Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.569/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_569/2015

Urteil vom 24. Juni 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichter Rüedi, Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mehrfacher gewerbsmässiger Betrug, mehrfache ungetreue Geschäftsführung etc.,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
1. Kammer, vom 2. April 2015.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. 
Das Obergericht des Kantons Aargau verurteilte den Beschwerdeführer am 2. April
2015 im Berufungsverfahren unter anderem wegen gewerbsmässigen Betrugs zu einer
Freiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten.

Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss
einen Freispruch und eventualiter eine Herabsetzung des Strafmasses.

2. 
Soweit der Beschwerdeführer eine Nachfrist für die Begründung der Beschwerde
verlangt, ist auf Art. 47 Abs. 1 BGG hinzuweisen, wonach gesetzliche Fristen
nicht erstreckt werden können.

3. 
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe seine persönlichen
Anträge und handschriftlichen Verteidigungsschriften von 614, 500, 187, 17,
147, 150 und 34 (insgesamt also 1649) Seiten nicht berücksichtigt. Er vermag
indessen nicht zu sagen, und es ist auch nicht ersichtlich, aus welchem Grund
und inwieweit die Vorinstanz diese offensichtlich übermässig langen Eingaben
des Beschwerdeführers in allen Einzelheiten hätte ausdrücklich in Betracht
ziehen müssen, obwohl er im kantonalen Verfahren amtlich verteidigt war und der
Verteidiger deshalb die Argumente des Beschwerdeführers vorbringen konnte. Auch
das Bundesgericht stufte die weitschweifigen und in rascher Abfolge eingehenden
Eingaben des Beschwerdeführers bereits als querulatorisch und
rechtsmissbräuchlich ein (Urteil 1F_52/2014 vom 20. März 2015). Indem sich die
Vorinstanz auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränkte
(Urteil S. 12 E. 1.2), verletzte sie das Recht nicht. Die Beschwerde ist
offensichtlich unbegründet. Sie ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen,
soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.

4. 
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist in Anwendung
von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen.
Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der
Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Juni 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

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