Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1235/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_1235/2015

Urteil vom 8. Dezember 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, vom 23. Oktober 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer erstattete am 4. Oktober 2014 bei der Kantonspolizei
Zürich eine Strafanzeige gegen eine Bank wegen Betrugs, Fälschung und Lüge. Die
Bank habe im Rahmen seiner Vermögensverwaltung Verträge falsch ausgelegt und
die Richtlinien für Vermögensverwaltungsaufträge missachtet.
Die Staatsanwaltschaft See/Oberland nahm die Untersuchung am 23. Februar 2015
nicht an die Hand und verwies eine allfällige Zivilklage auf den Zivilweg. Eine
dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 23.
Oktober 2015 ab.
Der Beschwerdeführer wendet sich mit Eingabe vom 27. November 2015 ans
Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Offensichtlich
steht er eine Verurteilung der Beschuldigten an.

2.
Das Bundesgericht trat im vorliegenden Zusammenhang bereits mit Urteil 6B_879/
2015 vom 10. September 2015 auf eine Beschwerde nicht ein, weil der
Beschwerdeführer trotz Aufforderung, den von ihm angefochtenen Entscheid
nachzureichen, sich nicht mehr gemeldet hatte. Mit seiner neuen Eingabe vom 27.
November 2015 macht er geltend, er habe sich seinerzeit nicht mehr gemeldet,
weil er vom Obergericht nichts erhalten habe. In der Zwischenzeit liege nun mit
dem Beschluss vom 23. Oktober 2015 ein Entscheid vor, den er anfechten möchte.
Er legt seiner Eingabe diesen Beschluss bei. Es kann offenbleiben, ob die
Angelegenheit nochmals geprüft werden kann, weil auch auf die neue Eingabe von
vornherein nicht einzutreten ist.

3.
Der Privatkläger ist zur Beschwerde in Strafsachen nur legitimiert, wenn der
angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung seiner Zivilansprüche auswirken
kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). In erster Linie geht es um Ansprüche
auf Schadenersatz und Genugtuung gemäss Art. 41 ff. OR, die üblicherweise vor
den Zivilgerichten geltend gemacht werden müssen. Richtet sich die Beschwerde
gegen die Einstellung oder Nichtanhandnahme eines Verfahrens, hat der
Privatkläger nicht notwendigerweise bereits vor den kantonalen Behörden
Zivilansprüche geltend gemacht. Selbst wenn er bereits adhäsionsweise
privatrechtliche Ansprüche geltend gemacht hat, werden in der
Einstellungsverfügung keine Zivilklagen behandelt (Art. 320 Abs. 3 StPO). In
jedem Fall muss der Privatkläger im Verfahren vor Bundesgericht darlegen, aus
welchen Gründen sich der angefochtene Entscheid inwiefern auf welche
Zivilforderung auswirken kann. Das Bundesgericht stellt an die Begründung der
Legitimation strenge Anforderungen. Genügt die Beschwerde diesen nicht, kann
darauf nur eingetreten werden, wenn aufgrund der Natur der untersuchten
Straftat ohne Weiteres ersichtlich ist, um welche Zivilforderung es geht (BGE
141 IV 1 E. 1.1 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer äussert sich vor Bundesgericht zur Frage der Legitimation
und zur allfälligen Zivilforderung nicht. Sein lapidarer Hinweis auf angeblich
verschwundene Fr. 750'000.-- genügt den strengen Begründungsanforderungen
nicht. Auf die Beschwerde ist mangels hinreichend begründeter Legitimation im
Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

 Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Dezember 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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