Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.80/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_80/2015

Urteil vom 6. Februar 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellung; Kostenauflage (geringfügige Sachbeschädigung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, vom 7. Januar 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. 
Der Beschwerdeführerin wurde vorgeworfen, sie habe in einem Blumenbeet zwei
Gartenzwerge ergriffen und diese auf einen Gartensitzplatz geworfen, sodass die
Zwerge zerbrachen. Zudem habe sie eine Zierpflanze zertreten. Das
Stadtrichteramt Zürich bestrafte sie am 3. Oktober 2013 wegen geringfügiger
Sachbeschädigung mit einer Busse und auferlegte ihr die Kosten des Verfahrens.
Dagegen erhob sie Einsprache.

Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Zürich zog der
Anzeigeerstatter seinen Strafantrag zurück. Das Gericht stellte das Verfahren
deshalb am 18. September 2014 ein und auferlegte die Kosten der
Beschwerdeführerin. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des
Kantons Zürich am 7. Januar 2015 ab.

Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht, ohne einen ausdrücklichen
Antrag zu stellen. Offensichtlich will sie, dass auf die Kostenauflage
verzichtet wird.

2. 
Die Vorinstanz stellt unter anderem fest, dass die Beschwerdeführerin nicht
bestreitet, einen Gartenzwerg ergriffen und diesen auf den Gartensitzplatz
geworfen zu haben (Verfügung S. 5). Unter diesen Umständen ist von vornherein
ohne Belang, ob unter der Verfahrensnummer SAST1/2014/1996 von einer Hauswand
die Rede war oder nicht. Was die Beschwerdeführerin aus ihrem Vorbringen, diese
Verfahrensnummer gehöre zum vorliegenden Fall (Beschwerde Ziff. 1), für sich
herleiten will, sagt sie nicht.

Die Vorinstanz hat nicht verkannt, dass die Beschwerdeführerin vorbringt, sie
sei im Rahmen eines Streits von einer Drittperson gestossen worden. Davon, dass
die Vorinstanz diesen Umstand übersehen hätte (Beschwerde Ziff. 2), kann nicht
die Rede sein. Indessen geht die Vorinstanz davon aus, dass der erwähnte Streit
keinen Rechtfertigungsgrund für die willentliche Zerstörung eines Gartenzwergs
darstelle (Verfügung S. 5/6). Inwieweit diese Erwägung ihrer Ansicht nach
unrichtig sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar.

3. 
Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, auch der Anzeigeerstatter
habe sich auf dem Gartensitzplatz befunden (Beschwerde Ziff. 3). Inwieweit dies
am Ausgang der Sache etwas ändern könnte, wird in der Beschwerde nicht
dargelegt.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. 
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64
BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehen aussichtslos erschienen. Der
finanziellen Lage der Beschwerdeführerin (vgl. act. 12) ist bei der Bemessung
der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1. 
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. 
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Februar 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn

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