Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.505/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_505/2011

Urteil vom 3. August 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (vorsorgliche Massnahmen betreffend
Persönlichkeitsschutz),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 19. Juli 2011 des
Obergerichts des Kantons Bern (Zivilabteilung, 1. Zivilkammer,
Instruktionsrichter).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 19. Juli 2011
des Obergerichts des Kantons Bern, das ein nachträgliches Gesuch des
Beschwerdeführers vom 12. Mai 2011 um unentgeltliche Rechtspflege (für seine
beim Obergericht erhobene Berufung vom 11. April 2011 gegen einen
erstinstanzlichen vorsorglichen Massnahmeentscheid betreffend
Persönlichkeitsschutz) abgewiesen hat,
in das (sinngemässe) Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch für das
bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass das Obergericht im Entscheid vom 19. Juli 2011 erwog, nachdem der
Beschwerdeführer seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege keine Unterlagen
betreffend seine finanzielle Situation beigelegt habe, sei er mit Verfügung vom
19. Mai 2011 auf die Notwendigkeit des mit Unterlagen zu erbringenden
Nachweises seiner Bedürftigkeit als Voraussetzung für die Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 117 ZPO) hingewiesen worden, mittlerweilen
seien zwei weitere Monate vergangen, in welchen der Beschwerdeführer immer noch
keine Unterlagen eingereicht habe, weshalb der Beschwerdeführer seine
Mitwirkungspflicht beim Bedürftigkeitsnachweis verletzt habe und das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege, wie dem Beschwerdeführer bereits am 19. Mai 2011
angekündigt, mangels Nachweises der Prozessarmut abzuweisen sei,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf
die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass sodann in einem Fall wie dem vorliegenden, wo sich die Beschwerde gegen
einen Entscheid betreffend vorsorgliche Massnahmen richtet, nur die Verletzung
verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (Art. 98 BGG),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht zwar pauschal
das Recht auf "eine faire Prozessführung für alle" anruft,
dass er jedoch nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen
Erwägungen eingeht, indem er den Sachverhalt aus eigener Sicht schildert und
Unmöglichkeit des Bedürftigkeitsnachweises wegen Auslandabwesenheit vom 15.
April bis zum 15. Juni behauptet, zumal der Beschwerdeführer selbst nicht
geltend macht, den verlangten Bedürftigkeitsnachweis nach dem 15. Juni erbracht
zu haben,
dass der Beschwerdeführer erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen,
d.h. klar und detailliert anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt,
inwiefern der Entscheid des Obergerichts vom 19. Juli 2011 verfassungswidrig
sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der
Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1
BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. August 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann