Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.976/2015
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

[8frIR2ALAGK1]     
{T 0/2}
                   
6B_976/2015

Urteil vom 27. September 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Bundesrichter Oberholzer, Rüedi,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiber M. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. David Gibor,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
1. Kammer, vom 13. August 2015.

Sachverhalt:

A.
Die Anklage wirft X.________ vor, als Mitglied einer Bande Ende Oktober 2012
Anstalten zum Verkauf von rund 200 kg Marihuana getroffen zu haben sowie
zwischen Ende Januar 2013 und April 2013 am Verkauf von rund 53 kg Marihuana
beteiligt gewesen zu sein und durch den gewerbsmässigen Handel einen grossen
Umsatz erzielt zu haben.

B.
Das Bezirksgericht Baden verurteilte X.________ am 2. Juli 2014 wegen
qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer
teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten, unter Anrechnung der
Untersuchungshaft von 128 Tagen. Im Umfang von 24 Monaten schob es den Vollzug
der Freiheitsstrafe auf und setzte die Probezeit auf 2 Jahre fest. X.________
wurde überdies zur Leistung einer Ersatzforderung an den Staat in der Höhe von
Fr. 5'000.-- verpflichtet.

C.
Am 13. August 2015 wies das Obergericht des Kantons Aargau die Berufung von
X.________ gegen das bezirksgerichtliche Urteil ab und hiess die
Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft gut. Es verurteilte X.________ wegen
qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer
Freiheitsstrafe von 4 Jahren.

D.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Urteil des Obergerichts
sei aufzuheben und er freizusprechen. Eventualiter sei er der mehrfachen
einfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig zu sprechen
und mit einer bedingten Geldstrafe von maximal 360 Tagessätzen zu bestrafen. Im
Falle einer Verurteilung gemäss Anklage sei er subeventualiter mit einer
bedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren zu bestrafen.

E.
Die Oberstaatsanwaltschaft und das Obergericht des Kantons Aargau liessen sich
nicht vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, er sei zu Beginn der ersten Einvernahme nicht
respektive mangelhaft darüber informiert worden, was ihm in tatsächlicher und
rechtlicher Hinsicht konkret vorgeworfen werde. Es seien ihm nur pauschale
Handlungen, Tatbestände und Rechtsbegriffe vorgehalten worden, nicht aber
konkrete Tathandlungen und auch nicht die Namen der übrigen Bandenmitglieder.
Da ihm in den nachfolgenden Befragungen ebenfalls kein genügender Tatvorhalt
gemacht worden sei, seien sämtliche Einvernahmen absolut unverwertbar. Die
Strafverfolgungsbehörden hätten sodann den Vorwurf, er habe Anstalten zum
Verkauf von rund 200 kg Marihuana getroffen, unzulässigerweise zurückbehalten
und erst nach über zwei Monaten in der 13. delegierten Einvernahme erstmals
vorgebracht. Dies sei unzulässig. Das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden
verletze Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO.

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei zu Beginn der
Hafteinvernahme über das gegen ihn eröffnete Vorverfahren informiert worden. Es
sei ihm eröffnet worden, dass er dringend verdächtigt werde, ab Anfang 2013 in
A.________ und weiteren Orten gewerbs- und bandenmässig mit Marihuana gehandelt
und dadurch eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
begangen zu haben. In der Folge sei er zu seinem Verhältnis zu B.________
befragt und über die Ermittlungsergebnisse orientiert worden. Seiner damaligen
amtlichen Verteidigerin sei darüber hinaus der Sachverhaltsbericht der
Kantonspolizei Aargau vom 6. September 2013 (recte: 5. September 2013) sowie
die neunte delegierte Einvernahme von B.________ ausgehändigt worden. Der
Tatvorhalt sei damit genügend gewesen. Die Strafverfolgungsbehörden seien nicht
verpflichtet, ihr gesamtes Wissen bereits zu Beginn (des Verfahrens)
offenzulegen. Es sei nicht erforderlich, dass die Staatsanwaltschaft der
beschuldigten Person bereits in der ersten Einvernahme detaillierte Angaben zu
Drogenmenge sowie konkreten Tathandlungen und Mitbeschuldigten vorhalte. Der
dem Beschwerdeführer gemachte Vorhalt genüge den Anforderungen von Art. 143
Abs. 1 lit. b StPO. Nicht zu beanstanden sei, dass er erst in der 13.
delegierten Einvernahme zum Vorwurf, Anstalten zum Verkauf von 200 kg Marihuana
getroffen zu haben, befragt worden sei.

1.3. Nach Art. 143 Abs. 1 lit. b StPO wird die einzuvernehmende Person zu
Beginn der Einvernahme in einer ihr verständlichen Sprache über den Gegenstand
des Strafverfahrens und die Eigenschaft, in der sie einvernommen wird,
informiert. Gemäss Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO weisen Polizei oder
Staatsanwaltschaft die beschuldigte Person zu Beginn der ersten Einvernahme in
einer ihr verständlichen Sprache darauf hin, dass gegen sie ein Vorverfahren
eingeleitet worden ist und welche Straftaten Gegenstand des Verfahrens bilden.
Einvernahmen ohne diesen Hinweis sind nicht verwertbar (Art. 158 Abs. 2 StPO).
Die Vorwürfe sind möglichst umfassend darzulegen. Demnach genügt etwa der
pauschale Vorwurf des Handels mit Betäubungsmitteln oder gar allgemein des
Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz nicht; vielmehr sind der
beschuldigten Person nach Ort und Zeit bestimmte Handlungen vorzuhalten, die
einen derartigen Verstoss bedeuten. Vorzuhalten ist also - nach dem aktuellen
Verfahrensstand - ein möglichst präziser einzelner Lebenssachverhalt und der
daran geknüpfte Deliktsvorwurf, nicht aber bereits die genaue rechtliche
Würdigung. Der Vorhalt muss so konkret sein, dass die beschuldigte Person den
gegen sie gerichteten Vorwurf erfassen und sich entsprechend verteidigen kann
(vgl. Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des
Strafprozessrechts, BBl 2006 1192 f. Ziff. 2.4.2; BGE 141 IV 20 E. 1.3.3 S. 29;
Urteile 6B_1262/2015 vom 18. April 2016 E. 3.2; 6B_208/2015 vom 24. August 2015
E. 2.3.1; 6B_1021/2013 vom 29. September 2014 E. 2.3.1; 6B_1191/2013 vom 28.
August 2014 E. 3.4; je mit Hinweisen).

1.4.

1.4.1. Zu Beginn der Hafteinvernahme vom 16. September 2013 (act. 34 ff.) wurde
dem Beschwerdeführer vorgehalten, er stehe im Verdacht, eine "qualifizierte
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz durch gewerbs- und
bandenmässigen Handel mit Marihuana gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG in Verbindung
mit Abs. 2 lit. c BetmG, begangen ab Anfang 2013 in A.________ und weiteren
Orten" verübt zu haben. Im Anschluss wurde er zu seinem Verhältnis zu
B.________ befragt, der ausgesagt hatte, vom Beschwerdeführer von Januar bis
April 2013 in mehreren Malen insgesamt rund 4-5 kg Marihuana bezogen und
jeweils in C.________ bei D.________ abgeholt zu haben. Auch das Verhältnis des
Beschwerdeführers zu D.________ wurde erfragt. Im Verlauf der Einvernahme wurde
dem Beschwerdeführer überdies eröffnet, es lägen Hinweise vor, wonach er seit
mehreren Monaten gewerbs- und bandenmässig mit zahlreichen Kilogramm Marihuana
in C.________ und anderen Orten gehandelt habe.

1.4.2. Es mag zutreffen, dass der Tatvorhalt eher knapp gehalten war. Er
erweist sich aber als genügend. Dem Beschwerdeführer wurde nicht bloss pauschal
gewerbs- und bandenmässiger Drogenhandel vorgeworfen. Vielmehr wurde ihm in
zeitlich und örtlich genügender Weise der Handel mit Marihuana vorgehalten.
Sodann wurde er mit den Aussagen von B.________ konfrontiert. Der
Beschwerdeführer war stets über den Gegenstand des Verfahrens - gewerbs- und
bandenmässiger Handel mit Marihuana - informiert, konnte die gegen ihn
erhobenen Vorwürfe erfassen und sich entsprechend verteidigen. Der
Beschwerdeführer behauptet, die Strafverfolgungsbehörden hätten damals bereits
über detaillierte Angaben bezüglich des Tatverdachts verfügt. Diese
Erkenntnisse stützten sich auf seit längerer Zeit laufende, intensive und
umfangreiche Ermittlungen mit Überwachungsmassnahmen sowie Aussagen von
Mitbeteiligten ab. Dem kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer legt
nicht substanziiert dar, woraus sich ergeben sollte, dass die
Strafverfolgungsbehörden schon zum damaligen Zeitpunkt über detaillierte
Informationen verfügten (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Aus den vom
Beschwerdeführer angeführten Unterlagen, namentlich dem Haftantrag und dem
Sachverhaltsbericht der Kantonspolizei vom 5. September 2013, ergibt sich dies
jedenfalls nicht. Vielmehr ist daraus ersichtlich, dass zum Zeitpunkt der
Festnahme noch vieles unklar war. So wird im Haftantrag etwa auf die "zurzeit
vorliegenden Ermittlungsergebnisse" verwiesen. Es wird ausgeführt, es bestehe
unter anderem die Möglichkeit, dass Drogenlieferanten, Bandenmitglieder und
weitere Drogenabnehmer eruiert werden könnten, was teilweise bereits
aufgearbeitet worden sei. Verschiedene bereits namentlich bekannte Personen,
die am Drogenhandel mit dem Beschwerdeführer mitgewirkt hätten, befänden sich
noch auf freiem Fuss und es bedürfe einer zeitaufwendigen und eingehenden
Überprüfung. Im Sachverhaltsbericht der Kantonspolizei vom 5. September 2013
wird festgehalten, an den Betäubungsmittelgeschäften, die sich über einen
grösseren Tatzeitraum erstreckten, sei eine Vielzahl weiterer Personen
beteiligt. Aufgrund dessen sei davon auszugehen, dass die Ermittlungen und
Befragungen längere Zeit in Anspruch nähmen. Auch in der Verfügung des
Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 17. September 2013, mit welcher
die Untersuchungshaft angeordnet wurde, wird ausgeführt, es sei noch unklar und
müsse abgeklärt werden, welche Rolle der Beschwerdeführer in diesem System (dem
Drogenhandel) eingenommen habe. Die Strafuntersuchung stehe momentan am Anfang
(act. 57 f.). Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass dem Beschwerdeführer
nicht schon von Beginn weg präzise Lebenssachverhalte vorgehalten werden
konnten, zumal den Strafverfolgungsbehörden nach dem Verfahrensstand zu jenem
Zeitpunkt des Verfahrens die genaueren Umstände und die Tathandlungen der
verschiedenen beteiligten Personen noch nicht im Detail bekannt waren.

1.4.3. Zu beachten ist überdies, dass im frühen Verfahrensstadium der ersten
Einvernahme eine gewisse Verallgemeinerung des Tatvorhalts im Hinblick auf eine
erfolgreiche Durchführung der Strafuntersuchung zulässig ist. Die beschuldigte
Person muss in allgemeiner Weise und nach dem aktuellen Verfahrensstand darüber
aufgeklärt werden, was ihr vorgeworfen wird. Massgebend ist die Tathypothese,
mit welcher die Strafverfolgungsbehörde arbeitet (Urteil 6B_1262/2015 vom 18.
April 2016 E. 3.2 mit Hinweis; vgl. zudem Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember
2014 E. 1.4). Diesen Anforderungen genügt der dem Beschwerdeführer gemachte
Tatvorhalt. Die Strafverfolgungsbehörden sind auch nicht verpflichtet, vor der
ersten Einvernahme ihr gesamtes Wissen offenzulegen. Nicht zwingend war, dass
sie bereits anlässlich der ersten Einvernahme detaillierte Angaben zu der
Marihuanamenge und den Bandenmitgliedern machten (vgl. Urteile 1B_311/2015 vom
18. Mai 2016 E. 4.4.3; 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 1.4), zumal wie
dargelegt in dieser Hinsicht noch vieles unklar war. Die Rüge der Verletzung
von Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO ist unbegründet. Dies gilt auch mit Blick auf
den erst in der 13. delegierten Einvernahme erfolgten Vorhalt zum
Anstaltentreffen zur Veräusserung von 200 kg Marihuana. Dem Beschwerdeführer
ist insoweit zuzustimmen, dass ihm anlässlich dieser Einvernahme kein konkreter
Tatvorhalt gemacht wurde. Allerdings zeigt er nicht substanziiert auf und ist
nicht offenkundig, dass die Strafverfolgungsbehörden bereits vorher
detaillierte Kenntnis von diesem beabsichtigten Geschäft hatten. Der anlässlich
der fraglichen Einvernahme anwaltlich vertretene Beschwerdeführer schilderte
auf die Frage, was er über 200 kg Marihuana sagen könne, von sich aus das
geplante Geschäft und erläuterte im weiteren Verlauf der Einvernahme, weshalb
es schliesslich nicht dazu kam. Er konnte den Vorhalt offensichtlich erfassen
und entschied sich, ein Geständnis abzulegen. In Anbetracht der gesamten
Umstände kann den Strafverfolgungsbehörden somit nicht vorgeworfen werden,
bereits vorher vorhandenes Wissen zurückgehalten zu haben.

1.4.4. Der der Anklage zugrunde liegende Vorwurf wurde dem Beschwerdeführer
schliesslich gesamthaft in der Schlusseinvernahme vorgehalten. Entgegen seiner
Auffassung war dieser Tat- respektive Schlussvorhalt ausreichend. So wurde das
ihm vorgeworfene Verhalten zusammengefasst dargelegt und entgegen seiner
Behauptung auch die Gewerbs- und Bandenmässigkeit erwähnt (vgl. act 579.14).
Die Namen der Bandenmitglieder ergeben sich aus der
Sachverhaltszusammenfassung, sodass die Rüge ihrer fehlenden Nennung ins Leere
läuft. Eine Verletzung von Art. 317 StPO ist nicht ersichtlich.

2.

2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, Art. 181 Abs. 2 StPO sei verletzt. Die
Auskunftsperson E.________ sei bei der staatsanwaltlichen
Konfrontationseinvernahme vom 21. Januar 2014 nicht auf die Straffolgen der
Rechtspflegedelikte hingewiesen worden, weshalb die Einvernahme unverwertbar
sei.

2.2. Soweit der Beschwerdeführer mit seiner Rüge die vorinstanzliche
Sachverhaltsfeststellung kritisiert, ist sie unbegründet. Die Vorinstanz geht
gestützt auf die im Protokoll festgehaltene "Rechtsmittelbelehrung" davon aus,
dass E.________ über die Straffolgen der Rechtspflegedelikte orientiert worden
sei, da auch die damalige Verteidigerin des Beschwerdeführers nie etwas anderes
behauptet habe. Ob dies zutrifft, kann offenbleiben. Gleiches gilt für die
Frage, ob es sich bei der Belehrung gemäss Art. 181 Abs. 2 StPO um eine
Gültigkeits- oder eine blosse Ordnungsvorschrift handelt (vgl. dazu BGE 141 IV
20 E. 1.2.3 S. 26 f. mit Hinweisen auf die unterschiedlichen Meinungen in der
Literatur). Die Vorinstanz stützt sich im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zwar
auch auf die fragliche Konfrontationseinvernahme, allerdings insbesondere auf
die Aussagen des Beschwerdeführers selber anlässlich verschiedener weiterer
Einvernahmen. Inwiefern der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung bei
Unverwertbarkeit der fraglichen Aussagen von E.________ "in erheblichem Ausmass
Substanz entzogen" sein soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich
auf (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG) und ist angesichts seines Geständnisses auch
nicht ersichtlich.

3.

3.1. Der Beschwerdeführer trägt vor, er habe nicht an den im gleichen Verfahren
durchgeführten Einvernahmen des Mitbeschuldigten F.________ teilnehmen können.
Gestützt auf Art. 147 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 StPO seien diese
unverwertbar.

3.2. Die Rüge geht fehl. Der Beschwerdeführer und sein Verteidiger wurden zu
Beginn der zwölften delegierten Einvernahme vom 20. November 2013 gefragt, ob
sie damit einverstanden seien, "dass Aussagen von Beschuldigten vorgehalten
werden, ohne dass diese Einvernahmen unter Wahrung der Parteirechte wiederholt
werden müssen und dass gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt entsprechende
Konfrontationseinvernahmen durchgeführt werden". Sowohl der Beschwerdeführer
als auch sein Verteidiger erklärten, damit einverstanden zu sein. Wie die
Vorinstanz zu Recht erwägt, verhält sich der Beschwerdeführer widersprüchlich,
wenn er nun sein Teilnahmerecht als verletzt rügt. Weshalb ein Verzicht auf das
Teilnahmerecht nur vorgängig, nicht aber nachträglich möglich sein soll, ist
nicht einzusehen (vgl. dazu auch NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen
Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, N. 824). Im einen wie im andern Fall
verzichtet der Berechtigte auf das ihm zustehende Recht, und die gesetzlich
vorgesehene Unverwertbarkeit (vgl. Art. 147 Abs. 4 StPO) der fraglichen
Beweiserhebung entfällt. Hätte der Beschwerdeführer sich mit dem Vorgehen nicht
einverstanden erklärt, wären die fraglichen Einvernahmen unter Gewährung seines
Teilnahmerechts wiederholt worden. Wenn er nun die Verletzung seines
Teilnahmerechts rügt, stellt dies ein treuwidriges, rechtsmissbräuchliches
Verhalten dar, das keinen Schutz verdient. Inwiefern das Vorgehen der
Strafverfolgungsbehörde gesetzeswidrig sein soll, diese einen Trick angewandt,
eine umständlich verklausulierte Frage gestellt oder auf illegale Weise ein
Geständnis erwirkt haben soll, legt der Beschwerdeführer nicht in einer den
Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Weise dar und ist
auch nicht ersichtlich. Im Übrigen ist nicht erkennbar, dass die fraglichen
Vorhalte aus den Einvernahmen anderer Mitbeschuldigter angesichts der weiteren
Beweise und des Geständnisses des Beschwerdeführers entscheidend für seine
weiteren Aussagen gewesen wären.

4.

4.1. Der Beschwerdeführer bemängelt, die Staatsanwaltschaft habe ihre
Einvernahmepflicht gemäss Art. 307 Abs. 2 StPO verletzt. Die polizeilichen
Einvernahmen seien ungültig und unverwertbar.

4.2.

4.2.1. Gemäss Art. 307 Abs. 1 Satz 1 StPO informiert die Polizei die
Staatsanwaltschaft unverzüglich über schwere Straftaten sowie andere
schwerwiegende Ereignisse. Die Staatsanwaltschaft kann der Polizei jederzeit
Weisungen und Aufträge erteilen oder das Verfahren an sich ziehen. In den
Fällen von Absatz 1 führt sie die ersten wesentlichen Einvernahmen nach
Möglichkeit selber durch (Art. 307 Abs. 2 StPO).

4.2.2. Es ist fraglich, ob vorliegend überhaupt eine Pflicht der
Staatsanwaltschaft nach Art. 307 Abs. 2 StPO bestand, die ersten wesentlichen
Einvernahmen selber durchzuführen. Denn dies soll gemäss Art. 307 Abs. 1 StPO
nur bei schweren Straftaten gelten. Was darunter zu verstehen ist, sagt das
Gesetz nicht. In der Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom
21. Dezember 2005 findet sich dazu lediglich die Klammerbemerkung "Verbrechen
und schwere Vergehen" (BBI 2006 1261 Ziff. 2.6.2). Mit Blick auf Sinn und Zweck
der Bestimmung dürfte diese Umschreibung allerdings zu allgemein sein (vgl.
dazu PETER RÜEGGER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung,
2. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 307 StPO; LANDSHUT/BOSSHARD, in: Kommentar zur
Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2.
Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 307 StPO; NIKLAUS SCHMID, Schweizerische
Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 1 zu Art. 307 StPO;
NIKLAUS OBERHOLZER, Grundzüge des Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2012, S. 481 Rz.
1361). Denn die Orientierungspflicht soll sicherstellen, dass die
Staatsanwaltschaft sofort am Tatort erscheinen und die Leitung des
Vorverfahrens übernehmen kann. Dass die Staatsanwaltschaft die ersten
wesentlichen Einvernahmen selber durchführt, ist insbesondere bei
Kapitalverbrechen von grosser Bedeutung (BBI 2006 1262 Ziff. 2.6.2).

4.2.3. Ob eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
eine schwere Straftat im Sinne von Art. 307 Abs.1 StPO darstellt, kann - ebenso
wie die allfälligen Konsequenzen einer Verletzung der staatsanwaltlichen
Einvernahmepflicht - indes offenbleiben. Denn zum Zeitpunkt der fraglichen
Einvernahmen war das polizeiliche Ermittlungsverfahren bereits abgeschlossen.
Die Staatsanwaltschaft hat schon am 29. September 2011, also rund zwei Jahre
vor der ersten Einvernahme des Beschwerdeführers, gestützt auf Art. 309 StPO
eine Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer unter anderem wegen des
Verdachts auf qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
eröffnet. Gleichentags erliess sie in Anwendung von Art. 312 Abs. 1 StPO einen
"delegierten Ermittlungsauftrag an die Polizei". Art. 307 StPO gelangte demnach
grundsätzlich gar nicht mehr zur Anwendung, da die Staatsanwaltschaft bereits
über die Straftaten informiert war, derer der Beschwerdeführer verdächtigt
wurde. Dem kommt indes insofern keine weitergehende Bedeutung zu, als dass auch
im Rahmen der staatsanwaltlichen Untersuchung vorgesehen ist, dass die
Staatsanwaltschaft die Beweiserhebungen selber durchführt (vgl. Art. 311 Abs. 1
StPO) und die Polizei lediglich mit ergänzenden Ermittlungen beauftragt werden
kann (vgl. Art. 312 Abs. 1 StPO). Die vor Inkrafttreten der StPO gelegentlich
anzutreffenden generellen Ermittlungsaufträge an die Polizei sind damit nicht
mehr zulässig (BBI 2006 1265 Ziff. 2.6.3.2).

4.2.4. Vorliegend hat die Staatsanwaltschaft nach der Hafteinvernahme lediglich
noch die Konfrontations- und die Schlusseinvernahme selber durchgeführt.
Dazwischen fanden 19 delegierte Einvernahmen durch die Polizei statt. Eine
derart weitgehende Delegation im Rahmen der Untersuchung durch die
Staatsanwaltschaft ist nach dem Vorstehenden unzulässig und stellt eine
offensichtliche Missachtung der staatsanwaltlichen Beweiserhebungspflicht dar.
Da die Verfahrensbeteiligten bei Einvernahmen, welche die Polizei im Auftrag
der Staatsanwaltschaft durchführt, dieselben Verfahrensrechte haben, die ihnen
bei Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft zukommen (vgl. Art. 312 Abs. 2
StPO), sind die in Verletzung von Art. 312 Abs. 1 StPO erhobenen Beweise
allerdings entgegen dem Beschwerdeführer nicht unverwertbar. Andernfalls wäre
zu erwarten gewesen, dass dies im Gesetz oder den Materialien explizit
festgehalten worden wäre. Die Nachteile für die Verfahrensbeteiligten, wenn die
Beweise anstelle der Staatsanwaltschaft durch die Polizei erhoben werden,
erscheinen zudem nicht derart gravierend, dass sich deren Unverwertbarkeit als
Folge rechtfertigen würde (vgl. zum Ganzen unten E. 5.2.3; Urteil 6B_893/2015
vom 14. Juni 2016 E. 1.3.2 mit Hinweisen). Es handelt sich bei Art. 312 Abs. 1
StPO um eine blosse Ordnungsvorschrift (ESTHER OMLIN, in: Basler Kommentar,
Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 14 zu Art. 312 StPO;
LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., N. 6 zu Art. 312 StPO; NIKLAUS SCHMID,
Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 6 zu
Art. 312 StPO; DERSELBE, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2.
Aufl. 2013, N. 1233; a.M. BURGER-MITTNER/BURGER, Das Primat der
Staatsanwaltschaft auf dem Prüfstand, forumpoenale 3/2011 S. 165 ff.). Aus dem
vom Beschwerdeführer angeführten Urteil 1B_730/2011 vom 25. Juni 2012 (a.a.O.
E. 2.2) ergibt sich nichts Gegenteiliges.

5.

5.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Strafverfolgungsbehörden hätten die
überwachten Gespräche mangelhaft dokumentiert und seinen Anspruch auf
rechtliches Gehör verletzt, indem ihm in erheblichem Ausmass die
Abhörprotokolle nicht vorgelegt sowie die abgehörten Gespräche nicht
vorgespielt worden seien.

5.2.

5.2.1. Aus dem in Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 3 EMRK verankerten
Anspruch auf rechtliches Gehör, welcher einen wichtigen und deshalb eigens
aufgeführten Teilaspekt des allgemeineren Grundsatzes des fairen Verfahrens von
Art. 29 Abs. 1 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK darstellt, ergibt sich für die
beschuldigte Person das grundsätzlich uneingeschränkte Recht, in alle für das
Verfahren wesentlichen Akten Einsicht zu nehmen (vgl. zudem Art. 3 Abs. 2 lit.
c und Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO). Das Akteneinsichtsrecht soll sicherstellen,
dass die beschuldigte Person als Verfahrenspartei von den Entscheidgrundlagen
Kenntnis nehmen und sich wirksam und sachbezogen verteidigen kann. Die
effektive Wahrnehmung dieses Anspruchs setzt notwendigerweise voraus, dass die
Akten vollständig sind. In einem Strafverfahren bedeutet dies, dass die
Beweismittel, jedenfalls soweit sie nicht unmittelbar an der gerichtlichen
Hauptverhandlung erhoben werden, in den Untersuchungsakten vorhanden sein
müssen und dass aktenmässig belegt sein muss, wie sie produziert wurden, damit
die beschuldigte Person in der Lage ist zu prüfen, ob sie inhaltliche oder
formelle Mängel aufweisen und gegebenenfalls Einwände gegen deren
Verwertbarkeit erheben kann. Dies ist Voraussetzung dafür, dass sie ihre
Verteidigungsrechte überhaupt wahrnehmen kann, wie dies Art. 32 Abs. 2 BV
verlangt (BGE 129 I 85 E. 4.1 S. 88 f. mit Hinweisen).

5.2.2. Gemäss Art. 76 StPO werden die Aussagen der Parteien, die mündlichen
Entscheide der Behörden sowie alle anderen Verfahrenshandlungen, die nicht
schriftlich durchgeführt werden, protokolliert (Abs. 1). Die protokollführende
Person, die Verfahrensleitung und die allenfalls zur Übersetzung beigezogene
Person bestätigen die Richtigkeit des Protokolls (Abs. 2). Die
Verfahrensleitung ist dafür verantwortlich, dass die Verfahrenshandlungen
vollständig und richtig protokolliert werden (Abs. 3). Die Verfahrensprotokolle
halten gemäss Art. 77 StPO alle wesentlichen Verfahrenshandlungen fest und
geben unter anderem Auskunft über die Namen der mitwirkenden
Behördenmitglieder, der Parteien, ihrer Rechtsbeistände sowie der weiteren
anwesenden Personen (lit. b) und den Ablauf des Verfahrens, die von der
Strafbehörde getroffenen Anordnungen sowie die Beachtung der für die einzelnen
Verfahrenshandlungen vorgesehenen Formvorschriften (lit. f). Die Vorschriften
über die Protokollierung gelten für alle Verfahrensstufen von den polizeilichen
Ermittlungen bis hin zu den Verhandlungen vor den Rechtsmittelinstanzen (Urteil
6B_492/2012 vom 22. Februar 2013 E. 1.3; NIKLAUS SCHMID, Handbuch des
schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, N. 571).

5.2.3. Beweise, die Strafbehörden in strafbarer Weise oder unter Verletzung von
Gültigkeitsvorschriften erhoben haben, dürfen nicht verwertet werden, es sei
denn, ihre Verwertung sei zur Aufklärung schwerer Straftaten unerlässlich (Art.
141 Abs. 2 StPO). Beweise, bei deren Erhebung Ordnungsvorschriften verletzt
worden sind, sind verwertbar (Art. 141 Abs. 3 StPO). Der Gesetzgeber hat darauf
verzichtet, abschliessend die Bestimmungen aufzulisten, die als
Gültigkeitsvorschriften respektive als Ordnungsvorschriften zu betrachten sind.
Soweit das Gesetz eine Bestimmung nicht selber als Gültigkeitsvorschrift
bezeichnet, hat die Praxis die Unterscheidung vorzunehmen, wobei primär auf den
Schutzzweck der Norm abzustellen ist (BBl 2006 1183 f. Ziff. 2.4.1.1). Es ist
im Einzelfall unter Berücksichtigung des Fairnessgebots (siehe BGE 131 I 272 E.
3.2 S. 274 ff.) zu prüfen, ob die Verfahrensvorschrift für die Wahrung der
geschützten Interessen der betroffenen Person eine derart erhebliche Bedeutung
hat, dass sie ihr Ziel nur erreichen kann, wenn bei Nichtbeachtung der
Vorschrift der Beweis unverwertbar ist (Urteile 6B_1039/2014 vom 24. März 2015
E. 2.3; 6B_56/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 141 IV 39;
NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013,
N. 795; kritisch SABINE GLESS, in: Basler Kommentar, Schweizerische
Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 70 ff. zu Art. 141 StPO).

5.3. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass die Protokolle der
überwachten Gespräche, welche in deutscher Sprache geführt wurden, trotz
fehlender Unterschrift des Sachbearbeiters, der sie transkribierte, verwertbar
seien. Protokolle von überwachten Gesprächen können nicht mit
Einvernahmeprotokollen gemäss Art. 78 StPO gleichgesetzt werden, bei welchen
die Bestimmungen über die Protokollierung zwingender Natur sind (vgl. Urteil
6B_492/2012 vom 22. Februar 2013 E. 1.4). Während Einvernahmen manchmal bloss
durch ein Protokoll dokumentiert werden, kann die inhaltliche Richtigkeit bei
Protokollen von überwachten Gesprächen stets anhand der Aufzeichnungen
überprüft werden. Die zusätzliche Unterzeichnung der daraus angefertigten
Protokolle ist daher als blosse Ordnungsvorschrift zu qualifizieren, deren
Verletzung einer Verwertung gemäss Art. 141 Abs. 3 StPO nicht entgegensteht.
Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang sinngemäss eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs rügt, weil die Vorinstanz nicht begründet habe, weshalb die
nicht unterzeichneten Protokolle verwertbar seien, kann ihm nicht gefolgt
werden. Das rechtliche Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom
Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und
in der Entscheidfindung berücksichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sie sich
mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne
Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es müssen wenigstens kurz die
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und
auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 139 IV
179 E. 2.2 S. 183; je mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt der
vorinstanzliche Entscheid. Der Beschwerdeführer war denn auch in der Lage, den
Entscheid sachgerecht anzufechten. Die Rüge erweist sich als unberechtigt,
sofern sie überhaupt den Begründungsanforderungen zu genügen vermag.

5.4. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht zwingend
erforderlich, dass die aufgezeichneten Gespräche der beschuldigten Person
vorgespielt werden. Entsprechendes ergibt sich insbesondere nicht aus dem von
ihm zitierten Urteil 6B_676/2013 vom 28. April 2014. In jenem Fall entschied
das Bundesgericht, die aufgezeichneten Gespräche seien verwertbar, da sie der
beschuldigten Person in Anwesenheit ihres Verteidigers und eines Dolmetschers
vorgespielt worden seien und Letzterer bestätigt habe, dass die vorgespielten
Gespräche den Wortprotokollen entsprächen (a.a.O E. 3.4.4). Daraus lässt sich
indes nicht der Umkehrschluss ziehen, dass der beschuldigten Person
vorgehaltene überwachte Gespräche stets vorzuspielen sind (vgl. auch THOMAS
HANSJAKOB, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/
Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art. 276 StPO; MARC
JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, in: Basler Kommentar, Schweizerische
Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 3 und 5 zu Art. 276 StPO). Vielmehr
genügt es, wenn die beschuldigte Person die fraglichen Gespräche gegebenenfalls
auf ihr Begehren hin vorgespielt erhält.
Auf die vom Beschwerdeführer, soweit ersichtlich, erstmals vor Bundesgericht
vorgebrachte Rüge, die aus den aufgezeichneten Gesprächen erstellten Protokolle
wären ihm vorzulegen gewesen, soweit ihm Vorhalte daraus gemacht worden seien,
ist mangels Ausschöpfung des Instanzenzugs (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG) nicht
einzugehen. Selbst wenn die Rüge zu hören wäre, erwiese sie sich als
unbegründet. Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen ist es ausreichend,
wenn sich die Gesprächsprotokolle in den Akten befinden und auf Verlangen
eingesehen werden können.

5.5. Der Beschwerdeführer bemängelt, ihm seien Vorhalte aus überwachten
Gesprächen gemacht worden, ohne dass für ihn erkennbar gewesen sei, ob es sich
um eine Übersetzung handle. Inwiefern diesem Umstand eine Bedeutung zukommen
sollte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz erwägt, die von einem anonymen
Dolmetscher erstellten Protokolle jener Gespräche, die in albanischer Sprache
geführt worden sind, seien nicht verwertbar, da es die Staatsanwaltschaft
unterlassen habe, die Zusicherung der Anonymität vom Zwangsmassnahmengericht
genehmigen zu lassen (vgl. Art. 150 Abs. 2 und 3 StPO). Die Vorinstanz stützt
sich im Rahmen ihrer Beweiswürdigung nicht auf die fraglichen Protokolle.
Dementsprechend brauchte sie sich auch nicht zu der unterlassenen
Unterzeichnung der entsprechenden Protokolle durch den Dolmetscher zu äussern.
Zutreffend ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Tonträger der
überwachten Gespräche befänden sich nicht in den Akten. Allerdings befinden
sich darin die Protokolle der fraglichen Gespräche, soweit sie den
Beschwerdeführer betreffen. Die Staatsanwaltschaft wies im Rahmen des
Berufungsverfahrens darauf hin, dass sich die aufgezeichneten Gespräche aus der
im Verfahren gegen den Mitbeschuldigten F.________ angeordneten Überwachung in
dessen Verfahrensakten befänden und bei Bedarf die Möglichkeit bestanden hätte,
diese zu konsultieren (vorinstanzliche Akten act. 126). Inwiefern dem
Beschwerdeführer dadurch ein Nachteil entstanden sein sollte, ist nicht
ersichtlich. Er macht insbesondere nicht geltend, dass er darum ersucht hätte,
die fraglichen Tonträger anzuhören und ihm dies verweigert worden wäre.

6.

6.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorinstanzliche
Sachverhaltsfeststellung sei rechtswidrig, da sie auf dem Vorhalt absolut
unverwertbarer Gesprächsprotokolle basiere. Bei einer absoluten
Unverwertbarkeit im Sinne von Art. 141 Abs. 1 StPO bestehe eine strikte
Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots. Da ihm zahlreiche von einem
unrechtmässig anonym gebliebenen Dolmetscher übersetzte Gespräche vorgehalten
worden seien, seien alle betroffenen Einvernahmen und die dabei erfolgten
Geständnisse absolut unverwertbar. Selbst wenn man mit der Vorinstanz nicht von
einer strikten Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots ausgehen würde, sei ihr
Schluss, dass er auch ohne Vorhalt der unverwertbaren überwachten Gespräche ein
Geständnis abgelegt hätte, rein spekulativ und damit willkürlich. Es sei
vielmehr gerade vom Gegenteil auszugehen.

6.2. Die Vorinstanz erwägt unter Verweis auf BGE 138 IV 169, die Fernwirkung
des Beweisverwertungsverbots sei nicht derart weitreichend, wie dies der
Beschwerdeführer vorbringe. Es gelte einen angemessenen Ausgleich zwischen den
divergierenden Interessen zu erzielen. Während für eine Fernwirkung von
Beweisverwertungsverboten spreche, dass andernfalls die Regeln über die
Beweiserhebung unterminiert würden, könnten indirekte Beweisverbote auf der
anderen Seite der Ermittlung der materiellen Wahrheit hinderlich sein. Im
Gegensatz zur früheren Praxis habe der Gesetzgeber in Art. 141 Abs. 4 StPO zwar
eine sehr weitgehende, nicht jedoch eine absolute Fernwirkung verankern wollen.
Die unverwertbaren Gesprächsprotokolle hätten vorliegend nicht die
Unverwertbarkeit aller nachfolgenden Einvernahmen zur Folge. Viele der
abgehörten Gespräche seien auf Deutsch geführt worden und hätten keiner
Übersetzung bedurft. Diese Gesprächsprotokolle seien ohne Weiteres verwertbar.
Der Beschwerdeführer habe in der Einvernahme vom 20. November 2012 ohne Vorhalt
der fraglichen Protokolle Aussagen zum Anklagevorwurf des Anstaltentreffens zur
Veräusserung von 200 kg Marihuana gemacht. In der Konfrontationseinvernahme
habe er den ihm vorgeworfenen Sachverhalt in eigenen Worten bestätigt und auch
anlässlich der Schlusseinvernahme habe er nochmals ein Geständnis abgelegt. Das
Geständnis an der Schlusseinvernahme basiere nicht auf früheren, angeblich
rechtswidrig erlangten Beweisen, sondern weise eigenständigen Charakter auf.

6.3.

6.3.1. Art. 141 StPO regelt die Verwertbarkeit rechtswidrig erlangter Beweise.
Für Beweise, die durch verbotene Beweiserhebungsmethoden erlangt werden, sieht
Art. 141 Abs. 1 Satz 1 StPO ein absolutes Beweisverwertungsverbot vor. Dasselbe
gilt, wenn das Gesetz einen Beweis als unverwertbar bezeichnet (Art. 141 Abs. 1
Satz 2 StPO). Beweise, die Strafbehörden in strafbarer Weise oder unter
Verletzung von Gültigkeitsvorschriften erhoben haben (vgl. dazu oben E. 5.2.3),
dürfen nach Art. 141 Abs. 2 StPO grundsätzlich nicht verwertet werden, es sei
denn, ihre Verwertung sei zur Aufklärung schwerer Straftaten unerlässlich.
Ermöglichte ein Beweis, der nach Art. 141 Abs. 2 StPO nicht verwertet werden
darf, die Erhebung eines weiteren Beweises, so ist dieser nicht verwertbar,
wenn er ohne die vorhergehende Beweiserhebung nicht möglich gewesen wäre (Art.
141 Abs. 4 StPO), das heisst der erste Beweis "conditio sine qua non" des
zweiten ist (BGE 138 IV 169 E. 3.1 S. 171 mit Hinweisen). Eine Fernwirkung
gemäss Art. 141 Abs. 4 StPO ist zu verneinen, wenn der Folgebeweis im Sinne
eines hypothetischen Ermittlungsverlaufs zumindest mit einer grossen
Wahrscheinlichkeit auch ohne den illegalen ersten Beweis erlangt worden wäre.
Entscheidend sind die konkreten Umstände des Einzelfalls (a.a.O., E. 3.3.3 mit
Hinweisen).

6.3.2. In BGE 138 IV 169 konnte die in der Lehre umstrittene Frage, ob Art. 141
Abs. 4 StPO entgegen seinem Wortlaut auch für absolute Beweisverwertungsverbote
(Art. 141 Abs. 1 StPO) gelten muss, offengelassen werden (a.a.O. E. 3.2 S. 171
f. mit Hinweisen). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum alten
Verfahrensrecht unterschied für die Frage der Verwertbarkeit von Folgebeweisen
nicht danach, ob der Grund für die Unverwertbarkeit des Primärbeweises ein
absolutes oder ein relatives Beweisverwertungsverbot ist (BGE 138 IV 169 E. 3.2
S. 171; Urteil 6B_1021/2013 vom 29. September 2014 E. 2.3.3; je mit Hinweisen).

6.4. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, hat der Beschwerdeführer zum
Anklagevorwurf hinsichtlich des Anstaltentreffens zur Veräusserung von 200 kg
Marihuana ohne Vorhalt der fraglichen Protokolle Stellung genommen. Anlässlich
der Befragung vom 20. November 2012 legte er ohne konkreten Tatvorhalt (vgl.
dazu oben E. 1.4.3) ein weitgehendes Geständnis ab. In den folgenden
Einvernahmen wurde das geplante Geschäft dann lediglich noch etwas
detaillierter beleuchtet, wobei dem Beschwerdeführer auch die Erkenntnisse aus
den geheimen Überwachungsmassnahmen vorgehalten wurden. Die überwachten
Gespräche fanden teils in albanischer, teils in deutscher Sprache statt. Es
lässt sich somit nicht sagen, dass das Geständnis des Beschwerdeführers auf den
unverwertbaren Protokollen der in albanischer Sprache geführten und überwachten
Gespräche basierte (vgl. auch Urteil 1B_179/2012 vom 13. April 2012 E. 2.4 f.;
WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung,
Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2. Aufl. 2014, N. 15 zu Art. 141 StPO).
Davon, dass das Geständnis durch das Vorhalten unverwertbarer
Gesprächsprotokolle illegal erwirkt worden wäre, kann jedenfalls keine Rede
sein. Es liegt kein Fall eines Folgebeweises vor, der (ausschliesslich)
gestützt auf einen unverwertbaren Primärbeweis erhoben worden wäre. Ob bei
unverwertbaren Beweisen im Sinne von Art. 141 Abs. 1 StPO eine strikte
Fernwirkung gilt, so dass auch alle nachfolgend gestützt darauf erhobenen
weiteren Beweise absolut unverwertbar sind, kann daher offengelassen werden.
Vorstehendes gilt auch für den Tatvorwurf des Handels mit 53 kg Marihuana. Auch
diesbezüglich ist nicht ersichtlich, inwiefern das Geständnis des
Beschwerdeführers nur durch den Vorhalt unverwertbarer Gesprächsprotokolle
ergangen sein sollte. Nebst dem Geständnis des Beschwerdeführers stützt sich
die Vorinstanz, wie bereits das Bezirksgericht Baden (vgl. erstinstanzliches
Urteil, S. 10 E. 1.3.1), zudem insbesondere auch auf Aussagen mitbeschuldigter
Personen.

7.

7.1. Der Beschwerdeführer hält dafür, die Akten seien unvollständig. Die
delegierten Einvernahmen, die Schlusseinvernahmen und die Befragungen vor
Gericht der Mittäter und Mitbeschuldigten F.________, E.________, G.________,
D.________, H.________, B.________ und I.________ würden teilweise fehlen. Die
Anklage gegen F.________ sei, anders als jene gegen E.________, ebenfalls nicht
in den Akten enthalten. Die Aktenbewirtschaftung sei selektiv, vollkommen
zufällig und damit willkürlich, was gegen die Dokumentationspflicht und Art. 29
Abs. 2 BV verstosse. Die beschuldigte Person habe einen Anspruch auf
Vollständigkeit der Akten.

7.2. Anhaltspunkte für eine selektive respektive willkürliche
Aktenbewirtschaftung sind nicht erkennbar. Die Verfahren gegen die
verschiedenen beschuldigten Personen wurden vor Anklageerhebung getrennt und
separat weitergeführt. Das Gericht war nicht verpflichtet, die Anklageschriften
und sämtliche Aussagen der Mittäter und Mitbeschuldigten aus den getrennt
geführten Verfahren von Amtes wegen beizuziehen (a.M. LUZIA VETTERLI, ius.focus
7/2013, S. 29). Inwiefern im Aktendossier Unterlagen, die mit dem Schuldvorwurf
und der Strafzumessung in einen Zusammenhang gebracht werden können (vgl. dazu
Urteil 1B_171/2013 vom 11. Juni 2013 E. 2.5), fehlen sollten, zeigt der
Beschwerdeführer nicht auf. Dass der geständige Beschwerdeführer gestützt auf
Vorhalte von Aussagen oder Unterlagen, die sich nicht bei den Akten befinden,
ausgesagt hätte, ist nicht ersichtlich.

8.

8.1. Der Beschwerdeführer rügt, das erstinstanzliche Gericht habe ihn zum
Hauptvorwurf des Handels mit 36 kg (recte: 53 kg) Marihuana nicht einvernommen
und damit Art. 341 Abs. 1 StPO verletzt. Trotz entsprechendem Vorbringen im
Rahmen des Berufungsverfahrens äussere sich die Vorinstanz in Verletzung ihrer
Begründungspflicht dazu nicht.

8.2. Gemäss Art. 341 Abs. 3 StPO befragt die Verfahrensleitung zu Beginn des
Beweisverfahrens die beschuldigte Person eingehend zu ihrer Person, zur Anklage
und zu den Ergebnissen des Vorverfahrens. Anlässlich der erstinstanzlichen
Hauptverhandlung wurde der Beschwerdeführer zunächst zur Person und danach zur
Sache befragt. Dabei bestätigte er, die Anklage bekommen zu haben und zu
wissen, was ihm vorgeworfen wird. Die Frage, ob es noch Korrekturen oder
Ergänzungen gebe zu seinen Aussagen in den verschiedenen Einvernahmen,
insbesondere zu denjenigen in der Konfrontationseinvernahme mit E.________ und
der Schlusseinvernahme, verneinte der Beschwerdeführer. Er bestätigte auf
Nachfrage hin explizit, bei seinen Aussagen zu bleiben sowie dass die Anklage
in sachverhaltlicher Hinsicht auf dem beruhe, was er bestätigt habe. Sodann
wurden dem Beschwerdeführer die beiden Anklagesachverhalte nochmals kurz
vorgehalten, welche er bestätigte. Auf eine Frage seines Verteidigers zum
Vorwurf des Anstaltentreffens zur Veräusserung von 200 kg Marihuana wurde
dieser Anklagesachverhalt anschliessend eingehender thematisiert. Weitere
Anmerkungen oder Fragen hatten weder der Beschwerdeführer noch sein
Verteidiger. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, dass die Befragung
nicht gesetzeskonform durchgeführt worden sein soll. Eine Verletzung der
vorinstanzlichen Begründungspflicht liegt ebenfalls nicht vor. Nachdem der
Beschwerdeführer die Verletzung von Art. 341 Abs. 3 StPO in seiner
Berufungsschrift unter dem Titel "Folgen der Prozessrechtsverletzungen", wo es
hauptsächlich um andere Rügen ging, lediglich noch in einem Satz anfügte,
brauchte sich die Vorinstanz damit nicht explizit auseinanderzusetzen (vgl.
oben E. 5.3).

9.

9.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Verurteilung wegen
bandenmässigen Anstaltentreffens zum Verkauf von 200 kg Marihuana. Er habe
lediglich mit einem potentiellen Abnehmer ein Anwerbungsgespräch geführt. Er
habe zwar auch versucht, weitere Personen anzurufen, diese aber nicht erreichen
können. Ein versuchtes Anstaltentreffen sei nicht strafbar. Bandenmässigkeit
könne nur vorliegen, wenn mindestens ein durch ein Bandenmitglied verübtes
Delikt begangen worden sei. Daran fehle es. Die Abgabe eines Musters des
Marihuanas erfülle die Qualifikation nicht. Es liege bloss ein einfaches
Anstaltentreffen zum Veräussern von Drogen vor.

9.2. Nach der Rechtsprechung ist Bandenmässigkeit gegeben, wenn zwei oder
mehrere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen
zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer selbständiger, im Einzelnen
möglicherweise noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwirken (BGE 132 IV 132 E.
5.2 S. 137 mit Hinweisen). Eine Bande ist bereits beim Zusammenschluss zweier
Täter denkbar (BGE 135 IV 158 E. 2 und 3 S. 158 ff.). Zweck der Qualifikation
ist die besondere Gefährlichkeit, die sich daraus ergibt, dass der
Zusammenschluss die Täter stark macht und die fortgesetzte Verübung solcher
Delikte voraussehen lässt (BGE 78 IV 227 E. 2 S. 233; 72 IV 110 E. 2 S. 113).
Die Mitglieder binden sich an die verbrecherischen Ziele und erschweren sich
gegenseitig die Umkehr (TRECHSEL/CRAMERI, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch,
Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 16 zu Art. 139 StGB; NIGGLI/RIEDO, in:
Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 3. Aufl. 2013, N. 118 f. zu Art. 139
StGB). Der Beschwerdeführer argumentiert mit Verweis auf die Regelung von Art.
139 Ziff. 3 StGB, dass mindestens ein Delikt, etwa ein Diebstahl oder der
Verkauf von Drogen, erforderlich sei, damit Bandenmässigkeit gegeben sei. Wie
es sich damit verhält, kann offenbleiben. Der Beschwerdeführer räumt selber
ein, mit einer Person über den Verkauf von 200 kg Marihuana verhandelt zu
haben. Er hat somit mindestens in einem Fall konkrete Anstalten zur
Veräusserung von Drogen getroffen und damit ein Delikt im Sinne von Art. 19
Abs. 1 lit. g BetmG verübt. Die Vorinstanz verstösst nicht gegen Bundesrecht,
wenn sie von einer bandenmässigen Begehung ausgeht.

10.

10.1. Zum Anklagevorwurf des Handels mit 53 kg Marihuana bringt der
Beschwerdeführer verschiedene Rügen vor. Er bemängelt, die Vorinstanz
verurteile ihn wegen des "Erlangens auf andere Weise" und des "Veräusserns" von
Drogen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d und c BetmG. Dabei handle es sich um
aufeinander folgende Stadien derselben deliktischen Tätigkeit. Das "Erlangen
auf andere Weise" werde durch das "Veräussern" der Drogen konsumiert, weshalb
er nur deswegen zu verurteilen sei.
Die Rüge geht fehl. Das erstinstanzliche Gericht hielt explizit fest, dass der
Tatbestand des Erlangens durch die Veräusserung des Betäubungsmittels
konsumiert werde (erstinstanzliches Urteil, S. 15 E. 3.2.3.1; vgl. dazu Urteil
6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3 mit Hinweisen). Im Zusammenhang mit
diesem Anklagevorwurf wurde er vom Bezirksgericht Baden wegen qualifizierter
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 in
Verbindung mit Abs. 2 lit. b und c BetmG verurteilt. Auch die Vorinstanz
verurteilte den Beschwerdeführer nicht wegen beider Tatbestände, so dass nicht
ersichtlich ist, worauf er mit seinem Vorbringen abzielt.

10.2. Der Beschwerdeführer hält dafür, Bandenmässigkeit setze eine gewisse
Intensität der Zusammenarbeit der Täter voraus. Eine solch intensive
Zusammenarbeit ergebe sich aus der Anklage nicht und vermöge auch die
Vorinstanz nicht darzulegen.
Die Rüge ist offensichtlich unbegründet, soweit sie überhaupt den
Begründungsanforderungen (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) genügt.
In der Anklage wird ausgeführt, der Beschwerdeführer habe die ihm zur Last
gelegten Handlungen nach vorgängiger Absprache und Übereinkunft begangen. Er
habe sich einverstanden erklärt, am Verkauf des Marihuanas mitzuwirken und
Abnehmer dafür gesucht. Das erhaltene Geld habe er an E.________ und F.________
weitergeleitet und Abrechnungen erstellt. Aus dem Anklagesachverhalt, den die
Vorinstanz für erstellt erachtet, ist ersichtlich, dass entgegen der Ansicht
des Beschwerdeführers eine intensive Zusammenarbeit vorlag. Ob er das aus dem
Verkauf des Marihuanas erhaltene Geld den übrigen Bandenmitgliedern persönlich
übergab oder, wie die Vorinstanz annimmt, zu deren Handen in einem Safe
hinterlegte, spielt keine Rolle.

10.3.

10.3.1. Schliesslich trägt der Beschwerdeführer vor, entgegen der
vorinstanzlichen Annahme liege bei ihm die Qualifikation der Gewerbsmässigkeit
gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG nicht vor. Dabei handle es sich um ein
persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB. Er selber habe jedoch weder
einen grossen Umsatz noch einen erheblichen Gewinn erzielt. Er habe den aus dem
Drogenhandel stammenden Erlös in der Höhe von Fr. 130'000.-- an E.________ und
F.________ weitergeleitet und nicht für sich persönlich behalten. Für sich
selber habe er innert vier Monaten rund Fr. 5'000.-- von dem erwirtschafteten
Geld abgezweigt.

10.3.2. Der Handel mit Betäubungsmitteln stellt einen qualifizierten Verstoss
im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG dar, wenn der Täter durch
gewerbsmässigen Handel einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn
erzielt. Der Wortlaut dieser Norm stimmt mit dem Tatbestand der gewerbsmässigen
Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB überein. Für eine
unterschiedliche Anwendung dieser Bestimmungen besteht kein Anlass (BGE 129 IV
253 E. 2.2 S. 255 f. mit Hinweisen). Gross im Sinn dieser Bestimmung ist ein
Umsatz von über 100'000 Franken, erheblich ein Gewinn von über 10'000 Franken (
BGE 129 IV 188 E. 3.1.3 S. 192, 253 E. 2.2 S. 255 f. mit Hinweisen; Urteil
1B_293/2013 vom 31. Januar 2014 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Der schwere Fall setzt
darüber hinaus voraus, dass die von der Rechtsprechung entwickelten Bedingungen
der Gewerbsmässigkeit erfüllt sind (BGE 129 IV 188 E. 3.1.2 S. 191 f.; Urteil
6B_88/2009 vom 29. Oktober 2009 E. 5.2.2 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung
handelt der Täter gewerbsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er
für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte
innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten
Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes
ausübt. Wesentlich ist ausserdem, dass der Täter sich darauf einrichtet, durch
sein deliktisches Handeln relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen
namhaften Beitrag an die Kosten seiner Lebensgestaltung darstellen. Zudem muss
er die Tat bereits mehrfach begangen haben (BGE 129 IV 188 E. 3.1.2 S. 191; 119
IV 129 E. 3a S. 132 f.; Urteil 6B_1192/2014 vom 24. April 2015 E. 3.2; je mit
Hinweisen).

10.3.3. Bei der Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c BetmG
handelt es sich um ein persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB (vgl.
bereits BGE 70 IV 125 sowie Urteile 6B_207/2013 vom 10. September 2013 E. 1.3.2
mit Hinweisen; 6P.65/2004 vom 3. Juli 2004 E. 7.1; PETER ALBRECHT, Die
Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes [Art. 19-28 BetmG], 3. Aufl.
2016, N. 260 zu Art. 19 BetmG; GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar zum
Betäubungsmittelgesetz [BetmG], 2016, N. 1111 zu Art. 19 BetmG; HANS MAURER,
in: Andreas Donatsch [Hrsg.], StGB Kommentar, 19. Aufl. 2013, N. 47 zu Art. 19
BetmG; FINGERHUTH/TSCHURR, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl. 2016,
N. 221 zu Art. 19 BetmG). Die Vorinstanz erwägt, es sei irrelevant, dass der
Beschwerdeführer den aus dem Marihuana-Handel stammenden Umsatz nicht für sich
persönlich behalten, sondern weitergeleitet habe. Dem kann nach dem
Vorstehenden nicht gefolgt werden. Vielmehr ergibt sich aus den
vorinstanzlichen Feststellungen gerade, dass der Beschwerdeführer persönlich
das Merkmal des grossen Umsatzes nicht erfüllt, da er das Drogengeld nur
entgegen genommen, anschliessend jedoch weitergegeben hat. Aus den Erwägungen
der Vorinstanz geht nicht klar hervor, ob sie zusätzlich davon ausgeht, der
Beschwerdeführer habe einen erheblichen Gewinn erwirtschaftet. Soweit sie in
diesem Zusammenhang auf die von ihm abgezweigten Fr. 5'000.-- und die
zusätzlich in Aussicht gestellten Fr. 5'000.-- verweist, ergibt sich indes auch
daraus keine Gewerbsmässigkeit. Denn die Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 lit.
c BetmG setzt nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes in objektiver Hinsicht
voraus, dass ein erheblicher Gewinn effektiv erzielt worden ist (vgl. in Bezug
auf den grossen Umsatz BGE 129 IV 188 E. 3.3 S. 196). Daran fehlt es
vorliegend.

10.3.4. Die Beschwerde ist insoweit begründet. Die Vorinstanz wird den
Beschwerdeführer vom Vorwurf der gewerbsmässigen Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz freizusprechen und die Strafzumessung neu vorzunehmen
haben. Den Wegfall der (zusätzlichen) Qualifikation wird sie deutlich
strafmindernd zu berücksichtigen haben. Es erübrigt sich damit, auf die
weiteren Rügen des Beschwerdeführers (hinsichtlich der Strafzumessung sowie der
Verletzung von Art. 112 Abs. 1 lit. b und c BGG) einzugehen.

11.
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen; im Übrigen ist sie abzuweisen,
soweit darauf eingetreten werden kann. Der Beschwerdeführer wird im Umfang
seines Unterliegens kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Kanton Aargau
trägt keine Verfahrenskosten (Art. 66 Abs. 4 BGG), hat jedoch den
Beschwerdeführer im Umfang dessen Obsiegens für das bundesgerichtliche
Verfahren zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).

 Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. 
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des
Kantons Aargau vom 13. August 2015 aufgehoben und die Sache zu neuer
Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde
abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Dem Beschwerdeführer werden Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- auferlegt.

3. 
Der Kanton Aargau hat den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren
mit Fr. 1'000.-- zu entschädigen.

4. 
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. September 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: M. Widmer

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