Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.769/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_769/2010

Urteil vom 3. November 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Marion Sutter,
Beschwerdegegnerin,

Z.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Jeannine Scherrer-Bänziger,
Verfahrensbeteiligte.

Gegenstand
Vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsprozess,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 28. September 2010 des
Kantonsgerichts St. Gallen (Einzelrichter im Familienrecht).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 28. September
2010 des Kantonsgerichts St. Gallen, das (im Rahmen von vorsorglichen
Massnahmen nach Art. 137 ZGB) den Beschwerdeführer (Ehemann und Vater) zur
unverzüglichen Übergabe der Ausweispapiere der Tochter Z.________ (geb. 2000)
an ihre Beiständin angehalten, allfällige spätere unbegleitete Kontakte
zwischen dem Beschwerdeführer und der Tochter (zur Vermeidung der Fluchtgefahr
ins Ausland) von der vorherigen Deponierung der Ausweispapiere des Vaters bei
der Beiständin abhängig gemacht, den Eltern therapeutische Unterstützung
empfohlen, im Übrigen den Rekurs beider Parteien gegen einen vorsorglichen
Massnahmeentscheid (Bestätigung des Entzugs der Obhut des Beschwerdeführers
über die - vorher mangels Beziehungen zur Mutter bei ihm untergebrachte -
Tochter, deren Unterbringung in einer spezialisierten Institution, Einräumung
eines begleiteten Besuchsrechts an den Beschwerdeführer und eines aufzubauenden
Besuchsrechts an die Beschwerdegegnerin) abgewiesen und beiden Parteien die
unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich anwaltlicher Verbeiständung)
gewährt hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht gestützt auf ein kinderpsychologisches Gutachten erwog, um
die Tochter sei zwischen den Eltern ein erbitterter Kampf im Gange, im
Gegensatz zum Beschwerdeführer sei die Beschwerdegegnerin mit der
Fremdplatzierung der Tochter einverstanden, deren Gefährdung sei seit Jahren
dokumentiert, der Beschwerdeführer hintertreibe den Umgang der Tochter mit der
Mutter systematisch, verfüge nicht über ein tragbares soziales Netz, gehe seit
mehreren Jahren nicht mehr einer Erwerbstätigkeit nach, sei getrieben vom Hass
auf die Beschwerdegegnerin, könne die elementaren Kindesbedürfnisse nur mit
Unterstützung Dritter wahrnehmen, das Wohl der Tochter im Haushalt des
Beschwerdeführers sei so schwer gefährdet, dass eine zumindest vorübergehende
Trennung unvermeidlich sei,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf
die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass sodann in einem Fall wie dem vorliegenden, wo sich die Beschwerde gegen
einen vorsorglichen Massnahmeentscheid richtet, nur die Rüge der Verletzung
verfassungsmässiger Rechte erhoben werden kann (Art. 98 BGG; BGE 133 III 393 E.
5.1 S. 397),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine
Verletzung verfassungsmässiger Rechte rügt,
dass er ebenso wenig in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden
kantonsgerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser
Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Kantonsgerichts vom 28.
September 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
ohne dass die vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellten neuen und daher
ohnehin unzulässigen Beweismittel (Art. 99 BGG) abgewartet zu werden brauchen,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Verfahrensbeteiligten und dem
Kantonsgericht St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. November 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann