Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1312/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_1312/2015

Urteil vom 7. Juni 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Hubschmid,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
2. A.________ AG,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Misswirtschaft, Willkür, rechtliches Gehör, Entschädigung der amtlichen
Verteidigung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, vom 1. Oktober 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Nachdem der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 16. Dezember 2015 ein
Gesuch um amtliche Verteidigung bzw. unentgeltliche Rechtspflege gestellt, die
Bedürftigkeit indessen nicht begründet hatte, wurde ihm mit Verfügung vom 20.
Januar 2016 eine Frist zur Ergänzung angesetzt bis zum 4. Februar 2016 (act.
10).
Am letzten Tag der Frist stellte der Vertreter des Beschwerdeführers ein Gesuch
um Erstreckung der Frist um 30 Tage mit der Begründung, sein Mandant habe ihm
gegenüber bislang auf die an ihn weitergeleitete Verfügung noch keine Stellung
genommen und somit habe eine entsprechende Instruktion bisher nicht erfolgen
können (act. 11).
Mit Verfügung vom 5. Februar 2015 wurde die Frist gemäss Antrag letztmals bis
zum 4. März 2016 erstreckt (act. 13).
Der Vertreter des Beschwerdeführers liess sich am 9. März 2016 vernehmen. Er
führte unter anderem aus, aufgrund eines "Missverständnisses" habe sein Mandant
ihm erst am Tag zuvor das in der Beilage angefügte Schreiben zukommen lassen,
worin er zu seiner finanziellen Situation Stellung nehme (act. 14).
Mit Verfügung vom 14. März 2016 wies das Bundesgericht das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege ab. Es führte aus, die Eingabe vom 9. März 2016 sei
verspätet und könne nicht berücksichtigt werden. Der Umstand, dass es zwischen
dem Beschwerdeführer und seinem Vertreter zu einem angeblichen und nicht weiter
erläuterten "Missverständnis" gekommen sei, sei unerheblich und erlaube
insbesondere eine Wiederherstellung der Frist nicht (act. 16).
Mit Verfügung vom 16. März 2016 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, dem
Bundesgericht spätestens am 15. April 2016 einen Kostenvorschuss von Fr.
4'000.-- einzuzahlen (act. 17).
Mit Eingabe vom 14. April 2016 ersuchte der Vertreter des Beschwerdeführers um
eine Fristverlängerung von 20 Tagen. Sein Mandant sei derzeit darum bemüht, den
Kostenvorschuss beizubringen. Jedoch sei er nach längerem Auslandsaufenthalt
erst in der letzten Woche wieder in die Schweiz zurückgekehrt und benötige noch
etwas Zeit, um sich zu organisieren und den geforderten Kostenvorschuss
entrichten zu können (act. 18).
Mit Verfügung vom 15. April 2016 wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss die
gesetzlich vorgeschriebene und nicht mehr erstreckbare Nachfrist zur Bezahlung
des Kostenvorschusses bis zum 6. Mai 2016 angesetzt, ansonsten auf das
Rechtsmittel nicht eingetreten werde (act. 19).
Mit Eingabe vom 6. Mai 2016 ersuchte der Vertreter des Beschwerdeführers um
eine Notfrist von weiteren zehn Tagen. Nachdem er seinem Mandanten die
Verfügung vom 15. April 2016 zugestellt habe, habe er leider nichts mehr von
ihm vernommen (act. 20).
In der Folge wartete das Bundesgericht die beantragten zehn Tage ab, ohne eine
förmliche Verfügung zu erlassen. Der Kostenvorschuss ging nicht ein.
Androhungsgemäss ist auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht
einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor
Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

 Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Juni 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

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