Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.311/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_311/2011

Urteil vom 3. Mai 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Betreibungs- und Konkursamt Y.________, Hauptstrasse 21, 4437 Waldenburg.

Gegenstand
Pfändung,

Beschwerde gegen den Entscheid der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und
Konkurs Basel-Landschaft, vom 8. März 2011.

Erwägungen:

1.
Am 8. Januar 2011 erliess das Betreibungsamt Y.________ eine Pfändungsurkunde
gegen X.________, mit welcher ihr Gesamteigentumsanteil am Grundstück Nr. xxx
im Grundbuch A.________ eingepfändet wurde. Die Aufsichtsbehörde
Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft wies eine von X.________ dagegen
erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 8. März 2011 ab. Dieser Entscheid wurde
X.________ am 31. März 2011 zugestellt. Mit Postaufgabe vom 3. Mai 2011 erhebt
X.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen diesen Entscheid und ersucht
überdies um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist.

2.
Wird wie hier ein Entscheid einer kantonalen Aufsichtsbehörde über
Schuldbetreibung und Konkurs angefochten, beträgt die Beschwerdefrist an das
Bundesgericht 10 Tage (Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG). Die Beschwerdeführerin hat
den angefochtenen Entscheid am 31. März 2011 entgegengenommen, womit die
zehntägige Beschwerdefrist infolge des Wochenendes vom 9./10. April 2011 am
Montag, 11. April 2011 angelaufen ist. Die am 3. Mai 2011 erhobene Beschwerde
ist damit verspätet.

3.
3.1 Die Beschwerdeführerin ersucht um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist
mit der Begründung, sie habe bereits ab dem 8. April 2011 zu 100% gearbeitet.
Sie habe ihre Schwester damit beauftragt, Postsendungen für sie abzuholen. Die
Postsendung habe verwirrenderweise vom Kantonsgericht und nicht von der
Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs gestammt, weshalb sie (die
Beschwerdeführerin) irrtümlicherweise von einer dreissigtägigen Beschwerdefrist
ausgegangen sei. Überdies sei sie müde gewesen und habe keinen Kontakt zur
Person gehabt, die die Post entgegengenommen habe.

3.2 Ist eine Partei oder ihr Vertreter beziehungsweise ihre Vertreterin durch
einen anderen Grund als die mangelhafte Eröffnung unverschuldeterweise
abgehalten worden, fristgerecht zu handeln, so wird die Frist
wiederhergestellt, sofern die Partei unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen
nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung
nachholt (Art. 50 Abs. 1 BGG).

3.3 Aus den Darlegungen der Beschwerdeführerin ergibt sich, dass diese aus
Versehen von einer dreissigtägigen Beschwerdefrist ausgegangen ist, obwohl die
Rechtsmittelbelehrung des zugestellten Entscheids ausdrücklich eine
Beschwerdefrist von 10 Tagen erwähnt. Bereits aus diesem Grund kann nicht
gesagt werden, die Beschwerdeführerin habe unverschuldet die Beschwerdefrist
verpasst. Daran vermögen auch die angebliche Müdigkeit und der ungenügende
Kontakt mit der Person, die die Postsendung abmachungsgemäss entgegengenommen
hat, sowie der Umstand, dass der Entscheid angeblich vom Kantonsgericht und
nicht von der kantonalen Aufsichtsbehörde stammen soll, nichts zu ändern.
Abgesehen davon bildet die Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht des
Kantonsgerichts die Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs. Das Gesuch
um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist ist abzuweisen.

4.
Auf die verspätete und damit unzulässige Beschwerde ist unter Kostenfolge für
die Beschwerdeführerin (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

Demnach erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Betreibungs- und Konkursamt
Y.________ und der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs
Basel-Landschaft, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Mai 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Zbinden