Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.654/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_654/2015

Urteil vom 9. Juli 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus,
5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Umwandlung einer Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
2. Kammer, vom 5. Mai 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. 
Der Beschwerdeführer wurde 2012 und 2013 in zwei Urteilen des Bezirksgerichts
Muri wegen mehrfacher Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu
Geldstrafen von insgesamt 60 Tagessätzen à Fr. 60.-- sowie Bussen von insgesamt
Fr. 300.-- bzw. Ersatzfreiheitsstrafen von insgesamt fünf Tagen verurteilt. In
der Folge bezahlte er die Geldstrafen und Bussen nicht.

Am 30. September 2014 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um einen
Nachentscheid in dem Sinne, dass er die beiden Strafen von 2012 und 2013 in
gemeinnütziger Arbeit abarbeiten könne. Das Bezirksgericht wies den Antrag auf
Umwandlung der Geldstrafen in gemeinnützige Arbeit am 21. Januar 2015 ab. Eine
dagegen gerichtete Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 5. Mai
2015 ab.

Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, die 65 Tage
seien in gemeinnützige Arbeit umzuwandeln.

2. 
Eine mündliche Verhandlung des Bundesgerichts wird nur durchgeführt, wenn sie
nötig ist. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Folglich kann auch die vom
Beschwerdeführer verlangte öffentliche Verhandlung nicht stattfinden.

3. 
In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den
angefochtenen Entscheid kurz darzulegen, dass und inwieweit er nach Auffassung
der Beschwerdeführers gegen das Recht verstösst (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dieser
Voraussetzung genügt die vorliegende Beschwerde nicht. Der Beschwerdeführer
macht geltend, er wolle gemeinnützige Arbeit leisten, weil die
Vollzugsanstalten in der Schweiz "schon sehr gut gefüllt" seien und er mit
seinen Cannasbisdelikten "keinen Menschen geschädigt" habe. Diese beiden
Argumente gehen an der Sache vorbei, wie der Beschwerdeführer der Begründung
des angefochtenen Entscheids unschwer entnehmen kann, und vermögen deshalb als
Begründung einer Beschwerde in Strafsachen nicht auszureichen. Darauf ist
mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht
einzutreten.

4. 
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Das nachträglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in
Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos
erschienen. Wie bei der Vorinstanz (Urteil S. 5 E. 3) ist den finanziellen
Verhältnissen des Beschwerdeführers auch vor Bundesgericht durch eine
herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. 
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juli 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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