Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1279/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_1279/2015

Urteil vom 14. April 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichter Rüedi,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiberin Andres.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Stephan A. Buchli,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich,
2. A.________,
Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
Mehrfache qualifizierte Entführung; Willkür, rechtliches Gehör; Strafzumessung;
Zivilansprüche,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, vom 21. Oktober 2015.

Sachverhalt:

A.
X.________ lebt getrennt von seiner ehemaligen Lebenspartnerin A.________. Die
beiden gemeinsamen Kinder wohnten bis am 15. Oktober 2011 bei der Mutter, wobei
die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge innehatten. Die Staatsanwaltschaft
IV des Kantons Zürich wirft X.________ vor, die Kinder am 15. Oktober 2011 im
Rahmen seines Besuchsrechts abgeholt zu haben, mit ihnen ohne Wissen und
Zustimmung der Mutter sowie der Beiständin nach Nigeria gereist zu sein und sie
dort bei Familienangehörigen zurückgelassen zu haben. Dies in der Absicht, die
Kinder dort aufziehen zu lassen, bis ihm durch die schweizerischen Behörden die
alleinige elterliche Sorge übertragen werde.

B.
In Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 3. Juni 2013 sprach
das Obergericht des Kantons Zürich X.________ am 13. Januar 2014 der mehrfachen
qualifizierten Freiheitsberaubung und des mehrfachen Entziehens von
Minderjährigen schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von sieben
Jahren. Zudem entschied es über den Widerruf einer bedingt ausgesprochenen
Geldstrafe und die Zivilforderungen von A.________.
Das Bundesgericht hiess die Beschwerde in Strafsachen von X.________ am 2.
Dezember 2014 teilweise gut, hob das Urteil des Obergerichts vom 13. Januar
2014 auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an dieses zurück (Verfahren
6B_123/2014). Das Bundesgericht erwog unter anderem, der Tatbestand der
Freiheitsberaubung sei nicht erfüllt. Demgegenüber seien die objektiven
Tatbestandsmerkmale der Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 2 StGB gegeben. Ob
dieser Tatbestand auch in subjektiver Hinsicht erfüllt sei, müsse die
Vorinstanz nach ergänzter Sachverhaltsfeststellung beurteilen.

C.
Mit Urteil vom 21. Oktober 2015 stellte das Obergericht unter anderem fest,
dass sein Urteil vom 13. Januar 2014 hinsichtlich des Schuldspruchs wegen
mehrfachen Entziehens von Minderjährigen in Rechtskraft erwachsen war. Es
verurteilte X.________ wegen mehrfacher qualifizierter Entführung zu einer
Freiheitsstrafe von sieben Jahren und widerrief den mit seinem Urteil vom 8.
Juni 2012 gewährten bedingten Strafvollzug. Ferner stellte es fest, dass
X.________ A.________ dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist, und
verpflichtete ihn, ihr eine zu verzinsende Genugtuung von Fr. 30'000.-- zu
bezahlen. Es auferlegte die Kosten des ersten Berufungsverfahrens X.________,
wobei es die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen
Verteidigung von A.________ einstweilen auf die Gerichtskasse nahm und die
Rückzahlungspflicht im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehielt.

D.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Urteil des Obergerichts
vom 21. Oktober 2015 sei vollumfänglich aufzuheben und er sei vom Vorwurf der
mehrfachen qualifizierten Entführung freizusprechen. Eventualiter sei er, unter
Anrechnung der erstandenen Haft, mit einer Freiheitsstrafe von maximal 42
Monaten zu bestrafen. Der Kanton Zürich sei zu verpflichten, ihm eine
Genugtuung von mindestens Fr. 120.-- pro Tag Überhaft und eine Entschädigung
von Fr. 15'000.-- zu bezahlen. Die Genugtuung für A.________ sei auf Fr.
10'000.-- zu reduzieren und die Kosten ihrer unentgeltlichen Verbeiständung
seien definitiv dem Kanton Zürich aufzuerlegen. Subeventualiter sei die Sache
zur neuen Entscheidung an das Obergericht zurückzuweisen. Ferner ersucht er um
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.

Erwägungen:

1.
Nicht zu hören ist der Beschwerdeführer mit seinen persönlichen Eingaben vom 9.
resp. 16. Dezember 2015 (Postaufgabe: 18. Dezember 2015), vom 24. Februar 2016
und vom 8. März 2016. Das begründete vorinstanzliche Urteil ging seinem
Verteidiger am 12. November 2015 zu. Die 30-tägige Frist zur Einreichung der
Beschwerde begann am 13. November 2015 und endete am 12. Dezember 2015 (vgl.
Art. 100 Abs. 1 BGG). Damit sind die Eingaben des Beschwerdeführers verspätet.

2.

2.1. Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen
mehrfacher qualifizierter Entführung eine offensichtlich unrichtige
Feststellung des subjektiven Sachverhalts. Indem die Vorinstanz seine
Beweisanträge ablehne und davon ausgehe, er habe gewusst, dass er den
Interessen sowie dem Wohl seiner Kinder in krasser Art und Weise zuwiderhandle,
indem er sie nach Nigeria verbringe, und habe die negativen Folgen für seine
Kinder mindestens billigend in Kauf genommen, verletze sie seinen Anspruch auf
rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), das Willkürverbot (Art. 9 BV) und den
Grundsatz "in dubio pro reo".

2.2. Die Vorinstanz erwägt, das Bundesgericht habe in seinem
Rückweisungsentscheid verbindlich entschieden, dass die objektiven
Tatbestandsmerkmale der Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 2 StGB gegeben seien,
weshalb sie nur noch zu prüfen habe, ob der Beschwerdeführer den Tatbestand
auch in subjektiver Hinsicht erfülle. Davon sei gestützt auf dessen Aussagen
auszugehen. Daraus ergebe sich, dass er in Kenntnis der schweizerischen
Rechtslage betreffend Familienname seiner Söhne, elterlicher Sorge und Obhut
gehandelt habe. Aus seinen Äusserungen gehe hervor, dass er seine Kinder nicht
zu ihrem Wohl nach Nigeria verbracht habe. Vielmehr habe er gegenüber der
Kindsmutter sowie den schweizerischen Behörden zum Ausdruck bringen sowie
erreichen wollen, dass das Sorgerecht ihm zustehe und er nicht daran denke,
sich an Entscheide der schweizerischen Behörden zu halten. Soweit er geltend
mache, er habe die Kinder nach Nigeria gebracht, um sie von den
Drogengeschäften ihrer Mutter zu schützen, müsse davon ausgegangen werden, dass
dieses Motiv im Hintergrund stehe bzw. es sich um eine Schutzbehauptung handle.
Zusammengefasst habe der Beschwerdeführer gewusst, dass er mit seinem Vorgehen
die Interessen und das Wohl seiner Kinder in krasser Art sowie Weise verletze.
Indem er trotzdem gehandelt habe, habe er solch massiv negative Folgen für
seine Kinder mindestens billigend in Kauf genommen. Mit seinem Handeln habe er
seine Interessen über diejenigen seiner Kinder gestellt. Es sei ihm letztlich
bloss darum gegangen, aus egoistischer Motivation seine Macht gegenüber der
Kindsmutter und den Behörden in Selbstjustiz durchzusetzen. Da sich dies
bereits aus seinen Aussagen ergebe, sei es nicht erforderlich, weitere Beweise
abzunehmen (Urteil S. 9 ff.).

2.3.

2.3.1. Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid vom 2. Dezember 2014 zum
objektiven Tatbestand von Art. 183 Ziff. 2 StGB fest, dass grundsätzlich jeder
Elternteil, der das Recht hat, über den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen,
berechtigt ist, diesen zu verändern, ohne eine Entführung zu begehen. Greift
die Verbringung des Kindes an einen anderen Ort jedoch massiv in dessen
Interessen ein, lässt sich die Tat nicht mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht
rechtfertigen (BGE 141 IV 10 E. 4.5.5 S. 19). In subjektiver Hinsicht setzt der
Tatbestand der Entführung Vorsatz voraus, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl.
DELNON/RÜDY, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 3. Aufl. 2013, N. 57 zu
Art. 183 StGB). Nach ständiger Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn
der Täter den Eintritt des Erfolgs bzw. die Verwirklichung des Tatbestands für
möglich hält, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines
Eintritts in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB), sich mit ihm abfindet, mag er
ihm auch unerwünscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis). Vorliegend
ist daher zu prüfen, ob der Beschwerdeführer es zumindest für möglich hielt und
in Kauf nahm, dass die Verbringung seiner Kinder nach Nigeria massiv in deren
Interessen sowie Wohl eingreift.
Das Gericht darf vom Wissen des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich dem
Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die
Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme
des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4; 134 IV 26 E.
3.2.2 S. 28 f.; je mit Hinweisen). Je grösser die Wahrscheinlichkeit der
Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Rechtsgutsverletzung wiegt,
desto näher liegt die Schlussfolgerung, der Täter habe die
Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 135 IV 12 E. 2.3.2 S. 17; 133
IV 222 E. 5.3 S. 226).
Was der Täter weiss, will und in Kauf nimmt, betrifft eine innere Tatsache und
ist Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob gestützt auf die festgestellten
Tatsachen bewusste Fahrlässigkeit, Eventualvorsatz oder direkter Vorsatz
gegeben ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis).

2.3.2. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur gerügt werden,
wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne
von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des
Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich
unrichtig ist die Feststellung des Sachverhalts, wenn sie willkürlich ist (BGE
139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willkür BGE 141 IV 305
E. 1.2 S. 308 f.; 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; je mit Hinweisen). Dem Grundsatz
"in dubio pro reo" kommt in der vom Beschwerdeführer angerufenen Funktion als
Beweiswürdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine über das
Willkürverbot von Art. 9 BV hinausgehende selbstständige Bedeutung zu (BGE 138
V 74 E. 7 S. 82 mit Hinweisen).
Das Gericht kann, ohne den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 3 Abs. 2 lit. c
und Art. 107 StPO sowie Art. 29 Abs. 2 BV) zu verletzen, einen Beweisantrag
ablehnen, wenn es in willkürfreier Würdigung der bereits abgenommenen Beweise
zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend
abgeklärt, und es überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der
zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde dadurch
nicht mehr geändert (vgl. Art. 139 Abs. 2 StPO; BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136
I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).
Die Rüge der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Willkür bei der
Sachverhaltsfeststellung) muss klar vorgebracht und substanziiert begründet
werden. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das
Bundesgericht nicht ein (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S.
253; 140 III 264 E. 2.3 S. 266; je mit Hinweisen).

2.4.

2.4.1. Die Vorinstanz zeigt anhand der Aussagen des Beschwerdeführers
ausführlich und überzeugend auf, weshalb sie zum Schluss gelangt, dass er seine
Kinder nicht zu deren Wohl nach Nigeria verbrachte, sondern um das ihm seines
Erachtens zustehende Sorgerecht zu erzwingen. Der Beschwerdeführer setzt sich
mit dieser vorinstanzlichen Aussagewürdigung nur rudimentär auseinander und
zeigt nicht auf, inwieweit sie offensichtlich unhaltbar sein soll sowie die
Aussagen andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen. Soweit er sich darauf
beschränkt, seine Aussagen auszugsweise wiederzugeben und darzulegen, wie sie
aus seiner Sicht richtigerweise zu würdigen wären, ohne sich detailliert mit
den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, erschöpfen
sich seine Ausführungen in einer appellatorischen Kritik. Darauf ist nicht
einzutreten.

2.4.2. Hinsichtlich des Einwands des Beschwerdeführers, er habe seine Kinder
nach Nigeria gebracht, um sie von den Drogengeschäften ihrer Mutter zu
schützen, erwägt die Vorinstanz, er habe dies zwar regelmässig angegeben, eine
genaue Analyse der hierzu deponierten Aussagen lasse jedoch darauf schliessen,
dass dieses Motiv eindeutig im Hintergrund stehe. So habe er diesen Grund
anlässlich der Berufungsverhandlung erst auf Nachfrage hin genannt. Aufgrund
der zeitlichen Abläufe verfange das Argument der Verteidigung nicht, der
Vorwurf des Beschwerdeführers sei keine Reaktion bzw. ein Gegenangriff auf das
von der Kindsmutter gegen ihn in Gang gesetzte Strafverfahren. Vielmehr sei
davon auszugehen, dass es sich tatsächlich um Schutzbehauptungen des
Beschwerdeführers handle. Dazu passe, dass er in seinem Gesuch um Zuteilung der
(alleinigen) elterlichen Sorge an die Vormundschaftsbehörde Zürich vom 27.
Oktober 2009 den angeblichen Drogenhandel der Kindsmutter nicht erwähnt habe
(Urteil S. 16 f.).
Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, ist nicht geeignet, die
vorinstanzliche Beweiswürdigung willkürlich erscheinen zu lassen. Er wendet
zwar zutreffend ein, dass vorliegend nicht zu prüfen ist, ob die Kindsmutter
tatsächlich in Drogengeschäfte verwickelt gewesen sei, sondern, ob er hiervon
überzeugt gewesen sei. Jedoch berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht, dass auf
seine Anzeige vom 11. Mai 2010 am 20. September 2010 nicht eingetreten wurde
(Urteil S. 16; kantonale Akten, act. 333/2). Dieser Umstand hätte seine
angebliche Überzeugung ein Jahr vor dem Verbringen der Kinder nach Nigeria
zumindest relativieren müssen. Entgegen seinem Einwand ist aus seinen Aussagen
und der Tatsache, dass er die Kindsmutter anzeigte, nicht zwingend zu
schliessen, er sei davon ausgegangen, diese sei in Betäubungsmittelgeschäfte
involviert. Angesichts der Chronologie der Ereignisse ist es nicht
schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, der Drogenvorwurf
sei eine Reaktion auf das Verhalten der Kindsmutter gewesen. So verfügte die
Kantonspolizei Zürich am 1. August 2009 aufgrund eines Vorfalls von häuslicher
Gewalt im Sinne von § 2 des Gewaltschutzgesetzes des Kantons Zürich vom 19.
Juni 2006 (GSG; LS 351) Schutzmassnahmen (Wegweisung, Rayon- und Kontaktverbot)
nach § 3 GSG gegen den Beschwerdeführer (Urteil S. 16; kantonale Akten, act.
318/1). Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirks Pfäffikon verlängerte
diese Schutzmassnahmen am 10. August 2009 bis zum 15. November 2009 (kantonale
Akten, act. 318/2). Im November 2009 verliess die Kindsmutter mit den Kindern
sodann die mit dem Beschwerdeführer gemeinsam bewohnte Wohnung (Urteil S. 16).
Mit Schreiben vom 27. Oktober 2009 beantragte der Beschwerdeführer bei der
Vormundschaftsbehörde Zürich die Zuteilung der (alleinigen) elterlichen Sorge
an sich, ohne auf einen allfälligen Drogenhandel der Kindsmutter hinzuweisen
(Urteil S. 16 f.; kantonale Akten, act. 17/3/37). Am 11. Mai 2010 verzeigte er
diese wegen Drogenhandels, am 30. Juli 2010 wegen falscher Anschuldigung,
Drohung und Nötigung. Auf beide Anzeigen trat die zuständige Staatsanwaltschaft
nicht ein (Urteil S. 16; kantonale Akten, act. 318/3 und 333/2). Am 25. April
2010 und 12. Mai 2010 kam es zu weiteren Vorfällen, infolge derer der
Beschwerdeführer vom Obergericht des Kantons Zürich am 8. Juni 2012 der
Nötigung und der mehrfachen Tätlichkeiten zum Nachteil der Kindsmutter schuldig
erklärt wurde (kantonale Akten, act. 12/9 ff., 17/3/7 ff., 17/3/28). Angesichts
dieser zeitlichen Abfolge erscheint der Schluss der Vorinstanz, die Vorwürfe
des Beschwerdeführers, die Kindsmutter handle mit Drogen, seien
Schutzbehauptungen, nicht schlechterdings unhaltbar. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers ist die vorinstanzliche Begründung schlüssig und
nachvollziehbar. Schliesslich setzt er sich nicht mit der vorinstanzlichen
(Alternativ-) Erwägung auseinander, aus seinen Aussagen ergebe sich, dass der
angebliche Drogenhandel der Kindsmutter - sollte es sich hierbei nicht nur um
eine Schutzbehauptung handeln - ein zweitrangiges Motiv für die Verbringung der
Kinder nach Nigeria gewesen sei (vgl. Urteil S. 16).
Insgesamt vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, dass der
vorinstanzliche Schluss offensichtlich unhaltbar ist, er habe gewusst, dass er
die Interessen und das Wohl seiner Kinder in eklatanter Weise verletze, wenn er
diese nach Nigeria an einen fremden Ort, zu ihnen unbekannten Personen, fernab
von der Mutter verbringe, sowie habe diese Folge durch sein Handeln billigend
in Kauf genommen.

2.4.3. Unbegründet ist auch die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz
verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sie seine Beweisanträge
abweise bzw. die Beweise nur unvollständig erhebe. Wie vorstehend dargelegt,
stellt die Vorinstanz willkürfrei fest, es ergebe sich bereits aus den Aussagen
des Beschwerdeführers, dass er in Kauf nahm, das Wohl seiner Kinder mit der
Verbringung nach Nigeria massiv zu verletzen. Die Vorinstanz begründet zwar
kurz, jedoch schlüssig, weshalb sie der Ansicht ist, die für den Entscheid
notwendigen Beweise seien erhoben worden und zusätzliche Abklärungen würden
ihre Überzeugung nicht beeinflussen (vgl. Urteil S. 17 f.; kantonale Akten,
act. 330). Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass bzw. inwiefern die
antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz schlechterdings nicht mehr
vertretbar sein soll. Es trifft zu, dass die Vorinstanz seinem Antrag auf
Einholung der Akten betreffend seine Strafanzeige gegen die Kindsmutter wegen
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz vom 11. Mai 2010 grundsätzlich
statt gab, die beigezogenen Strafakten jedoch unvollständig waren. Dies ist
zwar bedauerlich, jedoch ist darin keine Verletzung seiner verfassungsmässigen
Rechte zu sehen, da - wie die Vorinstanz zutreffend festhält - bei der
zuständigen Staatsanwaltschaft keine weiteren Aktenstücke vorhanden waren
(Urteil S. 18; kantonale Akten, act. 332). Kommt hinzu, dass der
Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern die in den Akten fehlenden Dokumente
(polizeilicher Ermittlungsbericht und Protokoll seiner Einvernahme) geeignet
wären, das vorinstanzliche Beweisergebnis zu beeinflussen, zumal sich deren
Inhalt aus der Nichteintretensverfügung ergibt (vgl. kantonale Akten, act. 333/
2). Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern die Akten der Vormundschaftsbehörde
Zürich bzw. der heutigen KESB und die Einvernahme von zwei Zeuginnen die
Überzeugung der Vorinstanz sollten beeinflussen können. Wie der
Beschwerdeführer selbst vorbringt, ist nicht relevant, ob die Kindsmutter mit
Drogen handelte, sondern, ob der Beschwerdeführer hiervon ausging.
Diesbezüglich ist jedoch in erster Linie sein Wissen bei der Verbringung der
Kinder nach Nigeria im Oktober 2011 und nicht jenes im Jahr 2009 massgebend.
Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass sich hierzu aus den von ihm
beantragten Beweismitteln etwas entnehmen lässt.

2.4.4. Zusammengefasst ist die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und
Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz durfte die Beweisanträge
des Beschwerdeführers abweisen, ohne in Willkür zu verfallen. Sein rechtliches
Gehör ist ebenso wenig verletzt wie der Grundsatz "in dubio pro reo". Da der
Beschwerdeführer ernsthaft für möglich hielt, mit der Verbringung seiner Kinder
nach Nigeria deren Interessen sowie Wohl massiv zu verletzen und er dies auch
billigend in Kauf nahm, ist der vorinstanzliche Schluss, er habe hinsichtlich
der Entführung eventualvorsätzlich gehandelt, bundesrechtskonform.

3.

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung und beantragt,
er sei mit einer Freiheitsstrafe von maximal dreieinhalb Jahren zu bestrafen.
Er macht geltend, die Vorinstanz habe die nachteiligen Folgen der Entwicklung
der Kinder, den Einfluss des neuen Umfelds sowie den Umfang der Einschränkung
in ihrer Bewegungsfreiheit unzutreffend gewürdigt und deshalb die objektive
Tatschwere zu hoch eingestuft. In subjektiver Hinsicht werfe sie ihm
willkürlich ein egoistisches Verhalten vor und berücksichtige ungenügend bzw.
gar nicht, dass er nicht direktvorsätzlich gehandelt sowie sich gemäss seinen
heimatlichen Gesetzen und Traditionen im Recht gesehen habe. Schliesslich
überschreite sie ihr Ermessen, indem sie seine Vorstrafen stärker gewichte als
sein Geständnis zum äusseren Sachverhalt.

3.2. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff.
StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt (
BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die
Bildung der Einsatzstrafe und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in
Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67; 138 IV 120 E.
5.2 S. 122 f.; Urteil 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4, nicht publ. in:
BGE 137 IV 57; je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen
Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde
hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen
Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht
massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser
Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch
gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61 mit Hinweis).

3.3.

3.3.1. Die Vorinstanz setzt die hypothetische Einsatzstrafe für die mehrfache
qualifizierte Entführung auf fünfeinhalb Jahre fest und erhöht diese aufgrund
des mehrfachen Entziehens von Minderjährigen um ein Jahr. In Berücksichtigung
der Täterkomponenten erachtet sie insgesamt eine Freiheitsstrafe von sieben
Jahren als angemessen (Urteil S. 19 ff.).

3.3.2. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere der mehrfachen qualifizierten
Entführung erwägt die Vorinstanz unter Hinweis auf ihre Ausführungen im
aufgehobenen Urteil, der Beschwerdeführer habe die Ende 2011 erst dreieinhalb-
resp. fünfjährigen Kinder an einem unbekannten Ort in Nigeria bei ihnen bisher
nicht bekannten Personen und fernab der leiblichen Mutter belassen. Er habe
keinen Kontakt zugelassen und eine Verabschiedung oder ein Lebenszeichen von
der Mutter an ihre Kinder unterbunden. Die noch kleinen Kinder seien aus ihrer
angestammten, vertrauten Umgebung vollkommen rücksichtslos herausgerissen und
völlig entwurzelt worden. Erschwerend komme die auch innerhalb des
qualifizierten Tatbestands als lang zu bezeichnende Deliktsdauer von eineinhalb
Jahren hinzu. Zu Gunsten des Beschwerdeführers sei davon auszugehen, dass die
Kinder nicht getrennt worden seien, sich am Ort ihres Aufenthalts grundsätzlich
frei bewegen könnten, sie also nicht eingeschlossen seien, bei seinen
Familienangehörigen oder Bekannten seien und es sich bei Nigeria um das
Heimatland ihrer Eltern handle. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers
seien die mit der Rechtsgutverletzung unmittelbar einhergehenden Folgen bei der
objektiven Tatschwere miteinzubeziehen. Sein Verschulden sei als erheblich zu
bezeichnen und die hypothetische Einsatzstrafe auf fünfeinhalb Jahre
festzusetzen (Urteil S. 20 ff.).
Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz beim objektiven Verschulden
berücksichtigt, dass die Kinder die Mutter abrupt verloren sowie keinen Kontakt
mehr zu ihr haben, und damit den nachteiligen Folgen für die Entwicklung der
beiden Kinder Rechnung trägt. Dabei handelt es sich nicht um ein sachfremdes
Kriterium, sondern um eine Folge der Entführung, welche bei der Strafzumessung
beachtet werden darf (vgl. Urteil 6B_694/2012 vom 27. Juni 2013 E. 2.3.2).
Inwiefern der vorinstanzliche Schluss, aufgrund der eigenen Äusserungen des
Beschwerdeführers müsse davon ausgegangen werden, dass das neue Umfeld die
Kindsmutter vor den Kindern schlecht mache (Urteil S. 21), willkürlich sein
soll, zeigt dieser nicht substanziiert auf. Darauf ist nicht einzutreten.
Keinen Bedenken begegnet auch, dass die Vorinstanz den Einwand der Verteidigung
verwirft, es sei von einem geringen Eingriff in die Bewegungsfreiheit der
Kinder auszugehen. Zwar trifft zu, dass die Fortbewegungsfreiheit der Kinder in
Nigeria selbst nur minim eingeschränkt ist, da sie sich am Ort ihres
Aufenthalts frei bewegen können. Jedoch fällt wie dargelegt wesentlich ins
Gewicht, dass ihnen die Mutter genommen wurde und sie unabhängig vom Willen des
Beschwerdeführers nicht zu dieser bzw. an ihren gewohnten Aufenthaltsort
zurückzukehren können. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers liegt kein
"annähernd unbeachtlicher Eingriff in die Fortbewegungsfreiheit der Kinder"
vor. Die von der Vorinstanz für das objektive Verschulden festgesetzte
hypothetische Einsatzstrafe von fünfeinhalb Jahren erscheint zwar hoch, liegt
jedoch angesichts der langen Deliktsdauer und des Umstands, dass es sich um
zwei Kinder handelt, noch innerhalb ihres Ermessens.

3.3.3. Bezüglich der subjektiven Tatschwere wendet der Beschwerdeführer mit
Hinweis auf seine Ausführungen zur Sachverhaltsfeststellung ein, die
vorinstanzliche Annahme, er habe bloss aus Rache und Egoismus zum Nachteil
seiner Kinder gehandelt, sei willkürlich. Da er sich damit vom verbindlich
festgestellten Sachverhalt abwendet, ist darauf nicht einzutreten (vgl. E. 2;
Art. 105 Abs. 1 BGG). Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz das
eventualvorsätzliche Handeln des Beschwerdeführers bloss in geringem Umfang
verschuldensmindernd berücksichtigt. Wie sie zutreffend erwägt, hat er die
Kinder direktvorsätzlich nach Nigeria verbracht, was unweigerlich mit einer
massiven Beeinträchtigung ihres Wohls einherging (vgl. Urteil S. 24). Sein
Einwand, es sei zu seinen Gunsten zu berücksichtigen, dass er die Kinder nicht
zu fremden Personen, sondern zu ihren Grosseltern gebracht habe, geht an der
Sache vorbei, da die Vorinstanz diesen Umstand bei der objektiven Tatschwere
einbezieht (vgl. Urteil S. 21). Keinen Bedenken begegnet schliesslich, wenn die
Vorinstanz das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe sich gemäss seinen
heimatlichen Gesetzen und Traditionen im Recht gesehen, als unerheblich
bezeichnet. Sie weist zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer seit 20
Jahren in der Schweiz lebt und mit der schweizerischen Rechtsordnung vertraut
ist. Zudem hat er mehrfach die schweizerischen Behörden und schweizerisches
Recht angerufen, womit er die schweizerische Zuständigkeit erkannte sowie
anerkannte (Urteil S. 13, 24; aufgehobenes Urteil S. 12 zum Tatbestand des
Entziehens von Minderjährigen). Insgesamt ist die Beurteilung der subjektiven
Tatschwere als neutral nicht zu beanstanden.

3.3.4. Bei den Täterkomponenten wertet die Vorinstanz das Vorleben und die
persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers neutral. Eine erhöhte
Strafempfindlichkeit verneint sie. Das Geständnis zum äusseren Sachverhalt
wirke sich lediglich unwesentlich strafmindernd aus, da das Verfahren dadurch
nicht wesentlich vereinfacht worden sei. Einsicht oder Reue in das Unrecht
seiner Taten könne er keinesfalls strafmindernd für sich reklamieren. Das
Beschleunigungsgebot sei nicht verletzt. Ferner weise der Beschwerdeführer eine
nicht einschlägige Vorstrafe aus dem Jahr 2005 auf und habe während laufendem
Strafverfahren sowie während der Probezeit delinquiert. Insgesamt würden die
straferhöhenden die strafmindernden Umstände überwiegen, weshalb die
Gesamtfreiheitsstrafe auf sieben Jahre festzusetzen sei (Urteil S. 24 f. mit
Hinweis auf das aufgehobene Urteil S. 24 f. und das erstinstanzliche Urteil S.
52 f., 54).
Der Einwand des Beschwerdeführers, sein Geständnis zum äusseren Sachverhalt
wirke sich wesentlich strafmindernd und die Vorstrafen unwesentlich
straferhöhend aus, ist im Ergebnis verfehlt. Zutreffend ist sein Vorbringen,
das mehrere Jahre zurück liegende SVG-Delikt wirke sich neutral oder kaum
straferhöhend aus. Davon geht indessen auch die Vorinstanz aus (Urteil S. 24;
aufgehobenes Urteil S. 25;erstinstanzliches Urteil S. 53). Der Beschwerdeführer
wurde mit Urteil der Vorinstanz vom 8. Juni 2012 wegen Nötigung und mehrfacher
Tätlichkeiten zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 10.-- und
einer Busse verurteilt (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Er wendet zu Recht ein, dass
diese Vorstrafe nicht einschlägig ist und Bagatellcharakter hat, womit sie eher
zu einer unwesentlichen Straferhöhung führen kann. Jedoch fällt diesbezüglich
nicht unerheblich ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer die vorliegend zu
beurteilenden Taten während des hängigen Strafverfahrens wegen Nötigung und
nach dessen Abschluss in der laufenden Probezeit beging. Fraglich erscheint
jedoch, ob die eher geringen Vorstrafen zu einer Straferhöhung von mehr als
sechs Monate führen dürfen. Die Frage kann jedoch offenbleiben. Jedenfalls
würde eine bundesrechtswidrige Gewichtung der Vorstrafe nicht zur Aufhebung des
angefochtenen Entscheids führen. Entgegen der Vorinstanz wirkt sich der
Umstand, dass der Beschwerdeführer zugab, seine Kinder nach Nigeria verbracht
zu haben, vorliegend nicht strafmindernd aus. Wie sie zutreffend erwägt, hat
dies das Verfahren nicht entscheidend vereinfacht, da er nichts eingestand, was
ihm nicht ohnehin hätte nachgewiesen werden können. Inwiefern sein
Teilgeständnis das Verfahren vereinfacht haben soll, begründet auch der
Beschwerdeführer nicht. Ferner hätte die Vorinstanz berücksichtigen dürfen,
dass der Beschwerdeführer weder den konkreten Aufenthaltsort seiner Kinder
bekannt gab noch die Rückführungsbemühungen unterstützte. Insgesamt hält sich
der vorinstanzliche Schluss, die straferhöhenden Komponenten überwiegten die
strafmindernden Umstände, innerhalb des sachrichterlichen Ermessens.

3.3.5. Die Freiheitsstrafe von sieben Jahren liegt auch bei einer
Gesamtbetrachtung innerhalb des sachrichterlichen Ermessens und ist nicht zu
beanstanden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

4.
Seinen Antrag auf Genugtuung und Entschädigung begründet der Beschwerdeführer
lediglich mit der Reduktion der Strafe bzw. gar nicht. Darauf ist nicht
einzutreten, zumal es bei der Freiheitsstrafe von sieben Jahren bleibt.

5.
Der Beschwerdeführer kritisiert die Höhe der Genugtuung. Da ihm nur
eventualvorsätzliches Handeln vorgeworfen werden könne, sei der Kindsmutter
eine Genugtuung von Fr. 10'000.-- zuzusprechen.
Im aufgehobenen Urteil begründet die Vorinstanz schlüssig und nachvollziehbar,
weshalb sie eine Genugtuungssumme von Fr. 30'000.-- als angemessen erachtet. So
sei die Kindsmutter durch den abrupten sowie lange andauernden Entzug ihrer
beiden Kinder und die damit verbundene Ungewissheit um deren Befinden in ihrer
Psyche massiv tangiert, wobei das Verschulden des Beschwerdeführers als
Verursacher dieses Zustands strafrechtlich erheblich wiege. Angesichts der
völlig offenen Zukunft und des Umstands, dass die Kindsmutter keinerlei
Kontakte zu ihren Kindern habe, erscheine der Betrag von Fr. 30'000.-- als
angemessen (aufgehobenes Urteil S. 26 f.). Im angefochtenen Urteil erwägt die
Vorinstanz zutreffend, dass die andere rechtliche Würdigung des Verhaltens des
Beschwerdeführers die Höhe der Genugtuung nicht zu beeinflussen vermag (Urteil
S. 26). Der Beschwerdeführer setzt sich mit den vorinstanzlichen Ausführungen
nicht auseinander. Mit dem blossen Hinweis, er habe eventualvorsätzlich
gehandelt, vermag er nicht aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz ihr Ermessen
überschritten haben sollte. Unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse
verletzt die Vorinstanz dieses nicht, wenn sie (je Kind) eine Genugtuung von
Fr. 15'000.-- als angemessen erachtet (vgl. hierzu Urteil 6B_694/2012 vom 27.
Juni 2013 E. 3.3). Die Kritik an der Bemessung der Genugtuungssumme erweist
sich damit als unbegründet, soweit sie überhaupt den Anforderungen von Art. 42
Abs. 2 BGG genügt.

6.
Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz hätte die Kosten der unentgeltlichen
Vertretung der Kindsmutter definitiv auf die Gerichtskasse nehmen müssen. Er
argumentiert, anders als Art. 426 Abs. 1 StPO enthalte Art. 426 Abs. 4 StPO
keinen Verweis auf die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
Die Rüge ist unbegründet. Das Bundesgericht hat bereits im
Rückweisungsentscheid darauf hingewiesen, dass der Staat nach der
Rechtsprechung die Kosten für die unentgeltliche Verbeiständung der
Privatklägerschaft von der beschuldigten Person unter den gleichen
Voraussetzungen zurückfordern kann, wie jene für die amtliche Verteidigung
(vgl. Art. 426 Abs. 1 und 4, Art. 138 Abs. 1 und Art. 135 Abs. 4 StPO). Demnach
wird die bedürftige beschuldigte Person grundsätzlich zur Kostentragung
verurteilt, gleichzeitig wird jedoch im Urteil festgehalten, dass die Kosten
für die amtliche Verteidigung und die unentgeltliche Verbeiständung der
Privatklägerschaft unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs.
4 StPO einstweilen auf die Gerichtskasse genommen werden (Urteil 6B_123/2014
vom 2. Dezember 2014 E. 6.3, nicht publ. in: BGE 141 IV 10 mit Hinweis auf:
Urteile 6B_150/2012 vom 14. Mai 2012 E. 2.1; 6B_112/2012 vom 5. Juli 2012 E.
1.2 f.; je mit Hinweisen).

7.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist in Anwendung
von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen.
Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu
tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entschädigung
zuzusprechen, da ihr im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe
entstanden.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. April 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Andres

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