Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1233/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_1233/2015

Urteil vom 26. Mai 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Oberholzer, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Rüedi,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiber Boog.

Verfahrensbeteiligte
Z.________,
vertreten durch Felix Weber und Daniela Küng, Rechtsanwälte,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Strafzumessung, bedingter Strafvollzug (Brandstiftung usw.),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
1. Kammer, vom 15. Oktober 2015.

Sachverhalt:

A.
Z.________ ([Z.] und Y.________ [Y.; Verfahren 6B_65/2014 und 6B_1219/2015)
waren Gesellschafter der Kollektivgesellschaft A.________ (nachfolgend:
A.________) in Dottikon/AG. Am 3. September 2010 brach um ca. 01.30 Uhr in den
Geschäftsräumlichkeiten der A.________ ein Brand aus, der durch die Feuerwehr
gelöscht werden musste. Der Brand wurde nach gemeinsamem Tatplan von X.________
(Verfahren 6B_46/2014), der hiefür von Y.________ gewonnen worden war,
absichtlich gelegt. Die Täter beabsichtigten, den Schaden der Versicherung
anzumelden und Versicherungsleistungen zu erlangen. Mit der Versicherungssumme
sollten die finanziellen Probleme der A.________ bewältigt und mit dem
Restbetrag eine neue Gesellschaft gegründet werden. Am 3. September 2010
meldete Y.________ der B.________ AG telefonisch, es habe in den
Geschäftsräumlichkeiten der A.________ nach einem Einbruch gebrannt. Nachdem
der Schadeninspektor durch die Polizei auf den Verdacht einer Brandstiftung
hingewiesen worden war, leistete die Versicherung keine Zahlungen. Der durch
den Brand entstandene Gebäudeschaden wurde von der C.________ (nachfolgend:
Gebäudeversicherung) auf Fr. 425'339.-- beziffert.

B.
Das Bezirksgericht Bremgarten erklärte Z.________ am 24. Mai 2012 des
versuchten Betruges und der versuchten Brandstiftung schuldig und verurteilte
ihn zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, unter Anrechnung der
ausgestandenen Untersuchungshaft von 22 Tagen und unter Gewährung des bedingten
Strafvollzuges bei einer Probezeit von 3 Jahren. Die Zivilforderungen verwies
es auf den Zivilweg. Gegen diesen Entscheid erhob die Staatsanwaltschaft
Berufung, der sich die Gebäudeversicherung und die Eigentümerin der
Liegenschaft anschlossen.
Das Obergericht des Kantons Aargau erklärte Z.________ mit Urteil vom 14.
November 2013 nach Durchführung des schriftlichen Verfahrens der Brandstiftung
sowie des versuchten Betruges schuldig und verurteilte ihn zu einer
Freiheitsstrafe von 4 1/2 Jahren. Die Anschlussberufungen wies es ab.
Eine hiegegen von Z.________ geführte Beschwerde in Strafsachen hiess das
Bundesgericht am 9. Oktober 2014 teilweise gut, soweit es darauf eintrat, und
wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurück
(Rückweisungsentscheid; Verfahren 6B_69/2014).

C.
Das Obergericht des Kantons Aargau erklärte Z.________ mit Urteil vom 15.
Oktober 2015 in Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten
erneut der Brandstiftung sowie des versuchten Betruges schuldig und verurteilte
ihn zu einer Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren (42 Monate). In Bezug auf die
Anschlussberufungen bestätigte es das erste Berufungsurteil.

D.
Z.________ führt Beschwerde in Strafsachen, mit der er beantragt, das
angefochtene Urteil sei im Strafpunkt aufzuheben und er sei zu einer
Freiheitsstrafe von 30 Monaten zu verurteilen. Ferner sei der teilbedingte
Strafvollzug zu gewähren, wobei die Strafe im Umfang von 24 Monaten bei einer
Probezeit von 3 Jahren bedingt aufzuschieben und der zu vollziehende Teil der
Strafe auf 6 Monate festzusetzen sei. Eventualiter sei das angefochtene Urteil
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

E.
Die Oberstaatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Aargau haben auf
Vernehmlassung verzichtet.

Erwägungen:

1.

1.1. Die Vorinstanz geht im Rahmen der Bemessung der Einsatzstrafe für die
Brandstiftung aufgrund des erheblichen Schadens von einem leichten bis
mittelschweren Verschulden aus. Als gerade noch leicht verschuldenserhöhend
gewichtet sie die Art und Weise des Tatvorgehens, wobei sie in Rechnung stellt,
dass die Idee zur Brandstiftung nicht vom Beschwerdeführer ausging und er nicht
die treibende Kraft war, so dass ihm lediglich eine untergeordnete Stellung
unter den Mittätern zukam. Er habe zunächst sogar versucht, die Tat zu
verhindern, habe in der Folge aber tatkräftig mitgeholfen, auch wenn er
letztlich nur das getan habe, was ihm vom Mitangeklagten Auraujo aufgetragen
worden sei. In subjektiver Hinsicht wertet die Vorinstanz das Handeln aus
egoistischen Motiven als in mittlerem Masse verschuldenserhöhend. Es sei dem
Beschwerdeführer zwar zuzugestehen, dass er sich in einem Loyalitäts- und
Interessenkonflikt zu seinem Geschäftspartner, dem Mitangeklagten Y.________
befunden habe. Im Vordergrund habe für seine Tatbeteiligung indes die reine
Geldbeschaffung gestanden. Dass er sich zur Tatzeit in prekären finanziellen
Verhältnissen befunden habe, ändere nichts daran, dass die Tat für ihn
vermeidbar gewesen sei. Seine Schulden hätten sich nach seinen eigenen Angaben
im Zeitpunkt der Tat auf rund Fr. 16'000.-- belaufen. Dieser Betrag sei nicht
derart hoch, dass sich dem Beschwerdeführer als einziger Ausweg die Begehung
einer Straftat habe aufdrängen müssen, zumal er damals noch bei seinen Eltern
gewohnt habe und sich seine Lebenshaltungskosten auf einem tiefen Niveau bewegt
hätten. Insgesamt geht die Vorinstanz hinsichtlich der Brandstiftung von einem
leichten bis mittelschweren Verschulden aus. In Anbetracht der Strafandrohung
von Art. 221 Abs. 1 StGB nimmt sie an, bei einem Verschulden von diesem
Schweregrad falle eine Freiheitsstrafe, welche den teilbedingten Vollzug
erlauben würde, ausser Betracht. Sie setzt daher die Einsatzstrafe auf 3 Jahre
(36 Monate) fest (angefochtenes Urteil S. 17 ff.).
Aufgrund des hinzutretenden Schuldspruchs wegen versuchten Betruges erhöht die
Vorinstanz die Strafe um 8 Monate auf eine hypothetische Gesamtstrafe von 44
Monaten. Aus dem Ausmass des verschuldeten Erfolgs, d.h. dem hohen
Deliktsbetrages von Fr. 700'000.--, ergebe sich ein schweres Verschulden.
Leicht verschuldenserhöhend wirke sich zudem die - wenn auch offensichtliche -
Vortäuschung eines Einbruchdiebstahls durch die Verwüstung der
Büroräumlichkeiten aus. Als mittelgradig verschuldensmindernd gewichtet die
Vorinstanz demgegenüber den Umstand, dass es beim Versuch geblieben sei, obwohl
sämtliche relevanten Handlungen ausgeführt worden seien. Als mittelschwer
verschuldenserhöhend wertet sie demgegenüber die Beweggründe des
Beschwerdeführers. Er habe einzig aus finanziellen und somit egoistischen
Beweggründen gehandelt, wobei zu berücksichtigen sei, dass er im Verhältnis zu
seinen Mittätern einen kleineren Betrag aus den Versicherungsleistungen hätte
erhalten sollen. Insgesamt wirkten sich die Tatkomponenten hinsichtlich des
versuchten Betruges mittelschwer aus (angefochtenes Urteil S. 19 f.).
Die Täterkomponenten gewichtet die Vorinstanz insgesamt als leicht bis
mittelgradig strafmindernd. Dabei wirkten sich die Vorstrafenlosigkeit und das
Wohlverhalten nach der Tat neutral aus. Das Geständnis des Beschwerdeführers,
welches er abgelegt habe, nachdem er mit dem Teilgeständnis des Mitangeklagten
Y.________ konfrontiert worden sei, berücksichtigt die Vorinstanz leicht bis
mittelgradig strafmindernd. Weiter berücksichtigt sie, dass der
Beschwerdeführer seit dem 1. Juni 2014 in einer Festanstellung als
IT-Servicetechniker tätig sowie mittlerweile verheiratet und Vater geworden
ist. Dessen ungeachtet verneint sie eine erhöhte Strafempfindlichkeit. Daran
ändere auch eine drohende Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nichts
(angefochtenes Urteil S. 20 f.).
Insgesamt erscheint der Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren (41
[recte: 42] Monaten) als angemessen. Dass dieses Strafmass über demjenigen der
ersten Instanz liege, ergebe sich daraus, dass der Beschwerdeführer im
Berufungsverfahren nicht bloss der versuchten, sondern der vollendeten
Brandstiftung schuldig erklärt worden sei. Es rechtfertige sich auch, über den
Antrag der Staatsanwaltschaft hinauszugehen, zumal diese ihren Antrag nur
äusserst knapp begründet habe. Schliesslich erscheine die Strafe auch im
Hinblick auf die gegen die Mitangeklagten ausgesprochenen Strafen als
angemessen. Der Mittäter X.________, der den Brand gelegt habe, aber mit der
Kollektivgesellschaft nichts zu tun gehabt habe und auch nicht an der Planung
der Tat beteiligt gewesen sei, sei mit Urteil des Obergerichts Aargau vom 14.
November 2013, welches vom Bundesgericht am 9. Oktober 2014 (Verfahren 6B_46/
2014) bestätigt worden sei, zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt
worden. Der Mitangeklagte Y.________, von welchem die Idee und die Hauptplanung
stamme und der Hauptbeteiligter der A.________ gewesen sei, sei im
Neubeurteilungsverfahren ebenfalls zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren
verurteilt worden (angefochtenes Urteil S. 21 f.).

1.2. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz begründe nicht
hinreichend, aus welchen Gründen sie bei der Strafzumessung deutlich über den
Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgegangen sei, zumal beide im Ergebnis ein
mittelschweres Verschulden annähmen. Unter Berücksichtigung der
Täterkomponenten, welche die Vorinstanz leicht bis mittelgradig strafmindernd
berücksichtige, hätte vielmehr eine deutlich unter dem Antrag der
Staatsanwaltschaft liegende Strafe ausgesprochen werden müssen. Selbst wenn man
von einem mittelschweren Verschulden ausgehen wollte, sei das festgesetzte
Strafmass nicht plausibel (Beschwerde S. 4 f.). Im Weiteren rügt der
Beschwerdeführer, die Strafe sei auch im Verhältnis zu den gegen die Mittäter
ausgesprochenen Strafen nicht angemessen. Der Mitangeklagte Y.________, von
welchem die Idee zur Tat stammte und welcher der Hauptbeteiligte an der
Kollektivgesellschaft gewesen sei, sowie der Mitangeklagte X.________, welcher
den Brand letztendlich gelegt habe, seien je zu einer Freiheitsstrafe von 4
Jahren verurteilt worden. Sein eigener Tatbeitrag habe lediglich darin
bestanden, auf Geheiss des Mitangeklagten Y.________ den Benzinkanister zu
beschaffen und in den Büroräumlichkeiten zu deponieren. Er sei mithin nicht die
treibende Kraft gewesen, sondern habe im Gegenteil zunächst sogar versucht, die
Tat zu verhindern. Sein Tatbeitrag und damit sein Tatverschulden seien daher
wesentlich geringer als jenes des Mitangeklagten Y.________. Aufgrund dieser
Umstände müsse die gegen ihn auszusprechende Strafe mindestens um ein Viertel
unter derjenigen des Mitangeklagten Y.________ liegen. Indem die Vorinstanz es
unterlassen habe, seine untergeordnete Stellung bei den Straftaten angemessen
zu berücksichtigen, verletze sie Bundesrecht (Beschwerde S. 5 f.). Ferner
beanstandet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe bei den Tatkomponenten
einseitig nur die Höhe des entstandenen Schadens berücksichtigt und weitere
Gesichtspunkte ausser Acht gelassen. Völlig unbeachtet lasse die Vorinstanz
zudem, dass er Massnahmen getroffen habe, um den Brand einzugrenzen. Unter
Berücksichtigung aller Strafzumessungsfaktoren resultiere somit in Bezug auf
den Tatbestand der Brandstiftung ein lediglich leichtes Verschulden (Beschwerde
S. 7 f.).
In Bezug auf die Tatkomponenten hinsichtlich des versuchten Betruges bringt der
Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz berücksichtige nicht, dass ihm nicht
bekannt gewesen sei, in welcher Höhe Versicherungsleistungen hätten erlangt
werden sollen. Der Anteil, der ihm versprochen worden sei, habe sich auf Fr.
15'000.-- belaufen. Die Höhe des Deliktsbetrages könne bei ihm daher nicht ein
schweres Tatverschulden begründen. Auch beim versuchten Betrug sei er ungleich
weniger stark involviert gewesen, als die Mittäter, was sich auch hier
strafmindernd auswirken müsse. Zudem widerspreche die Gewichtung der Art und
Weise des Tatvorgehens durch die Vorinstanz als leicht verschuldenserhöhend dem
Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts. Ferner müsse sich erheblich
strafmindernd auswirken, dass die Tat im Versuchsstadium stecken geblieben sei,
zumal die Versicherung wegen des unbeholfenen Vorgehens beim Vortäuschen von
Einbruchspuren und der Offensichtlichkeit der Brandstiftung keine eigenen
Schritte eingeleitet und sich ihr Schadensinspektor nicht einmal vor Ort
begeben habe. Es habe daher zu keiner Zeit eine Rechtsgutsgefährdung bestanden.
Die Annahme eines mittelschweren Verschuldens und die Erhöhung der
Einsatzstrafe um 8 Monate seien daher unhaltbar. Das Verschulden sei auch in
diesem Kontext als leicht einzustufen (Beschwerde S. 8 ff.).
Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe es unterlassen, im
Rahmen der Täterkomponenten die Auswirkungen der Strafe auf sein Leben zu
berücksichtigen. Die von der Vorinstanz als angemessen erachtete Strafe bewege
sich im Grenzbereich zum teilbedingten Strafvollzug. Indem die Vorinstanz
unterlassen habe zu prüfen, ob eine Strafe von 36 Monaten noch angemessen sei,
verletze sie ebenfalls Bundesrecht. Zudem seien seit der Tat nunmehr 5 Jahre
vergangen und hätten sich seine Lebensumstände verändert. Er habe seit dem 1.
Juni 2014 eine Festanstellung als IT-Servicetechniker, sei verheiratet und
mittlerweile Vater eines Sohnes geworden. Durch das gesicherte berufliche
Fortkommen seien die für die Tat ausschlaggebenden finanziellen Probleme
beseitigt. Durch den Strafvollzug würde er aus einer gefestigten beruflichen
Stellung und günstigen Familienverhältnissen herausgerissen, was zu einer
Entsozialisierung führen würde. Unter diesen Umstände sei in jedem Fall eine
Strafe auszusprechen, welche die Grenze von 36 Monaten nicht überschreite
(Beschwerde S. 10 f.).

2.
Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB
wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 134 IV 17 E. 2.1; 132 IV 102 E.
8.1, je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Es liegt im Ermessen des
Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren
berücksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in die
Strafzumessung nur ein, wenn das Sachgericht den gesetzlichen Strafrahmen über-
oder unterschritten hat, wenn es von rechtlich nicht massgebenden Kriterien
ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in
Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV
55 E. 5.6 mit Hinweis; vgl. auch Rückweisungsentscheid 6B_69/2014 vom 9.
Oktober 2014 E. 2.3).
Gemäss Art. 50 StGB hat das Gericht, sofern es sein Urteil zu begründen hat,
die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung
festzuhalten. Es hat seine Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, so
dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 136 IV 55 E. 5.4; 134 IV 17 E.
2.1, je mit Hinweisen).
Hat das Sachgericht im gleichen Verfahren mehrere Mittäter zu beurteilen, so
ist bei der Verschuldensbewertung mit zu berücksichtigen, in welchem
gegenseitigen Verhältnis die Tatbeiträge stehen. Der Grundsatz der
Gleichbehandlung und Gleichmässigkeit der Strafzumessung gebietet, dass sich
jeder für den ihm zukommenden Anteil an der Unrechtmässigkeit der Tat zu
verantworten hat (BGE 135 IV 191 E. 3.2).

3.

3.1. Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids hat die mit der
neuen Entscheidung befasste kantonale Instanz ihrem Urteil die rechtliche
Beurteilung, mit der die Rückweisung begründet wird, zugrunde zu legen. Jene
bindet auch das Bundesgericht, falls ihm die Sache erneut unterbreitet wird.
Die neue Entscheidung der kantonalen Instanz ist auf diejenige Thematik
beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der
neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt,
als dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts
Rechnung zu tragen (BGE 135 III 334 E. 2, mit Hinweisen; vgl. auch Urteil
6B_977/2015 vom 9. März 2016 E. 2, mit Hinweisen).

3.2. Das Bundesgericht führte im Rückweisungsentscheid vom 9. Oktober 2014 im
Wesentlichen aus, der Umstand, dass die Vorinstanz eine gegenüber dem
erstinstanzlichen Urteil und dem Antrag der Staatsanwaltschaft im
Berufungsverfahren erheblich höhere Strafe ausspreche, erfordere eine besonders
einlässliche Begründung der Strafzumessung, um das Strafmass plausibel zu
machen. Zudem erweckten die Erwägungen der Vorinstanz zur Festsetzung der
Einsatzstrafe wegen Brandstiftung und zur Strafschärfung wegen des versuchten
Versicherungsbetruges den Eindruck einer stereotypen Strafzumessung, zumal sie
bis auf wenige Sätze genau gleich lauteten wie diejenigen im Urteil gegen den
Mitangeklagten Y.________. Schliesslich habe die Vorinstanz bei der
Verschuldensbewertung nicht hinreichend berücksichtigt, in welchem
gegenseitigen Verhältnis die Tatbeiträge der einzelnen Mittäter gestanden
hätten, und verschiedene zumessungsrelevante Komponenten unzutreffend gewürdigt
(Urteil 6B_69/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.4).

4.

4.1.  [analog wie bei 6B_1219/2015] Die Vorinstanz hat die in ihrem früheren
Urteil vom 14. November 2013 gegen den Beschwerdeführer ausgesprochene
Freiheitsstrafe von 4 1/2 Jahren (54 Monate) um ein Jahr auf 3 1/2 Jahre (42
Monate) reduziert. Damit übersteigt die Strafe die vom Bezirksgericht
Bremgarten mit Urteil vom 24. Mai 2012 verhängte, bedingt aufgeschobene
Freiheitsstrafe von 18 Monaten noch um mehr als das Doppelte und liegt ein
halbes Jahr über dem von der Staatsanwaltschaft gestellten Berufungsantrag auf
Freiheitsstrafe von 3 Jahren (Untersuchungsakten act. 1344, Berufungsbegründung
S. 9; angefochtenes Urteil S. 22). Zur Begründung führt die Vorinstanz an, die
Staatsanwaltschaft habe ihren Antrag einzig sowie äusserst knapp und
unvollständig mit Strafzumessungskriterien hinsichtlich der Brandstiftung
begründet. Im Neubeurteilungsverfahren habe sie auf weitere Stellungnahmen
verzichtet. Auf diese Ausführungen könne daher nicht abgestellt werden. Es
rechtfertige sich daher über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinauszugehen.
Zudem könne auch nicht auf die Erwägungen der ersten Instanz zur Bemessung der
Einsatzstrafe abgestellt werden, da diese von einer versuchten Brandstiftung
ausgegangen sei (angefochtenes Urteil S. 18 f., 22).
Damit wird die Vorinstanz den im Rückweisungsentscheid vorgezeichneten
Anforderungen nicht gerecht. Eine besonders einlässliche Begründung, weshalb
die Vorinstanz eine den Antrag der Staatsanwaltschaft übersteigende Strafe für
angemessen hält, ist nicht ersichtlich. Zudem erwog das Bundesgericht im
Rückweisungsentscheid, dass sich im zu beurteilenden Fall das Überschreiten des
von der Staatsanwaltschaft gestellten Antrags nicht allein mit der Annahme
eines mittelschweren Verschuldens bei einem Strafrahmen von einem bis zu
zwanzig Jahren (Art. 221 Abs. 1 StGB) begründen lasse, zumal auch die
Staatsanwaltschaft von einem Verschulden im unteren mittleren Bereich ausgehe
und die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers nicht deutlich anders
gewichte (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 2. Absatz). Die Vorinstanz lässt dies
gänzlich ausser Acht. Es trifft im Übrigen auch nicht zu, dass die
Staatsanwaltschaft sich nur am Rande zur Strafzumessung geäussert hat. Im
erstinstanzlichen Verfahren hat sie ihren Antrag im Rahmen ihres Plädoyers
ausführlich begründet. Dabei ist sie unter Hinweis darauf, dass der
Beschwerdeführer nicht die treibende Kraft gewesen sei und vom Delikt am
wenigsten von allen habe profitieren sollen, zum Schluss gelangt, das -
leichter als beim Mitangeklagten Y.________ wiegende - Tatverschulden wiege
nicht mehr leicht und sei im unteren mittleren Bereich anzusiedeln. In Bezug
auf die Täterkomponenten hat sie darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer
ein Geständnis abgelegt hat, er nicht vorbestraft ist und sich nach der
ausgestandenen Untersuchungshaft um einen Neuanfang bemüht habe (Akten des
Bezirksgerichts act. 1343). Daran knüpft die Staatsanwaltschaft in ihrer
Berufungsbegründung an (Akten des Obergerichts [unpaginiert],
Berufungsbegründung S. 9). Zu einer wesentlich anderen Einschätzung gelangt die
Vorinstanz im angefochtenen Urteil nicht, zumal sie für die Brandstiftung von
einem nicht mehr leichten bis mittelschweren (angefochtenes Urteil S. 19) und
für den Betrug von einem mittelschweren Tatverschulden ausgeht (angefochtenes
Urteil S. 20). Im Übrigen ist schwerlich nachvollziehbar, warum sich die
Tatkomponenten hinsichtlich des versuchten Betruges insgesamt als mittelschwer
auswirken sollen, wenn die dilettantische Vortäuschung des Einbruchdiebstahls
lediglich leicht verschuldenserhöhend ins Gewicht fällt, die Brandlegung
offensichtlich war und die Vermögensschädigung der Versicherung nicht besonders
nahe lag (angefochtenes Urteil S. 20). Dass die mittelgradige
Verschuldensminderung aufgrund des Versuchs durch das - bei einem
Versicherungsbetrug nicht besonders aussergewöhnliche - finanzielle Motiv
wieder ausgeglichen werden und sich der versuchte Betrug insgesamt als
mittelschwer auswirken soll, leuchtet nicht ein.
Ferner trifft zwar zu, dass das Bundesgericht verschiedentlich erwogen hat, die
Gewichtung des Verschuldens und die Bemessung der Strafe müssten auch
begrifflich in Einklang stehen (angefochtenes Urteil S. 19). Dies ergibt sich
schon aus dem Grundsatz von Art. 47 Abs. 1 StGB, nach welchem das Gericht die
Strafe nach dem Verschulden des Täters zumisst. Doch bedeutet dies entgegen der
Auffassung der Vorinstanz nicht, dass in Anbetracht der Strafdrohung von Art.
221 Abs. 1 StGB eine Freiheitsstrafe von maximal 36 Monaten für beide
Straftaten bei einem nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschulden von
vornherein ausser Betracht fällt. Etwas anderes lässt sich aus der
Rechtsprechung nicht ableiten. Die in den einzelnen Tatbeständen meist sehr
weiten Strafrahmen drücken eine abstrakte Bewertung ihres mehr oder weniger
grossen Unrechtsgehalts aus, wobei zwischen Mindest- und Höchststrafe alle
Schweregrade der zu beurteilenden Straftaten abgedeckt werden. Sie sind
lediglich eine erste Richtlinie für die Festsetzung der Strafe und legen die
Eckwerte fest, innerhalb derer sich das Gericht auf der Grundlage der Schuld
unter Berücksichtigung der spezial- und generalpräventiven Bedürfnisse die
Strafe zu bestimmen hat, wobei es von statistischen Regelfall ausgehen wird,
der nur einen verhältnismässig geringen Schweregrad erreicht (WIPRÄCHTIGER/
KELLER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 47 N 19;
SCHWARZENEGGER et al., Strafrecht II, Strafen und Massnahmen, 8. Aufl. 2007, S.
72 f., 91; SCHÖNKE/SCHRÖDER-STREE/KINZIG, Strafgesetzbuch, Kommentar, 29.
Aufl., München 2014, § 46 N 59; BERND-DIETER MEIER, Strafrechtliche Sanktionen,
4. Aufl. Berlin 2015, S. 234 ff.). Damit unterschreitet die Vorinstanz ihr
Ermessen, wenn sie bei nicht mehr leichtem bis mittelschwerem Verschulden eine
Strafe, welche noch den teilbedingten Strafvollzug erlaubt, von vornherein
ausschliesst. Zudem orientiert sich die Vorinstanz zu Unrecht an der gegen den
Mittäter X.________ (Verfahren 6B_46/2014) ausgesprochenen Strafe. Dass das
Bundesgericht die Beschwerde des Mittäters in seinem Entscheid vom 9. Oktober
2014 abgewiesen und damit das Urteil der Vorinstanz vom 14. November 2013
bestätigt hat, trifft zu. Doch hat es sich zur Strafzumessung nicht geäussert,
zumal sich die Beschwerde lediglich gegen die Beweiswürdigung richtete. Aus dem
gegen den Mitangeklagten Z.________ verhängten Strafmass lässt sich ebenfalls
nichts ableiten, zumal das Bundesgericht auch dessen neuerliche gegen die
Strafzumessung gerichtete Beschwerde in Strafsachen gutheisst (Verfahren
6B_1033/2015). Ein allfälliges Missverhältnis zur gegen den Mittäter X.________
ausgesprochenen Strafe wäre jedenfalls nicht bedenklich, solange die gegen den
Beschwerdeführer auszufällende Strafe als solche als angemessen erscheint. Es
besteht weder ein Anspruch des zu Beurteilenden auf noch eine Verpflichtung des
Richters zur "Gleichbehandlung im Unrecht" (BGE 135 IV 191 E. 3.3).

4.2.

4.2.1. Im Weiteren ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz
die Höhe des verursachten Sachschadens bei der Brandstiftung als erheblichen
Betrag wertet, welcher ein leichtes bis mittelgradiges Verschulden bewirke. Es
trifft zu, dass der Deliktsbetrag ein wichtiger strafzumessungsrelevanter
Faktor ist, indes kommt ihm keine vorrangige Bedeutung zu (Urteil 6B_157/2014
vom 26. Januar 2015 E. 3.2). Nicht plausibel ist jedoch, warum nach Auffassung
der Vorinstanz als "gerade noch leicht verschuldenserhöhend" ins Gewicht fallen
soll, dass dem Beschwerdeführer lediglich eine untergeordnete Stellung unter
den Mittätern zukam. Dem Beschwerdeführer wird von der Vorinstanz attestiert,
dass er nicht die treibende Kraft, nicht die ganze Zeit an der Planung
beteiligt war und zunächst sogar versuchte, die Tat zu verhindern. Eine
verschuldenserhöhende Wirkung bei der Art und Weise des Tatvorgehens könnte
sich bei alldem nur aus dem mittäterschaftlichen Handeln ergeben. Dies
widerspricht freilich den Erwägungen im Rückweisungsentscheid, in welchem das
Bundesgericht ausführte, aus dem Handeln in Mittäterschaft resultiere für sich
allein keine erhöhte Vorwerfbarkeit, solange davon jedenfalls keine grössere
Gefährdung für das bedrohte Rechtsgut ausgehe. Eine derartige erhöhte
Gefährdung habe nicht vorgelegen, zumal die Verwirklichung der Brandstiftung
mehrere Anläufe erfordert habe, so dass die gesamte Vorgehensweise als eher
unbeholfen erschienen sei (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 3. Absatz). Dieser
Erwägung trägt die Vorinstanz in ihrer Strafzumessung keine Rechnung. Sodann
mag in Bezug auf die subjektiven Tatkomponenten zutreffen, dass der
Beschwerdeführer aus finanziellen Motiven gehandelt hat und dass seine Schulden
nicht erdrückend gewesen sind. Doch geht auch die Anklageschrift davon aus,
dass mit dem Anteil aus den ertrogenen Versicherungsleistungen die Schulden des
Beschwerdeführers beglichen werden sollten.

4.2.2. Die Vorinstanz verletzt ihr Ermessen auch, soweit sie die Tatkomponenten
hinsichtlich des versuchten Betruges als mittelschwer verschuldenserhöhend
einstuft. Dies gilt zunächst, soweit sie "aus dem Ausmass des verschuldeten
Erfolgs" auf ein schweres Verschulden schliesst (angefochtenes Urteil S. 19).
Der Deliktsbetrag ist indes, wie die Vorinstanz selbst einräumt, in
Wirklichkeit nicht realisiert worden. Die Tat ist vielmehr im Stadium des
Versuchs stecken geblieben, wobei die Vorinstanz explizit zum Schluss gelangt,
eine Schädigung der Versicherung habe nicht besonders nahe gelegen. Die
Würdigung der Tatkomponenten beim Betrug ist bei dieser Sachlage nicht
nachvollziehbar. Es trifft zwar zweifellos zu, dass Versicherungsleistungen von
bis zu Fr. 700'000.-- (vgl. Urteil der Vorinstanz vom 14. November 2013 E.
7.3.3) in ihrem Ausmass beträchtlich sind. Doch ist der Deliktsbetrag - wenn
auch ein wichtiger - keineswegs ein vorrangiger strafzumessungsrelevanter
Faktor (Urteil 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 3.2). Es kann für die
Würdigung des Verschuldens mithin nicht allein auf die Höhe des angestrebten
Deliktsbetrages abgestellt werden. Im Vordergrund steht im vorliegenden
Kontext, in welchem Ausmass die Versicherung als Täuschungsopfer tatsächlich
gefährdet war, einen Schaden zu erleiden. Diese Gefahr war im zu beurteilenden
Fall offensichtlich gering. Das ergibt sich, wie auch die Vorinstanz einräumt,
ohne weiteres aus den offenkundigen, angesichts des Umstands, dass die Täter
Einbruchspuren an einer nicht verschlossenen Türe vortäuschten, eher
unbeholfenen Vertuschungsbemühungen. Wie das Bundesgericht in seinem
Rückweisungsentscheid festgehalten hat, ist eine straferhöhende besondere
Hinterhältigkeit nicht erkennbar (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 4. Absatz).
Zudem berücksichtigt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang nicht hinreichend,
dass der Beschwerdeführer lediglich im Umfang von Fr. 15'000.-- an den vom
Mitangeklagten Y.________ angestrebten Versicherungsleistungen hätte
profitieren sollen. Seine Rolle und sein Tatbeitrag erscheinen bei angemessener
Berücksichtigung dieses Umstands in einem deutlich milderen Licht. Dass die Tat
grundsätzlich vermeidbar war, hat demgegenüber keine eigenständige Bedeutung.
Wesentlich ist, dass der Entscheidungsspielraum aufgrund der anerkannten
finanziellen Probleme und der untergeordneten Stellung des Beschwerdeführers
jedenfalls eingeschränkt war. Die Wertung des verschuldeten Erfolgs als
schweres Verschulden sowie der Vortäuschung eines Einbruchdiebstahls durch die
Verwüstung der Büroräumlichkeiten als leicht verschuldenserhöhend
(angefochtenes Urteil S. 19), verletzt daher Bundesrecht. Daran ändert auch die
Würdigung als mittelgradig verschuldensmindernd nichts, dass es hinsichtlich
des Betruges beim Versuch geblieben ist (angefochtenes Urteil S. 20), zumal die
Vorinstanz insgesamt immer noch von einer mittelschweren Erhöhung des
Verschuldens ausgeht (angefochtenes Urteil S. 20). In Bezug auf die Beweggründe
fällt zudem auf, dass die Vorinstanz das egoistische Motiv, nämlich das Handeln
zum Zwecke der Geldbeschaffung, bereits im Kontext der Brandstiftung als
verschuldenserhöhend gewürdigt hat. Soweit dieses Kriterium überhaupt ein
zweites Mal berücksichtigt werden dürfte, wären auch hier die Schulden des
Beschwerdeführers und das Loyalitätsverhältnis zum Mitangeklagten Y.________ zu
berücksichtigen. Schliesslich misst die Vorinstanz dem Umstand deutlich zu
wenig Gewicht bei, dass die Beteiligung des Beschwerdeführers beim versuchten
Versicherungsbetrug nur marginal war, auch wenn er vom Bezirksgericht nicht wie
angeklagt als Gehilfe, sondern als Mittäter beurteilt wurde (erstinstanzliches
Urteil S. 19 f.). Die Tatbeiträge des Beschwerdeführers haben sich im
Wesentlichen auf das Beschaffen des Benzinkanisters und dessen Deponierung in
den Geschäftsräumlichkeiten der A.________ beschränkt. An der Begehung des
versuchten Versicherungsbetruges war er nicht aktiv beteiligt. Unbeachtlich ist
demgegenüber, was der Beschwerdeführer zur Strafzumessung für seine Mittäter
ausführt. Zu beurteilen ist nur die gegen ihn ausgesprochene Strafe. Ob die
Mittäter im Vergleich zu ihm zu milde bestraft wurden bzw. ob für sie nicht
eine strengere Strafe angemessen gewesen wäre, bildet nicht Gegenstand der
Beurteilung.

4.2.3. In Bezug auf die Täterkomponenten wertet die Vorinstanz nunmehr das
Geständnis als leicht bis mittelgradig strafmindernd (vgl.
Rückweisungsentscheid E. 2.4, 5. Absatz). Insofern ist das angefochtene Urteil
nicht zu beanstanden. Dasselbe gilt grundsätzlich für die Würdigung des
Vorlebens und der aktuellen stabilen Lebenssituation, sowie der drohenden
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Es mag zutreffen, dass den
Beschwerdeführer der Vollzug einer unbedingten Freiheitsstrafe hart ankommt,
doch geht seine Betroffenheit nicht über das übliche, mit dem Strafvollzug
verbundene Mass hinaus, die im normalen Rahmen der Strafzumessung zu
berücksichtigen ist (BGE 134 IV 17 E. 3.4). Dass die Vorinstanz darüber hinaus
aussergewöhnliche Umstände verneint, verletzt daher für sich allein kein
Bundesrecht. Doch wird die Vorinstanz bei der neuerlichen Strafzumessung, wie
bereits im Rückweisungsentscheid ausgeführt, zu prüfen haben, ob die
subjektiven Voraussetzungen eines Strafaufschubs im Sinne einer günstigen bzw.
nicht ungünstigen Prognose grundsätzlich erfüllt sind, woran aufgrund der
Ausführungen der Vorinstanz nicht zu zweifeln sein dürfte. Ferner wird sie zu
fragen haben, ob eine Strafe im Bereich des Grenzwerts zum teilbedingten
Strafvollzug noch innerhalb des Ermessensspielraumes liegt
(Rückweisungsentscheid E. 2.4, 7. Absatz). Diese folgenorientierte Überlegung
kann nach der Rechtsprechung durchaus in die Strafzumessung einfliessen (BGE
134 IV 17 E. 3.5). In diesem Zusammenhang erlangt auch die seit der Tat nunmehr
verstrichene Zeit Bedeutung.
Insgesamt gewichtet die Vorinstanz verschiedene zumessungsrelevante Komponenten
unzutreffend und erweist sich die gegen den Beschwerdeführer ausgesprochene
Freiheitsstrafe von 3 1/2 Jahren als zu streng. Die Vorinstanz hat sich in
verschiedener Hinsicht von sachfremden Kriterien leiten lassen. Ihre
Strafzumessung erweist sich daher als bundesrechtswidrig.
Die Beschwerde erweist sich als begründet.

5.
Aus diesen Gründen ist die Beschwerde gutzuheissen. Bei diesem Ausgang des
Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton
Aargau hat den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen
zu entschädigen. (Art. 68 Abs. 1 BGG).

 Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons
Aargau vom 15. Oktober 2015 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an
die Vorinstanz zurückgewiesen.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Der Kanton Aargau hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren
eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- auszurichten.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Mai 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Oberholzer

Der Gerichtsschreiber: Boog

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