Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.180/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_180/2015

Urteil vom 18. Februar 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichter Oberholzer, Rüedi,
Gerichtsschreiber M. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Pornografie,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 2. Abteilung, vom 12.
November 2014.

Sachverhalt:

A.
X.________ wird vorgeworfen, er habe mehrfach Bildaufnahmen, die sexuelle
Handlungen mit Kindern zum Inhalt hätten, hergestellt, zugänglich gemacht und
besessen. Anlässlich einer Hausdurchsuchung am 25. Mai 2012 seien über 148'000
Bild- und 1'600 Videodateien gefunden worden, auf welchen Kinder - in der Regel
Mädchen - im Teenageralter mit teilweise oder ganz entblösstem Körper zu sehen
seien. Nebst Darstellungen von sexuellen Handlungen an sich selbst oder mit
erwachsenen Personen würden sich darunter auch viele Bilder und
Videoaufzeichnungen befinden, welche offensichtlich noch nicht geschlechtsreife
Mädchen beim Posieren zeigten. Die Bilder und Videos habe X.________ vorwiegend
mit Hilfe von "Peer-to-Peer-Software" (Tauschbörsen) sowie über Webseiten auf
seinen Computer heruntergeladen und auf diversen Datenträgern abgespeichert.
Weiter seien bei ihm 20 Videokassetten sichergestellt worden, auf welchen sich
Aufnahmen von (halb-) nackten Kindern beim Spielen am Strand befänden. Daraus
habe X.________ verschiedene Standbilder angefertigt, welche einzig der
Befriedigung seiner sexuellen Lust respektive seiner erotischen Phantasien
gedient hätten.

B.
Das Bezirksgericht Willisau verurteilte X.________ am 12. Dezember 2013 wegen
mehrfacher Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 3 und Art. 197 Ziff. 3bis
aStGB zu 400 Stunden gemeinnütziger Arbeit, unter Aufschub des Vollzugs, sowie
zu einer Busse von Fr. 700.--. Es ordnete die Einziehung und Vernichtung der
bei X.________ beschlagnahmten Datenträger und IT-Speichermedien an.
Auf Berufung von X.________ und Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft hin
bestätigte das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 12. November 2014 die
erstinstanzlichen Schuldsprüche grundsätzlich, sprach X.________ indes
hinsichtlich 80 Bilder, eines Videos und dreier Filmsequenzen vom Vorwurf der
Herstellung bzw. des Besitzes pornografischer Erzeugnisse frei. Es bestätigte
die vom erstinstanzlichen Gericht verhängte Strafe sowie die Einziehung und
Vernichtung sämtlicher bei X.________ beschlagnahmter Datenträger und
IT-Speichermedien.

C.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen sinngemäss, er sei
hinsichtlich der Bilder und Videos, die nicht über eine Tauschbörse
heruntergeladen worden seien, freizusprechen. Die in diesem Zusammenhang
eingezogenen Datenträger und IT-Speichermedien seien ihm herauszugeben.

Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer akzeptierte die erstinstanzliche Verurteilung hinsichtlich
der Bilder und Videos, die er mittels "Peer-to-Peer-Software" heruntergeladen
hatte, sowie die angeordnete Einziehung und Vernichtung der dabei verwendeten
Datenträger und IT-Speichermedien. Aufgrund der beschränkten Berufung bildete
einzig seine Verurteilung hinsichtlich der Bilder und Videos, die nicht über
eine Tauschbörse heruntergeladen worden sind, Gegenstand des vorinstanzlichen
Entscheids. Die Vorinstanz beurteilte lediglich 72 mutmasslich aus dem Internet
heruntergeladene Bilddateien und drei vom Beschwerdeführer selbst erstellte
Videoaufnahmen sowie 46 daraus stammende Standbilder. Soweit der
Beschwerdeführer sich in seiner Beschwerde ans Bundesgericht zum nicht
angefochtenen Teil des erstinstanzlichen Urteils äussert und der
Staatsanwaltschaft mangelndes technisches Verständnis vorwirft sowie
vorsätzliches Handeln abstreitet, ist darauf nicht einzutreten, da der
kantonale Instanzenzug nicht ausgeschöpft wurde (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG).
Gleiches gilt für die in diesem Zusammenhang angebrachte Kritik an der Anklage
sowie den beantragten Beizug eines Sachverständigen.
Nicht einzugehen ist sodann auf das Schreiben des Beschwerdeführers vom 14.
November 2015. Dieses wurde nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereicht und ist
daher unbeachtlich (vgl. Art. 100 Abs. 1 BGG; BGE 138 II 217 E. 2.5 S. 221).

2.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung
kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich im
Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum
Begriff der Willkür BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen), oder wenn sie
auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die
Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann
(Art. 97 Abs. 1 BGG). Wird die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich
Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung) gerügt, gelten qualifizierte
Anforderungen an die Begründung (vgl. Art. 42 Abs. 2 i.V.m. 106 Abs. 2 BGG).
Anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids ist darzulegen, inwiefern
verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 139 I 229 E. 2.2 S.
232; 138 I 225 E. 3.2 S. 228; je mit Hinweisen). Auf rein appellatorische
Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 141 IV
249 E. 1.3.1 S. 253; 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer kritisiert die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung
und Beweiswürdigung verschiedentlich sinngemäss als willkürlich, ohne jedoch
eine eigentliche Willkürrüge zu erheben. Soweit er den vorinstanzlichen
Erwägungen lediglich seine Sicht der Dinge gegenüberstellt, genügt dies den
Rügeanforderungen im bundesgerichtlichen Verfahren nicht. Dies ist zum Beispiel
der Fall, wenn er behauptet, auf den von ihm aufgenommenen Videos und den
daraus stammenden Standbildern seien keine nackten Kinder zu sehen oder es gebe
kein Bild, welches eine weibliche Person im Kindesalter mit einer erwachsenen
männlichen Person beim Geschlechtsverkehr zeige. Weiter sind auch keine
Anhaltspunkte für eine willkürliche Aktenzusammenstellung ersichtlich. Die
Kritik des Beschwerdeführers ist rein appellatorischer Natur. Darauf ist nicht
einzutreten.

3.

3.1. Nach Art. 197 aStGB macht sich strafbar, wer pornografische Schriften,
Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände solcher Art oder
pornografische Vorführungen einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt,
überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet (Ziff.
1). Wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Ziffer 1, die sexuelle
Handlungen mit Kindern oder mit Tieren, menschlichen Ausscheidungen oder
Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben, herstellt, einführt, lagert, in Verkehr
bringt, anpreist, ausstellt, anbietet, zeigt, überlässt oder zugänglich macht,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (Ziff.
3). Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft,
wer Gegenstände oder Vorführungen im Sinne von Ziffer 1, die sexuelle
Handlungen mit Kindern oder Tieren oder sexuelle Handlungen mit
Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben, erwirbt, sich über elektronische Mittel
oder sonstwie beschafft oder besitzt (Ziff. 3bis).

3.1.1. Der Begriff der Pornografie setzt einerseits voraus, dass die
Darstellungen oder Darbietungen objektiv betrachtet darauf ausgelegt sind, den
Konsumenten sexuell aufzureizen. Andererseits ist erforderlich, dass die
Sexualität so stark aus ihren menschlichen und emotionalen Bezügen
herausgetrennt wird, dass die jeweilige Person als ein blosses Sexualobjekt
erscheint, über das nach Belieben verfügt werden kann. Das sexuelle Verhalten
wird dadurch vergröbert und aufdringlich in den Vordergrund gerückt (BGE 133 IV
31 E. 6.1.1 S. 34 mit Hinweisen).

3.1.2. Das Verbot der harten Pornografie gemäss Art. 197 Ziff. 3 aStGB bezweckt
neben der ungestörten Entwicklung Jugendlicher (vgl. Art. 197 Ziff. 1 und 2
aStGB; BGE 131 IV 64 E. 10.1.2 S. 67 ff. mit Hinweisen) zusätzlich den Schutz
von Erwachsenen vor der korrumpierenden Wirkung solcher Erzeugnisse und damit
mittelbar die Bewahrung potenzieller "Darsteller" vor sexueller Ausbeutung,
Gewalt und erniedrigender bzw. menschenunwürdiger Behandlung. Ein Werk ist
schon als kinderpornografisch zu betrachten, wenn daraus erkennbar ist, dass
seine vorsätzliche Herstellung in der Schweiz nach Art. 187 StGB strafbar wäre.
Nach der Rechtsprechung ist nicht ausgeschlossen, dass Nacktaufnahmen von
Kindern auch ohne besondere Betonung des Genitalbereichs als pornografisch
qualifiziert werden können. In jedem Fall erfüllt derjenige den Tatbestand der
harten Pornografie gemäss Art. 197 Ziff. 3 aStGB, welcher das Kind mit
entblösstem Genitalbereich in einer nach den Umständen objektiv aufreizenden
Stellung posieren lässt und fotografiert, unabhängig davon, ob er dabei selbst
sexuelle Regungen verspürt oder das Kind die sexuelle Bedeutung der Handlung
erkennt. Von vornherein als nicht pornografisch sind hingegen Fotos des nackten
kindlichen Körpers zu betrachten, denen in keiner Weise entnommen werden kann,
dass der Täter bei der Herstellung auf die Kinder eingewirkt hat (z.B.
Schnappschüsse am Strand oder in der Badeanstalt). Dies muss unabhängig davon
gelten, ob die Fotos später zur sexuellen Erregung verwendet werden (BGE 133 IV
31 E. 6.1.2 S. 34 f. mit Hinweisen).

3.2.

3.2.1. Die Vorinstanz erwägt unter Hinweis auf zwei Meinungen in der Literatur,
aus dem Zweck von Art. 197 Ziff. 3 aStGB ergebe sich, dass Personen unter 16
Jahren vor jeder sexuellen Ausbeutung und jedem sexuellen Missbrauch zu
schützen seien. Deshalb sei auch deren Darstellung in sexueller Pose strafbar,
egal ob die Personen dabei nackt, halbnackt oder teilweise nackt seien. Das
Augenmerk sei primär auf die sexualbezogene Pose, die Darstellung, den
Blickwinkel und den Ausschnitt der Aufnahme zu richten, und nicht vorrangig auf
die Frage der teilweisen oder vollständigen Entblössung. Auch die Aufnahme
eines nicht entblössten Geschlechtsteils könne durch die Art der Aufnahme als
sexualbezogen und ausserhalb des sozial akzeptierten Rahmens liegend
erscheinen. Bei der Darstellung halbnackter bzw. teilweise nackter Kinder seien
indes höhere Anforderungen an die sich aus den erwähnten anderen Elementen
ergebende Sexualbezogenheit der Aufnahme zu stellen als bei im Genitalbereich
oder vollständig entkleideten Kindern. Reine Schnappschüsse eines nackten,
halbnackten oder teilweise nackten Kindes ohne Sexualbezug und ohne Absicht der
Aufreizung des Betrachters, entsprechende Familienferienaufnahmen an einem
Nacktstrand oder unbefangene Aufnahmen in Unterwäsche-, Badebekleidungs- oder
Ferienkatalogen seien demnach nicht strafbar.
Voraussetzung der Strafbarkeit einer Aufnahme sei nicht zwingend, dass auf die
dargestellte Person direkt eingewirkt werde, beispielsweise durch Anweisungen
wie sie zu posieren habe. Vielmehr könne sich ein strafrelevantes (indirektes)
Einwirken auf die dargestellte Person bzw. die Darstellung auch aus der Art der
Aufnahme und der Wahl des Blickwinkels, des Ausschnitts oder des Zooms ergeben,
wenn die Aufnahme klarerweise der sexuellen Erregung des Betrachters dienen
soll. Eine solche Aufnahme könne nicht als Schnappschuss gelten. Die
Sexualbezogenheit einer Aufnahme könne selbst dann gegeben sein, wenn das
aufgenommene Kind davon nichts wisse oder deren sexuelle Bedeutung nicht
erkenne. Jede Darstellung, die die Kinderpornografie oder den sonstigen
Missbrauch von Kindern in irgendeiner Weise fördern könne, indem sie
entsprechend veranlagte Personen aufreize, sei als strafbar einzustufen.
Deshalb komme es nicht auf das tatsächliche Alter der dargestellten Personen
an, sondern auf die effektive und konkrete Wirkung der Darstellung beim
Betrachter. Auch Aufnahmen von Personen über 16 Jahren, die körperlich kindlich
erschienen oder die bewusst als kindlich dargestellt würden, sei es durch die
Art des Posierens oder der allgemeinen Darstellung wie etwa des Hintergrunds
und der Umgebung, die Bekleidung, die vollständige Intimrasur oder das
Schminken usw., könnten aufgrund des beim Betrachter erweckten Eindrucks und
mit Blick auf den Schutzzweck der Norm strafbar sein.

3.2.2. Ausgehend von diesem Verständnis der Kinderpornografie führt die
Vorinstanz aus, die auf drei Videos festgehaltenen Aufnahmen am Strand der Côte
d'Azur aus den Jahren 1991 und 1992 zeigten mehrheitlich (halb-) nackte Kinder
beim Spielen und Baden am Strand. Der Beschwerdeführer habe über längere Zeit
hinweg gezielt sexualbezogene Ausschnitte der teilweise oder ganz nackten
Mädchen aufgenommen, diese mit Blickwinkel und Kameraausschnitt auf die
Geschlechtsteile respektive die Brüste geradezu filmisch verfolgt, ohne dass
die Aufnahmen in irgendeinen Bezug nicht sexueller Natur eingebettet wären. Der
Blick des Betrachters werde direkt auf die heranwachsenden Brüste oder die
Schamgegend gelenkt, womit diese besonders betont und die Mädchen auf
Sexualobjekte reduziert würden. Im Gesamtkontext bezweckten die Aufnahmen
eindeutig die sexuelle Stimulation des Betrachters. Dies gelte auch für die
stark herangezoomte Filmaufnahme eines knienden Mädchens im Badekleid, da sich
diese über längere Zeit durchgehend auf Brust und Intimbereich richte und den
Kopf und die Füsse nicht erfasse. Ausgenommen jene Bildsequenzen, in denen die
Kinder in einer Gruppe oder von Weitem und ohne Betonung der Geschlechtsteile
in eigentlichen Strand- und Spielszenen aufgenommen worden sind, sowie die
Aufnahmen bekleideter Erwachsener, qualifiziert die Vorinstanz die Aufnahmen
als pornografisch.
Zum selben Schluss gelangt sie hinsichtlich neun der aus den Videos
angefertigten 46 Standbilder. Zwar sei der sexuelle Bezug der Darstellungen
nicht derart offensichtlich wie bei den anderen zu beurteilenden Bildern (jene,
die der Beschwerdeführer mutmasslich aus dem Internet herunterlud). Auffallend
sei jedoch, wie Ausschnitte gezielt eingesetzt worden seien. Die Mädchen seien
grösstenteils ohne oder nur mit teilweiser Abbildung des Kopfes dargestellt,
und der Blick des Betrachters werde direkt auf die heranwachsenden Brüste
gelenkt. Die Mädchen würden so letztendlich auf Sexualobjekte reduziert. Es
handle sich dabei nicht um Ferienschnappschüsse. Zwar sei nicht auf die
abgebildeten Kinder eingewirkt worden wie bei "Posing-Bildern", da diese
mehrheitlich ohne ihr Wissen und ohne ihr aktives Zutun aufgenommen worden
seien. Durch das sexualbetonte Filmen und das ebenso gezielte Erstellen der
Standbilder habe der Beschwerdeführer indes auf die Darstellung und indirekt
auch auf die abgebildeten Mädchen eingewirkt. Die Aufnahmen könnten im
Gesamteindruck nicht anders verstanden werden, als dass sie bezweckten, den
Betrachter sexuell zu stimulieren. Da auf einem der neun Bilder nicht
zweifelsfrei ersichtlich sei, dass es sich bei der abgebildeten Person um ein
Kind handle, sieht die Vorinstanz den objektiven Tatbestand von Art. 197 Ziff.
3bis aStGB bei acht der total 46 Bilder als erfüllt an. Bei den restlichen
Aufnahmen sei der Sexualbezug losgelöst von den anderen Bildern bzw.
Filmsequenzen demgegenüber nicht klar genug gegeben.
Hinsichtlich der mutmasslich aus dem Internet heruntergeladenen 72 Bilder
erwägt die Vorinstanz, es handle sich dabei mehrheitlich um "Posing-Bilder".
Die aufgenommenen Personen seien überwiegend in einer objektiv klar
aufreizenden, posierenden Stellung fotografiert worden. Die meisten Aufnahmen
betonten die primären oder sekundären Geschlechtsteile durch Gesten,
Körperhaltung, Blickwinkel oder Ausschnitt, zu einem grossen Teil auch mit
offensichtlicher Zurschaustellung des Genitalbereichs. Damit werde die
Sexualität aufdringlich in den Vordergrund gerückt, ohne dass die Bilder in
irgendeinen Bezug nicht sexueller Natur eingebettet wären. Die Aufnahmen
zielten darauf ab, den Betrachter zu erregen und es sei in klar erkennbarer
Weise auf die abgebildeten Personen eingewirkt worden. Die Vorinstanz geht
aufgrund des nicht feststehenden Alters der aufgenommenen Personen bei 38
Bildern zu Gunsten des Beschwerdeführers davon aus, dass es sich dabei nicht um
Kinder handelt. Bei weiteren Aufnahmen sieht sie die Sexualbezogenheit der
Posen als nicht genügend eindeutig an. Insgesamt stuft sie 30 Bilder als
kinderpornografisch ein.

3.3.

3.3.1. Die Vorinstanz gibt die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Begriff
der Pornografie korrekt wieder. Wie sie zutreffend ausführt, können im
Einzelfall Nacktaufnahmen von Kindern auch ohne besondere Betonung des
Genitalbereichs als pornografisch erscheinen (BGE 133 IV 31 E. 6.1.2 S. 34 f.
mit Hinweisen). Entscheidend ist der Gesamteindruck (BGE 131 IV 64 E. 10.1.1 S.
67 mit Hinweisen). Sind die Darstellungen objektiv betrachtet darauf ausgelegt,
den Konsumenten sexuell aufzureizen und ist die Sexualität so stark aus ihren
menschlichen und emotionalen Bezügen herausgetrennt, dass die jeweilige Person
als ein blosses Sexualobjekt erscheint, ist die Aufnahme eines nackten Kindes
als pornografisch einzustufen (BGE 133 IV 31 E. 6.1.1 S. 34 mit Hinweisen).
Dabei ist nicht zwingend erforderlich, dass direkt auf das Kind eingewirkt wird
im Sinne eines eigentlichen Posierenlassens. Denn das Verbot der
Kinderpornografie bezweckt nebst der ungestörten sexuellen Entwicklung von
Kindern und Jugendlichen auch den Schutz von Erwachsenen vor der
korrumpierenden Wirkung pornografischer Bilder von Kindern (BGE 131 IV 16 E.
1.2 S. 19; 128 IV 25 E. 3a S. 28 mit Hinweisen). Eine solche kann sich indes
nicht nur aus gestellten Aufnahmen ergeben. Auch heimlich aufgenommene Bilder
von nackten Kindern können korrumpierend wirken. Nicht unter den
Straftatbestand der Kinderpornografie fallen jedoch blosse Schnappschüsse von
Szenen des alltäglichen Lebens, beispielsweise nackter Kinder am Strand oder in
der Badeanstalt. Als Massstab zur Abgrenzung von straflosen Schnappschüssen und
verbotener Pornografie kann die Sozialadäquanz dienen. Sind die Bilder
ausserhalb des sozial üblichen und akzeptierten Rahmens anzusiedeln und lassen
diese keine andere Interpretation zu, als dass sie der sexuellen Erregung
pädosexuell veranlagter Personen dienen sollen, handelt es sich um verbotene
kinderpornografische Darstellungen (vgl. PHILIPPE WEISSENBERGER, Wann sind
Fotos nackter Kinder pornografisch?, ZBJV 138 (2002) S. 356 f., 357; STEFANIA
SUTER-ZÜRCHER, Die Strafbarkeit der sexuellen Handlungen mit Kindern nach Art.
187 StGB, Diss. Zürich 2003, S. 85). Kinderpornografischen Charakter aufweisen
können demnach nicht nur Aufnahmen vollständig nackter Kinder, sondern auch
solche teilweise nackter Personen im Kindesalter, soweit die Bilder aufgrund
von Pose, Darstellung, Blickwinkel, Ausschnitt oder weiterer Elemente eindeutig
sexualbezogen und sozial inadäquat erscheinen. Dabei sind allerdings deutlich
höhere Anforderungen an die sich aus den erwähnten anderen Elementen ergebende
Sexualbezogenheit der Aufnahme zu stellen als bei im Genitalbereich oder
vollständig entkleideten Kindern. Der pornografische Charakter von
Darstellungen halbnackter bzw. teilweise nackter Kinder ist nicht leichthin und
nur in unzweideutigen Fällen zu bejahen.

3.3.2. Vorliegend filmte der Beschwerdeführer verschiedene nackte respektive
vorwiegend halbnackte Mädchen am Strand. Im Mittelpunkt der Aufnahmen stehen
die (sekundären) Geschlechtsteile der aufgenommenen Personen, Kopf und Füsse
der Mädchen sind teilweise gar nicht zu sehen. Die Brüste und teilweise die
Schamgegend werden klar sexualbezogen dargestellt, ohne dass die Bilder in
irgendeinen Bezug nicht sexueller Natur eingebettet wären. Wie die Vorinstanz
zu Recht festhält, handelt es sich dabei nicht um blosse Ferienschnappschüsse.
Vielmehr ist aufgrund von Kameraführung und -ausschnitt klar ersichtlich, dass
die Aufnahmen einzig der sexuellen Stimulation des Betrachters dienen sollen.
Die aufgenommenen Mädchen werden so auf blosse Sexualobjekte reduziert. Die
Aufnahmen sind demnach als pornografisch im Sinne von Art. 197 Ziff. 3 aStGB zu
qualifizieren.
Bezüglich der anderen, mutmasslich aus dem Internet stammenden Bilder, hält die
Vorinstanz zutreffend fest, dass bei diesen Aufnahmen zweifellos auf die
dargestellten Personen eingewirkt wurde. Diese posieren in eindeutig
sexualbezogener, aufreizender Stellung mit klarer Betonung der primären oder
sekundären Geschlechtsteile. Teilweise wird der Genitalbereich offensichtlich
zur Schau gestellt. Es handelt sich nicht um Aufnahmen natürlicher Situationen.
Die Sexualität wird aufdringlich in den Vordergrund gerückt. Die Bilder zielen
offensichtlich darauf ab, den Betrachter sexuell zu erregen. Die abgebildeten
Mädchen erscheinen aufgrund der Darstellung als blosse Sexualobjekte. Die
Aufnahmen sind deshalb mit der Vorinstanz als pornografisch im vorstehend
dargelegten Sinne einzustufen.

3.3.3. Der Beschwerdeführer rügt die Auffassung der Vorinstanz, wonach auch
Aufnahmen von Personen über 16 Jahren, die körperlich kindlich erschienen oder
die bewusst als kindlich dargestellt würden, aufgrund des beim Betrachter
erweckten Eindrucks mit Blick auf den Schutzzweck der Norm strafbar sein
könnten. Wie es sich damit verhält, kann vorliegend offengelassen werden. Die
Vorinstanz würdigt die fraglichen Bilder einzeln und sorgfältig. Sie verurteilt
den Beschwerdeführer nur für jene Aufnahmen, die ihrer Ansicht nach
zweifelsfrei Personen unter 16 Jahren zeigen. Dass sie dabei in Willkür
verfallen wäre, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist auch nicht
ersichtlich. Soweit seine Beschwerde diesbezüglich überhaupt den qualifizierten
Begründungsanforderungen genügt (vgl. vorne E. 2), ist sie unbegründet.
Gleiches gilt, soweit der Beschwerdeführer bestreitet, eventualvorsätzlich
gehandelt zu haben. Er räumt selbst ein, Suchbegriffe wie "Lolita", "Teenager"
und "13Year" verwendet zu haben. Wenn die Vorinstanz gestützt darauf annimmt,
der Beschwerdeführer habe in Kauf genommen, auch kinderpornografische Bilder
herunterzuladen, ist dies nicht zu beanstanden.

3.3.4. Unbegründet ist schliesslich das sinngemässe Vorbringen des
Beschwerdeführers, wonach keine gesetzliche Grundlage für seine Verurteilung
bestehe. Der in Art. 1 StGB und Art. 7 EMRK verankerte Grundsatz "nulla poena
sine lege" verlangt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts und der
Strassburger Organe, dass Strafnormen genügend bestimmt sind. Der Bürger muss
sich danach richten und die Folgen seines Verhaltens mit einem vernünftigen
Grad an Gewissheit voraussehen können. Dabei ist nicht erforderlich, dass
bereits der Wortlaut des Gesetzes absolute Klarheit bringt. Es ist vielmehr
ausreichend, wenn die genaue Bedeutung einer Strafnorm erst der einschlägigen
Gerichtspraxis entnommen werden kann, solange das Ergebnis der Auslegung noch
mit dem Sinn der Norm vereinbar und für den Laien vernünftigerweise
voraussehbar ist. Art. 197 aStGB genügt diesen Anforderungen, weshalb von einer
Verletzung des Grundsatzes "nulla poena sine lege" nicht gesprochen werden kann
(Urteil 6P.122/2004 vom 8. März 2005 E. 10.1.1 mit Hinweisen, nicht publiziert
in BGE 131 IV 64).

4.
Die Vorinstanz erwägt zutreffend, es liege weder ein Sachverhaltsirrtum noch
ein Irrtum über die Rechtswidrigkeit vor. Sie legt korrekt dar, die fraglichen
Bilder seien hinsichtlich Alter der dargestellten Personen und sexuellem Bezug
dermassen klar, dass kein Irrtum über den Inhalt der Abbildungen denkbar sei.
Gemäss den vorinstanzlichen - vom Beschwerdeführer nicht angefochtenen -
Feststellungen war ihm bewusst, dass er sich in einem verbotenen oder zumindest
äusserst fragwürdigen Bereich bewegte und es bezüglich Strafbarkeit von
derartigen Aufnahmen Abgrenzungsfragen gibt. Ein Irrtum über die
Rechtswidrigkeit liegt sodann nicht schon vor, wenn der Täter sein Verhalten
nicht für strafbar hält, sondern nur, wenn er meint, überhaupt kein Unrecht zu
tun (Urteil 6B_64/2014 vom 26. Juni 2014 E. 2.3.2 mit Hinweis; vgl. zum Ganzen:
BGE 129 IV 238 E. 3).

5.
Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers wird nicht klar, ob er die
vorinstanzliche Strafzumessung beanstandet. Seiner Kritik legt er indes eigene
sachverhaltliche Annahmen zugrunde, ohne dass er den von der Vorinstanz
festgestellten Sachverhalt in einer den qualifizierten Begründungsanforderungen
genügenden Weise als willkürlich rügt (vgl. vorne E. 2). Darauf ist folglich
ohnehin nicht einzugehen. Der Beschwerdeführer geht bei seinen Ausführungen
überdies offensichtlich davon aus, sich mehrheitlich nicht strafrechtlich
relevant verhalten zu haben. Da es beim vorinstanzlichen Schuldspruch bleibt,
gehen seine Vorbringen auch in dieser Hinsicht an der Sache vorbei.
Nicht einzutreten ist schliesslich auf den unter der Prämisse eines teilweisen
Freispruchs gestellten Antrag des Beschwerdeführers, wonach ihm verschiedene
der eingezogenen Computer und Speichermedien herauszugeben seien. Aufgrund der
Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs ergibt sich, dass sich auf allen
Datenträgern verbotenes pornografisches Material befindet und diese zu Recht
eingezogen wurden.

6.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei
diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

 Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 2. Abteilung,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Februar 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: M. Widmer

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