nicht zwingend hätte sehen können oder müssen und
führte aus, die Beschwerdeführerin anerkenne, dass eine Stenose nicht zwingend
bzw. zwangsläufig gesehen werden müsse. Aus dem Kontext ihrer Erwägungen geht
hervor, dass sie damit nicht die Auffassung vertrat, als anzulegender
Sorgfaltsmassstab dürfe nur das zwingend Erkennbare verlangt werden. Vielmehr
drückte sie damit aus, dass aus dem Umstand, dass der Chirurg die Stenose nicht
erkannt habe, nicht ohne Weiteres auf eine Sorgfaltspflichtverletzung
geschlossen werden dürfe, sondern diese von der Geschädigten zu beweisen sei
(vgl. die vorstehende Erwägung 5.5.1.3).

Entgegen der weiteren Behauptung der Beschwerdeführerin ist dem angefochtenen
Urteil auch nicht zu entnehmen, dass die Vorinstanz den Begriff der objektiven
Sorgfaltspflicht mit dem Verschuldensbegriff verwechselt und von der
Beschwerdeführerin den Nachweis des Verschuldens des Arztes verlangt hätte. So
hat die Vorinstanz festgehalten, dass vorliegend eine Kausalhaftung in Frage
stehe, bei der ein Verschulden nicht vorausgesetzt sei. Wenn sie in ihren
Erwägungen vereinzelt den Ausdruck "Fehler" verwendete, so meinte sie damit
offensichtlich einen ärztlichen Kunstfehler oder medizinischen
Behandlungsfehler, der eine Sorgfaltspflichtverletzung bzw. die
Widerrechtlichkeit begründet (vgl. Erwägung 5.2 vorne). Die entsprechende
Kritik ist damit unbegründet.

Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich vorträgt, was der Operateur bei
pflichtgemässer Sorgfalt noch hätte tun müssen, um die Cavastenose zu erkennen,
stellt sie neue tatsächliche Behauptungen auf, die nicht zu hören sind
(Erwägung 2.2).
6.5.2 Ein weiterer Streitpunkt im kantonalen Verfahren betraf die Frage, ob die
Ärzte die Stenose wegen Fehlern bei der Überwachung des ZVD zu spät erkannt und
die gebotenen medizinischen Massnahmen deshalb nicht rechtzeitig ergriffen
haben. Die Vorinstanz verneinte dies. Sie bejahte dabei zunächst gestützt auf
die Darlegungen der FMH-Gutachter, dass der ZVD während des ersten Einsatzes
der HLM durchaus überwacht wurde. Aus dem Umstand, dass sich in den
entsprechenden Rubriken des ECC-Formulars keine Werte, sondern nur
Schrägstriche fänden, lasse sich nach den von der Beschwerdeführerin nicht in
Frage gestellten Erklärungen der Sachverständigen nicht auf eine fehlende
Kontrolle schliessen, sondern bloss darauf, dass keine Messwerte erhoben werden
konnten. Sodann verwarf die Vorinstanz die Argumentation der
Beschwerdeführerin, nach der die Stenose bei gehöriger Sorgfalt aufgrund der
nach dem Zuziehen der Tabakbeutelnaht festgestellten ZVD-Werte von über 20 mmHG
viel früher hätte entdeckt und behandelt werden müssen, und stellte fest, dass
das Erkennen und Beseitigen der Cavastenose nach eingetretener Komplikation
regelhaft erfolgt sei, wobei sie sich auf die Äusserungen der FMH-Gutachter und
der Gutachter aus Q.________ abstützen konnte. Diese hätten insbesondere
ausgeführt, bei einer äusserlich nicht erkennbaren Einengung der oberen
Hohlvene sei die entsprechende Diagnose schwer zu stellen und nicht zwingend
rechtzeitig möglich.
6.5.2.1 Die Vorinstanz liess angesichts der von den Gutachtern verneinten
Verletzung der Regeln der ärztlichen Kunst die Fragen offen, ob der ZVD
oberhalb der Kanülierungsstelle (kranial) oder unterhalb derselben (kaudal)
gemessen worden sei bzw. ob, wie die Beschwerdeführerin vorbringe, bei einer
Operation wie der vorliegenden der ZVD sinnvollerweise immer kranial gemessen
werde und eine kaudale Messung keine brauchbaren Ergebnisse liefern würde. Die
Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz sei in Willkür verfallen, indem sie
diese Fragen offen gelassen habe. Sie zeigt indessen nicht in nachvollziehbarer
Weise auf, weshalb der Abklärung der Frage, an welcher Stelle der ZVD gemessen
wurde, entscheiderhebliche Bedeutung zukommen soll, sodass es offensichtlich
unhaltbar wäre, die Frage offen zu lassen. Auf diese Rüge ist daher nicht
einzutreten.
6.5.2.2 Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin, dass die Hohlvenenstenose
bereits beim Anstieg der ZVD-Werte und nicht erst bei der Blauverfärbung des
Kindes hätte diagnostiziert werden müssen. Die Vorinstanz habe insoweit
willkürlich einen Kunstfehler verneint. Ferner rügt sie den vorinstanzlichen
Schluss als willkürlich, dass die ZVD-Werte überwacht worden seien.

Was die Beschwerdeführerin zur Begründung dieser Rügen vorbringt, ist
allerdings rein appellatorischer Natur und daher nicht zu hören. Dabei ist zu
beachten, dass die Vorinstanz in den angesprochenen Fragen den
Schlussfolgerungen der Gutachter mit nachvollziehbarer Begründung gefolgt ist.
Zwar kann das Abstellen auf nicht schlüssige Gutachten gegen das Willkürverbot
verstossen (BGE 128 I 81 E. 2 S. 86). In Fachfragen darf der Richter aber nicht
ohne triftige Gründe von Gutachten abweichen. Ein Abweichen ist zulässig, wenn
die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist
(BGE 132 II 257 E. 4.4.1; 130 I 337 E. 5.4.2 S. 345 f.). Die Beschwerdeführerin
legt indessen nicht einmal im Ansatz dar, inwiefern Umstände vorliegen sollen
oder die Gutachten in einer Weise unschlüssig wären, dass es entgegen der
Auffassung der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar erschiene, auf die darin
gezogenen Schlussfolgerungen abzustellen.

6.6 Die Vorinstanz verneinte schliesslich auch eine Verletzung der Regeln der
ärztlichen Kunst in der postoperativen Phase, der Betreuung in der
Intensivstation (IPS).
6.6.1 Die Vorinstanz erwog, die Befähigung der Medizinalpersonen, welche die
Beschwerdeführerin auf der Intensivstation überwacht und betreut haben, sei
haftungsrechtlich nicht zu beanstanden. Diesen Schluss stützte sie namentlich
auf die Bestätigung der FMH-Gutachter, dass die Abteilung für pädiatrische
Intensivbehandlung der Beschwerdegegnerin im Jahr 1995 als vollwertige
Intensivstation mit den entsprechenden Standards anerkannt gewesen sei und in
den Unterlagen keine Hinweise ersichtlich seien, dass das postoperative
Betreuungspersonal der Beschwerdeführerin in medizinischer Hinsicht
unzureichend qualifiziert war. Die Beschwerdeführerin bestreite namentlich,
dass sich der verantwortliche Arzt, Abteilungsleiter PD Dr. I.________,
persönlich um sie gekümmert habe oder telefonisch konsultiert wurde. Damit
vermöge sie jedoch nicht aufzuzeigen, inwiefern dem Spital im Zusammenhang mit
der Organisation und postoperativen Überwachung und Betreuung ein
rechtserheblicher (mithin für die Schädigung der Beschwerdeführerin kausaler)
Fehler angelastet werden müsste.

Die Beschwerdeführerin erhebt verschiedene Sachverhaltsrügen gegen diesen Punkt
des angefochtenen Entscheids. So hält sie dafür, angesichts der von der
Beschwerdegegnerin selbst zugegebenen Komplexität der Überwachung habe die
Vorinstanz die Beweislast dafür, dass die Patientin sorgfältig überwacht und
von einem Oberarzt behandelt/kontrolliert wurde, zu Unrecht nicht der
Beschwerdegegnerin auferlegt. Ferner kritisiert sie den Entscheid der
Vorinstanz als willkürlich, soweit diese als bewiesen betrachtet habe, dass sie
in der Intensivstation fachlich bestens betreut und behandelt worden sei, zumal
es kein Beweismittel dafür gebe, dass Dr. I.________ physisch anwesend gewesen
sei oder telefonisch kontaktiert worden wäre. Die Nichteinvernahme von Zeugen
dazu verletze den Anspruch auf rechtliches Gehör.

Auf diese Rügen ist nicht einzutreten. Denn die Beschwerdeführerin legt - von
der weitgehend appellatorischen Natur der Kritik abgesehen - nicht, jedenfalls
nicht rechtsgenügend, dar, inwieweit die Behebung der gerügten Mängel für den
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnte (Erwägung 2.2). Dabei ist zu
beachten, dass ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit der Organisation der
postoperativen Betreuung und Überwachung nur dann eine Haftung des Spitals zu
begründen vermag, wenn dieses für die Schädigung eines Patienten kausal ist.
Dazu ist regelmässig erforderlich, dass der organisatorische Mangel dazu
geführt hat, dass zur Verhinderung einer Verschlimmerung des
Gesundheitszustands gebotene konkrete Abklärungen oder Massnahmen unterlassen
wurden oder eine bestimmte fehlerhafte Behandlung erfolgte. Solches zeigt die
Beschwerdeführerin indessen nicht auf. Soweit sie bloss allgemein gehalten
vorbringt, in der Krankengeschichte stehe "Normale Überwachung" geschrieben,
obwohl sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in der fraglichen
Nacht dramatisch verschlechtert habe, oder die Beschwerdegegnerin habe nicht
dargelegt, welche Weisungen Dr. I.________ gegeben habe, um die fachgerechte
Pflege und Betreuung zu gewährleisten, genügt die Beschwerdeführerin ihrer
Begründungspflicht nicht. Davon abgesehen, beruft sie sich dabei auf
Sachverhaltselemente, die in den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen
keine Stütze finden (Erwägung 2.2).
6.6.2 Die Vorinstanz verneinte eine Verletzung der Regeln der ärztlichen Kunst
durch Nichterheben von bestimmten Messwerten, wobei sie den FMH-Gutachtern
folgte und davon ausging, anderslautende Schlüsse der Gutachter von Q.________
beruhten auf aktenwidrigen Annahmen. Gegen diese Beurteilung erhebt die
Beschwerdeführerin bloss allgemein gehaltene Kritik, ohne eine rechtsgenüglich
begründete Rüge einer Rechtsverletzung zu formulieren. Darauf ist nicht
einzutreten.
6.6.3 Was die Behandlung des LCOPS und des Hirnödems anbelangt, hielt die
Vorinstanz unwidersprochen fest, dass die Beschwerdegegnerin grundsätzlich die
richtigen Massnahmen traf, u.a. insbesondere eine Kreislaufunterstützung zur
Aufrechterhaltung eines adäquaten zerebralen Perfusionsdrucks mit Adrenalin und
eine Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse als Variante der künstlichen
Blutwäsche) zur Senkung des Fiebers und zur Negativbilanzierung, die dazu
dient, die Ausfuhr von Flüssigkeit tiefer zu halten als die Einfuhr durch
Infusionen. Ferner kam die Vorinstanz nach eingehender Würdigung der
verschiedenen Gutachtensaussagen zum Schluss, dass keine
Sorgfaltspflichtverletzungen begangen wurden, indem diese beiden Massnahmen
nicht früher ergriffen wurden.

Die Beschwerdeführerin kritisiert die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die
Beschwerdeführerin sei auf der Intensivstation zeitgerecht und adäquat
behandelt worden, als willkürlich und aktenwidrig. Zur Begründung beschränkt
sie sich indessen zunächst darauf, den Ablauf der Behandlung, wie er von den
Gutachtern festgestellt worden sei, und die verschiedenen Äusserungen der
Gutachter über allfällige dabei begangene Kunstfehler darzustellen, wobei sie
nach Belieben von den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen abweicht und
diese erweitert (Erwägung 2.2 vorne). Konkret beanstandet die
Beschwerdeführerin den Schluss der Vorinstanz, dass auf das Gutachten aus
Q.________ nicht abgestellt werden könne, weil es auf unzutreffenden
sachverhaltlichen Grundlagen beruhe und zudem widersprüchlich sei. Dazu bringt
sie indessen einzig vor, die Vorinstanz werfe den Gutachtern aus Q.________ in
aktenwidriger Weise vor, sie hätten sich unterschiedlich zum Zeitpunkt der
Abgabe von Adrenalin geäussert. Allein damit setzt sie sich indessen nicht
rechtsgenüglich mit der eingehenden Begründung der Vorinstanz für die
Nichtberücksichtigung von diesen Gutachten auseinander und legt nicht
hinreichend dar, weshalb die Vorinstanz damit in Willkür verfallen sein soll.
Es erübrigt sich damit, auf die erwähnte Aktenwidrigkeitsrüge einzugehen.

Sodann stellt die Beschwerdeführerin in der Beschwerde verschiedene
widersprüchliche Antworten der zwei FMH-Gutachter auf die Befragung des
Instruktionsrichters darüber dar, ab wann Adrenalin hätte abgegeben und die
Dialyse angelegt werden müssen. Ihrer Ansicht nach geht aus diesen hervor, dass
Prof. E.________ versucht habe, die Antworten von Prof. F.________ zu
relativieren und Verwirrung zu stiften. Nach klarer Auffassung von Prof.
F.________ hätte viel früher dialysiert werden sollen, als es effektiv getan
wurde, weshalb (so sinngemäss) die Vorinstanz eine zeitgerechte Behandlung
hätte verneinen müssen. Auch damit übt die Beschwerdeführerin gestützt auf
isoliert betrachtete Aktenstellen rein appellatorische Kritik am angefochtenen
Entscheid, auf die nicht einzutreten ist. Der Vorinstanz ist nicht entgangen,
dass die FMH-Gutachter zum gebotenen Zeitpunkt der interessierenden Massnahmen
unterschiedliche Angaben gemacht hatten. Sie kam indessen unter eingehender
Würdigung dieser Angaben und weiterer Aussagen der Gutachter zum Schluss, die
Ärzte der Beschwerdegegnerin hätten - jedenfalls wenn nicht in eine unzulässige
retrospektive Betrachtungsweise verfallen werde (vgl. dazu BGE 130 IV 7 E. 3.3
S. 12; 120 Ib 411 E. 4 S. 413) - ihren vorliegend bestehenden
Beurteilungsspielraum bei der Gewichtung der für den Entscheid über die
Einleitung der Massnahmen massgeblichen Perimeter nicht überschritten. Der
Entscheid der Ärzte über den Zeitpunkt der Massnahmen sei vertretbar gewesen
und begründe daher keine Sorgfaltspflichtverletzung. Mit dieser
nachvollziehbaren Begründung setzt sich die Beschwerdeführerin in keiner Weise
auseinander und legt nicht dar, inwiefern der darauf gestützte Entscheid
offensichtlich unhaltbar sein soll.

7.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei
diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kosten- und
entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. April 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Klett Hotz