Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1286/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_1286/2015

Urteil vom 20. Januar 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Oberholzer, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (aussergewöhnlicher Todesfall),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern,
Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 18. November 2015.

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. 
Am 28. Juli 2007 wurde in Bern die Leiche des Sohns der Beschwerdeführerin aus
der Aare geborgen. Am 19. Oktober 2007 verzichteten die Strafbehörden auf die
Eröffnung eines Strafverfahrens, weil die Ermittlungen keine Hinweise auf eine
Fremdeinwirkung ergeben hätten. Nachdem die Beschwerdeführerin mehrfach an die
Staatsanwaltschaft gelangte und die durchgeführten Ermittlungen kritisierte,
nahm die Staatsanwaltschaft das Verfahren am 4. August 2015 nicht an die Hand.
Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern am 18.
November 2015 ab.

Die Beschwerdeführerin wendet sich mit einer Eingabe vom 10. Dezember 2015 ans
Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen Antrag zu stellen. Offensichtlich
strebt sie die Eröffnung eines Strafverfahrens an.

2. 
In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den
angefochtenen Entscheid darzulegen, aus welchen Gründen dieser nach Auffassung
der Beschwerdeführerin gegen das Recht verstossen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Die Begründung einer Beschwerde muss sich aus dieser selbst ergeben. Pauschale
Verweisungen auf andere Rechtsschriften oder die Unterlagen genügen nicht (BGE
140 III 115 E. 2).

Materiell macht die Beschwerdeführerin geltend, das Urteil basiere lediglich
auf Annahmen, es seien keine Beweise vorhanden und die Untersuchungen zum
aussergewöhnlichen Todesfall seien unsachgemäss geführt worden (act. 1). Diese
Vorbringen genügen Art. 42 Abs. 2 BGG nicht, weil sich daraus nicht ergibt, wie
die Beschwerdeführerin die angebliche Mangelhaftigkeit des angefochtenen
Entscheids begründen will.

Sie verweist denn auch auf Unterlagen, aus denen die Begründung ihrer
Beschwerde ersichtlich sei (act. 1).

Mit Schreiben vom 15. Dezember 2015 machte das Bundesgericht die
Beschwerdeführerin auf die Begründungsanforderungen und die Unzulässigkeit
pauschaler Verweisungen aufmerksam. Das Bundesgericht teilte ihr überdies mit,
dass die Beschwerdefrist noch bis zum 6. Januar 2016 laufe und sie ihre Eingabe
vom 10. Dezember 2015 bis zu diesem Datum ergänzen könne (act. 5).
Mit Datum vom 3. Januar (Postaufgabe 4. Januar) 2016 reichte die
Beschwerdeführerin eine weitere Rechtsschrift ein, in der sie indessen erneut
nur die unvollständige und unrichtige Feststellung des Sachverhaltes bemängelte
und im Übrigen ausführte, ihre Begründung dazu sei in ihrem Schreiben vom 10.
Dezember 2015 aufgeführt (act. 6).

Wie oben bereits gesagt wurde, sind diese Vorbringen ungenügend bzw.
unzulässig. Das Bundesgericht kann sich damit nicht befassen.

3. 
Am Rande bemängelt die Beschwerdeführerin, dass das Obergericht ihr
Verfahrenskosten auferlegt hat (act. 1). Da auch in Bezug auf diese Rüge nicht
ausgeführt wird, aus welchem Grund das Vorgehen des Obergerichts gegen das
Recht verstossen soll, genügt sie den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG
nicht.

4. 
Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach
Art. 108 BGG nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

 Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern,
Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Januar 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Oberholzer

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

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