Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.699/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_699/2011

Urteil vom 24. Oktober 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, als Instruktionsrichterin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte
1. X.________,
2. Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Regierungsstatthalteramt Oberaargau.

Gegenstand
Kindesschutzmassnahmen (Nichtleistung Verfahrenskosten),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern,
Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, vom 14. September 2011.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerdeführer fochten den Entscheid des Regierungsstatthalters des
Verwaltungskreises Oberaargau vom 8. Juli 2011 betreffend vormundschaftliche
Weisungen gemäss Art. 307 ZGB mit Beschwerde vom 19. Juli 2011 beim Obergericht
des Kantons Bern an. Der Instruktionsrichter setzte ihnen mit Verfügung vom 26.
Juli 2011 Frist zur Leistung des Kostenvorschusses. Da dieser nicht
fristgerecht geleistet wurde, verfügte er am 12. August 2011 eine Nachfrist
unter Androhung der Säumnisfolgen. Dieser Verfügung leisteten die
Beschwerdeführer ebenfalls keine Folge. Das Obergericht trat mit Entscheid vom
14. September 2011 wegen Nichtleistens des verlangten Kostenvorschusses auf die
Beschwerde nicht ein.
Die Beschwerdeführer haben diesen ihnen am 20. September 2011 zugestellten
Entscheid am 3. Oktober 2011 (Postaufgabe) beim Bundesgericht mit Beschwerde
angefochten. Der Beschwerde lag auch der Entscheid des Regierungstatthalters
vom 8. Juli 2011 bei.

2.
Auf die Beschwerde kann nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen den
Entscheid des Regierungstatthalters vom 8. Juli 2011 richtet. Dieser Entscheid
ist nicht letztinstanzlich im Sinn von Art. 75 Abs. 1 BGG.

3.
3.1 In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des
angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdeführenden
Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG;
BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allfällige Verletzung
verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft
wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich
erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S.
234).

3.2 Die Beschwerdeführer gehen in ihrer Eingabe überhaupt nicht auf die
Erwägungen des Obergerichts im Entscheid vom 14. September 2011 ein, mit denen
es das Nichteintreten auf die kantonale Beschwerde begründet hat, und es wird
nicht erörtert, inwiefern das Obergericht damit Bundesrecht verletzt haben
könnte.

4.
Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit in Anwendung durch Art.
108 Abs. 1 lit. a und b BGG durch die Instruktionsrichterin unter Kostenfolge
für die Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten. Die
Beschwerdeführer haften für die Kosten solidarisch (Art. 66 Abs. 5 BGG).

Demnach erkennt die Instruktionsrichterin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Beschwerdeführern unter
solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons
Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Oktober 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Instruktionsrichterin: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zbinden