Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Sozialrechtliche Abteilungen U 218/1999
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U 218/99 Vr

                        IV. Kammer

Präsident Borella, Bundesrichterin Leuzinger und Bundes-
richter Kernen; Gerichtsschreiber Schäuble

               Urteil vom 21. November 2001

                         in Sachen

M.________, 1957, Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat
Dominik Zehntner, Spalenberg 20, 4051 Basel,

                           gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmatt-
strasse 1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin,

                            und

Versicherungsgericht des Kantons Solothurn, Solothurn

     A.- Der 1957 geborene M.________ war seit dem 1. Mai
1994 als Aussendienstmitarbeiter bei der Firma E.________
AG angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallver-
sicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfälle ver-
sichert. Am 22. Juni 1994 wurde er auf der Autobahn A1
(Grauholz) während eines Staus in eine Auffahrkollision
verwickelt, als ein von hinten herannahendes Auto auf
seinen eben zum Stillstand gebrachten Personenwagen auf-

fuhr. Der vom Versicherten am 4. Juli 1994 konsultierte
Internist Dr. med. H.________ diagnostizierte ein Schleu-
dertrauma der Halswirbelsäule (HWS) und eine alte Spondy-
lose C5-C6. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
Am 16. Dezember 1995 erlitt M.________ ausserdem eine Prel-
lung des linken Auges an einer Türkante, als er aus einem
Auto stieg. Die SUVA kam auch für diesen Unfall auf. Ge-
stützt auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht des Dr.
med. S.________ vom 25. Juni 1997 eröffnete sie dem Ver-
sicherten mit Verfügung vom 27. Juni 1997, es lägen keine
behandlungsbedürftigen organischen Unfallfolgen mehr vor.
Die psychischen Beschwerden stünden nicht in adäquat kau-
salem Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. Juni 1994, wes-
halb die Leistungen für Taggeld und Behandlungskosten auf
den 30. Juni 1997 eingestellt würden. Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid vom 21. Januar 1998 fest.

     B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit der
M.________ die Übernahme der Heilbehandlung sowie die
Zusprechung von Taggeld, eventuell einer Invalidenrente
beantragt, wies das Versicherungsgericht des Kantons Solo-
thurn mit Entscheid vom 19. Mai 1999 ab. Auf den Antrag auf
Zusprechung einer Integritätsentschädigung trat es nicht
ein.

     C.- M.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde
führen mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen
Entscheides sei ihm eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 75 % und eine Integritätsentschädigung
in noch zu bestimmender Höhe zuzusprechen. Eventuell sei
die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und zur Bestim-
mung der Leistungshöhe an die Vorinstanz oder den Unfall-
versicherer zurückzuweisen.
     Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsge-
richtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung
lässt sich nicht vernehmen.

     Mit Blick auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde
in Aussicht gestellten und vom Beschwerdeführer nachträg-
lich eingereichten medizinischen Unterlagen (siehe das Gut-
achten des PD Dr. med. W.________, Augenarzt FMH, vom
1. Dezember 1999 und den audio-neurootologischen Bericht
des Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryn-
gologie, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 28. Dezember
1999) wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt. Ge-
stützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen vom 29. Dezem-
ber 1999 und vom 18. Januar 2000 hält die SUVA an ihrem
Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

     Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

     1.- Die Vorinstanz ist auf den Beschwerdeantrag be-
treffend Integritätsentschädigung mangels Anfechtungsge-
genstandes nicht eingetreten.
     Nach der Rechtsprechung genügen Verwaltungsgerichts-
beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, die lediglich
eine Auseinandersetzung mit der materiellrechtlichen Seite
des Falles enthalten - ungeachtet eines allenfalls vorhan-
denen Antrages -, dem Gültigkeitserfordernis einer sach-
bezogenen Begründung nicht (BGE 123 V 335, 118 Ib 134
Erw. 2 mit Hinweisen).
     Mit dem Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
befasst sich der Beschwerdeführer in Antrag und Begründung
seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde lediglich in mate-
riellrechtlicher Hinsicht. Zu der im vorliegenden Verfahren
in diesem Punkt einzig überprüfbaren Frage, ob das kantona-
le Gericht zu Recht nicht auf das Begehren um Zusprechung
einer Integritätsentschädigung eingetreten ist (vgl. BGE
121 V 159 Erw. 2b mit Hinweis; SVR 1997 UV Nr. 66 S. 225
Erw. 1a), äussert er sich nicht. Damit fehlt es insoweit am
Formerfordernis einer sachbezogenen Begründung, wonach aus
der Beschwerdeschrift ersichtlich sein muss, in welchen
Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet

wird (BGE 113 Ib 287 f. Erw. 1 mit Hinweisen). Deshalb ist
der vorinstanzliche Entscheid, soweit er auf Nichteintreten
lautet, der Überprüfung durch das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht entzogen. Ferner kann bei dieser Verfahrensla-
ge auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit mit ihr
die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung beantragt
wird, nicht eingetreten werden.
     Streitig und zu prüfen bleibt allein, ob die SUVA im
Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 22. Juni 1994 auch
über den 30. Juni 1997 hinaus Leistungen (Heilkosten, Tag-
gelder) auszurichten hat. Abzuklären ist insbesondere die
Frage, ob der Zusammenhang zwischen dem Unfall und den
bestehenden Beschwerden (u.a. neuropsychologische Ausfälle
und Sehstörungen) gegeben ist.

     2.- Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu
dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers voraus-
gesetzten natürlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289
Erw. 1b, je mit Hinweisen) und adäquaten Kausalzusammenhang
(BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c,
122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit Hinweisen) zwischen
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Invalidität, Tod) zutreffend dargelegt. Darauf kann
verwiesen werden.
     Zu präzisieren bleibt, dass die zu den Verletzungen
nach klassischem Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung
zum natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V
335, 117 V 359) auch auf Verletzungen nach einem Schleuder-
trauma "äquivalenten" Mechanismus (Kopfanprall mit Abkni-
ckung der HWS; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) und bei
Vorliegen eines Schädel-Hirntraumas anwendbar ist, wenn und
soweit sich dessen Folgen mit jenen eines Schleudertraumas
vergleichen lassen (BGE 117 V 369). In BGE 119 V 340 hat
das Eidgenössische Versicherungsgericht - im Zusammenhang
mit Schleudermechanismen der HWS - dargelegt, dass zualler-
erst die medizinischen Fakten, wie die fachärztlichen Erhe-
bungen über Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verlet-

zungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. die
massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung
durch Verwaltung und Gerichtsinstanzen bilden. Das Vorlie-
gen eines Schleudertraumas wie seine Folgen müssen somit
durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein. Trifft
dies zu und ist die natürliche Kausalität - auf Grund fach-
ärztlicher Feststellungen in einem konkreten Fall - unbe-
stritten, so kann der natürliche Kausalzusammenhang ebenso
aus rechtlicher Sicht als erstellt gelten, ohne dass aus-
führliche Darlegungen zur Beweiswürdigung nötig wären (BGE
119 V 340 Erw. 2b/aa). Auch in Fällen ohne organisch nach-
weisbare Beschwerden bedarf es für die Leistungsberechti-
gung gegenüber dem Unfallversicherer, dass die geklagten
Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen
Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und dass diese
Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem versicherten Un-
fall steht. Dafür ist unter Umständen ein interdisziplinä-
res Zusammenwirken der verschiedenen medizinischen Fach-
richtungen, nötigenfalls unter Einschluss der Neuropsycho-
logie, erforderlich. Zu beachten sind hier die Schwierig-
keiten, die sich aus dem Umstand ergeben, dass der im Zu-
sammenhang mit der HWS-Verletzungen sich manifestierende
Beschwerdekomplex mitunter noch andere Ursachen haben kann,
was aber nicht von vornherein zur Verneinung der natürli-
chen Kausalität führen darf, da der Unfall als eine Teilur-
sache für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs
genügt. Andererseits vermag auch die Neuropsychologie, nach
derzeitigem Wissensstand, es nicht, selbstständig die Beur-
teilung der Genese abschliessend vorzunehmen. Spricht nach
der Aktenlage medizinisch vieles für Unfallkausalität der
ausgewiesenen Beschwerden, ohne dass aber vom unfallärztli-
chen Standpunkt aus der Zusammenhang direkt mit Wahrschein-
lichkeit zu bejahen wäre, können die neuropsychologischen
Untersuchungsergebnisse im Rahmen der gesamthaften Beweis-
führung bedeutsam sein. Das setzt aber voraus, dass der
Neuropsychologe - im Einzelfall - in der Lage ist, über-

prüf- und nachvollziehbare, mithin überzeugende Aussagen
zur Unfallkausalität zu machen, die sich in die anderen
(interdisziplinären) Abklärungsergebnisse schlüssig einfü-
gen. Blosse Klagen über diffuse Beschwerden genügen somit
keineswegs für den Beweis der Unfallkausalität (BGE 119 V
341 Erw. 2b/bb).
     Bei der Beurteilung der Adäquanz von psychischen Un-
fallfolgen ist wie folgt zu differenzieren: zunächst ist
abzuklären, ob der Versicherte beim Unfall ein Schleuder-
trauma der HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Ver-
letzung (Distorsion der HWS) oder ein Schädel-Hirntrauma
erlitten hat. Ist dies der Fall, sind bei Unfällen aus dem
mittleren Bereich die in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382
Erw. 4b umschriebenen Kriterien anzuwenden. Andernfalls
erfolgt die Adäquanzbeurteilung in den dem mittleren
Bereich zuzuordnenden Fällen nach den Kriterien gemäss BGE
115 V 140 Erw. 6c/aa (siehe zur Begründung der teilweise
unterschiedlichen Kriterien: BGE 117 V 366 Erw. 6a, letzter
Absatz). In Fällen, in welchen die zum typischen Beschwer-
debild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden Beein-
trächtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur
vorliegenden ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz
in den Hintergrund treten, ist die Beurteilung unter dem
Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall
vorzunehmen (BGE 123 V 98 Erw. 2).
     Im Weiteren kann auf die vorinstanzlichen Ausführungen
zum Untersuchungsgrundsatz und zum Beweiswert von ärztli-
chen Gutachten und Berichten (BGE 122 V 157 ff.) verwiesen
werden.

     3.- SUVA und Vorinstanz stellen sich auf den Stand-
punkt, dass in somatischer Hinsicht die Folgen des Unfalles
vom 22. Juni 1994 (Schleudertrauma der HWS) spätestens am
30. Juni 1997 ausgeheilt gewesen seien und dass nurmehr ei-
ne psychische Problematik vorliege, welche jedoch in keinem
relevanten Kausalitätsverhältnis zum Unfall stehe, da es
hiezu an der erforderlichen Adäquanz fehle. Dasselbe gelte

auch für das Unfallereignis vom 16. Dezember 1995. Dabei
stellten sie im Wesentlichen auf den Austrittsbericht der
Rehaklinik X.________ vom 16. Oktober 1996 sowie die Beur-
teilungen des Dr. med. F.________ vom 20. Februar und
5. März 1997, Dr. med. S.________ vom 25. Juni 1997 und Dr.
med. B.________ vom 2. Juni 1997 ab.
     Der Beschwerdeführer bestreitet nebst der Verneinung
somatischer Unfallrestfolgen, dass es an der Adäquanz der
Kausalität zwischen Unfall und geltend gemachtem Beschwer-
debild fehle.

     4.- a) Zum Nachweis somatischer Unfallfolgen stützt
sich der Beschwerdeführer unter anderm auf das audio-neuro-
otologische Gutachten des Dr. med. A.________ vom 28. De-
zember 1999, der in seinem Bericht zum Schluss gelangt,
dass die noch bestehenden Beschwerden des Versicherten auf
Grund der verschiedenen von ihm durchgeführten audio-neuro-
otologischen Untersuchungen objektivierbar und mit grosser
Wahrscheinlichkeit in direktem, natürlichem Kausalzusam-
menhang mit dem Unfall vom 22. Juni 1994 stünden. Die SUVA
wendet dagegen ein, dass die von Dr. med. A.________ erho-
benen Befunde auf Untersuchungsmethoden beruhen, welche
zumindest als nicht standardisiert bezeichnet werden müs-
sen. Die Wertungen des Privatgutachters seien äusserst
spekulativ und vor allem in Bezug auf die Kausalitäts-
beurteilung unzutreffend.

     b) Nach der Rechtsprechung gilt eine Behandlungs-
methode dann als wissenschaftlich anerkannt, wenn sie von
Forschern und Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf
breiter Basis anerkannt ist. Entscheidend sind dabei die
Ergebnisse der Erfahrungen und der Erfolg einer bestimmten
Therapie (BGE 120 V 476 Erw. 4a mit Hinweisen).
     Es entzieht sich der Kenntnis des Eidgenössischen Ver-
sicherungsgerichts, ob die von Dr. A.________ angewendeten
Untersuchungen zum Nachweis einer Hirnorganizität von
Schleudertraumen tauglich und wissenschaftlich anerkannt

sind (vgl. RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 Erw. 6 betreffend
SPECT-Untersuchung; Dr. med Marincic, "Arbeitsrelevanz und
Invalidisierungspotenzial von verstibulären und Gleich-
gewichtsstörungen", Kongress-Band: "Invalidität und be-
rufliche Reintegration" von Joseph Mürner und Thierry M.
Ettlin, Basel 2000). Dr. med. T.________ erklärte in seiner
Beurteilung vom 18. Januar 2000, welche der SUVA-Stellung-
nahme vom 19. Januar 2000 beilag, die Validierung der
audio-neurootologischen Untersuchung im Rahmen einer aner-
kannten universitären Institution mit Schwerpunkt und ent-
sprechender Erfahrung in neurootologischer Diagnostik als
wünschenswert. Das Eidgenössische Versicherungsgericht kann
sich dieser Meinung anschliessen, weshalb die Sache - im
Hinblick auf die Gewährleistung des doppelten Instanzen-
zuges (vgl. BGE 127 V 244) - an die Vorinstanz zurückzu-
weisen ist, damit sie hierüber ein Gutachten veranlasse,
vorzugsweise durch an einer universitären Institution
tätige Fachleute. Diese werden auch zur Frage Stellung
nehmen, ob die Durchführung der Untersuchungen im vorlie-
genden Fall den wissenschaftlichen Anforderungen genügt.

     5.- a) Der Beschwerdeführer stützt sich zum Nachweis
des Kausalzusammenhangs des Weitern auf das Privatgutachten
des PD Dr. W.________, welcher zwischen den Migraine-Anfäl-
len mit Aura, getriggert durch Lesen oder helle Reflexe,
und dem Unfall einen wahrscheinlichen, bei der Dysfunktion
der subjektiven visuellen Bewegungswahrnehmung einen über-
wiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang annimmt. Die
SUVA bestreitet diesen.

     b) Da im Sozialversicherungsrecht zum Nachweis einer
Tatsache die überwiegende Wahrscheinlichkeit erforderlich
ist, und da der Privatgutachter die verschiedenen Wahr-
scheinlichkeitsgrade unterscheidet, kann der erforderliche
Kausalzusammenhang der Migraine von vornherein ausgeschlos-
sen werden.

     Die Richtigkeit der Kausalitätsbeurteilung bezüglich
der Dysfunktion der subjektiven visuellen Bewegungswahrneh-
mung kann vom Gericht nicht beurteilt werden. Es gilt das
bezüglich des Gutachtens von Dr. A.________ Gesagte, wes-
halb die Sache auch zur gutachterlichen Überprüfung der
Wissenschaftlichkeit bezüglich der Feststellungen des PD.
Dr. W.________ an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.

     Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

  I. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbe-
     schwerde, soweit darauf einzutreten ist, wird der
     angefochtene Entscheid des Versicherungsgerichtes des
     Kantons Solothurn vom 19. Mai 1999 aufgehoben und die
     Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie im
     Sinne der Erwägungen verfahre und über die Beschwerde
     neu entscheide.

 II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer für das Verfahren
     vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht eine
     Parteientschädigung von Fr. 2500.- (einschliesslich
     Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

 IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsge-
     richt des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für So-
     zialversicherung zugestellt.

Luzern, 21. November 2001

                Im Namen des
         Eidgenössischen Versicherungsgerichts
         Der Präsident           Der Gerichts-
         der IV. Kammer:            schreiber:

               Der Gerichtsschreiber: