Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.167/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_167/2011

Urteil vom 8. März 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG in Liquidation, p.A. Y.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Z.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
Betreibungsamt A.________ und B.________,

Gegenstand
Retention

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 15. Februar 2011 des
Kantonsgerichts St. Gallen (Obere kantonale Aufsichtsbehörde für
Schuldbetreibung).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 15. Februar
2011 des Kantonsgerichts St. Gallen, das (als obere SchK-Aufsichtsbehörde) auf
eine Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen einen Nichteintretensentscheid der
unteren Aufsichtsbehörde (Nichteintreten auf eine erste Beschwerde der
Beschwerdeführerin gegen eine Retentionsurkunde) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass das Kantonsgericht erwog, die Retention sei am 13. Oktober 2010 in
Anwesenheit von Y.________, der über eine Generalvollmacht für die
Beschwerdeführerin (Schuldnerin) verfüge, erfolgt, das Betreibungsamt habe die
Sendung mit der Retentionsurkunde (nach Nichtabholung der postalischen Sendung)
am 17. November 2010 Y.________ persönlich ausgehändigt, auf die von diesem als
Vertreter der Beschwerdeführerin erhobene erste Beschwerde sei die untere
Aufsichtsbehörde nicht eingetreten, die Sendung dieses Entscheids sei am 28.
Dezember 2010 zur Abholung gemeldet worden, die siebentägige Abholfrist habe
damit am 29. Dezember 2010 begonnen und am 4. Januar 2011 geendet, gegen diesen
am letzten Tag der Abholfrist zugestellt geltenden Entscheid habe die
Beschwerdeführerin, wiederum vertreten durch Y.________, erst am 17. Januar
2011 und damit nach Ablauf der (am 5. Januar 2011 beginnenden) 10-tägigen
Beschwerdefrist (Freitag, den 14. Januar 2011) Beschwerde erhoben, weshalb
darauf infolge Verspätung nicht einzutreten sei,
dass die von Y.________ verfasste Beschwerde als Beschwerde nach Art. 72ff. BGG
der Beschwerdeführerin entgegengenommen worden ist, weil Y.________ nicht dazu
legitimiert wäre, den gegenüber der Beschwerdeführerin ergangenen kantonalen
Entscheid in eigenem Namen anzufechten (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG),
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287f.),
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht
rechtsgenüglich auf die entscheidenden Erwägungen des Kantonsgerichts eingeht,
dass es insbesondere nicht genügt, pauschal das Vorhandensein einer Vollmacht
und die Gültigkeit der Zustellungen im kantonalen Verfahren zu bestreiten,
nachdem das Kantonsgericht ausdrücklich festgestellt hat, dass Y.________ über
eine Generalvollmacht der Beschwerdeführerin verfüge und sowohl anlässlich der
Retention wie auch in beiden kantonalen Beschwerdeverfahren als Vertreter der
Beschwerdeführerin aufgetreten sei,
dass die Beschwerdeführerin erst recht nicht nach den gesetzlichen
Anforderungen anhand der kantonsgerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern
der Entscheid des Kantonsgerichts vom 15. Februar 2011 rechts- oder
verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Betreibungsamt A.________ und dem
Kantonsgericht St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. März 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann