Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.75/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_75/2015

Urteil vom 2. Februar 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510
Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellung des Strafverfahrens,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 30.
Oktober 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. 
Die Beschwerdeführerin erhebt gegen die Verantwortlichen in einem
Alterspflegeheim im Zusammenhang mit der Betreuung und dem Tod ihrer Mutter
verschiedene Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell führte eine
Untersuchung gegen die Leiterin des Heims und gegen Unbekannt wegen
vorsätzlicher Tötung (Sterbehilfe), Unterlassung der Nothilfe und
Körperverletzung. In der Folge stellte sie das Verfahren am 11./12. September
2014 ein. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wurde durch das Obergericht des
Kantons Thurgau am 30. Oktober 2014 geschützt. Der Entscheid vom 11./12.
September 2014 wurde aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an die
Staatsanwaltschaft zurückgewiesen. Das Obergericht führt aus, die
Staatsanwaltschaft habe durch Unterlassung der Schlussverfügung nach Art. 318
StPO das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt (Entscheid S. 7 E.
3). Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht. Sie ist mit der
Rückweisung an die Staatsanwaltschaft Bischofszell nicht einverstanden.

Indessen ist die Beschwerde ans Bundesgericht nur zulässig gegen Entscheide,
die das kantonale Verfahren abschliessen (Art. 90 BGG). Der
Rückweisungsentscheid der Vorinstanz schliesst das kantonale Verfahren nicht
ab. Es liegt auch kein Ausnahmefall vor. Die Vorwürfe, die die
Beschwerdeführerin gegen die Staatsanwaltschaft erhebt, wird sie gegen den
Endentscheid vorbringen können, sofern sie dann noch relevant sein werden. Auf
die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. 
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Februar 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

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