Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.389/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_389/2011

Urteil vom 10. Juni 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

1. Verfahrensbeteiligte
X.________,
2. Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Vormundschaftsbehörde Z.________.

Gegenstand
Kindesschutzmassnahmen,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 12. Mai 2011 des
Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 2. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 12. Mai 2011 des
bernischen Obergerichts, das eine Weiterziehung der (im kantonalen Verfahren
anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführer (einerseits Mutter der 2003 und 2007
geborenen Kinder A.________ und B.________ und anderseits deren Ehemann) gegen
einen abweisenden Beschwerdeentscheid des Regierungsstatthalteramtes von Biel
(betreffend Kindesschutzmassnahmen der Vormundschaftsbehörde, die den
Beschwerdeführern die Obhut über B.________ entzogen, diesen in der
Heilpädagogischen Lebensgemeinschaft C.________ in D.________ untergebracht und
den Beschwerdeführern sowohl gegenüber dem - bereits früher in einer
Pflegefamilie untergebrachten - Kind A.________ wie auch gegenüber dem Kind
B.________ ein fachlich begleitetes Besuchsrecht von zwei halben Tagen pro
Monat eingeräumt hatte) abwies,

in Erwägung,
dass das Obergericht gestützt auf ein (hinsichtlich beider Kinder als
nachvollziehbar und schlüssig qualifiziertes) psychologisch-psychiatrisches
Gutachten vom 15. Juli 2010 eines Kinder- und Jugendpsychiaters erwog, die
intellektuell beeinträchtigte Kindsmutter vermöge den (im kognitiven, sozialen
und emotionalen Bereich) zurückgebliebenen Kindern nicht die notwendige
Förderung angedeihen zu lassen, ihr Ehemann, der nicht biologischer Vater sei,
sei alkoholkrank und vermöge die Mutter weder bei der Erziehung zu unterstützen
noch deren Defizite auszugleichen, infolge seiner Suchtkrankheit stelle er
vielmehr ein zusätzliches Gefährdungspotential für die in ihrer Entwicklung
behinderten Kinder dar, gefährdet würden diese auch durch die im Haushalt
regelmässig ausgetragenen Konflikte,
dass das Obergericht weiter erwog, eine längerdauernde Entfernung der Kinder
aus ihren Pflegefamilien als Folge der Besuchsrechtsausübung müsse in
Anbetracht der Gefahr von Loyalitätskonflikten und Entwicklungsrückständen
vermieden werden, in dieser Situation erweise sich sowohl der gegenüber dem
Kind B.________ auf Grund von Art. 310 Abs. 1 ZGB verfügte Obhutsentzug mit
Unterbringung in einer Pflegefamilie wie auch das in Anwendung von Art. 275
Abs. 1 ZGB angeordnete eingeschränkte Besuchsrecht als notwendig und
verhältnismässig,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287 f.),
dass die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht
rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingehen,
dass es insbesondere nicht genügt, dem vom Obergericht für das Bundesgericht
verbindlich festgestellten (Art. 105 Abs. 1 BGG) Sachverhalt - ohne nach Art.
105 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG substantiierte Sachverhaltsrügen zu erheben
- eine eigene Schilderung der tatsächlichen Verhältnisse entgegenzuhalten, dem
Bundesgericht einen Bericht vom 27. Mai 2011 und damit ein unzulässiges neues
Beweismittel einzureichen (Art. 99 BGG), die Probleme der Kinder zu
verharmlosen, den Willen zu einer kindergerechten Erziehung zu beteuern und die
Vormundschaftsbehörden zu kritisieren,
dass die Beschwerdeführer erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen
anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigen, inwiefern der Entscheid des
Obergerichts vom 12. Mai 2011 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende
und nach Ablauf der Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) auch nicht
verbesserbare - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht
einzutreten ist,
dass die unterliegenden Beschwerdeführer unter Solidarhaft kostenpflichtig
werden (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden den Beschwerdeführern unter
Solidarhaft auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Vormundschaftsbehörde Z.________
und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Juni 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann