Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.783/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_783/2015

Urteil vom 11. November 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Fahren in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration,
Sachbeschädigung usw.,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung,
2. Strafkammer, vom 9. Januar 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Das Obergericht des Kantons Bern verurteilte den Beschwerdeführer am 9. Januar
2015 im Berufungsverfahren wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand mit
qualifizierter Blutalkoholkonzentration, Sachbeschädigung und unanständigen
Benehmens zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 60.--, mit bedingtem
Vollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren, zu einer Verbindungsbusse von Fr.
600.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen sowie zu einer
Übertretungsbusse von Fr. 100.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem
Tag. Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt einen
Freispruch.
Die tatsächlichen Feststellungen bzw die Beweiswürdigung im angefochtenen
Urteil können vor Bundesgericht gerügt werden, wenn sie offensichtlich
unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9
BV sind. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich
unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht,
eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in
stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dass eine andere
Lösung ebenfalls möglich erscheint, genügt nicht (BGE 138 III 378 E. 6.1). Die
angebliche Willkür ist in der Beschwerde präzise zu rügen, und die Rüge ist zu
begründen (Art. 106 Abs. 2 und 42 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht stellt
insoweit hohe Anforderungen. Appellatorische Kritik, wie sie z.B. im
Berufungsverfahren vor einer Instanz mit voller Kognition vorgebracht werden
kann, genügt zur Begründung einer Beschwerde vor Bundesgericht nicht und ist
unzulässig.
Der Beschwerdeführer macht geltend, der Entscheid sei nur gestützt auf die
Aussage des Privatklägers ergangen. Diese sei sehr lückenhaft und teilweise
falsch. Zudem habe die Vorinstanz viele Punkte, die für ihn sprächen, ausser
Acht gelassen.
Diese Vorbringen stellen unzulässige appellatorische Kritik dar, denn der
Beschwerdeführer sagt nicht, welche angeblich falschen und lückenhaften
Aussagen des Privatklägers er meint und um welche Punkte es ihm geht, die die
Vorinstanz seiner Ansicht nach zu Unrecht nicht berücksichtigt hat. Eine
insoweit mindestens rudimentäre Begründung kann auch von einem juristischen
Laien verlangt werden. Im Übrigen wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom
17. August 2015 ausdrücklich auf die Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs.
2 BGG und die noch laufende Beschwerdefrist hingewiesen (act. 4). Dennoch hat
er es unterlassen, seine Beschwerde noch zu ergänzen. Darauf ist mangels einer
tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

 Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern,
Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. November 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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