Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.31/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_31/2011

Urteil vom 20. Januar 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Orchester A.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Vollstreckung (Vergleich, Einsichtsrecht des Vereinsmitglieds).

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil und die Verfügung vom 16.
Dezember 2010 des Obergerichts des Kantons Zug (Justizkommission,
zivilrechtliche Kammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil und die Verfügung vom
16. Dezember 2010 des Obergerichts des Kantons Zug, das eine Beschwerde des (im
kantonalen Verfahren anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführers gegen die
erstinstanzliche Abschreibung (wegen Gegenstandslosigkeit infolge Erfüllung)
seiner Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und um Vollstreckung eines
zwischen den Parteien abgeschlossenen Vergleichs (Verpflichtung des
Beschwerdegegners zur Anforderung von Bewertungen zweier Wettspiele und zur
Weiterleitung an den Beschwerdeführer) ebenso abgewiesen hat wie das Gesuch des
Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das obergerichtliche
Verfahren,
in das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich
Rechtsverbeiständung) für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass das Obergericht im Wesentlichen erwog, die vom (dafür beweisbelasteten)
Beschwerdeführer behauptete unvollständige Erfüllung des Vergleichs durch den
Beschwerdegegner sei nicht nur unbewiesen, sondern widerlegt, nachdem die
Vorinstanz die Angaben des Beschwerdegegners über die vollständige
Vergleichserfüllung durch Einholung einer schriftlichen Auskunft beim Verband
... verifiziert habe, die Beschwerde, mit welcher der Beschwerdeführer
Dokumente erlangen wolle, über welche der Verband ... gar nicht verfüge,
erweise sich als mutwillig, weshalb die unentgeltliche Rechtspflege nicht
gewährt werden könne,
dass die Beschwerde an das Bundesgericht zum Vornherein unzulässig ist, soweit
der Beschwerdeführer eine Genugtuungsforderung geltend macht, weil diese
Forderung weder Gegenstand des kantonalen Verfahrens bildete noch Gegenstand
des bundesgerichtlichen Verfahrens sein kann,
dass sodann die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine
Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird,
inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42
Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108
Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht
rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass es insbesondere nicht genügt, den Sachverhalt aus eigener Sicht zu
schildern und die bereits von beiden kantonalen Instanzen widerlegten
Einwendungen zu wiederholen,
dass der Beschwerdeführer erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen
anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil und die
Verfügung vom 16. Dezember 2010 des Obergerichts des Kantons Zug rechts- oder
verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der
Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1
BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG) und keine Parteientschädigung zugesprochen erhält,
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (einschliesslich
Rechtsverbeiständung) wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 20. Januar 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann