Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.282/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_282/2015

Urteil vom 18. März 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
A.X.________, handelnd durch B.X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich, Tösstalstrasse 163, 8400 Winterthur,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Vollstreckung einer Strafe,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, vom 12. Februar 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

 Mit Strafbefehl vom 23. Juli 2012 verurteilte die Jugendanwaltschaft
Winterthur den Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen die Allgemeine
Polizeiverordnung und verpflichtete ihn zur Leistung eines Tages persönlicher
Arbeit. Die Verurteilung ist rechtskräftig (vgl. Urteil des Bundesgerichts
6B_741/2013 vom 19. Juni 2014).

 Am 22. September 2014 verpflichtete die Jugendanwaltschaft den
Beschwerdeführer, die Arbeitsleistung am 4. Oktober 2014 in einem Altersheim zu
leisten. Auf dagegen gerichtete Rechtsmittel traten das Obergericht des Kantons
Zürich am 9. Dezember 2014 und das Bundesgericht mit Urteil 6B_44/2015 vom 20.
Januar 2015 nicht ein.

 Am 26. Januar 2015 erliess die Jugendanwaltschaft eine erneute
Vollzugsverfügung gegen den Beschwerdeführer. Sie ordnete an, dieser habe die
persönliche Leistung von einem Tag am 14. März 2015 im Altersheim C.________ zu
erbringen. Auf eine dagegen gerichtete Beschwerde trat das Obergericht am 12.
Februar 2015 nicht ein.

 Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, der
Beschluss des Obergerichts vom 12. Februar 2015 sei aufzuheben.

2.

 Im Zusammenhang mit dem Vollzug jugendstrafrechtlicher Massnahmen kann mittels
Beschwerde nur die Änderung der Massnahme, die Überweisung an eine andere
Einrichtung, die Verweigerung oder der Widerruf der bedingten Entlassung sowie
die Beendigung der Massnahme angefochten werden (Art. 43 JStPO). Die Vorinstanz
bezieht sich auf diese Bestimmung und stellt fest, der Beschwerdeführer mache
keinen der dort abschliessend aufgezählten Beschwerdegründe geltend, weshalb
auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (vgl. Beschluss S. 3 E. 2).

 Mit dieser Haupterwägung der Vorinstanz befasst sich der Beschwerdeführer in
seiner Eingabe vor Bundesgericht nicht. Folglich genügt sie den Anforderungen
von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Wie der Beschwerdeführer aus E. 3 des Urteils
6B_44/2015 vom 20. Januar 2015 weiss, befasst sich das Bundesgericht unter
diesen Umständen mit der Eventualbegründung der Vorinstanz nicht. Auf die
Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.

 Unnötige Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht (Art. 66 Abs. 3 BGG). Der
minderjährige Beschwerdeführer wird durch seinen Vater vertreten. Dessen
Beschwerde war trölerisch und deshalb unnötig. Folglich hat der Vertreter des
Beschwerdeführers die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen.

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Vertreter des Beschwerdeführers,
B.X.________, auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. März 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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