Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2C.1065/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
2C_1065/2015

Urteil vom 15. September 2016

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Seiler, Präsident,
Bundesrichter Zünd,
Bundesrichterin Aubry Girardin,
Bundesrichter Donzallaz,
Bundesrichter Stadelmann,
Gerichtsschreiber Mösching.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Herren Rechtsanwälte Dr. Marc Bernheim und Gaudenz Geiger,

gegen

Oberzolldirektion.

Gegenstand
CO2 -Abgabe (Steuersatzerhöhung vom 1.1.2014),

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I,
vom 21. Oktober 2015.

Sachverhalt:

A.
Die X.________ AG ist seit dem 1. Januar 1997 zugelassene Lagerinhaberin i.S.v.
Art. 2 Abs. 3 Bst. c des Mineralölsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 (MinöStG; SR
641.61) und erhielt von der Oberzolldirektion (nachfolgend: OZD) eine
dementsprechende Bewilligung. Als zugelassene Lagerinhaberin ist die X.________
AG verpflichtet, für Produkte, die sie in den steuerrechtlich freien Verkehr
bringt, bei der OZD eine definitive Steueranmeldung abzugeben (Art. 19 Abs. 1
MinöStG). Als nach Art. 26 des Zollgesetzes vom 18. März 2005 (ZG; SR 631.0)
anmeldepflichtige und nach dem MinöStG steuerpflichtige Person hat die
X.________ AG auch die CO2 -Abgabe zu entrichten (Art. 30 des Bundesgesetzes
vom 23. Dezember 2011 über die Reduktion der CO2 -Emissionen [CO2 -Gesetz; SR
641.71]). Die Erhebung derselben richtet sich in der Regel nach den
Bestimmungen des MinöStG (Art. 33 Abs. 2 CO2 -Gesetz).

B.
Am 4 Februar 2014 meldete die X.________ AG im Rahmen der periodischen
Steueranmeldung für die Steuerperiode Januar 2014 verschiedene Produkte, die
der CO2 -Abgabe unterliegen, als in den steuerrechtlich freien Verkehr
überführt an. Die elektronische Steueranmeldung wurde als verbindlich
angenommen und die X.________ AG bezahlte am 17. Februar 2014 die daraus
resultierende Gesamtforderung. Am 6. März 2014 erhob die X.________ AG gegen
die Steueranmeldung/Veranlagungsverfügung Einsprache und beantragte, die
Verfügung der OZD sei aufzuheben, soweit sie auf dem per 1. Januar 2014 in
Kraft getretenen erhöhten Abgabesatz von Fr. 60.-- pro Tonne CO2 beruhe. Die
Abgabe sei auf den Betrag zu reduzieren, der sich bei Anwendung des vor dem 1.
Januar 2014 gültig gewesenen Abgabesatzes von Fr. 36.-- pro Tonne ergebe. Sie
behalte sich zudem die Rückforderung der zu viel geleisteten Abgabebeträge vor.
Im Weiteren stellte sie die prozessualen Anträge, die Einsprache sei auch als
gültige Einsprache für die künftigen monatlichen Steueranmeldungen zu
betrachten. Die zukünftigen Einspracheverfahren seien bis zum Abschluss des
Verfahrens zu sistieren und auf die Erhebung eines jeweiligen Kostenvorschusses
sei zu verzichten. Die OZD bewilligte die prozessualen Anträge mit
Zwischenverfügung vom 17. März 2014. Mit Entscheid vom 6. Juni 2014 wies die
OZD die Einsprache der X.________ AG ab. Dagegen gelangte die X.________ AG am
10. Juli 2014 an das Bundesverwaltungsgericht, welches die Beschwerde mit
Entscheid vom 21. Oktober 2015 abwies, soweit es darauf eintrat.

C.
Die X.________ AG legt mit Eingabe vom 27. November 2015 Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ein. Sie beantragt,
das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sei aufzuheben und die Steueranmeldung
/Veranlagungsverfügung vom 4. Februar 2014 sei aufzuheben, soweit sie auf dem
per 1. Januar 2014 in Kraft getretenen erhöhten Abgabesatz von Fr. 60.-- je
Tonne CO2 beruht, und es sei die Abgabe auf den Betrag zu reduzieren, der sich
bei Anwendung des vor dem 1. Januar 2014 gültig gewesenen Abgabesatz von Fr.
36.-- je Tonne CO2ergibt. Eventualiter sei das Urteil des
Bundesverwaltungsgericht aufzuheben und das Verfahren zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
Die OZD beantragt in ihrer Vernehmlassung, die Beschwerde sei abzuweisen,
soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf die
Stellung eines Antrags. Die X.________ AG nimmt zum Vernehmlassungsergebnis
abschliessend Stellung und hält an ihren Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1. Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen
verfahrensabschliessenden Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts in einer
Angelegenheit des öffentlichen Rechts. Er kann beim Bundesgericht mit
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden (Art.
82 lit. a, Art. 83, Art. 86 Abs. 1 lit. a, Art. 89 Abs. 1, Art. 90 BGG).

1.2. Der Ausschlussgrund von Art. 83 lit. l BGG ist hier nicht gegeben: Diese
Bestimmung hat zum Ziel, die aufgrund nicht justiziabler Kriterien erfolgte
Zollveranlagung der Überprüfung durch das Bundesgericht zu entziehen (vgl.
THOMAS HÄBERLI, in: Basler Kommentar BGG, 2. Aufl. 2011, N. 208 zu Art. 83
BGG). Im vorliegenden Fall wird zwar formell die Anwendung eines niedrigeren
Zolltarifs beantragt. Materiell stellen sich hingegen reine Rechtsfragen im
Zusammenhang mit der Veranlagung, die auf einem Tarif beruht (vgl. Urteile
2C_201/2013 vom 24. Januar 2014 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 140 II 194; 2C_1174
/2012 vom 16. August 2013 E. 1.2, in: ASA 82 146; 2C_723/2013 vom 1. Dezember
2014 E. 1.2.2).

1.3. Als Abgabepflichtige ist die Beschwerdeführerin, welche am
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, zur Ergreifung dieses
Rechtsmittels legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die frist- und formgerecht
eingereichte Beschwerde ist einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die
Beschwerde jedoch insofern, als auch die Aufhebung der Steueranmeldung/
Veranlagungsverfügung der OZD vom 4. Februar 2014 und die Reduktion des
Abgabebetrags beantragt wird. Diese ist durch das Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts ersetzt worden (sog. Devolutiveffekt); sie gilt
jedoch immerhin als inhaltlich mitangefochten (BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144 mit
Hinweis).

1.4. Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine
Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG gerügt werden. Das Bundesgericht
wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch prüft es, unter
Berücksichtigung der allgemeinen Rüge- und Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 1
und 2 BGG), grundsätzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern
allfällige weitere rechtliche Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE
138 I 274 E. 1.6 S. 280 f. mit Hinweis). Die Verletzung von Grundrechten (Art.
7-34 BV, nebst den übrigen verfassungsmässigen Rechten der BV [BGE 134 I 23 E.
6.1 S. 31; 133 III 638 E. 2 S. 640] und den Rechtsansprüchen der EMRK [BGE 138
I 97 E. 4.3 S. 106]) untersucht das Bundesgericht in jedem Fall nur, soweit
eine Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs.
2 BGG). Solche Rügen sind klar und detailliert anhand der Erwägungen des
angefochtenen Entscheids darzulegen. Auf bloss allgemein gehaltene,
appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Entscheid tritt das Bundesgericht
nicht ein (BGE 139 I 138 E. 3.8 S. 144; 138 I 171 E. 1.4 S. 176; 137 IV 1 E.
4.2.3 S. 5; 137 V 57 E. 1.3 S. 60; Urteil 2C_170/2013 vom 20. Juni 2013 E.
1.2).

1.5. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzlichen
Feststellungen können nur berichtigt werden, sofern sie entweder offensichtlich
unrichtig, d.h. willkürlich ermittelt worden sind (Art. 9 BV; BGE 137 II 353 E.
5.1 S. 356) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen
(Art. 105 Abs. 2 BGG). Zudem hat die beschwerdeführende Partei aufzuzeigen,
dass die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein
kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).

1.6. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen aufgrund von Art. 99 Abs. 1 BGG nur
so weit vorgebracht werden, als der angefochtene Entscheid hierzu Anlass gibt.
Echte Noven, d.h. Tatsachen, die erst nach dem angefochtenen Urteil eingetreten
sind, bleiben im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unberücksichtigt
(vgl. BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; je mit
Hinweisen).

2.
Wie bereits die Vorinstanz (E. 2.2 des angefochtenen Entscheids) ausführlich
dargelegt hat, hat sich die Schweiz international zur Reduktion von
Treibhausgasen verpflichtet. Die beiden wichtigsten völkerrechtlichen
Vereinbarungen in diesem Zusammenhang sind das Rahmenübereinkommen vom 9. Mai
1992 der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (Rahmenübereinkommen; SR
0.814.01) und das Protokoll von Kyoto vom 11. Dezember 1997 zum
Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen
(Kyoto-Protokoll; SR 0.814.011). Auf nationaler Ebene stellt das Bundesgesetz
vom 23. Dezember 2011 über die Reduktion der CO2 -Emissionen (CO2 -Gesetz; SR
641.71) den gesetzlichen Rahmen dar. Hauptpfeiler sind die explizit
formulierten Emissionsreduktionsziele und die freiwilligen Vereinbarungen sowie
die CO2 -Abgabe (Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft [Buwal; Hrsg.],
Flexible Massnahmen des Kyoto-Protokolls, Umwelt-Materialien Nr. 125, 2000, S.
10).

2.1. Art. 29 Abs. 1 CO2 -Gesetz sieht vor, dass der Bund eine CO2 -Abgabe auf
der Herstellung, Gewinnung und Einfuhr von Brennstoffen erhebt. Als Brennstoffe
gelten dabei fossile Energieträger, die zur Gewinnung von Wärme, zur Erzeugung
von Licht, in thermischen Anlagen zur Stromproduktion oder für den Betrieb von
Wärmekraft-Koppelungsanlagen verwendet werden (Art. 2 Abs. 1 CO2 -Gesetz). Sie
unterscheiden sich dadurch von den Treibstoffen, bei welchen es sich um fossile
Energieträger handelt, die in Verbrennungsmotoren zur Krafterzeugung eingesetzt
werden (Art. 2 Abs. 2 CO2 -Gesetz). Zweck der CO2 -Abgabe ist die Reduktion der
Treibhausgasemissionen (insb. CO2 -Emissionen), die aus der energetischen
Nutzung fossiler Energieträger resultieren. Das Reduktionsziel von Art. 3 Abs.
1 CO2 -Gesetz ist, die Treibhausgasemissionen im Inland bis zum Jahr 2020
gegenüber 1990 um 20 Prozent zu vermindern.

2.2. Das CO2 -Gesetz überträgt dem Bundesrat verschiedene Kompetenzen. Er kann,
um eine Reduktion der Treibhausgase bis ins Jahr 2020 gegenüber dem Stand von
1990 zu erreichen, sektorielle Zwischenziele festlegen (Art. 3 Abs. 1 Satz 2
CO2 -Gesetz). Zudem ist der Bundesrat befugt, den Abgabesatz je Tonne CO2,
welcher ursprünglich Fr. 36.-- betrug, auf höchstens Fr. 120.-- zu erhöhen,
falls die gemäss Art. 3 für die Brennstoffe festgelegten Zwischenziele nicht
erreicht werden (Art. 29 Abs. 2 CO2 -Gesetz). Der Bundesrat hat in Art. 94 Abs.
1 lit. a der Verordnung vom 30. November 2012 über die Reduktion der CO2
-Emissionen (CO2 -Verordnung; SR 641.711) bestimmt, dass der Abgabesatz für die
CO2 -Abgabe ab dem 1. Januar 2014 auf Fr. 60.-- je Tonne steigt, falls die CO2
-Emissionen aus Brennstoffen im Jahr 2012 mehr als 79% der Emissionen des
Jahres 1990 betragen. Für die Erhebung und die Rückerstattung der CO2 -Abgabe
gelten die Verfahrensbestimmungen der Mineralölsteuergesetzgebung mit Ausnahme
der Ein- und Ausfuhr von Kohle (Art. 33 CO2 -Gesetz). Art. 34 des
Mineralölsteuergesetzes vom 21. Juni 1996 (MinöStG; SR 641.61) wiederum
verweist für das Einspracheverfahren auf das Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG;
SR 172.021).

3.
Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29
Abs. 2 BV), der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) und des
Untersuchungsgrundsatzes von Art. 12 VwVG. Zudem sei Art. 94 Abs. 1 lit. a CO2
-Verordnung in willkürlicher Weise (Art. 9 BV) angewendet worden.

3.1. Die Beschwerdeführerin verzichtet jedoch darauf, die im Verfahren vor der
Vorinstanz erhobenen Rügen, wonach Art. 94 Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung auf
einer mangelhaften Gesetzesdelegation beruhe und eine unzulässige Rückwirkung
beinhalte, erneut geltend zu machen. Sie beschränkt sich auf die aus ihrer
Sicht zentrale Frage, ob die CO2 -Statistik vom 3. Juli 2013 eine genügende
Grundlage darstellt, um zu belegen, dass die Zielvorgabe in Art. 94 Abs. 1 lit.
a CO2 -Verordnung als nicht erreicht gilt und der Abgabesatz der CO2 -Abgabe
auf Fr. 60.-- je Tonne CO2erhöht werden darf.

3.2. Gemäss Ansicht der Beschwerdeführerin hat es die Vorinstanz unterlassen,
die der Abgabeerhöhung zugrunde liegende CO2 -Statistik vom 3. Juli 2013 resp.
die Gesamtenergiestatistik (GEST) vom 1. Juli 2013 auf welcher die CO2
-Statistik basiert, inhaltlich zu hinterfragen, obschon diese offensichtlich
fehlerhaft gewesen seien. Die Vorinstanz habe ihre Prüfung darauf beschränkt,
ob die relevanten Statistiken gemäss den anerkannten Grundsätzen der Statistik
erstellt worden seien; die inhaltliche Richtigkeit der Statistiken habe sie
jedoch nicht untersucht. Damit verletze der angefochtene Entscheid den Anspruch
der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und die
Rechtsweggarantie (Art. 29a BV).

3.3. Vorab zur Rechtsweggarantie: Diese vermittelt das Recht, die mit der
Streitigkeit verbundenen Rechtsfragen und den zugrunde liegenden Sachverhalt
vollumfänglich von einem unabhängigen Gericht prüfen zu lassen (ANDREAS KLEY,
in: St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014,
N. 4 zu Art. 29a BV). Eine gerichtliche Kontrolle der Angemessenheit der
angefochtenen Entscheide verlangt Art. 29a BV nicht. Zulässig ist auch eine
richterliche Zurückhaltung bei der Beurteilung von technischen Sachverhalten.
Damit sind die Gerichte in der Lage, den Handlungsspielraum der zuständigen
unterinstanzlichen Behörden zu respektieren (137 I 235 E. 2.5 S. 239 mit
Hinweisen). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist es deshalb
grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz nicht in den
Beurteilungsspielraum der rechtsanwendenden Behörde eingegriffen hat.

3.4. Die Beschwerdeführerin bestreitet jedoch, dass die OZD betreffend der GEST
bzw. CO2 -Statistik über ein besonderes Fachwissen verfügt, weil diese
Statistiken durch andere Bundesämter erstellt worden seien. Die OZD stehe
deshalb den technischen Verhältnissen nicht näher als das
Bundesverwaltungsgericht, welches dementsprechend seine Kognitionsbefugnisse
nicht hätte zurücknehmen dürfen.

3.4.1. Die GEST wird gemäss Ziff. 167 des Anhangs der Verordnung vom 30. Juni
1993 über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes
(Statistikerhebungsverordnung; SR 431.012.1) durch das Bundesamt für Energie
(BFE) erstellt. Die CO2 -Statistik wiederum beruht auf dem
Treibhausgasinventar, welches gemäss Ziff. 117 des Anhangs der
Statistikerhebungsverordnung durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) nach den
Richtlinien der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und der United
Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) erhoben wird. Gestützt
auf das Treibhausgasinventar berechnet das BAFU, ob das Reduktionsziel nach
Art. 3 des CO2 -Gesetzes erreicht wurde (Art. 131 CO2 -Verordnung). Die CO2
-Statistik muss die CO2 -Emissionen gemäss Art. 2 CO2 -Gesetz erfassen, wenn
sie der Aufgabe, die sie zu erfüllen hat, gerecht werden soll. Die fossilen
Energieträger, die in die CO2 -Statistik einfliessen müssen, sind in den
Anhängen 10 und 11 zur CO2 -Verordnung definiert, wo auch deren
Zolltarifnummern zu finden sind.

3.4.2. Die Eidgenössische Zollverwaltung wiederum ist mit der Erhebung von
Abgaben beauftragt (u.a. Mineralölsteuer sowie Schwerverkehrsabgabe), welche
erfahrungsgemäss mit einem gewissem rechnerischen Aufwand verbunden ist.
Ebenfalls ist sie zuständig für die Erstellung verschiedener Statistiken wie
z.B. betreffend den Aussenhandel oder den Transitverkehr (vgl. Homepage der
Eidgenössischen Zollverwaltung <http://www.ezv.admin.ch> unter Startseite/Die
EZV [besucht am 26. Juli 2016] sowie Art. 94 ff. des Zollgesetzes vom 18. März
2005 [ZG; SR 631.0]). Darüber hinaus stand die OZD in Kontakt mit den
Bundesämtern, welche die GEST und die CO2 -Statistik erstellt haben. Es handelt
sich bei der OZD somit um eine Behörde, die mit dem notwendigen Fachwissen im
Bereich der Abgabeerhebung und der dafür zugrunde liegenden Statistiken
ausgestattet ist, selbst wenn sie die massgeblichen Statistiken nicht selbst
erstellt hat. Die Vorinstanz hat somit die Rechtsweggarantie nicht verletzt,
indem sie den Beurteilungsspielraum der OZD bei diesem technischen Sachverhalt
respektiert hat.

4.
Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt u.a., dass die
Behörde die Vorbringen der Beschwerdeführerin tatsächlich hört, ernsthaft prüft
und in ihrer Entscheidung angemessen berücksichtigt (BGE 123 I 31 E. 2c S. 34
mit Hinweisen). Allerdings ist es einer Rechtsmittelbehörde auch unter dem
Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör, gleich wie bei der
Rechtsweggarantie (vgl. E. 3.3), nicht verwehrt, sich eine gewisse
Zurückhaltung aufzuerlegen, wenn es um die Beurteilung technischer oder
wirtschaftlicher Spezialfragen geht (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 189; 131 II 680
E. 2.3.2 S. 683 f. mit Hinweisen). Hat die Vorinstanz des
Bundesverwaltungsgerichts eine besondere Fachkompetenz, die dem Gericht selber
abgeht, so kann und soll das Gericht in Gewichtungsfragen deren
Beurteilungsspielraum, inkl. "technischem Ermessen", respektieren, jedenfalls
soweit die Fachinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte
geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend
durchgeführt hat. Das Gericht soll nicht aus eigenem Gutdünken, sondern nur aus
triftigen Gründen von der Beurteilung durch die zuständige Fachbehörde
abweichen, auch wenn ihm bei Sachverhaltsfragen die freie Kognition zusteht.
Insbesondere ist es nicht Sache der Gerichte, Energie- respektive Umweltpolitik
zu betreiben oder die Rolle von Aufsichtsbehörden zu übernehmen (BGE 139 II 185
E. 9.3 S. 199 mit Hinweisen).

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt verschiedene Mängel der GEST bzw. der CO2
-Statistik vor, mit welchen sich die Vorinstanz nicht auseinander gesetzt habe:
Erstens übersteige gemäss der GEST 2012 vom 1. Juli 2013 der angebliche
Verbrauch von Heizöl Extraleicht den Absatz von Heizöl Extraleicht bei weitem
und könne nicht durch Lagerabbauten oder ähnliches erklärt werden. Dieser
Fehler sei dem BFE bereits bekannt gewesen als es die GEST 2012 publizierte,
welche der CO2 -Statistik vom 3. Juli 2013 und somit der Abgabeerhöhung
zugrunde liegt. Es seien damit jährliche Mehrabgaben von mehreren hundert
Millionen Franken in unzulässiger Weise generiert worden. Zweitens könne die
GEST sowie die CO2 -Statistik stets und rückwirkend geändert werden, was auch
regelmässig geschehe. Dies betreffe nicht nur die jährlichen CO2 -Emissionen ab
1991, sondern auch den Referenzwert aus dem Jahre 1990, was aber nicht zulässig
sei. Bei einem entsprechend fixierten Referenzwert wären die Zwischenziele
gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung gemäss der CO2 -Statistik vom 3.
Juli 2013 erreicht worden. Drittens könne aufgrund der zahlreichen
Überarbeitungen und Revisionen der GEST und in der Folge der CO2 -Statistik gar
nicht festgestellt werden, wie viel CO2 aus Brennstoffen im Jahre 2012 im
Vergleich zum Referenzjahr 1990 überhaupt ausgestossen worden sei.

4.2.

4.2.1. Wie bereits erläutert, ist es grundsätzlich zulässig, wenn sich die
Vorinstanz darauf beschränkt, die Statistiken auf ihre Vereinbarkeit mit den
anerkannten Grundsätzen der Statistik zu prüfen. Die OZD verfügt in diesem
Bereich über ein besonderes Fachwissen, wodurch sich eine Zurückhaltung in den
von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen wissenschaftlich-technischen
Fachfragen rechtfertigt (E. 3.4). Es bestehen keine Indizien dafür, dass die
Statistiken widersprüchlich, rechtsungleich oder willkürlich erstellt resp.
angewendet worden sind. Sind die Ausführungen der OZD zu den wesentlichen
Gesichtspunkten inhaltlich nachvollziehbar, besteht gestützt auf den Anspruch
auf rechtliches Gehör kein Anlass zu weiteren Abklärungen seitens des Gerichts.
Es ist in diesem Fall an der Gesuchstellerin, zu belegen, dass und inwiefern
der Entscheid der Fachbehörde auf einer unsorgfältig erarbeiteten oder
lückenhaften Grundlage beruht und deshalb eine unabhängige wissenschaftliche
Analyse im gerichtlichen Verfahren erforderlich erscheint (BGE 136 I 184 E.
2.2.2 S. 189).

4.2.2. Trotz dieser gewissen Zurückhaltung die sich die Vorinstanz bei der
Prüfung auferlegt hat, erfolgte entgegen den Behauptungen der
Beschwerdeführerin auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den fraglichen
Statistiken. So hat die Vorinstanz in E. 4.10 ihres Entscheides ausführlich
dargelegt, aus welchen Gründen die Diskrepanz zwischen Absatz und Verbrauch von
Heizöl Extraleicht zustande gekommen ist. Es wurde eine zulässige, aber
unpräzise Methode bei der Datenerhebung verwendet. Dementsprechend passte das
BFE die Methodik an und wendete die präziseren Daten auf die ganze Zeitreihe
an, für die sie vorlagen. Andernfalls hätten die ungenauen Zahlen
vorangegangener Jahre mit den genaueren Zahlen zukünftiger Jahre verglichen
werden müssen. Die Revision der GEST 2012 nahm eine gewisse Zeit in Anspruch
und wurde am 2. Mai 2014 publiziert. Ein solches Vorgehen entspricht den
statistischen Grundsätzen und daraus folgt nicht, dass die ursprünglich
publizierte GEST 2012 falsch gewesen wäre. Wie die Vorinstanz zutreffend
ausführte, darf es als gerichtsnotorisch gelten, dass sich die Wissenschaft
laufend weiterentwickelt. Es besteht somit immer die Möglichkeit, dass
nachträglich präzisere Daten sowie bessere Methoden und Erkenntnisse zur
Verfügung stehen. Das kann aber nicht bedeuten, dass sich die Abgabehöhe
nachträglich ändert. Aus Gründen der Rechtssicherheit kann nur diejenige
Statistik verwendet werden, die zum fraglichen Zeitpunkt bereits publiziert
wurde. Eine Ausnahme wäre nur angebracht, wenn diese bewusst regelwidrig
erstellt worden wäre (vgl. E. 4.3.2 des angefochtenen Entscheids). Dafür
bestehen jedoch keine Anhaltspunkte. Zumindest das Treibhausgasinventar, auf
welchem die CO2 -Statistik basiert, ist unbestritten durch UNO-Experten
kontrolliert worden. Diese hatten keine Beanstandungen anzubringen (vgl. E. 4.6
des angefochtenen Entscheids). Unerheblich ist, ob die bessere Statistik
bereits im Erstellungsstadium ist. Die GEST muss jährlich publiziert werden
(Ziffer 167 des Anhangs zur Statistikerhebungsverordnung), ist die bessere
Version noch nicht fertig, kann damit nicht zugewartet werden. Ausserdem sind
auch gemäss der revidierten Version der GEST vom 2. Mai 2014 die von Art. 94
Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung festgelegten Ziele nicht erreicht worden (vgl. E.
4.4), d.h. die CO2 -Abgabe hätte auch gestützt auf die neue CO2 -Statistik
erhöht werden müssen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist unter diesem
Aspekt nicht ersichtlich.

4.3. Gleiches gilt für den Vorwurf, dass die jährlichen CO2 -Emissionen ab dem
Jahr 1991 sowie der Referenzwert, d.h. der CO2 -Ausstoss im Jahr 1990,
nachträglich abgeändert werden könnten, was nicht zulässig sei.

4.3.1. Wie die Vorinstanz zu den Grundsätzen der Statistik eingehend ausgeführt
hat, ist eine Revision von Statistiken und eine damit einhergehende
rückwirkende Anpassung der ganzen Zeitreihe ohne Weiteres nicht nur erlaubt (E.
2.5.3.3 des angefochtenen Entscheides), sondern wird von den internationalen
Richtlinien IPCC, als "good practice" sogar ausdrücklich gefordert, wie die OZD
in ihrer Stellungnahme (Rz. 23) präzisiert hat. Nicht erlaubt wäre hingegen,
wie soeben erwähnt, die rückwirkende Abänderung der Abgabehöhe. Die Vorinstanz
hat sich auf die Richtlinien IPCC abgestützt und Ziff. 117 des Anhangs zur
Statistikerhebungsverordnung erklärt sie als massgebend für das
Treibhausgasinventar (vgl. E. 3.4.1), so dass es sich entgegen der Meinung der
Beschwerdeführerin dabei nicht um unzulässige neue Beweismittel handelt. Die
Möglichkeit zur Abänderung von Statistiken, wird auch nicht dadurch
beeinträchtigt, dass im Rahmen des Kyoto-Protokolls im Hinblick auf die
Überprüfung der nationalen Zielerreichung in der 1. Verpflichtungsperiode
(2008-2012) ein Referenzwert für das Jahr 1990 fixiert wurde, welcher nicht
nachträglich abgeändert werden kann. Für die 2. Verpflichtungsperiode
(2013-2020) wurde ein neuer Initial Report gemäss den überarbeiteten
Richtlinien sowie dem aktuellen Wissensstand erstellt, der einen gegenüber dem
1. Initial Report (für die 1. Verpflichtungsperiode 2008-2012) veränderten
Referenzwert aufweist (BAFU, Emissionen von Treibhausgasen nach revidiertem CO2
-Gesetz und Kyoto-Protokoll, 2. Verpflichtungsperiode [2013-2020], S. 1 f.
einsehbar auf der Homepage des BAFU <http://www.bafu.admin.ch> unter Startseite
/Klima/Fachinformationen/Klimapolitik/CO2 -Abgabe [besucht am 26. Juli 2016]).
Somit erfährt auch der Referenzwert eine regelmässige, wenn auch nicht
jährliche Anpassung und ist nicht für immer festgelegt. Zudem ergibt sich weder
aus der Fixierung des Referenzwertes der totalen Treibhausgasemissionen im Jahr
1990 im jeweiligen Initial Report zur Überprüfung der nationalen Ziele noch aus
Art. 3 CO2 -Gesetz, dass diese Referenzwerte für die Vorgaben nach Art. 94 CO2
-Verordnung massgebend sind. Der 2. Initial Report datiert vom 15. April 2016
(Schweizerische Eidgenossenschaft, Switzerland's Second Initial Report under
the Kyoto Protocol, S. 1, einsehbar auf der Homepage des BAFU <http://
www.bafu.admin.ch> unter Startseite/Klima/Daten, Indikatoren und Karten/Daten/
Climate Reporting [besucht am 26. Juli 2016]) und war zum Zeitpunkt des
Entscheids über die Erhöhung der CO2 -Abgabe (Juli 2013) noch gar nicht
verfügbar. Die Verwendung der alten, im 1. Initial Report festgelegten Daten,
erscheint hingegen wenig sinnvoll, wenn neuere, präzisere Werte vorhanden sind,
die im Einklang mit den Grundsätzen der Statistik stehen.

4.3.2. Zwar trifft es zu, dass sich die Vorinstanz in E. 4.5.2 zur vorliegenden
Rüge der Beschwerdeführerin missverständlich und unpräzise geäussert hat. Art.
29 Abs. 2 BV vermittelt jedoch keinen Anspruch darauf, dass sich die Behörde
mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne
Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst
sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft
geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen
kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden,
von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid
stützt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236; 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen).
In dieser Hinsicht sind die Ausführungen der Vorinstanz eindeutig. Sie hat bei
der Erstellung und Anwendung der CO2 -Statistik keine Verletzung der
statistischen Grundsätze erblickt. Die Vorinstanz war nicht gehalten, auf
sämtliche von der Beschwerdeführerin geäusserten Vermutungen bezüglich
wissenschaftlicher Anforderungen an Statistiken, die in der vorliegenden
Eingabe unter dem Titel der Verweigerung des rechtlichen Gehörs umfassend
wiederholt wurden, im Einzelnen einzugehen. Wie sie bereits erwähnt hat (E.
4.3.3 des angefochtenen Entscheides), ist es nicht Sache der Gerichtsbehörden,
der Beschwerdeführerin die verschiedenen Statistiken umfassend zu erläutern. Es
wäre an der Beschwerdeführerin gelegen, u.a. mit zusätzlichem
wissenschaftlichem Material darzutun, dass und weshalb die technische
Einschätzung der OZD falsch erschien und weitere gerichtliche Abklärungen
notwendig machen würde (BGE 136 I 184 E. 2.2.4 S. 190). Dazu reicht es nicht
aus, wenn die Beschwerdeführerin behauptet, dass "ihrem Verständnis nach" eine
nachträgliche Abänderung des Referenzwertes nicht zulässig und der
Heizölverbrauch 1990 zum jetzigen Zeitpunkt nicht exakter bestimmbar sei als
damals.

4.4. Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, es könne gar nicht festgestellt
werden, wie viel CO2 aus Brennstoffen im Jahre 2012 im Vergleich zum
Referenzjahr 1990 überhaupt ausgestossen worden sei, trifft ebenfalls nicht zu.
Aus der massgebenden CO2 -Statistik 2012 (publiziert vom BAFU am 3. Juli 2013)
ergibt sich, dass die CO2 -Emissionen aus dem Verbrauch von Brennstoffen im
Jahr 2012 82.5% des Werts von 1990 betrugen. Das Zwischenziel von 79% gemäss
Art. 94 Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung wurde somit eindeutig verfehlt. Im
Übrigen weisen auch die revidierte CO2 -Statistik vom 14. Juli 2014 sowie die
aktuelle CO2 -Statistik vom 15. April 2016 einen deutlichen höheren Wert als
das Zwischenziel auf (82.1% resp. 82%). Die Behauptung, bei einem auf das
Referenzjahr 1990 fixierten Grenzwert wäre das Zwischenziel von Art. 94 Abs. 1
lit. a CO2 -Verordnung erreicht worden, belegt die Beschwerdeführerin nicht
weiter. Auch unter diesem Blickwinkel besteht keine Verletzung des Anspruchs
auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin.

4.5. Insgesamt hat sich das Bundesverwaltungsgericht eingehend mit den
Grundsätzen öffentlicher Statistiken auseinandergesetzt und ist dabei soweit
notwendig auch auf die inhaltlichen Beanstandungen der Beschwerdeführerin
eingegangen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.

5.
Die Beschwerdeführerin rügt weiter, dass der angefochtene Entscheid sowohl Art.
94 Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung als auch das Willkürverbot von Art. 9 BV
verletze. Die Vorinstanz habe festgestellt, es sei mittels CO2 -Statistik vom
3. Juli 2013 nicht nachgewiesen worden, dass das Zwischenziel gemäss Art. 94
Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung nicht erreicht worden sei. In der Folge habe es
die Vorinstanz jedoch unterlassen, diese Erkenntnis auf den vorliegenden
Entscheid anzuwenden und die CO2 -Abgabe in Widerspruch zu den rechtlichen
Vorgaben willkürlich erhöht.

5.1. Die Beschwerdeführerin gibt die Feststellung der Vorinstanz
sinnentstellend verkürzt wider. Diese hat ausgeführt, es sei der
Beschwerdeführerin zwar durchaus Recht zu geben, wenn sie geltend mache,
mittels der CO2 -Statistik sei nicht eindeutig nachgewiesen, dass das
Zwischenziel nicht erreicht worden sei. Die Vorinstanz legt sodann in der Folge
dar, weshalb es darauf nicht ankomme. Wie sie bei der Beschreibung der
statistischen Grundsätze ausgeführt hat, strebt eine Statistik eine möglichst
genaue, wenn auch fehleranfällige Umschreibung der Wirklichkeit an. Eine
Statistik ist nie "richtig" oder "falsch", sondern lediglich abhängig von der
Grunddatenmenge und den angewendeten Methoden. Mittels Statistik kann kein
eigentlicher Beweis erbracht werden (E. 2.5.3.1 des angefochtenen Entscheids).
Damit kann allerdings nur ein mathematischer Beweis gemeint sein, welcher
absoluter Gewissheit bedarf. Rechtlich ist hingegen ein Beweis erbracht, wenn
das Gericht gestützt auf die Beweiswürdigung nach objektiven Gesichtspunkten
zur Überzeugung gelangt, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand
verwirklicht hat. Absolute Gewissheit kann dabei nicht verlangt werden. Es
reicht aus, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsachen keine
ernsthaften Zweifel mehr hat oder eventuell verbleibende Zweifel als leicht
erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324). Somit ist es grundsätzlich möglich,
einen rechtlichen Beweis anhand von Statistiken zu erbringen, auch wenn mit
ihnen gewisse Unsicherheiten verbunden sind. Andernfalls wäre es nicht
sinnvoll, in Gesetzen Zielvorgaben festzuhalten, die auf Statistiken beruhen,
weil das Erreichen der quantifizierten Zielvorgabe rechtlich nicht zu belegen
wäre. Das Parlament hat sich bei der Zielsetzung von Art. 3 CO2 -Gesetz bewusst
auf Zahlen abgestützt, die sich nur aus Statistiken ermitteln lassen und hat
die damit verbundenen Unsicherheiten in Kauf genommen. Gleiches gilt für den
Bundesrat und die Zielsetzungen in Art. 94 Abs. 1 CO2 -Verordnung. Auch Art. 5
Kyoto-Protokoll geht davon aus, dass die Treibhausgasemissionen gemäss von der
Sachverständigengruppe vereinbarten Methoden zu schätzen sind, d.h. keine
absolut exakten Zahlen festgestellt werden können.

5.2. Wie bereits erläutert, handelt es sich bei der Beurteilung der Qualität
der beiden Statistiken (GEST und CO2 -Statistik) um eine technische Frage, bei
der sich die Gerichte Zurückhaltung auferlegen. Solange im konkreten Fall keine
Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des
Sachverhalts bestehen und die spezialisierte Vorinstanz die für den Entscheid
wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und ihre Abklärungen sorgfältig und
umfassend vorgenommen hat, ist deshalb nur aus triftigen Gründen von der
Beurteilung durch die zuständige Fachbehörde abzuweichen (vgl. E. 4). Unter
Berücksichtigung dieser Vorgaben gelangte die Vorinstanz, entgegen der Meinung
der Beschwerdeführerin, zum Beweisergebnis, dass der in Art. 94 Abs. 1 lit. a
CO2 -Verordnung bestimmte Zielwert nicht erreicht worden ist (vgl. E. 4.15 des
angefochtenen Entscheides).

5.3. Es ist an der Beschwerdeführerin, den Gegenbeweis zu erbringen, in dem sie
erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Sachbehauptungen wecken kann, die
Gegenstand des Hauptbeweises bilden (BGE 130 III 321 E. 3.4 S. 326), d.h. sie
müsste die Glaubwürdigkeit der in der CO2 -Statistik ausgewiesenen Zielwerte in
Zweifel ziehen.

5.3.1. Sie beruft sich dazu erneut auf den unzulänglich erhobenen Verbrauch von
Heizöl Extraleicht. Zudem sei, wie im Strassenverkehrsrecht bei der
Geschwindigkeitsmessung, eine Toleranzmenge notwendig, welche vom Messergebnis
abgezogen werden müsse. Zur Unterstützung ihrer Ausführungen reicht sie den
Bericht "Bestandeserhebung Heizöl extra leicht - Tankvolumina und Füllgrade"
der Y.________ AG vom 12. Dezember 2009 ein (Bericht Y.________). Dieser hätte
jedoch ohne Weiteres bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingebracht werden
können, um die behauptete mangelnde Qualität der CO2 -Statistik zu belegen. Es
trifft nicht zu, dass erst der vorinstanzliche Entscheid Anlass zur Einreichung
des Berichts gegeben hat. Es wäre an der Beschwerdeführerin gelegen, das
notwendige wissenschaftliche Material einzureichen, welches ihre Vorbringen
bezüglich der mangelhaften Qualität der CO2 -Statistik unterstützt (E. 4.2.1).
Es handelt sich somit um ein unzulässiges Novum (vgl. E. 1.6).

5.3.2. Wie die Beschwerdeführerin selbst ausführt, veranlasste der Bericht
Y.________ die Überarbeitung der GEST und die folgende Abänderung der CO2
-Statistik. Die nachträgliche Anpassung der CO2 -Statistik aufgrund der
besseren Datenlage zum Verbrauch von Heizöl Extraleicht führt jedoch nicht
dazu, dass die ursprüngliche CO2 -Statistik fehlerhaft wird (E. 4.2.2). Ebenso
wenig folgt aus der Tatsache, dass Statistiken Fehler beinhalten können, dass
die vorliegende CO2 -Statistik eine Toleranzmarge zugunsten der
Abgabepflichtigen berücksichtigen muss. Gemäss Vorinstanz (E. 4.5.4 des
angefochtenen Entscheids) handelt es sich sowohl bei der GEST als auch bei der
daraus abgeleiteten CO2 -Statistik um Synthesestatistiken, welche nicht auf
Hochrechnungen von Stichprobeerhebungen basieren, sondern vorhandene Grundlagen
zusammenfassen und analysieren. Die daraus folgenden Resultate beruhen auf den
zum Zeitpunkt der Ausarbeitung vorhandenen statistischen Grundlagen und
enthalten Ungenauigkeiten in beide Richtungen, welche gleich zu berücksichtigen
sind (also ohne Toleranzmarge in eine Richtung). Massgebend für den Vergleich
mit einem Zielwert, wie es Art. 3 CO2 -Gesetz sowie 94 Abs. 1 CO2 -Verordnung
verlangen, ist deshalb der Mittelwert als bester Schätzwert (wahrscheinlichster
Wert). Im Gegensatz etwa zur vom Beschwerdeführer vorgebrachten Richtlinie 2008
/50/EG über Luftqualität und saubere Luft in Europa oder der Verordnung des
Astra vom 22. Mai 2008 zur Strassenverkehrskontrollverordnung (VSKV-ASTRA, SR
741.013.1) besteht im Bereich der CO2 -Gesetzgebung auch keine rechtliche
Vorgabe für eine Toleranzmarge, die in eine bestimmte Richtung zu
berücksichtigen gewesen wäre.

5.3.3. Im Weiteren lässt sich aus dem Bericht Y.________ nicht ableiten, dass
eine Abweichung von 4-7% besteht und somit der Zielwert für die Erhöhung der
CO2 -Abgabe nicht erreicht worden wäre, wenn man diese Toleranzmarge zugunsten
der Beschwerdeführerin berücksichtigt. Es kann deshalb offen bleiben, ob die
Toleranzmarge, wie von der Beschwerdeführerin verlangt, tatsächlich zugunsten
der Endverbraucher in dem Sinne zu berücksichtigen wäre, so dass eine möglichst
tiefe CO2 -Abgabe zu entrichten wäre oder es für die Endverbraucher nicht
besser wäre, eine möglichst hohe CO2 -Abgabe zu erheben. Diese Ansicht vertritt
die Vorinstanz, weil aufgrund der teilweisen Rückerstattung etliche
Endverbraucher von einer leichten Umverteilung profitieren und dem Umweltschutz
als Menschenschutz vom Verfassungsgeber (Art. 74 Abs. 1 BV) hohes Gewicht
beizumessen sei.

5.3.4. Insgesamt gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, die in der GEST und
CO2 -Statistik ausgewiesenen Werte ernsthaft in Zweifel zu ziehen. Die
Vorinstanz hat die massgebenden Aspekte im Einzelnen und umfassend geprüft.
Dabei durfte sie sich in der Begründung und dem Ergebnis der OZD (als Behörde
mit dem notwendigen Fachwissen) anschliessen. Dabei gelangte sie, entgegen der
Meinung der Beschwerdeführerin, zum Beweisergebnis, dass der in Art. 94 Abs. 1
lit. a CO2 -Verordnung bestimmte Zielwert nicht erreicht worden ist (vgl. E.
4.15 des angefochtenen Entscheides). Dies ist nicht zu beanstanden.

5.4. Steht fest, dass der in Art. 94 Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung vorgegebene
Zielwert verfehlt wurde, ist die anschliessende Erhöhung der CO2 -Abgabe
zwingend vorgesehen. Die Vorinstanz hat somit das Bundesrecht zutreffend und
willkürfrei angewendet.

6.
Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine Verletzung von Art. 12 VwVG, weil die
Vorinstanz den Sachverhalt ungenügend erstellt habe. Aufgrund der bestehenden
Zweifel an der Richtigkeit der CO2 -Statistik wäre das Bundesverwaltungsgericht
gehalten gewesen, ein Expertengutachten anzuordnen. Dieses hätte überprüfen
sollen, ob das durch Art. 94 Abs. 1 lit. a CO2 -Verordnung vorgegebene Ziel
tatsächlich verfehlt worden sei. Im Rechtsmittelverfahren ist die Einholung
eines Gutachtens geboten, wenn die Feststellungen der vorinstanzlich
mitwirkenden Fachstelle Anlass zu Zweifeln geben (PATRICK KRAUSKOPF/KATRIN
EMMENEGGER/FABIO BABEY, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar
Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N. 162 zu Art. 12 VwVG). Sowohl die
GEST als auch die CO2 -Statistik wurden gemäss den Vorgaben des
Statistikgesetzes und in Übereinstimmung mit den internationalen Regeln zur
Erstellung von Statistiken erstellt. Es gelingt der Beschwerdeführerin nicht,
die Richtigkeit der in der Statistik ausgewiesenen Ergebnisse in Frage zu
stellen (E. 5.3). Das Verwaltungsgericht war deshalb nicht gehalten, ein
Gutachten einzuholen, welches überprüft, ob die Zielvorgaben von Art. 94 Abs. 1
lit. a CO2 -Verordnung erreicht wurden oder nicht.

7.

7.1. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. Die
Beschwerdeführerin trägt die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66
Abs. 1 BGG).

7.2. Der OZD, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).

 Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht,
Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. September 2016

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Mösching

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