Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.147/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_147/2015

Urteil vom 23. Februar 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (einfache Körperverletzung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern,
Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 9. Januar 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

 Der Beschwerdeführer wirft einem Pflegefachmann vor, ihn am 23. November 2013
in einer Psychiatrischen Klinik mehrfach auf den Kopf geschlagen und dadurch
verletzt zu haben. Am 13. August 2014 stellte die Staatsanwaltschaft
Emmental-Oberaargau das Verfahren wegen Tätlichkeiten bzw. einfacher
Körperverletzung mangels hinreichender Verdachtsgründe ein. Eine dagegen
gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern am 9. Januar 2015
ab.

 Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen
Antrag zu stellen. Offensichtlich strebt er eine Verurteilung des Beschuldigten
an.

2.

 Es kann offenbleiben, ob der Beschwerdeführer unter dem Gesichtswinkel von
Art. 81 BGG zum vorliegenden Rechtsmittel legitimiert ist.

3.

 Die Beschwerde richtet sich nur gegen die Beweiswürdigung durch die
Vorinstanz. Diese kann vor Bundesgericht gerügt werden, wenn sie offensichtlich
unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9
BV ist. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich
unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht,
eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in
stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dass eine andere
Lösung ebenfalls möglich ist, genügt nicht (BGE 138 III 378 E. 6.1, 137 I 1 E.
2.4). Die angebliche Willkür ist in der Beschwerde präzise zu rügen, und die
Rüge ist zu begründen (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht stellt insoweit
strenge Anforderungen. Appellatorische Kritik, wie sie vor einer Instanz mit
voller Kognition vorgebracht werden kann, ist vor Bundesgericht unzulässig.

 Die Beschwerde genügt den Anforderungen einer Willkürbeschwerde nicht. Die
Vorinstanz kommt zum Schluss, dass keine objektiven Beweismittel bestehen,
welche die Schilderung des Bescherdeführers belegen könnten. Sie stellt z.B.
fest, seine Darstellung sei durch den von ihm genannten Hauptzeugen nicht
bestätigt worden, da dieser einzig einen "Schubser" beobachtet habe, der nicht
als Tätlichkeit eingestuft werden könne (Beschluss S. 4 E. 4.3). Aus dem
Umstand, dass der Zeuge seit einem Jahr in der Klinik arbeitet (Beschwerde S.
1), folgt nicht zwingend, dass er nicht die Wahrheit sagt. Zwei weitere vom
Beschwerdeführer genannte Zeuginnen waren nach dessen eigener Aussage beim
Vorfall gar nicht anwesend (Beschluss S. 4 E. 4.3). Dass diese Zeuginnen
allenfalls bestätigen könnten, dass der oben erwähnte Hauptzeuge sich bereit
erklärte, "alles was er gesehen hat", bei der Polizei auszusagen (Beschwerde S.
1), vermag am Ergebnis offensichtlich nichts zu ändern.

 Ohne dass sich das Bundesgericht zu allen Vorbringen ausdrücklich äussern
müsste, ist auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht
einzutreten.

4.

 Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG). Er macht geltend, er habe kein Geld, um das Beschwerdeverfahren zu
bezahlen (Beschwerde S. 3). Das Vorbringen ist als Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege entgegenzunehmen. Das Gesuch ist in Anwendung von Art. 64 BGG
abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen
Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu
tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. 
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern,
Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Februar 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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