Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.775/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_775/2015

Urteil vom 19. August 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Oberholzer, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Bedingte Entlassung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2.
Kammer, vom 8. Juni 2015.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

 Der Beschwerdeführer verbüsst zurzeit in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg
zwei Freiheitsstrafen von insgesamt zehn Jahren und sechs Monaten zur
Hauptsache wegen versuchter Tötung eines Mithäftlings sowie Vergewaltigung. Das
ordentliche Vollzugsende ist am 14. Mai 2018.

 Das Amt für Justizvollzug des Kantons Aargau verfügte am 28. Januar 2015, von
einer bedingten Entlassung des Beschwerdeführers auf den Zwei-Drittel-Termin
werde derzeit abgesehen. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das
Verwaltungsgericht des Kantons Aargau am 8. Juni 2015 ab.

 Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, das Urteil
des Verwaltungsgerichts sei wegen Verletzung des Bundesrechts aufzuheben. Er
sei rückwirkend auf den 7. November 2014 bzw. sofort aus der Freiheitsstrafe
bedingt zu entlassen, zusammen mit einer gleichzeitigen kontrollierten
Wegweisung aus der Schweiz und einem Einreiseverbot (Beschwerde S. 3).

2.

 Der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung ordnet eine mündliche Verhandlung
nur an, sofern dies notwendig erscheint (Art. 57 BGG). Dies ist vorliegend
nicht der Fall.

3.

 In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist unter Hinweis auf den angefochtenen
Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Auffassung des Beschwerdeführers
gegen das Recht verstösst (Art. 42 Abs. 2 BGG).

 Die Beschwerde genügt diesen Anforderungen nicht. Zum einen befasst sie sich
mit der durch das Amt für Justizvollzug ebenfalls am 28. Januar 2015 verfügten
Einweisung des Beschwerdeführers in den Sicherheitstrakt II der
Justizvollzugsanstalt Lenzburg bzw. die Verlängerung dieser Massnahme vom 29.
Juli 2015 (vgl. Beschwerde S. 4/5, 8). Diese beiden Verfügungen und die
Einweisung in den Sicherheitstrakt sind indessen nicht Gegenstand des
angefochtenen Entscheids. Zum zweiten enthält die Beschwerde allgemeine
Ausführungen zu rechtlichen und "universalen" Grundsätzen (vgl. Beschwerde S.
5-7), ohne dass sich der Beschwerdeführer zu seinem eigenen konkreten Fall bzw.
zu den Erwägungen im angefochtenen Entscheid äussern würde. Und schliesslich
wirft er den Behörden deliktisches Handeln vor und macht geltend, er sei
unschuldig (vgl. Beschwerde S. 9/10). Diese Vorbringen sind im vorliegenden
Verfahren unzulässig.

 Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach
Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4.

 Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG).

 Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau,
2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. August 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Oberholzer

Der Gerichtsschreiber: Monn

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