Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.143/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_143/2015

Urteil vom 23. Februar 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (Sachbeschädigung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 6. November 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

 Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau nahm am 10. September 2014 eine von zwei
Strafsachen nicht an die Hand, die gegen den Beschwerdeführer wegen
Sachbeschädigung an einem Haselstrauch geführt wurden. Gegen diese
Nichtanhandnahme erhob der Beschwerdeführer am 18. September 2014 Beschwerde.
Das Obergericht des Kantons Aargau trat darauf am 6. November 2014 mangels
eines ausgewiesenen Rechtsschutzinteresses des Beschwerdeführers nicht ein.

 Der Beschwerdeführer teilte dem Obergericht am 30. November 2014 mit, dass er
den Entscheid vom 6. November 2014 an das Bundesgericht weiterziehen werde. Am
29. Januar 2015 schrieb er dem Obergericht erneut und wiederholte, dass er, wie
er am 30. November 2014 bereits mitgeteilt habe, den Fall ans Bundesgericht
weiterziehe. Am 2. Februar 2015 wandte er sich direkt ans Bundesgericht und
stellte fest, er habe "aufgrund des Schreibens vom 6.11.2014 vom Obergericht
... Beschwerde eingelegt".

2.

 In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist darzulegen, inwieweit der
angefochtene Entscheid nach Auffassung des Beschwerdeführers das Recht
verletzen soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Im vorliegenden Verfahren kann sich das
Bundesgericht nur mit der Frage befassen, ob der Beschwerdeführer ein
Rechtsschutzinteresse an der Behandlung eines Rechtsmittels haben kann, welches
sich dagegen richtet, dass ein gegen ihn geführtes Strafverfahren nicht an die
Hand genommen wurde.

 In der Eingabe vom 30. November 2014 macht der Beschwerdeführer geltend, es
sei absurd, "wenn gleichzeitig ein Verfahren aufgrund derselben Sache parallel
läuft - wo ohne subjektive Wahrnehmung vor Ort zur Lage des Haselbaumes - ich
widerrechtlich angezeigt wurde". Der Staatsanwalt habe sich "lediglich auf die
eine Seite einer Partie gestellt, ohne sich je ein Bild zu machen". In der
Eingabe vom 2. Februar 2015 führt er aus, die ganze Sache sei suspekt, habe er
doch zum selben Fall eine zweite Verfügung erhalten, worin er beschuldigt
werde, den Baum vergiftet zu haben, welche Anzeige "weder bei mir noch bei
meinem Anwalt eingetroffen" sei.

 Diese Ausführungen gehen an der Sacht vorbei, weil sie sich mit der anderen
der beiden Untersuchungen befassen, und in welchem Zusammenhang der
Beschwerdeführer wegen Sachbeschädigung an dem Haselstrauch verurteilt wurde
(vgl. angefochtenen Entscheid S. 2 E. 1.1. und 1.2.). Diese Verurteilung ist
nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Hier geht es ausschliesslich um
die zweite Untersuchung, welche die Staatsanwaltschaft wegen des Rückzugs des
Strafantrags nicht an die Hand nahm (vgl. angefochtenen Entscheid S. 2 E. 1.3.
und 2.1.). Inwieweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der
Nichtanhandnahme ein Rechtsschutzinteresse an der Behandlung eines
Rechtsmittels haben könnte, legt er nicht dar.

 Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach
Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.

 Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Februar 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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