Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.648/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_648/2015

Urteil vom 1. Oktober 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Strafbefehl, Gültigkeit der Einsprache,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 9.
Juni 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.

 Mit Verfügung vom 23. Juni 2015 forderte das Bundesgericht die
Beschwerdeführerin auf, spätestens am 8. Juli 2015 einen Kostenvorschuss von
Fr. 1'000.-- einzuzahlen. Mit Eingabe vom 28. Juni 2015 teilte sie mit, der
Kostenvorschuss sei zu erlassen, da sie in einer grossen finanziellen Notlage
und überschuldet sei. Das Bundesgericht nahm die Eingabe als Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege entgegen. Die Beschwerdeführerin erhielt mit
Verfügung vom 30. Juni 2015 Frist bis zum 14. Juli 2015, um ihre aktuellen
Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie ihre Lebenshaltungskosten umfassend
zu belegen, ansonsten das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege aufgrund der
Akten beurteilt werde. Die Beschwerdeführerin meldete sich innert Frist nicht
mehr. Da sich aus dem angefochtenen Entscheid und selbst aus den kantonalen
Akten nichts zu ihren finanziellen Verhältnissen ergibt, erweist sich die
angebliche Bedürftigkeit als nicht belegt. Das Bundesgericht wies das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege am 21. Juli 2015 ab.
Mit Verfügung vom 23. Juli 2015 wurde die Beschwerdeführerin in der Folge
erneut aufgefordert, spätestens am 31. August 2015 einen Kostenvorschuss von
Fr. 1'000.-- einzuzahlen (act. 12). Da der Kostenvorschuss nicht einging, wurde
der Beschwerdeführerin am 8. September 2015 die gesetzlich vorgeschriebene
Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 21. September 2015
angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (act. 13).
Der Kostenvorschuss ging auch innert Nachfrist nicht ein. Die Bedürftigkeit ist
nicht belegt. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss im Verfahren nach Art.
108 BGG nicht einzutreten.

2.

 Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG).

 Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Oktober 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill

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