Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.95/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]                          
{T 0/2}
                                        
6B_95/2015, 6B_112/2015, 6B_113/2015

Urteil vom 25. Januar 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Bundesrichter Oberholzer, Rüedi,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiberin Andres.

Verfahrensbeteiligte
1. X.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Sabine Geissbühler,
2. Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Hotz,
3. Z.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Markus Büchi,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510
Frauenfeld,
2. A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Karin Looser Hürsch,
Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Mittäterschaft; Willkür,

Beschwerden gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 5.
November 2014.

Sachverhalt:

A.
A.________ stieg am Abend des 10. März 2009 am Bahnhof in B.________ zu
X.________, Z.________, Y.________ und C.________ in das Auto. Auf einem
Parkplatz im Industriequartier nahmen X.________ und Z.________ auf der
Rückbank des Fahrzeugs sexuelle Handlungen mit A.________ vor, wobei X.________
mit ihr den Beischlaf vollzog.
Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Männern vor, ihnen habe aufgrund der
konkreten Umstände bewusst sein müssen, dass sie gemeinsam psychischen Druck
gegenüber A.________ aufgebaut und diesen während der gesamten Dauer der
sexuellen Handlungen aufrechterhalten hätten. Ihnen sei bewusst gewesen, dass
A.________ nicht in der Lage gewesen sei, sich gegen die sexuellen Handlungen
zur Wehr zu setzen. Diesen Umstand hätten sie zumindest billigend in Kauf
genommen.
Ferner habe Y.________ den Vorfall ohne Einverständnis von A.________ mit
seinem Mobiltelefon aufgezeichnet.

B.
In Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichts Münchwilen vom 6. Dezember 2013
und 6. März 2014 sprach das Obergericht des Kantons Thurgau X.________,
Z.________, Y.________ sowie C.________ zweitinstanzlich der Vergewaltigung und
der sexuellen Nötigung sowie Y.________ der Verletzung des Geheim- oder
Privatbereichs durch Aufnahmegeräte und C.________ des Missbrauchs von
Ausweisen sowie Schildern schuldig. Es verurteilte sie zu bedingten
Freiheitsstrafen von 24 (X.________), 18 (Z.________), 13 (Y.________) und 9
Monaten (C.________) sowie zu Bussen in unterschiedlicher Höhe. Ferner
verpflichtete es sie, A.________ unter solidarischer Haftung eine zu
verzinsende Genugtuung von insgesamt Fr. 22'000.-- zu bezahlen, und stellte
fest, dass sie dem Grundsatz nach unter solidarischer Haftung
schadenersatzpflichtig sind. Schliesslich legte es die Haftungsquoten im
internen Verhältnis fest.

C.
X.________, Y.________ und Z.________ führen Beschwerde in Strafsachen. Sie
beantragen im Hauptpunkt, das obergerichtliche Urteil sei aufzuheben, und sie
seien von allen Vorwürfen freizusprechen. Y.________ und Z.________ ersuchen
sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung. Y.________
beantragt ferner, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

D.
Die Staatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Thurgau verzichten auf
eine Stellungnahme, Letzteres mit dem Antrag, die Beschwerden abzuweisen.
A.________ beantragt in allen drei Verfahren die Abweisung der Beschwerden.
Ferner ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung.
X.________ und Y.________ halten in ihrer Replik an ihrer Auffassung fest.

Erwägungen:

1.
Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn diese in einem engen
sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich, wenn sie sich gegen denselben
Entscheid richten und wenn sie die gleichen Parteien sowie ähnliche oder
gleiche Rechtsfragen betreffen (vgl. BGE 126 V 283 E. 1 S. 285; 113 Ia 390 E. 1
S. 394; je mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind erfüllt. Es rechtfertigt
sich, die Beschwerden gestützt auf Art. 71 BGG in sinngemässer Anwendung von
Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP zu vereinigen und in einem einzigen Entscheid zu
beurteilen.

2.
Der Beschwerdeführer 1 verweist einleitend auf seine Ausführungen im kantonalen
Verfahren. Damit ist er nicht zu hören. Die Begründung der Beschwerde muss in
der Beschwerdeschrift selbst enthalten sein, und der blosse Verweis auf
Ausführungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus (
BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 396 E. 3.2 S. 399 f. mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer 3 rügt erstmals vor Bundesgericht, seine drei Einvernahmen
aus dem Jahr 2009 seien nicht verwertbar, weshalb die Vorinstanz Art. 158 Abs.
2 StPO und die EMRK verletze, wenn sie einzig auf seine ersten Aussagen
abstelle. Da er seine Einwände bereits im vorinstanzlichen Verfahren hätte
vorbringen können und müssen, ist auf die Rüge mangels Ausschöpfung des
kantonalen Instanzenzugs (Art. 80 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

3.
Die Beschwerdeführer machen einerseits geltend, die Vorinstanz würdige die
Beweise einseitig zu ihren Ungunsten und stelle den Sachverhalt unrichtig fest,
womit sie gegen das Willkürverbot sowie die Unschuldsvermutung verstosse.
Andererseits verletze sie Art. 190 und 189 StGB, indem sie ihr Verhalten als
mittäterschaftlich begangene Vergewaltigung sowie sexuelle Nötigung würdige.
Die Beschwerdeführer bringen unter anderem vor, die Beschwerdegegnerin 2 sei
mit den sexuellen Handlungen einverstanden gewesen und habe keinen Widerstand
geleistet bzw. sie hätten einen solchen nicht erkennen können oder erkennen
müssen. Zudem hätten sie sie weder unter psychischen Druck setzen und sie
dadurch zu sexuellen Handlungen nötigen wollen noch dies tatsächlich gemacht.
Jedenfalls habe ein allfälliger psychischer Druck nicht die von der
Rechtsprechung geforderte Intensität erreicht, weshalb sie keine für die
Beschwerdegegnerin 2 ausweglose Zwangssituation geschaffen hätten.

4.

4.1. Die Vorinstanz hält als unbestritten fest, dass die Beschwerdegegnerin 2
zu den vier Männern in das Auto stieg und sie gemeinsam zu einem Parkplatz im
Industriequartier fuhren. Dort kam es auf Wunsch des Beschwerdeführers 1, dem
bisherigen Fahrer, zu einem Platzwechsel der Insassen, woraufhin die
Beschwerdegegnerin 2 zwischen den Beschwerdeführern 1 und 3 sass. Auf dem
Fahrersitz befand sich C.________, auf dem Beifahrersitz der Beschwerdeführer
2. Die fünf Insassen unterhielten sich, rauchten Zigaretten und hörten Musik.
Anschliessend nahmen die Beschwerdeführer 1 und 3 auf der Rückbank des
Fahrzeugs sexuelle Handlungen an der Beschwerdegegnerin 2 vor. Zunächst
umarmten sie die Beschwerdegegnerin 2. Der Beschwerdeführer 1 küsste sie, griff
ihre Brüste aus und streichelte sie am Hals sowie Bauch. Gleichzeitig berührte
der Beschwerdeführer 3 sie über und später unter ihrer Trainerhose im
Genitalbereich. Nachdem die beiden Männer Hose und Unterhose der
Beschwerdegegnerin 2 hinuntergezogen hatten, streichelte der Beschwerdeführer 3
ihren Vaginalbereich, drang mit einem Finger in ihre Vagina ein und bewegte
diesen mehrere Minuten auf und ab. Der Beschwerdeführer 1 forderte die
Beschwerdegegnerin 2 auf, sein Glied zu reiben und ihn oral zu befriedigen,
wobei er nicht zum Samenerguss kam. Auf nonverbale Aufforderung des
Beschwerdeführers 1 verliess der Beschwerdeführer 3 das Fahrzeug, woraufhin
Ersterer mit der rücklings auf der Rückbank liegenden Beschwerdegegnerin 2 den
Geschlechtsverkehr vollzog. Der Beschwerdeführer 2 und C.________ sassen
zeitweilig auf dem Fahrer- bzw. Beifahrersitz und beobachteten das Geschehen,
wobei der Beschwerdeführer 2 die Handlungen auf der Rückbank teilweise mit
seinem Mobiltelefon filmte (Urteil S. 11; Anklageschrift S. 2 f.).

4.2. In der Folge gibt die Vorinstanz die aus ihrer Sicht relevanten Aussagen
zusammengefasst wieder (Urteil S. 11 ff.) und würdigt diese teilweise (Urteil
S. 27 ff.). Sie gelangt zu der Erkenntnis, die Angaben der vier Männer ergäben
kein homogenes Bild, da wesentliche Teile ihrer Ausführungen widersprüchlich
seien (Urteil S. 27 ff.). Hinsichtlich der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2
sei den Ausführungen im aussagepsychologischen Gutachten zuzustimmen. Zu
ergänzen sei, dass ihre Schilderungen weitestgehend mit den tatnahen Aussagen
des Beschwerdeführers 3 übereinstimmten. Dieser habe sich in den ersten drei
Einvernahmen selbst belastet, indem er angegeben habe, es sei ihm mit der Zeit
klar geworden, dass die Beschwerdegegnerin 2 die sexuellen Handlungen nicht
gewollt habe. An der Glaubhaftigkeit dieser Aussagen ändere nichts, dass er sie
bei der staatsanwaltschaftlichen Befragung widerrufen und sich der Version des
Beschwerdeführers 1 angeschlossen habe. Es sei grundsätzlich auf die (ersten)
Aussagen des Beschwerdeführers 3 und jene der Beschwerdegegnerin 2 abzustellen
(Urteil S. 32 f.).
Gestützt darauf sei davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin 2 versucht
habe, sich den Annäherungen der Beschwerdeführer 1 und 3 durch "Wegrücken",
"Gerade-Hinsetzen" bzw. "Wegstossen" zu entziehen. Sie habe vor dem Oralverkehr
- wenn auch nicht sehr laut - mit einem "Nei, hör uff!" ihre Abwehrhaltung zum
Ausdruck gebracht, woraufhin der Beschwerdeführer 1 erwidert habe, dies sei
doch nicht so schlimm. Dass es schliesslich doch dazu gekommen sei, habe sie
damit erklärt, dass er ihr den Kopf heruntergedrückt habe. Es sei anzunehmen,
dass sie sich im Auto zurückhaltend verhalten habe. Dennoch habe sie ihre
Abneigung zum Ausdruck gebracht, wenn auch nicht so stark. Dass sich die
Ablehnung nicht konsequenter und stärker manifestiert habe, lasse sich gemäss
dem Gutachten mit ihrer Persönlichkeitsstörung erklären. Daher könne
offengelassen werden, inwiefern auch ihre Kindheitserlebnisse eine Rolle
gespielt hätten. Gleiches gelte für die Frage, ob sie in der Vergangenheit
nicht immer die Wahrheit gesagt habe. Ihr Vor- und Nachtatverhalten stehe der
Erkenntnis, wonach sie mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden gewesen
sei, nicht entgegen (Urteil S. 33 f.).

4.3. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, es könne offenbleiben, wo sich die vier
Männer während den sexuellen Handlungen wann aufgehalten hätten. Sie seien -
auch wenn sie zeitweise ausserhalb des Fahrzeugs gewesen seien - nie weit weg
gewesen, was der Beschwerdegegnerin 2 bewusst gewesen sei. Auch müsse sie die
Zwischenrufe des Beschwerdeführers 2 und von C.________ mitbekommen haben.
Demgegenüber habe sie gemäss eigenen Angaben nicht bemerkt, dass der
Beschwerdeführer 2 die Handlungen auf dem Rücksitz gefilmt habe. Während es
draussen dunkel gewesen sei, sei im Fahrzeug die Deckenbeleuchtung an gewesen
und Musik gelaufen. Nach dem Wechsel der Plätze sei die Beschwerdegegnerin 2
zwischen den Beschwerdeführern 1 und 3 auf der Rückbank gesessen. Der
Beschwerdeführer 1 zu ihrer Linken habe sie herangezogen, während der
Beschwerdeführer 3 zu ihrer Rechten seine Hand auf ihr Bein gelegt habe.
Daraufhin hätten die Beschwerdeführer 1 und 3 sexuelle Handlungen an der
Beschwerdegegnerin 2 vollzogen, wobei die beiden anderen Männer das Geschehen
phasenweise beobachtet, Witze gemacht und das Trio angefeuert hätten. Diese
Umstände, zu deren Entstehung jeder der vier Männer einen Beitrag geleistet
habe, hätten bei der Beschwerdegegnerin 2 im Zusammenspiel zu einer
Zwangssituation geführt. Sie habe den psychischen Druck wahrgenommen, weshalb
er kausal für die Zwangslage gewesen sei. Diese sei ausweglos gewesen, da die
Beschwerdegegnerin 2 gemäss dem Gutachten dazu neige, sich in belastenden
Situationen zu blockieren. Sie sei nicht in der Lage gewesen zu fliehen. Die
vier Männer hätten ihre Zwangslage erkannt (Urteil S. 38 ff.).

4.4. Die Beschwerdeführer 1 und 3 hätten vorsätzlich gehandelt, da sie die
Abwehrhaltung der Beschwerdegegnerin 2 wahrgenommen hätten. Die beiden anderen
Männer hätten zwar ihre verbale Gegenwehr nicht gehört, jedoch ihre
Körpersprache und Mimik wahrgenommen. Aufgrund dieser Anzeichen und der
gesamten Umstände (sexuelle Handlungen auf einem nachts verlassenen
Firmenparkplatz in Gegenwart bzw. unter Beteiligung von vier der jungen Frau
weitestgehend unbekannten Männern) hätten sie einen gegenteiligen Willen der im
Tatzeitpunkt noch nicht einmal 17-jährigen Beschwerdegegnerin 2 ernsthaft für
möglich halten müssen. Durch ihre Anfeuerungsrufe hätten sie das möglicherweise
strafbare Verhalten der Beschwerdeführer 1 und 3 billigend in Kauf genommen,
weshalb sie eventualvorsätzlich gehandelt hätten. Es bleibe kein Raum für einen
Sachverhaltsirrtum (Urteil S. 42 f.). Spätestens als der Beschwerdeführer 1 und
C.________ die Plätze getauscht hätten, sei den vier Männern klar gewesen, was
folgen würde, weshalb ein gemeinsamer Tatentschluss gegeben sei. Da
Mittäterschaft vorliege, seien alle vier Männer der Vergewaltigung und der
sexuellen Nötigung schuldig zu sprechen (Urteil S. 43 f.).

5.

5.1. Eine sexuelle Nötigung begeht gemäss Art. 189 StGB, wer eine Person zur
Duldung einer beischlafsähnlichen oder einer anderen sexuellen Handlung nötigt,
namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck
setzt oder zum Widerstand unfähig macht. Wer unter den genannten Umständen eine
Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt, macht sich
nach Art. 190 StGB der Vergewaltigung schuldig.
Die beiden Strafnormen bezwecken den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung und
erfassen alle erheblichen Nötigungsmittel. Es genügt prinzipiell der
ausdrückliche Wille, den Geschlechtsverkehr bzw. die sexuellen Handlungen nicht
zu wollen (vgl. BGE 122 IV 97 E. 2b S. 100; Urteile 6B_1149/2014 vom 16. Juli
2015 E. 5.1.3; 6B_834/2013 vom 14. Juli 2014 E. 2.1). Dieser Wille muss
unzweideutig manifestiert werden. Die von der Rechtsprechung geforderte
Gegenwehr des Opfers ist nichts anderes als eine tatkräftige und manifeste
Willensbezeugung, mit welcher dem Täter unmissverständlich klargemacht wird,
mit dem Geschlechtsverkehr oder den sexuellen Handlungen nicht einverstanden zu
sein. Unter dem Nötigungsmittel der Gewalt ist nicht mehr verlangt als das Mass
an körperlicher Kraftentfaltung, das notwendig ist, um sich über die
entgegenstehende Willensbetätigung des Opfers hinwegzusetzen (Urteile 6B_1149/
2014 vom 16. Juli 2015 E. 5.1.3; 6B_834/2013 vom 14. Juli 2014 E. 2.1; je mit
Hinweisen). Der Tatbestand der sexuellen Nötigung oder Vergewaltigung ist
erfüllt, wenn das Opfer unter dem Druck des ausgeübten Zwangs zum Voraus auf
Widerstand verzichtet oder ihn nach anfänglicher Abwehr aufgibt (BGE 126 IV 124
E. 3c S. 130; 118 IV 52 E. 2b S. 54 mit Hinweisen; Urteil 6B_1149/2014 vom 16.
Juli 2015 E. 5.1.3).
Die Tatbestandsvariante des Unter-Druck-Setzens stellt klar, dass sich die
Ausweglosigkeit der Situation auch ergeben kann, ohne dass der Täter
eigentliche Gewalt anwendet. Der psychische Druck, aufgrund dessen es zu einem
ungewollten Geschlechtsverkehr, zu einer beischlafsähnlichen oder einer anderen
sexuellen Handlung kommt, muss mit Blick auf die gewaltdeliktische Natur von
Art. 189 f. StGB von besonderer Intensität sein. Zwar wird nicht verlangt, dass
er zur Widerstandsunfähigkeit des Opfers führt. Die Einwirkung auf dasselbe
muss aber immerhin erheblich sein und eine der Gewaltanwendung oder Bedrohung
vergleichbare Intensität erreichen. Dies ist der Fall, wenn vom Opfer unter den
gegebenen Umständen und in Anbetracht seiner persönlichen Verhältnisse
verständlicherweise kein Widerstand erwartet werden kann bzw. ihm ein solcher
nicht zuzumuten ist, der Täter mithin gegen den Willen des Opfers an sein Ziel
gelangt, ohne dafür Gewalt oder Drohungen anwenden zu müssen (BGE 131 IV 167 E.
3.1 S. 170 f.; 126 IV 124 E. 3b f. S. 129 f.; je mit Hinweisen; siehe auch:
Urteile 6B_71/2015 vom 19. November 2015 E. 2.1.2; 6B_1149/2014 vom 16. Juli
2015 E. 5.1.3). Demnach kann eine Situation für das Opfer bereits aufgrund der
sozialen und körperlichen Dominanz des Täters aussichtslos sein. Diese Dominanz
muss nicht notwendigerweise mit der Furcht des Opfers vor körperlicher Gewalt
verknüpft sein. Ob die tatsächlichen Verhältnisse die tatbeständlichen
Anforderungen eines Nötigungsmittels erfüllen, lässt sich erst aufgrund einer
umfassenden Würdigung der konkreten Umstände entscheiden (BGE 128 IV 106 E. 3a/
bb S. 110 f. mit Hinweisen; vgl. Urteile 6B_71/2015 vom 19. November 2015 E.
2.1.2; 6B_1149/2014 vom 16. Juli 2015 E. 5.1.3). Die Auslegung der Art. 189 f.
StGB hat sich insoweit insbesondere an der Frage der zumutbaren
Selbstschutzmöglichkeiten des Opfers zu orientieren (BGE 128 IV 106 E. 3b S.
113 mit Hinweisen).
Die Tatbestände der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung sind nur erfüllt,
wenn der Täter vorsätzlich handelt. Es genügt jedoch auch ein Eventualvorsatz.
Wer es für möglich hält, dass das Opfer mit den sexuellen Handlungen nicht
einverstanden ist, und dies in Kauf nimmt, begeht eventualvorsätzlich eine
Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung. Die irrige Annahme eines
Einverständnisses führt nach Art. 13 StGB zum Ausschluss der Strafbarkeit (BGE
87 IV 66 E. 3 S. 71; PHILIPP MAIER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II,
3. Aufl. 2013, N. 17 zu Art. 190 StGB).
Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sog. innere Tatsachen
und ist somit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der
festgestellten Tatsachen der Schluss auf (Eventual-) Vorsatz begründet ist (BGE
137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis). Da sich insoweit Tat- und Rechtsfragen
teilweise überschneiden können, hat das Sachgericht die in diesem Zusammenhang
relevanten Tatsachen möglichst erschöpfend darzustellen, damit erkennbar wird,
aus welchen Umständen es auf (Eventual-) Vorsatz geschlossen hat. Das
Bundesgericht kann in einem gewissen Ausmass die richtige Bewertung dieser
Umstände im Hinblick auf den Rechtsbegriff des (Eventual-) Vorsatzes überprüfen
(BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 17 mit Hinweisen).

5.2. Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines
Delikts vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern
zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Tatbestandsmässige
Ausführungshandlungen sind keine notwendige Voraussetzung für die Annahme von
Mittäterschaft (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1 S. 155; 130 IV 58 E. 9.2.1 S. 66).
Folglich kann eine Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung in Mittäterschaft
begangen werden, auch wenn der Mittäter selbst keine sexuelle Handlung
vornimmt. Wer sich dem Entschluss des unmittelbaren Täters, das Opfer zu
vergewaltigen oder sexuell zu nötigen, vollumfänglich und in genauer Kenntnis
der Sachlage anschliesst, und ihn unter anderem durch sein Verhalten während
der Vergewaltigung oder sexuellen Nötigung ermutigt, macht sich dieser Delikte
als Mittäter schuldig (vgl. BGE 125 IV 134 E. 2 f. S. 135 ff. mit Hinweisen;
Urteil 6B_875/2009 vom 22. März 2010 E. 5.3.2).

5.3. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur gerügt werden, wenn
sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des
Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich
unrichtig ist die Feststellung des Sachverhalts, wenn sie willkürlich ist (BGE
139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willkür BGE 140 III 16
E. 2.1 S. 18 f.; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; je mit Hinweisen). Eine
entsprechende Rüge muss klar vorgebracht und substanziiert begründet werden.
Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das
Bundesgericht nicht ein (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140
III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in
der von den Beschwerdeführern angerufenen Funktion als Beweiswürdigungsregel im
Verfahren vor Bundesgericht keine über das Willkürverbot von Art. 9 BV
hinausgehende selbstständige Bedeutung zu (BGE 138 V 74 E. 7 S. 82 mit
Hinweisen).

6.

6.1. Soweit sich die Beschwerdeführer darauf beschränken darzulegen, wie die
Aussagen aus ihrer Sicht richtigerweise zu würdigen wären, ohne sich mit den
vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, erschöpfen sich ihre
Ausführungen in einer unzulässigen appellatorischen Kritik. Darauf ist nicht
einzutreten. Sie zeigen beispielsweise auf, wie sich der Vorfall ihres
Erachtens ereignet habe, geben die Aussagen zusammengefasst wieder,
argumentieren, die Vorinstanz führe nur die belastenden Aussagen der
Beschwerdegegnerin 2 an und lasse entscheidende Widersprüche unberücksichtigt,
oder behaupten, die Beschwerdegegnerin 2 sei aus diversen Gründen nicht
glaubwürdig bzw. ihre Aussagen nicht glaubhaft, und mutmassen über mögliche
Motive für eine Falschbelastung. Zudem kritisieren sie, dass die Vorinstanz die
späteren Aussagen des Beschwerdeführers 3 bei der Staatsanwaltschaft ignoriere
bzw. diese willkürlich als nicht glaubhaft bezeichne, ohne sich mit der
entsprechenden vorinstanzlichen Begründung auseinanderzusetzen. Demnach ist auf
diejenigen Ausführungen der Beschwerdeführer nicht einzugehen, die sich auf die
späteren Aussagen des Beschwerdeführers 3 stützen.
Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerden insoweit, als die
Beschwerdeführer das aussagepsychologische Gutachten kritisieren oder diesem
ihre eigenen Aussagewürdigungen gegenüberstellen, ohne sich mit der
gutachterlichen oder vorinstanzlichen Begründung auseinanderzusetzen. Sie
zeigen nicht auf, dass die Vorinstanz in Willkür verfällt, indem sie das
Gutachten als schlüssig erachtet und darauf abstellt (vgl. BGE 138 III 193 E.
4.3.1 S. 198 f. mit Hinweisen). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die
Beschwerdeführer 2 und 3 entgegen der gutachterlichen Erkenntnis einwenden, es
sei möglich, dass die Beschwerdegegnerin 2 Erlebnisse aus ihrer Kindheit auf
das vorliegende Ereignis projiziert habe.
An der Sache vorbei geht der Einwand des Beschwerdeführers 2, die
Staatsanwaltschaft habe lediglich gestützt auf den Grundsatz "in dubio pro
duriore" Anklage erhoben. Gleiches gilt für das Vorbringen des
Beschwerdeführers 1, falls das Bundesgericht annehmen würde, die vier Männer
hätten um die psychische Erkrankung der Beschwerdegegnerin 2 gewusst, würde
eine fehlerhafte Sachverhaltsermittlung vorliegen; dies ergibt sich aus den
vorinstanzlichen Erwägungen nicht.

6.2. Der Beschwerdeführer 2 setzt sich als Einziger zumindest teilweise mit der
vorinstanzlichen Würdigung der Aussagen der vier Männer auseinander. Jedoch
vermag er nicht aufzuzeigen, dass diese schlechterdings unhaltbar ist. Zwar
legt er zutreffend dar, dass die Aussagen des Beschwerdeführers 1 weitgehend
konstant und in sich widerspruchsfrei sind. Jedoch verfällt die Vorinstanz
nicht in Willkür, wenn sie erwägt, hinsichtlich wesentlicher Aspekte im
Kerngeschehen seien sie nicht stimmig. So fällt auf, dass der Beschwerdeführer
1 erst auf Nachfrage anlässlich der zweiten polizeilichen Befragung angab, es
habe sich ergeben, dass die Beschwerdegegnerin 2 ihn oral befriedigte (Urteil
S. 28; kantonale Akten, act. E1/31 f.). Ferner sagte er zunächst, sie habe
seine Frage, ob ihr gefalle, was er mache, mit "ja" beantwortet, und gab danach
an, sie habe gelächelt sowie genickt (Urteil S. 28; kantonale Akten, act. E1/5,
E1/28 f., E1/51). Hinzu kommt, dass er einmal ausführte, die beiden Männer
vorne im Auto hätten beim Geschlechtsverkehr zugeschaut (kantonale Akten, act.
E1/29), und ein andermal angab, während des Geschlechtsverkehrs seien nur die
Beschwerdegegnerin 2 und er im Auto gewesen (kantonale Akten, act. E1/65). Der
Beschwerdeführer 2 vermag auch nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz in
Willkür verfällt, indem sie seine Aussagen und jene von C.________ als "nicht
widerspruchsfrei" bzw. "nicht immer konstant" bezeichnet, zumal er sich
diesbezüglich nur sehr rudimentär mit der vorinstanzlichen Begründung
auseinandersetzt (vgl. Urteil S. 30 f.). Insbesondere die Aussagen des
Beschwerdeführers 2 sind wenig detailliert und in wesentlichen Teilen nicht
stimmig (vgl. zur Feuchtigkeit der Scheide: kantonale Akten, act. E3/27, E3/40;
zur Aktivität der Beschwerdegegnerin 2: E3/7, E3/29, E3/38, E3/41; zur
Nachfrage des Beschwerdeführers 1: E3/27, E3/40; zur Absicht sexueller
Handlungen: E3/23, E3/36).
Unzutreffend ist der Einwand des Beschwerdeführers 2, die Vorinstanz versuche,
ein Bild widersprüchlicher Aussagen der Beschwerdeführer zu konstruieren.
Vielmehr zeigt sie willkürfrei auf, dass sich die Aussagen der Beschwerdeführer
1 und 3 in wesentlichen Punkten des Kerngeschehens widersprechen. Entgegen der
Ansicht des Beschwerdeführers 2 ist es keineswegs irrelevant, ob die
Beschwerdegegnerin 2 vor dem Oralverkehr "nein" sagte. Während der
Beschwerdeführer 1 auf die Frage, ob er sie zum Oralverkehr aufgefordert oder
ihren Kopf gegen seinen Penis geführt habe, antwortete, sie habe es quasi von
selbst gemacht (Urteil S. 29; kantonale Akten, act. E1/31 f.), gab der
Beschwerdeführer 3 an, der Beschwerdeführer 1 habe sie gefragt, ob sie ihm
"eins blasen" wolle, worauf sie "nei, hör uff!" geantwortet habe (Urteil S. 29;
kantonale Akten, act. E2/6, E2/19, E2/33). Er ergänzte, der Beschwerdeführer 1
habe die Beschwerdegegnerin 2 während des Oralverkehrs am Nacken gehalten,
jedoch nicht festgehalten (kantonale Akten, act. E2/19). Nicht zu beanstanden
ist auch die vorinstanzliche Würdigung, der Beschwerdeführer 1 habe stets
bestritten, dass sie beabsichtigt hätten, ein Mädchen mitzunehmen, um sexuelle
Handlungen an diesem vorzunehmen (Urteil S. 28; kantonale Akten, act. E1/9, E1/
12, E1/19 f., E1/42 ff., E1/52 f., E1/60). Demgegenüber gab der
Beschwerdeführer 3 an, der Beschwerdeführer 1 und er hätten schon gedacht, sie
würden Frauen mitnehmen, um zu schauen, was laufe (Urteil S. 28; kantonale
Akten, act. E2/28 f., E2/32, E2/35).
Ferner widersprechen sich die Aussagen der Beschwerdeführer 1 und 3
hinsichtlich der Frage, ob die Beschwerdegegnerin 2 ihre Beine selbst gespreizt
habe oder die Beschwerdeführer 1 und 3 sie auseinandergezogen hätten (vgl.
kantonale Akten, act. E1/22 ff., E1/53; E2/32, E2/35). Der Beschwerdeführer 2
zeigt mit seinen Vorbringen ebenso wenig auf, dass die vorinstanzliche
Würdigung der Aussagen der Beschwerdeführer 1 und 3 zum Verhalten der
Beschwerdegegnerin 2 unhaltbar ist. Zwar trifft es zu, dass das Sexualverhalten
individuell gewertet wird, allerdings erscheint der Unterschied zwischen "einer
aktiven Beteiligung an den sexuellen Handlungen", wovon der Beschwerdeführer 1
sprach, und "daliegen wie ein Brett" bzw. "passiv verhalten", wie der
Beschwerdeführer 3 das Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 beschrieb,
objektivierbar (vgl. Urteil S. 29). Nicht belegt ist der Einwand, der
Beschwerdeführer 3 habe stets angegeben, beim Geschlechtsverkehr nicht dabei
gewesen zu sein, weshalb er nicht genau wisse, was da gelaufen sei. Dieser hat
in seinen ersten drei Einvernahmen angegeben, er sei während des
Geschlechtsverkehrs mit C.________ und dem Beschwerdeführer 2 vorne im Auto
gesessen (kantonale Akten, act. E2/7, E2/21, E2/33, E2/36). Gleiches führte
auch C.________ konstant aus (kantonale Akten, act. E4/3, E4/7, E4/22, E4/33),
während der Beschwerdeführer 1 hierzu unterschiedliche Angaben machte
(kantonale Akten, act. E1/29, E1/65). Einzig der Beschwerdeführer 2 sagte
gleichbleibend, während des Geschlechtsverkehrs seien nur der Beschwerdeführer
1 und die Beschwerdegegnerin 2 im Auto gewesen (kantonale Akten, act. E3/9, E3/
11, E3/19, E3/26, E3/29, E3/37, E3/40).
Zusammengefasst stellt die Vorinstanz willkürfrei fest, die Aussagen der vier
Männer würden sich in wesentlichen Teilen widersprechen.

6.3. Die Beschwerdeführer wenden zwar ein, die Vorinstanz habe die Aussagen der
Beschwerdegegnerin 2 willkürlich als glaubhaft erachtet, stellen jedoch
weitgehend deren personenbezogene Glaubwürdigkeit infrage. Damit vermögen sie
keine Verletzung ihrer verfassungsmässigen Rechte bei der Beweiswürdigung
aufzuzeigen. Denn wesentlicher für die Wahrheitsfindung als die allgemeine
Glaubwürdigkeit im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft ist die
Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage (BGE 133 I 33 E. 4.3 S. 45 mit Hinweisen;
Urteil 6B_529/2014 vom 10. Dezember 2014 E. 4.2.4, nicht publ. in: BGE 140 IV
196). Die Rügen, wonach die Vorinstanz willkürlich nicht berücksichtige, dass
die Beschwerdegegnerin 2 bereits in anderen Situationen gelogen habe, erweisen
sich als unbegründet, da daraus nichts zur Glaubhaftigkeit deren konkreten
Aussagen abgeleitet werden kann. Im Übrigen kann aus dem Verhalten der
Beschwerdegegnerin 2 nach den Geschehnissen nicht geschlossen werden, diese
hätten sich nicht so zugetragen, wie von ihr geschildert. Jedenfalls verfällt
die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie ausführt, die Beschwerdegegnerin 2
sei nach dem Vorfall wieder in das Auto eingestiegen, weil sie möglichst
schnell in das Heim gewollt habe. Gleiches gilt, soweit sie erwägt, die
Kollegin der Beschwerdegegnerin 2 könne deren Schlafqualität nicht beurteilen,
da sie wohl selbst geschlafen habe. Willkürfrei hält die Vorinstanz fest, der
Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 2 weinend in das Heim gekommen sei, deute
darauf hin, dass sie mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden gewesen
sei. Ihre Verfassung spricht auch gegen die von den Beschwerdeführern
vorgebrachte These, die Beschwerdegegnerin 2 habe sich in einem
Erklärungsnotstand befunden, weil sie zu spät in das Heim gekommen sei. Zudem
gäbe es für eine Verspätung naheliegendere Erklärungen als eine Vergewaltigung.
Unter dem Gesichtspunkt der Willkür ist auch nicht zu beanstanden, dass die
Vorinstanz auf gewisse Argumente der Beschwerdeführer zum Verhalten der
Beschwerdegegnerin 2 nicht näher eingeht. So vermag die Tatsache, dass sich die
Beschwerdegegnerin 2 am nächsten Tag ohne erkennbare Probleme an den Bahnhof
begab und zur Schule ging, ebenso wenig zu der Frage der Freiwilligkeit der
sexuellen Handlungen beizutragen, wie der Umstand, dass sie angab, sie hätte
von sich aus keine Anzeige erstattet.
Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, die Vorinstanz berücksichtige nicht,
dass die Beschwerdegegnerin 2 hinsichtlich allfälliger Schmerzen während des
Geschlechtsverkehrs widersprüchliche Angaben gemacht habe, verkennen sie, dass
auch die Vorinstanz annimmt, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 seien nicht
"zu hundert Prozent stimmig". Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer durfte
die Vorinstanz dennoch grundsätzlich auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2
abstellen, ohne in Willkür zu verfallen.

6.4. Die Beschwerdeführer wenden zutreffend ein, die Vorinstanz beachte nicht,
dass die Beschwerdegegnerin 2 selbst an der Deutlichkeit ihrer
Weigerungshaltung gezweifelt habe. Unzutreffend ist hingegen, dass die
Sachverständige zum Schluss gelangt, die Beschwerdeführer hätten das passive
Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 als Einvernehmlichkeit interpretiert.
Vielmehr führt sie aus, die psychische Störung der Beschwerdegegnerin 2
(Anpassungsstörung F43.1 mit längerer depressiver Reaktion bei Hinweis auf
Affektregulationsstörung im Sinne einer emotional instabilen
Persönlichkeitsstörung F60.31) wirke sich nicht auf die Glaubhaftigkeit deren
Aussagen aus, jedoch möglicherweise auf ihr Verhalten. Bereits in den Berichten
des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes der Psychiatrischen Dienste
Aargau werde beschrieben, dass die Beschwerdegegnerin 2 in für sie belastenden
Situationen blockiere und sich passiv sowie verschlossen verhalte. Hinsichtlich
des Vorfalls beschreibe die Beschwerdegegnerin 2 dieses Verhalten, indem sie
berichte, sich kaum gewehrt und das fragliche Geschehen über sich ergehen
lassen zu haben. Auch in den Aussagen der Beschwerdeführer 2 und 3 sowie von
C.________ werde das Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 als passiv und ohne
Widerstand geschildert, jedoch in keiner Weise, dass die Beschwerdegegnerin 2
aktiv und klar ihr Einverständnis zu den sexuellen Handlungen signalisiert
habe. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführer das passive und
blockierte Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 als Einvernehmlichkeit
fehlinterpretiert hätten (kantonale Akten, act. A173 f.).
Grundsätzlich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese Einschätzung
der Gutachterin nicht erwähnt, weil sie nicht daran gebunden ist. Jedoch wäre
es angebracht gewesen, dass sie die Zweifel der Beschwerdegegnerin 2 an der
Deutlichkeit ihres eigenen Verhaltens zumindest thematisiert. Die
Berücksichtigung der entsprechenden Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 führt
jedoch nicht dazu, dass die vorinstanzliche Würdigung im Ergebnis unhaltbar
ist. Die Beschwerdegegnerin 2 erwiderte einerseits auf die Frage, ob es den
Männern möglich gewesen sei, ihre Stopp-Signale zu lesen, sie wisse es nicht,
sie habe nicht mitbekommen, wie sie gegen aussen gewirkt habe (Urteil S. 25;
kantonale Akten, act. D11, Disk 1: 09:36). Aus dieser Aussage ergeben sich
keine Zweifel an der Deutlichkeit ihres Widerstands. Andererseits sagte die
Beschwerdegegnerin 2, sie wisse nicht, ob der Beschwerdeführer 1 gesehen habe,
dass sie auf seine beiden Fragen, ob das gut sei, was er mache, den Kopf
geschüttelt habe (Urteil S. 25; kantonale Akten, act. D11, Disk 2: 10:05).
Dabei geht es um eine späte Phase des Geschehens, in der den Beschwerdeführern
1 und 3 gemäss dem vorinstanzlichen Beweisergebnis bereits bewusst war, dass
die Beschwerdegegnerin 2 mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden war.
Zudem gab diese entgegen den Aussagen des Beschwerdeführers 1 an, sie habe
jedenfalls nicht genickt und gelächelt. Schliesslich ergibt sich aus den
Aussagen des Beschwerdeführers 3 klar, dass er das fehlende Einverständnis der
Beschwerdegegnerin 2 erkannte. Da sich deren Abwehrhaltung in erster Linie
gegen den Beschwerdeführer 1 richtete, kann willkürfrei darauf geschlossen
werden, auch ihm sei bewusst gewesen, dass die Beschwerdegegnerin 2 die
sexuellen Handlungen nicht wollte.

6.5. Unbegründet ist auch der Einwand, bei der medizinischen Untersuchung der
Beschwerdegegnerin 2 seien keine Verletzungen vorgefunden worden, die auf eine
Vergewaltigung hindeuten würden. Im medizinischen Gutachten vom 11. März 2009
wird festgehalten, aufgrund der oberflächlichen Hautabschürfung am unteren Ende
des Scheideneingangs könne aus medizinischer Sicht nicht entschieden werden, ob
der Geschlechtsverkehr gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 erfolgt sei
(Urteil S. 25). Diese Feststellung entlastet die Beschwerdeführer nicht. Da dem
Beschwerdeführer 1 nicht vorgeworfen wird, er sei gewaltsam in die
Beschwerdegegnerin 2 eingedrungen, muss ein gegen ihren Willen erfolgter
Geschlechtsverkehr nicht zwingend physische Spuren hinterlassen haben. Ebenso
wenig hätte die von der Vorinstanz als erstellt erachtete Gegenwehr der
Beschwerdegegnerin 2 ("Wegrücken", "Gerade-Hinsetzen" bzw. "Wegstossen"; Urteil
S. 42) zu solchen Spuren geführt.

6.6. Begründet ist hingegen das Vorbringen des Beschwerdeführers 3, die
Vorinstanz gehe irrtümlich davon aus, die Beschwerdegegnerin 2 habe
mitbekommen, wie der Beschwerdeführer 2 und C.________ das Geschehen auf dem
Rücksitz kommentierten. Wie der Beschwerdeführer 3 zutreffend einwendet, gab
die Beschwerdegegnerin 2 an, "die anderen, welche noch im Auto sassen, sagten
nichts" (Urteil S. 23; kantonale Akten, act. A15, Zeile 14). Daraus ist
entgegen der Vorinstanz zu schliessen, dass die Beschwerdegegnerin 2 die
Kommentare der vorne Sitzenden nicht mitbekam. Indessen wirkt sich dies nicht
auf die rechtliche Würdigung aus (siehe E. 7 nachfolgend), weshalb das Urteil
nicht aufzuheben ist (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG).

6.7. Zusammengefasst sind die Sachverhaltsrügen der Beschwerdeführer
weitestgehend unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist. Die
Vorinstanz stellt bei der Sachverhaltsfeststellung willkürfrei hauptsächlich
auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und die tatnahen Angaben des
Beschwerdeführers 3 ab. Vorliegend ist massgebend, ob die sexuellen Handlungen
gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 erfolgten und ob diese dazu genötigt
wurde. Entgegen der Einwände der Beschwerdeführer ist jedoch nicht
ausschlaggebend, ob sie sich wehrte bzw. noch mehr hätte wehren können. Eine
sexuelle Nötigung bzw. Vergewaltigung ist auch gegeben, wenn das Opfer unter
dem Druck des ausgeübten Zwangs zum Voraus auf Widerstand verzichtet oder ihn
nach anfänglicher Abwehr aufgibt (vgl. oben E. 5.1; Urteil 6B_1149/2014 vom 16.
Juli 2015 E. 5.7.2). Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, dass die
vorinstanzliche Feststellung, die sexuellen Handlungen seien gegen den Willen
der Beschwerdegegnerin 2 erfolgt, im Ergebnis unhaltbar ist. Dies ergibt sich
klar aus deren Aussagen, wonach sie versucht habe, sich den Annäherungen
körperlich zu entziehen, und hinsichtlich des Oralverkehrs gesagt habe, dass
sie dies nicht wolle. Den Einwand, die Beschwerdegegnerin 2 habe Signale
ausgesandt, als sie trotz Warnung ihrer Freundin in das Auto der vier Männer
gestiegen sei und sich freiwillig in die "Sandwich-Position" begeben habe,
weshalb diese davon hätten ausgehen dürfen, sie sei auf ein Erlebnis mit ihnen
aus, bezeichnet die Vorinstanz zu Recht als abwegig. Auch der vorinstanzliche
Schluss, die Beschwerdeführer 1 sowie 3 hätten erkannt und der Beschwerdeführer
2 ernsthaft für möglich gehalten, dass die Beschwerdegegnerin 2 keine sexuelle
Handlungen wünschte, ist unter dem Gesichtspunkt der Willkür nicht zu
beanstanden, zumal angesichts der besonderen Umstände (sexuelle Handlungen mit
Oral- und Vaginalverkehr durch zwei Männer an einem ihnen kaum bekannten
beinahe 17 Jahre alten Mädchen in Anwesenheit zwei weiterer Männer in einem
Auto) an das Wissen um die fehlende Einwilligung keine hohen Anforderungen zu
stellen sind (vgl. Urteil 6B_1149/2014 vom 16. Juli 2015 E. 5.11). Schliesslich
legen die Beschwerdeführer nicht dar, dass die Vorinstanz die Umstände der
Geschehnisse offensichtlich unrichtig feststellt.

7.

7.1. Soweit die Beschwerdeführer ihren Ausführungen zur rechtlichen Würdigung
einen Sachverhalt zugrunde legen, der von den willkürfreien Feststellungen der
Vorinstanz abweicht (vgl. E. 4 und 6), ist darauf nicht einzutreten. Dies ist
beispielsweise der Fall, wenn die Beschwerdeführer 1 und 2 ausführen, die
Beschwerdegegnerin 2 habe sich nicht gewehrt, der Beschwerdeführer 2 einwendet,
er habe sich nur zu Beginn im Fahrzeug aufgehalten, oder der Beschwerdeführer 3
argumentiert, er sei stets davon ausgegangen, dass nichts gegen den Willen der
Beschwerdegegnerin 2 geschehe.

7.2. Im Übrigen sind die Rügen unbegründet. Die Vorinstanz verletzt kein
Bundesrecht, indem sie die Beschwerdeführer gestützt auf den erstellten
Sachverhalt wegen mittäterschaftlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung
schuldig spricht. Nachdem der Beschwerdeführer 1 und C.________ die Plätze
getauscht hatten, befand sich die Beschwerdegegnerin 2 zwischen den
Beschwerdeführern 1 und 3 auf dem Rücksitz des Autos, in dem es weitgehend
dunkel war und Musik lief. Die beiden Männer begannen in der Folge gleichzeitig
die junge Frau zu umarmen, zu küssen, ihre Brüste auszugreifen und ihre Hose
auszuziehen. Der Beschwerdeführer 3 streichelte ihren Vaginalbereich und drang
mit einem Finger in ihre Vagina ein. Der Beschwerdeführer 1 forderte sie auf,
sein Glied zu reiben und ihn oral zu befriedigen. Sie beachteten weder die
nonverbale ("Wegrücken", "Gerade-Hinsetzen", "Wegstossen") noch die verbale
Zurückweisung der Beschwerdegegnerin 2. Hinzu kommt, dass sich zumindest zu
Beginn der sexuellen Handlungen noch zwei weitere Männer im Auto befanden und
die Geschehnisse beobachteten. Selbst als diese zeitweilig das Auto verliessen,
befanden sie sich immer in Reichweite. Schliesslich spielte sich der Vorfall
bei Dunkelheit auf einem abgelegenen Parkplatz ab. Es ist nicht zu beanstanden,
wenn die Vorinstanz aufgrund der gesamten Umstände darauf schliesst, die
Beschwerdeführer hätten die Beschwerdegegnerin 2 in eine ausweglose
Zwangssituation gebracht. Sie waren ihr anzahlmässig und körperlich überlegen.
Zudem wurde sie auf engem Raum von zwei Männern gleichzeitig bedrängt. Ihre
Abwehrversuche blieben erfolglos. Es bestand keine Hoffnung, dass ihr jemand
auf dem abgelegenen Parkplatz zu Hilfe kommt, zumal ihr auch die beiden anderen
Männer im Auto nicht halfen. Diese Situation ist angsteinflössend. Unter den
gegebenen Umständen war der Beschwerdegegnerin 2 unabhängig von ihrer
psychischen Erkrankung ein stärkerer Widerstand nicht zuzumuten. Da die
psychische Erkrankung letztlich die rechtliche Subsumtion nicht beeinflusst,
braucht auf den Einwand der Beschwerdeführer, sie hätten keine Kenntnis davon
gehabt, nicht eingegangen zu werden. Insgesamt setzten die Beschwerdeführer die
Beschwerdegegnerin 2 durch die von ihnen gemeinsam geschaffene ausweglose
Zwangssituation derart unter psychischen Druck, dass sie schliesslich ihren
anfänglichen Widerstand aufgab und die sexuellen Handlungen über sich ergehen
liess (vgl. zum psychischen Druck: PHILIPP MAIER, Die Nötigungsdelikte im neuen
Sexualstrafrecht, Zürich 1994, S. 311 f.; ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III,
Delikte gegen den Einzelnen, 10. Aufl. 2013, § 59 S. 510 f.; a.A.: ESTHER
OMLIN, Intersubjektiver Zwang & Willensfreiheit, 2002, S. 99 und 257).

7.3. In subjektiver Hinsicht ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz
aufgrund des festgestellten Sachverhalts davon ausgeht, die Beschwerdeführer 1
und 3 hätten vorsätzlich und der Beschwerdeführer 2 eventualvorsätzlich
gehandelt. Zwar deutet die vorinstanzliche Formulierung, der Beschwerdeführer 2
und C.________ "mussten einen gegenteiligen Willen [...] für ernsthaft möglich
halten", eher auf eine fahrlässige Tatbegehung hin (Urteil S. 43). Jedoch
schreibt die Vorinstanz einige Zeilen weiter unten, die beiden hätten ein
fehlendes Einverständnis für ernsthaft möglich gehalten, was auf
Eventualvorsatz schliessen lässt. Insgesamt erscheint der vorinstanzliche
Schluss auf Eventualvorsatz angesichts der festgestellten Umstände als
bundesrechtskonform (vgl. E. 6.7 und Urteil S. 42 f.). Die Vorinstanz weist
schliesslich zutreffend darauf hin, dass kein Raum für einen Sachverhaltsirrtum
bleibt, weil die Beschwerdeführer 1 und 3 um den gegenteiligen Willen der
Beschwerdegegnerin 2 wussten und der Beschwerdeführer 2 ein fehlendes
Einverständnis für ernsthaft möglich hielt.

7.4. Obwohl nur die Beschwerdeführer 1 und 3 sexuelle Handlungen an der
Beschwerdegegnerin 2 vornahmen, wobei einzig der Beschwerdeführer 1 mit ihr den
Beischlaf vollzog, ist die vorinstanzliche Würdigung, die vier Männer hätten
mittäterschaftlich gehandelt, bundesrechtkonform. Die Anwesenheit jedes
einzelnen der vier Männer trug dazu bei, die Beschwerdegegnerin 2 in eine
Zwangssituation zu versetzen und diese aufrecht zu erhalten. Es ist nicht zu
beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, ein zwischenzeitlicher Aufenthalt der
an den sexuellen Handlungen nicht eigenhändig beteiligten Männer ausserhalb des
Fahrzeugs ändere nichts an dem von ihnen gemeinsam ausgeübten Druck (Urteil S.
38). Die Beschwerdegegnerin 2 war sich stets bewusst, dass sich die Männer in
unmittelbarer Nähe des Autos aufhielten und konnte angesichts ihres abgelegenen
Standorts und der Dunkelheit im Falle einer Flucht nicht auf Hilfe hoffen. Der
von den Männern gemeinschaftlich ausgeübte Zwang auf die Beschwerdegegnerin 2
wurde nicht geringer, nur weil sich nicht immer alle im Fahrzeug befanden (vgl.
zu Art. 200 StGB: BGE 125 IV 199 E. 3c S. 202 f.). Soweit der Beschwerdeführer
2 einwendet, er habe sich absolut unbeteiligt verhalten und nichts getan, was
tauglich gewesen wäre, die Beteiligten in ihrem Verhalten zu beflügeln oder zu
ermutigen, weicht er nicht nur vom verbindlich festgestellten Sachverhalt ab,
sondern widerspricht seiner eigenen Aussage. Danach machte er während der
sexuellen Handlungen nicht nur Witze, sondern rief auch "schneller, schneller",
als der Beschwerdeführer 3 die Scheide der Beschwerdegegnerin 2 massierte
(Urteil S. 39; kantonale Akten, act. E3/41). Diese Anfeuerungsrufe wurden
zumindest vom Beschwerdeführer 3 wahrgenommen (Urteil S. 39; kantonale Akten,
act. E2/36). Ferner filmte der Beschwerdeführer 2 die sexuellen Handlungen
anfänglich mit seinem Mobiltelefon, was - mit Ausnahme der Beschwerdegegnerin 2
(vgl. Urteil S. 39) - alle bemerkt hätten (kantonale Akten, act. E3/18 f.).
Entgegen seinem Einwand verhielt sich der Beschwerdeführer 2 nicht absolut
unbeteiligt. Er hat die Beschwerdeführer 1 und 3 durch sein Verhalten vielmehr
zu den sexuellen Handlungen ermuntert.
Der Beschwerdeführer 3 bedrängte die Beschwerdegegnerin 2 körperlich und nahm
gleichzeitig mit dem Beschwerdeführer 1 sexuelle Handlungen an ihr vor. Damit
erfüllte er nicht nur den Tatbestand der sexuellen Nötigung, sondern trug auch
massgeblich zur Ausführung der Vergewaltigung bei. Dass er den Beischlaf nicht
selbst vollzog, ändert daran nichts. Schliesslich ist nicht zu beanstanden,
wenn die Vorinstanz von einem konkludent zum Ausdruck gebrachten gemeinsamen
Tatentschluss ausgeht. Ob dies bereits nach dem Wechsel der Sitzordnung der
Fall war - was die Vorinstanz annimmt - oder erst im Zeitpunkt, als die
Beschwerdeführer das fehlende Einverständnis der Beschwerdegegnerin 2 erkannten
bzw. für möglich hielten (Beschwerdeführer 2), kann letztlich offenbleiben.

8.
Der Beschwerdeführer 2 wendet sich gegen den Schuldspruch der Verletzung des
Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte und rügt eine willkürliche
Beweiswürdigung sowie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo".
Die Rüge ist unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist (vgl. Art. 42
Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdeführer 2 setzt sich nicht mit
der vorinstanzlichen Begründung auseinander, wonach er selbst angegeben habe,
sexuelle Handlungen gefilmt zu haben. Die Vorinstanz verfällt weder in Willkür
noch verletzt sie Bundesrecht, indem sie implizit feststellt, er habe in Kauf
genommen, dass die Beschwerdegegnerin 2 mit der Aufzeichnung der sexuellen
Handlungen nicht einverstanden ist.

9.
Die Beschwerdeführer 2 und 3 wenden sich gegen den Zivilpunkt.
Soweit sie ihre Rügen einzig mit den beantragten Freisprüchen begründen oder
vom festgestellten Sachverhalt abweichen, ist darauf nicht einzutreten.
Im Übrigen sind die Rügen unbegründet. In Bestätigung des erstinstanzlichen
Urteils stellt die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdeführer und C.________
für die Folgen ihrer Straftaten dem Grundsatz nach unter solidarischer Haftung
schadenersatzpflichtig sind. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers 2
verurteilt die Vorinstanz die Beschwerdeführer nicht dazu, für die Kosten der
stationären Krisenintervention zu Gunsten der Beschwerdegegnerin 2 in einer
psychiatrischen Klinik aufzukommen. Vielmehr heisst sie deren Zivilklage nur
dem Grundsatz nach gut und äussert sich nicht zu konkreten Schadenspositionen.
Es wird Aufgabe des Zivilgerichts sein, hierüber zu befinden. Folglich gehen
die Ausführungen des Beschwerdeführers 2 zum adäquaten Kausalzusammenhang
zwischen dem Vorfall und der Krisenintervention an der Sache vorbei.
Ferner verpflichtet die Vorinstanz die vier Männer unter solidarischer Haftung,
der Beschwerdegegnerin 2 eine zu verzinsende Genugtuung von Fr. 22'000.-- zu
bezahlen und legt die Haftungsquoten im internen Verhältnis fest. Mit Hinweis
auf die erste Instanz erwägt sie, die Beschwerdegegnerin 2 habe sich im
Tatzeitpunkt an der Grenze zwischen Kindes- und Erwachsenenalter befunden.
Unter Berücksichtigung, dass sie sich vier jungen Männern ausgeliefert gesehen
habe, wobei zwei sich körperlich an ihr vergangen hätten, einer das Geschehen
gefilmt habe und alle vier ihre Triebe auf Kosten der Beschwerdegegnerin 2
befriedigt hätten, erscheine eine Genugtuung von insgesamt Fr. 22'000.-- als
angebracht (Urteil S. 56; erstinstanzliches Urteil S. 49). Mit diesen
vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer 2 nicht
substanziiert auseinander (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) und
zeigt nicht auf, dass die Genugtuungssumme von Fr. 22'000.-- unangemessen ist.

10.
Ihre Anträge auf eine angemessene Entschädigung bzw. Genugtuung begründen die
Beschwerdeführer 2 und 3 einzig mit den beantragten Freisprüchen, weshalb
darauf nicht einzugehen ist.

11.

11.1. Die Beschwerden sind abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch des Beschwerdeführers 2 um
aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

11.2. Die Beschwerdeführer werden als unterliegende Parteien grundsätzlich
kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 sowie 2
BGG). Die Gesuche der Beschwerdeführer 2 und 3 um unentgeltliche Rechtspflege
und Verbeiständung sind gutzuheissen, da ihre finanzielle Bedürftigkeit
ausgewiesen ist und ihre Beschwerden nicht von vornherein aussichtslos waren
(Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Ihnen sind keine Kosten aufzuerlegen und ihren
Vertretern ist die übliche Pauschalentschädigung aus der Bundesgerichtskasse
auszurichten. Die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und
Verbeiständung befreit nicht von der Bezahlung der Parteientschädigung (BGE 122
I 322 E. 2c S. 324 f.). Der Beschwerdeführer 1 hat die anteilsmässigen
Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

11.3. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin 2 um unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung wird gegenstandslos, soweit es die Befreiung von den
Gerichtskosten betrifft, hingegen nicht, was die Bestellung eines
unentgeltlichen Rechtsbeistands angeht. Der Beschwerdegegnerin 2 bzw. ihrer
Rechtsvertreterin ist zwar eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.--
zuzusprechen, welche die Beschwerdeführer je zu einem Drittel unter
solidarischer Haftung auf den gesamten Betrag zu tragen haben. Jedoch wird den
Beschwerdeführern 2 und 3 die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung
gewährt; aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse ist von der
Uneinbringlichkeit der ihnen auferlegten Entschädigung auszugehen. Da auch die
Bedürftigkeit der Beschwerdegegnerin 2 anzunehmen ist, kann deren Gesuch um
unentgeltliche Verbeiständung entsprochen werden. Die Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin ist anteilsmässig aus der Bundesgerichtskasse zu
entschädigen (vgl. Art. 64 Abs. 2 BGG; BGE 122 I 322 E. 3d S. 326 f.). Mangels
Gesuchs des Beschwerdeführers 1 um unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung bleibt es bei dessen direkter Entschädigungspflicht. Die
Entschädigung ist praxisgemäss der Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin 2
auszurichten.

 Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. 
Die Verfahren 6B_95/2015, 6B_112/2015 und 6B_113/2015 werden vereinigt.

2. 
Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

3. 
Die Gesuche der Beschwerdeführer 2 und 3 um unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung werden gutgeheissen.

4. 
Das Gesuch der Beschwerdegegnerin 2 um unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung wird gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.

5. 
Dem Beschwerdeführer 1 werden Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- auferlegt.

6.

6.1. Rechtsanwalt Matthias Hotz wird dem Beschwerdeführer 2 als unentgeltlicher
Anwalt bestellt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 3'000.-- entschädigt.

6.2. Rechtsanwalt Markus Büchi wird dem Beschwerdeführer 3 als unentgeltlicher
Anwalt bestellt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 3'000.-- entschädigt.

6.3. Rechtsanwältin Dr. Karin Looser Hürsch wird der Beschwerdegegnerin 2 als
unentgeltliche Anwältin bestellt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr.
2'000.-- entschädigt.

6.4. Der Beschwerdeführer 1 hat der Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin 2,
Rechtsanwältin Dr. Karin Looser Hürsch, für das bundesgerichtliche Verfahren
eine Entschädigung von Fr. 1'000.-- auszurichten.

7. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Januar 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Andres

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