Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.644/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_644/2015

Urteil vom 20. Juli 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichter Oberholzer,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom
20. April 2015.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. 
Am 9. Oktober 2012 wurden im Rahmen einer durch die Polizei jährlich
durchgeführten Kontrolle gemeldeter Hanfplantagen Proben des vom
Beschwerdeführer produzierten Hanfs genommen und durch die Dienststelle
Forensische Chemie und Technologie analysiert. Das Probematerial entsprach
einem durchschnittlichen THC-Gehalt von 3,6 Prozent. Noch bevor der forensische
Untersuchungsbericht vorlag, soll der Beschwerdeführer für Fr. 4'900.-- ca. 150
selber angebaute und getrocknete Hanfpflanzen mit einem THC-Gehalt von 3,6
Prozent an seine Vertragspartnerin verkauft haben.

Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland verurteilte den Beschwerdeführer am
13. Februar 2014 wegen Vergehens nach Art. 19 Abs. 1 lit. c des
Betäubungsmittelgesetzes zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 60.--,
mit bedingtem Vollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse
von Fr. 500.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von acht Tagen. Das
Kantonsgericht St. Gallen wies eine dagegen gerichtete Berufung am 20. April
2015 ab und bestätigte den Entscheid des Kreisgerichts.

Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, der Entscheid
vom 20. April 2015 sei aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz
zurückzuweisen.

2. 
In Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG kann auf die Ausführungen der Vorinstanz
verwiesen werden (vgl. Entscheid S. 3-9 E. III). Das Bundesgericht hat seine
Rechtsprechung, wonach Cannabis und sämtliche auf seiner Grundlage erstellten
Erzeugnisse mit einem THC-Gehalt von über 1,0 Prozent verbotene
Betäubungsmittel darstellen, letztmals im Urteil 6B_1175/2014 vom 24. Juni 2015
bestätigt (E. 1.3.3). Gesetzlich wird zwischen Cannabis indica und Cannabis
sativa oder non-indica nicht unterschieden. Die entsprechenden Ausführungen des
Beschwerdeführers und seine Annahme, auf ihn als Landwirt, der kein Cannabis
indica anbaue, sei nicht das Betäubungsmittelgesetz, sondern die Gesetzgebung
über die Landwirtschaft anwendbar, gehen an der Sache vorbei. Entscheidend ist
nur der THC-Gehalt des von ihm produzierten Hanfs. Dazu stellt die Vorinstanz
fest, aufgrund der forensischen Analysen des sichergestellten Hanfs und der
eigenen Aussagen des Beschwerdeführers sei erwiesen, dass die von diesem an
seine Vertragspartnerin verkauften Hanfpflanzen einen THC-Gehalt von mindestens
1,0 Prozent aufwiesen (Entscheid S. 6 lit. d). Inwieweit diese tatsächliche
Feststellung offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG sein
könnte, ist den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht zu entnehmen.
Insbesondere ist nicht ersichtlich, aus welchem Grund es der von ihm
geforderten weiteren Analyse bedürfte.

Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG als offensichtlich
unbegründet abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

3. 
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Juli 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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