Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1037/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_1037/2015

Urteil vom 3. November 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
2. A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marc Engler,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Rückzug einer Berufung (Kosten- und Entschädigungsregelung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, vom 1. September 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. 
Nachdem die Beschwerdeführerin in einem im Kanton Zürich hängigen Verfahren die
Berufung erklärt hatte, zog sie das Rechtsmittel wieder zurück. Das Obergericht
des Kantons Zürich schrieb das Verfahren deshalb mit Beschluss vom 1. September
2015 ab. Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von Fr. 1'000.-- wurden in
Anwendung von Art. 428 Abs. 1 StPO der Beschwerdeführerin auferlegt (Ziff. 3).
Dem Beschwerdegegner 2 wurde für das Berufungsverfahren eine
Prozessentschädigung zugesprochen, wobei die Beschwerdeführerin in Anwendung
von Art. 432 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO dazu
verpflichtet wurde, 2/3 davon (Fr. 3'729.60) zu bezahlen (Ziff. 4). Die
Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Kosten- und Entschädigungsregelung ans
Bundesgericht.

In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist kurz darzulegen, aus welchem Grund
der angefochtene Entscheid nach Auffassung der Beschwerdeführerin gegen das
Recht verstossen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz hat die von ihr
getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung im angefochtenen Entscheid unter
Hinweis auf die von ihr angewandten Bestimmungen begründet (vgl. Beschluss S. 2
/3 E. 2). Zu diesen Erwägungen äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. Statt
dessen erhebt sie gegen den Beschwerdegegner 2 verschiedene Vorwürfe, die nicht
Gegenstand des angefochtenen Beschlusses sind. Damit kann sie vor Bundesgericht
nicht gehört werden. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung
im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. 
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64
BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der
finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der
Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Dem Beschwerdegegner 2
ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe
hatte.

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. 
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. November 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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