Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.183/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_183/2015

Urteil vom 12. März 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
A.X.________ und B.X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Freiburg, Postfach 1638, 1701
Freiburg,
2. C.Y.________ und D.Y.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Daniela Giovanoli,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nötigung (Art. 181 StGB),

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, Strafappellationshof,
vom 10. Dezember 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

 C.Y.________ und D.Y.________ wird vorgeworfen, A.X.________ am 3. März 2012
in Wallenried zur Unterzeichnung einer Verzichtserklärung für zwei Hunde
genötigt zu haben, indem sie ihm bei einer entsprechenden Weigerung eine Klage
auf Schadenersatz in Höhe von Fr. 5'000.-- in Aussicht stellten.

 Der Polizeirichter des Seebezirks verurteilte die Beschuldigten am 6. November
2013 wegen Nötigung zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr.
100.-- bzw. Fr. 10.--, mit einer Probezeit von vier Jahren, sowie zu einer
Busse von Fr. 600.-- bzw. Fr. 200.--.

 Am 10. Dezember 2014 hiess der Strafappellationshof am Kantonsgericht Freiburg
die Berufung der Beschuldigten gut. Er hob das Urteil des Polizeirichters auf
und sprach die Beschuldigten vom Vorwurf der Nötigung frei.

 A.X.________ und B.X.________ wenden sich ans Bundesgericht, ohne einen
ausdrücklichen Antrag zu stellen. Offensichtlich streben sie eine Verurteilung
der Beschuldigten an.

2.

 Nach Art. 81 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wer vor
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme
erhalten hat, sofern er ein aktuelles rechtlich geschütztes Interesse an der
Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat. Bei der
Privatklägerschaft wird in Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG zusätzlich
verlangt, dass der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer
Zivilansprüche auswirken kann. Als Zivilansprüche gelten solche, die ihren
Grund im Zivilrecht haben und deshalb ordentlicherweise vor den Zivilgerichten
durchgesetzt werden müssen. In erster Linie handelt es sich um Ansprüche auf
Schadenersatz und Genugtuung nach Art. 41 ff. OR. Wenn die Beschuldigten
freigesprochen werden, setzt dies voraus, dass die Privatklägerschaft, soweit
zumutbar, ihre Zivilansprüche aus strafbarer Handlung im Strafverfahren
adhäsionsweise geltend gemacht hat.

 Dem angefochtenen Entscheid ist nicht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführer
im kantonalen Strafverfahren gegen die Beschuldigten eine Zivilforderung
geltend gemacht hätten. In ihrer Eingabe vor Bundesgericht führen sie denn auch
aus, dass sie keine finanziellen Forderungen erheben (Beschwerde S. 1). Dass
sie die Rückgabe der Hunde, um die es ihnen offenbar geht, im Strafverfahren
adhäsisionsweise gefordert hätten, behaupten sie nicht. Folglich kann mangels
Legitimation der Beschwerdeführer auf das Rechtsmittel im Verfahren nach Art.
108 BGG nicht eingetreten werden.

3.

 Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern je zur Hälfte unter
solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG). Den
Beschwerdegegnern 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor
Bundesgericht keine Umtriebe hatten.

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern je zur Hälfte
unter solidarischer Haftung auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Freiburg,
Strafappellationshof, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. März 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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