Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 7B.166/2000
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7B.166/2000/min

            SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER
            ************************************

                      4. Dezember 2000

Es wirken mit: Bundesrichter Bianchi, Präsident der Schuld-
betreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichterin Nordmann,
Bundesrichter Merkli und Gerichtsschreiber Schett.

                          ---------

                          In Sachen

A.________, Gotthardstrasse 40, 8002 Zürich, und 64 Mit-
beteiligte, Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechts-
anwalt Dr. Jürg Peyer, Löwenstrasse 17, Postfach 7678,
8023 Zürich,

                            gegen

das Urteil vom 26. Juni 2000 der Aufsichtsbehörde für Schuld-
betreibung und Konkurs des Kantons Solothurn,

                         betreffend
                      Gesamtvergleich,

hat sich ergeben:

     A.- Über die Biber Holding AG, Biberist, wurde am
21. Januar 1997 der Konkurs eröffnet. Der Konkurs wird im
ordentlichen Verfahren durchgeführt. Der konkursamtliche
Schuldenruf gemäss Art. 232 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG erfolgte am
17. Februar 1997, am 5. März 1997 und am 29. Oktober 1997.
Anlässlich der 1. Gläubigerversammlung vom 15. Mai 1997 wurde
Rechtsanwalt Karl Wüthrich, Zürich, zum ausseramtlichen Kon-
kursverwalter gewählt. Gleichzeitig wurde ein Gläubigeraus-
schuss eingesetzt. Die 2. Gläubigerversammlung fand am
30. Juni 1998 statt; sie war nicht beschlussfähig. Während
des Verfahrens informierte der ausseramtliche Konkursver-
walter die Gläubiger im Zeitrahmen vom 23. Oktober 1997 bis
15. Dezember 1999 durch sechs Zirkulare über den Stand des
Verfahrens.

     B.- Die Beschwerdeführer sind zum Teil (6 Personen)
Gläubiger rechtskräftig kollozierter Forderungen aus Obli-
gationen. Alle Beschwerdeführer haben zudem im Konkurs
Schadenersatzforderungen gegenüber der Biber Holding AG
angemeldet, welche damit begründet werden, dass sie durch
falsche Angaben der Organe der Biber Holding AG zum Kauf von
Aktien verleitet worden seien und dadurch einen Schaden in
der Höhe des jeweiligen Kaufpreises erlitten hätten. Die
Anmeldung der Forderungen erfolgte zum Teil bereits im Rahmen
des Kollokationsverfahrens, wobei die damals angemeldeten
Schadenersatzforderungen von Aktionären mit Verfügungen vom
Mai 1998 abgewiesen wurden. Diese Verfügungen erwuchsen in
Rechtskraft. Am 27. Dezember 1999 bzw. am 17. Januar 2000
meldeten die Beschwerdeführer ohne Erfolg zum Teil erneut,
zum Teil erstmals entsprechende Schadenersatzforderungen an.

     C.- Das Inventar der Biber Holding AG in Konkurs vom
6. Mai 1998 enthält unter anderem die folgenden Aktiven: Ein
Guthaben aus Darlehen gegenüber der Alten PBU (Papierfabrik
Biberist und Utzenstorf) in Konkurs, Wert per 21. Januar 1997
Fr. 103'423'349.-- (Ord.-Nr. 27); Ansprüche aus Verantwort-
lichkeit im Sinne von Art. 754 ff. OR gegenüber den Organen
(Ord.-Nr. 32); Ansprüche aus Nachliberierung der bei der Ka-
pitalerhöhung 1994 gezeichneten Aktien gegenüber den Aktien-
zeichnern (Ord.-Nr. 33); paulianische Anfechtung der teilwei-
sen Rückzahlung von Fr. 4'113'000.-- des Konsortialkredites
X.________, Tranche B, an das Bankenkonsortium beim Verkauf
der X.________ 1996 (Ord.-Nr. 35).

     D.- Im Zirkular Nr. 6 vom 15. Dezember 1999 teilte der
ausseramtliche Konkursverwalter den Gläubigern mit, dass in
der Zwischenzeit der Gesamtvergleich mit den Finanzgläubigern
zu Stande gekommen sei.

     Die Anträge gemäss den Ziffern 1.1 (Zustimmung zum Ge-
samtvergleich) und 1.2 (Verzicht auf die Geltendmachung der
Forderungen gegenüber der Y.________ GmbH) gälten als zum
Beschluss erhoben, sofern nicht die Mehrheit der Gläubiger
bis zum 27. Dezember 1999 beim ausseramtlichen Konkurs-
verwalter die Anträge schriftlich ablehne. Stillschweigen
gelte somit als Zustimmung zu den vom Konkursverwalter ge-
stellten Anträgen.

     Mit Eingabe vom 27. Dezember 1999 erhob Rechtsanwalt
Dr. Jürg Peyer, Zürich, namens von 51 Personen betreibungs-
rechtliche Beschwerde gegen den ausseramtlichen Konkursver-
walter, den Gläubigerausschuss und die Gläubigerversammlung
der Biber Holding AG in Konkurs. Er stellte unter anderem
folgende Begehren:

    "1. Es sei der durch die ausseramtliche Konkursverwaltung
        unterzeichnete, vom Gläubigerausschuss genehmigte und
        von der Gläubigergesamtheit voraussichtlich auch ge-
        nehmigte Gesamtvergleich aufzuheben und zur Neuver-
        handlung an die ausseramtliche Konkursverwaltung zu-
        rückzuweisen.

     2. Eventualiter sei die Zustimmung der Gläubigerversamm-
        lung zum Gesamtvergleich infolge ungenügender Infor-
        mation der Gläubiger durch das Zirkular Nr. 6 aufzu-
        heben, verbunden mit der Auflage, die Gläubiger über
        den Vergleich erneut zu informieren.

     3. Eventualiter sei das Zirkular Nr. 6 der ausseramt-
        lichen Konkursverwaltung aufzuheben und durch eine
        vollständige und wahrheitsgemässe Information ...
        zu ergänzen, insbesondere mit Bezug auf

       ...

     4. Es sei die Ergänzung, Neuauflage und Publikation des
        Kollokationsplanes mit Bezug auf die gegenüber der
        UBS sowie der CS Gruppe sowie allfälligen weiteren
        Finanzgläubigern anerkannten Forderungen anzuordnen."

     Am 17. Januar 2000 reichte Dr. Peyer namens von 14 Per-
sonen eine zweite, den gleichen Sachverhalt betreffende Be-
schwerde ein. Die Beschwerdeverfahren wurden vereinigt. Der
ausseramtliche Konkursverwalter beantragte in seiner Vernehm-
lassung vom 31. März 2000, die Beschwerde abzuweisen, soweit
darauf eingetreten werden könne.

     E.- Mit Schreiben vom 24. Mai 2000 teilte der ausser-
amtliche Konkursverwalter der Aufsichtsbehörde mit, das
Ergebnis im Konkurs der Alten PBU habe sich dank einer sehr

guten Verwertung verschiedener Liegenschaften sowie dank der
auf den Bankguthaben anfallenden Zinsen weiter verbessert,
wobei bis auf zwei Liegenschaften mit einem Statuswert von
Fr. 670'000.-- alle nicht liquiden Aktiven hätten verwertet
werden können. Diese Verbesserung habe für den Konkurs der
Biber Holding AG zur Folge, dass heute mit Vollzug des Ge-
samtvergleichs für alle Nichtfinanzgläubiger - insbesondere
die Obligationäre - eine Konkursdividende von 100 % als
gesichert erscheine. Da sich das Ergebnis des Konkurses der
Alten PBU durch weiter anfallende Zinsen und den allfälligen
positiven Ausgang eines Kollokationsprozesses nur noch ver-
bessern könne, könne somit heute davon ausgegangen werden,
dass durch den Vollzug des Gesamtvergleichs mit Ausnahme der
am Gesamtvergleich beteiligten Finanzgläubiger keine Gläu-
biger - weder im Konkurs der Biber Holding AG noch in dem-
jenigen der Alten PBU - einen Ausfall erleiden würden.

     F.- Mit Entscheid vom 26. Juni 2000 wies die Aufsichts-
behörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solo-
thurn die Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten werden
konnte.

     A.________ und 64 Mitbeteiligte haben mit Beschwerde vom
14. Juli 2000 den Entscheid der Aufsichtsbehörde an die
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts
weitergezogen. Sie beantragen:

    "1. Es sei das Urteil der Aufsichtsbehörde für Schuld-
        betreibung und Konkurs des Kantons Solothurn vom
        26. Juni 2000 aufzuheben.

     2. Es seien die Akten zur Ergänzung des Sachverhalts an
        die Vorinstanz zurückzuweisen.

     3. Es sei der durch die ausseramtliche Konkursverwaltung
        unterzeichnete, vom Gläubigerausschuss genehmigte und
        von der Gläubigergesamtheit auch genehmigte Gesamt-
        vergleich aufzuheben und zur Neuverhandlung an die
        ausseramtliche Konkursverwaltung zurückzuweisen.

     4. Eventualiter sei die Zustimmung der Gläubigerversamm-
        lung zum Gesamtvergleich infolge ungenügender Infor-
        mation der Gläubiger durch Zirkular Nr. 6 aufzuheben,
        verbunden mit der Auflage, die Gläubiger über den
        Vergleich erneut zu informieren.

     5. Eventualiter sei das Zirkular Nr. 6 der ausseramtli-
        chen Konkursverwaltung aufzuheben und durch eine
        vollständige und wahrheitsgemässe Information der
        Gläubiger durch die ausseramtliche Konkursverwaltung
        ergänzen zu lassen, insbesondere mit Bezug auf ...

     6. Es sei die Ergänzung, Neuauflage und Publikation des
        Kollokationsplans mit Bezug auf die gegenüber der UBS
        sowie der CS-Gruppe sowie allfällig weiteren Finanz-
        gläubigern anerkannten Forderungen anzuordnen.

     7. Es sei die Eingabe samt Beilagen betreffend Gesamt-
        vergleich vom 20. Januar 2000, welche vom Obergericht
        bis heute nicht behandelt worden ist und unter der
        Nr. SKK/BES/000021 beizuziehen und im vorliegenden
        Beschwerdeverfahren zu behandeln.

     8. Es sei den Beschwerdeführern eine Frist von zehn
        Tagen nach Einsichtnahme in die Vernehmlassung der
        Konkursbehörde zur allfälligen Ergänzung der Be-
        schwerde mit Bezug auf dieses Aktenstück anzusetzen."

     Mit Eingabe vom 28. Juli 2000 haben die Beschwerdeführer
eine Ergänzung der Beschwerde eingereicht.

     Der ausseramtliche Konkursverwalter beantragt in seiner
Stellungnahme vom 8. August 2000, es sei auf die Anträge 1
und 3 bis 6 der Beschwerde nicht einzutreten, eventuell seien
sie abzuweisen; die Anträge 2, 7 und 8 seien abzuweisen. Die
Vernehmlassung des Konkursverwalters wurde den Beschwerde-
führern zur Einsichtnahme zur Verfügung gestellt.

          Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
                     zieht in Erwägung:
          ________________________________________

     1.- Die Beschwerdeführer setzen sich aus Gläubigern und
Aktionären der konkursiten Biber Holding AG zusammen. Es
scheint, dass alle Gläubiger (unter Ausschluss der Finanz-
gläubiger, die auf einen Teil der ihnen zustehenden Dividende
durch den Gesamtvergleich verzichtet haben) mit einer Kon-
kursdividende von 100 % befriedigt werden können.

     a) Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch das Tun
oder Unterlassen eines Vollstreckungsorgans in seinen Inte-
ressen betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an der
Aufhebung oder Abänderung der Verfügung hat (BGE 119 III 81
E. 2 S. 83 mit Hinweisen; Amonn/Gasser, Grundriss des Schuld-
betreibungs- und Konkursrechts, § 6 N. 24, S. 40; F. Cometta,
Basler Kommentar, SchKG I, N. 38 zu Art. 17). Das Gleiche
gilt für das Beschwerdeverfahren ans Bundesgericht. Gläubi-
ger, die im Konkurs vollständig befriedigt werden, haben
deswegen kein praktisches und aktuelles Interesse mehr an
der Bestreitung von Vollstreckungsverfügungen, die überhaupt
keinen Einfluss auf ihre Rechte haben können. Da sie kein
Rechtsschutzinteresse haben, ist ihre Beschwerdelegitimation
zu verneinen und auf ihre Beschwerde deshalb nicht einzutre-
ten. Soweit die Beschwerdeführer zu den Gläubigern gehören,
deren Forderungen vollständig gedeckt werden, ist die Be-
schwerde daher an sich nicht an die Hand zu nehmen. Nun wird
die Tatsache der vollständigen Befriedigung im angefochtenen
Urteil aber nicht zweifelsfrei festgestellt. Es rechtfertigt
sich daher, die Eintretensfrage unter dem Gesichtspunkt des
Rechtsschutzinteresses bezüglich dieser Gläubiger offen zu
lassen, da die Beschwerde - wie im Folgenden aufzuzeigen
ist - ohnehin abzuweisen ist, soweit die Vorbringen zulässig
sind.

     b) Die übrigen Beschwerdeführer sind keine Gläubiger
rechtskräftig kollozierter Forderungen, sondern Aktionäre,
die im Konkurs der Biber Holding AG Schadenersatzforderungen
angemeldet haben mit der Begründung, dass sie durch falsche
Angaben der Organe der Gesellschaft zum Kauf von Aktien ver-
leitet worden seien und dadurch einen Schaden in der Höhe des
jeweiligen Kaufpreises erlitten hätten. Diese Forderungsan-
meldungen wurden rechtskräftig abgewiesen und können nicht
mehr Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden
(vgl. E. 7a/bb hiernach). Die Biber Holding AG hat aus diesen
vorgenommenen Aktienverkäufen keinen Schaden erlitten. Die
hier Beschwerde führenden Aktionäre können ihre Ansprüche den
Verantwortlichen gegenüber ohne weiteres geltend machen, und
insbesondere besteht für sie kein Anlass, die Handlungen der
Konkursorgane zu bestreiten. Auch diesbezüglich ist die Be-
schwerdelegitimation zu verneinen, der Mangel jeglicher prak-
tischer und konkreter Interessen ist offensichtlich. Auf die
Beschwerde der Aktionäre ist deshalb nicht einzutreten.

     2.- Mit Schreiben vom 31. Juli 2000 hat die Aufsichts-
behörde dem Bundesgericht die Beschwerdeergänzung der Be-
schwerdeführer vom 28. Juli 2000 nachgereicht mit der Bemer-
kung, es treffe zu, dass die Vernehmlassung der Konkursver-
waltung sowie deren Schreiben vom 24. Mai 2000 den Beschwer-
deführern nicht übermittelt worden sei. Die Voraussetzungen
für eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist seien demnach
gegeben. Die Eingabe der Beschwerdeführer vom 28. Juli 2000
ist unter diesen Umständen nicht aus den Akten zu weisen.

     Die Vorinstanz schliesst auf Abweisung der Beschwerde.

     3.- a) Die Beschwerdeführer beantragen wie im kantonalen
Verfahren, der vom Gläubigerausschuss wie auch von der Gläu-
bigergesamtheit genehmigte Gesamtvergleich sei aufzuheben und

zur Neuverhandlung an die ausseramtliche Konkursverwaltung
zurückzuweisen. Die Vorinstanz ist auf das Begehren um Auf-
hebung des Gesamtvergleichs zu Recht nicht eingetreten; denn
rechtsgeschäftliche Handlungen der Betreibungs- und Konkurs-
behörden können grundsätzlich nicht mit Beschwerde angefoch-
ten werden (BGE 86 III 106 E. 2; 102 III 78 E. 5 S. 84; 108
III 1 E. 2). Zulässig ist dagegen der sinngemäss gestellte
Antrag, die Genehmigungsbeschlüsse des Gläubigerausschusses
und der Gläubigergesamtheit seien aufzuheben (nicht veröf-
fentlichtes Urteil der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
vom 20. Januar 1997 i.S. Bank X. gegen Obergericht des Kan-
tons Zürich, E. 2a S. 5 und E. 3b S. 7).

     b) Die Beschwerdeführer verlangen, eventualiter sei
die Zustimmung der Gläubigerversammlung zum Gesamtvergleich
infolge ungenügender Information der Gläubiger durch das
Zirkular Nr. 6 aufzuheben und durch eine vollständige und
wahrheitsgemässe Information der Gläubiger zu ergänzen. Auf
diese Anträge kann nicht eingetreten werden. Ohne Zweifel
besteht die Pflicht des Konkursamtes, die Gläubigerversamm-
lung - oder hier den Gläubigerausschuss - genau und umfassend
zu informieren; diese allein sind jedoch befugt, das Amt
- oder hier den Konkursverwalter - zur Vervollständigung sei-
ner Berichte anzuhalten. Es ist jedoch nicht Sache der Auf-
sichtsbehörden, hierüber zu befinden, denn die Zirkulare sind
keine Verfügungen des Amtes im Sinne von Art. 17 SchKG (BGE
36 I 417 E. 1; Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs
nach schweizerischem Recht, Bd. II, 3. Auflage 1993, § 50
N. 7, S. 324; Bürgi, Basler Kommentar, SchKG III, N. 4 zu
Art. 253, S. 2370). Mit Bezug auf das Zirkular Nr. 6 vom
15. Dezember 1999 ist im Rahmen der vorliegenden Beschwerde
einzig auf die Information des Konkursverwalters, der Kollo-
kationsplan werde nicht neu aufgelegt, sowie auf den Hinweis
möglicher Abtretungen gemäss Art. 260 SchKG einzugehen, in-
soweit dabei eine Gesetzesverletzung geltend gemacht wird.

Auf alle andern Rügen der Beschwerdeführer zur Verletzung
der Informationspflicht seitens des Konkursverwalters kann
hingegen nicht eingetreten werden.

     c) Ferner wenden die Beschwerdeführer ein, sie hätten am
20. Januar 2000, also vor der Beschwerde vom 21. Januar 2000
an die Aufsichtsbehörde betreffend das vorliegende Verfahren,
eine Eingabe bei der Aufsichtsbehörde anhängig gemacht. Sie
beantragen, dass diese Beschwerde mit der vorliegenden im
gleichen Verfahren behandelt werde (Antrag 7). Die Beschwer-
deführer übersehen, dass nach Art. 19 Abs. 1 SchKG nur ein
Entscheid der Aufsichtsbehörde Beschwerdeobjekt bilden kann,
weshalb auf den Antrag nicht eingetreten werden kann.

     4.- a) Das Bundesgericht ist an die Feststellungen der
Aufsichtsbehörde gebunden, es sei denn, der Beschwerdeführer
mache die Verletzung von bundesrechtlichen Beweisvorschriften
geltend oder werfe der Vorinstanz ein offensichtliches Ver-
sehen vor (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG). Neue Tatsachen
und Beweismittel können ferner vorgebracht werden, wenn der
Beschwerdeführer sie im kantonalen Verfahren nicht hat gel-
tend machen können; es kann sich dabei nur um solche Tatsa-
chen handeln, die sich ereignet haben, bevor der angefochtene
Entscheid gefällt worden ist (Art. 79 Abs. 1, Art. 63 Abs. 2
i.V.m. Art. 81 OG; J.-F. Poudret, Commentaire de la loi fédé-
rale d'organisation judiciaire, Bd. II, N. 1.4.1 zu Art. 79
OG). Der Beschwerdeführer, der den Sachverhalt berichtigt
oder ergänzt haben möchte, hat mit genauen Aktenhinweisen
aufzuzeigen, um welche tatsächlichen Feststellungen der Tat-
bestand zu ergänzen ist, und er hat ferner darzutun, inwie-
fern diese Tatsache entscheiderheblich ist (vgl. BGE 115 II
484 E. 2a).

     b) Nach Art. 79 Abs. 1 OG ist in der Beschwerdeschrift
darzulegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie ver-
letzt sind. Betreffend die Anforderungen an die Beschwerde-
begründung ist die zu Art. 55 Abs. 1 lit. c OG entwickelte
Rechtsprechung per analogiam anzuwenden (BGE 121 III 46
E. 2). Gemäss dieser Rechtsprechung müssen die Gesetzesar-
tikel in der Beschwerde nicht ausdrücklich genannt werden,
falls aus der Formulierung der Rüge hervorgeht, gegen welche
Regeln oder Prinzipien des Bundesrechts die Aufsichtsbehörde
verstossen haben soll; dabei ist jedoch unerlässlich, dass
der Beschwerdeführer auf die Begründung des angefochtenen
Urteils eingeht und im Einzelnen aufzeigt, inwiefern diese
bundesrechtswidrig sein soll. Auf Rügen, die diesen Anfor-
derungen nicht genügen, kann nicht eingetreten werden.

     5.- Die Beschwerdeführer verlangen eine Ergänzung des
Sachverhalts in Bezug auf die Realisierung der Verantwort-
lichkeits-, der Nachliberierungs- und Regressansprüche. Auf
das Begehren kann nicht eingetreten werden, da ein offen-
sichtliches Versehen diesbezüglich nicht dargetan wird und
die Beschwerdeführer nicht mit genauen Aktenhinweisen darle-
gen, dass sie die entsprechenden Sachbehauptungen im kanto-
nalen Verfahren prozesskonform aufgestellt haben, die Vor-
instanz sie aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder
übersehen hat (Art. 81 und Art. 64 OG; BGE 115 II 484), und
ferner der festgestellte Sachverhalt die Beurteilung der
gestellten Rechtsfragen erlaubt (Guldener, Schweizerisches
Zivilprozessrecht, 3. Aufl., S. 552; J.-F. Poudret, a.a.O.,
N. 1.3 und 2.1 zu Art. 64 OG). Hinsichtlich des Schreibens
des Konkursverwalters vom 9. Juli 1999 wird sodann ein of-
fensichtliches Versehen bloss behauptet und der Vorinstanz
lediglich eine Verletzung der Untersuchungsmaxime vorgewor-
fen. Es wird jedoch nicht rechtsgenüglich begründet, inwie-
fern die Aufsichtsbehörde gegen Art. 20a Abs. 1 Ziff. 4 SchKG
verstossen haben soll.

     Des Weiteren kann auf das Begehren, die Beilagen 2, 3
und 6, welche mit Beschwerde vom 20. Januar 2000 eingereicht
worden seien, müssten zu den Akten genommen werden, nicht
eingetreten werden, da auch hier deren Massgeblichkeit für
die Beurteilung des vorinstanzlichen Entscheids nicht darge-
tan wird. Ferner rügen die Beschwerdeführer, sie hätten in
der Beschwerdeschrift vom 21. Januar 2000 ausgeführt, dass
die Credit Suisse und die UBS rund Fr. 50'000'000.-- aus dem
Verkauf wertloser Aktien an Aktionäre eingelöst hätten; dies-
bezüglich sei eine Expertise beantragt worden, woran festge-
halten werde. Die Rüge ist unzulässig; denn die Begründung
einer Beschwerde im Sinne von Art. 19 Abs. 1 SchKG muss in
der Beschwerdeschrift selbst enthalten sein; ein Verweis auf
beiliegende Akten - was die Beschwerdeführer mit Bezug auf
die Beschwerde vom 21. Januar 2000 tun - wie auf Rechts-
schriften im kantonalen Verfahren ist unbeachtlich (BGE 106
III 40 E. 1 S. 42 mit Hinweis).

     6.- a) Die Vereinbarung zwischen der UBS AG, der So-
lothurner Bank SoBA, der Credit Suisse, der Credit Suisse
First Boston, der Konkursmasse der Alten PBU und der Kon-
kursmasse der Biber Holding AG betreffend Gesamtvergleich vom
13./15. Dezember 1999 hat zusammengefasst folgenden Inhalt:

- Ziffer 2 regelt die Bereinigung der Forderungsverhältnisse.
  Die Konkursmassen anerkennen die von der UBS und CSG ange-
  meldeten Forderungen gemäss Beilagen 1 und 2 zur Verein-
  barung. Soweit weiter gehende Forderungsanmeldungen vorlie-
  gen, werden diese durch die UBS und die CSG zurückgezogen.

- Ziffer 3 sieht folgenden teilweisen Verzicht von UBS und
  CSG auf Konkursdividenden vor: Die UBS und die CSG ver-
  zichten zusammen auf insgesamt Fr. 40'000'000.-- Konkurs-
  dividende in beiden Konkursen. Basis für diesen Verzicht
  bilden die Stati der Konkursmassen per 31. März 1999, so-

  fern der endgültige, konsolidierte Passivenüberschuss der
  beiden Konkursmassen nicht um mehr als 5 % davon abweicht,
  wobei bestimmte Verbesserungen des Konkursergebnisses bei
  der Berechnung der Abweichung nicht zu berücksichtigen
  sind. Die zahlenmässige Auswirkung der Dividendenverzichte
  wird in Ziff. 3.2. der Vereinbarung festgehalten.

- Ziffer 4 bestimmt, dass mit den Dividendenverzichten der
  UBS und der CSG alle Ansprüche der Alten PBU und der Biber
  Holding AG (ob geltend gemacht oder nicht) gegenüber der
  UBS und der CSG, deren sämtlichen jetzigen und ehemaligen
  Angestellten, Organen und Beauftragten sowie gegenüber
  allen Angestellten, (formellen und faktischen) Organen und
  Beauftragten der (ehemaligen) Papierfabrik Biberist, der
  (ehemaligen) Papierfabrik Utzenstorf, der Papierfabrik
  Biberist und Utzenstorf und der Biber Holding AG, aus wel-
  chem Rechtsgrund auch immer, insbesondere Nachliberungsan-
  sprüche, Verantwortlichkeits- und sonstige Schadenersatz-
  ansprüche sowie paulianische Rückerstattungsansprüche, ab-
  gegolten und definitiv erledigt seien. Die Alte PBU und die
  Biber Holding AG erklären ausdrücklich den Verzicht auf die
  Geltendmachung von irgendwelchen über die Dividendenver-
  zichte der UBS und der CSG hinaus gehenden Forderungen
  gegenüber den genannten Personen. Der Verzicht gegenüber
  bestimmten Organen (Verwaltungsräte B.________, C.________,
  Dr. D.________, E.________, F.________, G.________,
  H.________ [in Bezug auf ihn wurde jedoch in Ziff. 4.2.
  eine Sonderregelung getroffen], Dr. I.________; Revisions-
  stelle K.________ AG) ab den Generalversammlungen der
  Papierfabrik Biberist und der Biber Holding AG vom 14. Juni
  1994 wird an die Bedingung geknüpft, dass diese Personen
  ihrerseits eine Saldoerklärung abgeben. Die entsprechenden
  Betreibungen und gerichtlichen Klagen sind zurückzuziehen.

- Ziffer 5 verweist auf Vereinbarungen der beiden Konkurs-
  massen mit weiteren Finanzgläubigern, die der Vereinbarung
  vom 13./15. Dezember 1999 als Beilagen 7a ff. beigelegt
  sind. In diesen Vereinbarungen anerkennen die Konkursmassen
  bestimmte angemeldete Forderungen, während der jeweilige
  Gläubiger zusätzliche geltend gemachte Forderungen zurück-
  zieht. Gleichzeitig wird ein Teilverzicht auf die Konkurs-
  dividende vereinbart.

- Ziffer 6 hält fest, dass ein Liquidationsüberschuss bei der
  Alten PBU, der durch die Dividendenverzichte von UBS und
  CSG entsteht, an die Konkursmasse der Biber Holding AG
  fällt.

- Ziffer 7 regelt die Bedingungen des Inkrafttretens der Ver-
  einbarung. Insbesondere werden der Eingang der unterzeich-
  neten Vereinbarungen der Konkursmassen mit den übrigen
  Finanzgläubigern und der Saldoerklärungen der ehemaligen
  Organe, die rechtskräftige Zustimmung der Gläubigeraus-
  schüsse, der Gläubigergesamtheiten der Alten PBU und der
  Biber Holding AG sowie der Eintritt der Rechtskraft der ge-
  mäss Ziffer 2 der Vereinbarung ergänzten Kollokationspläne
  vorbehalten. In Bezug auf die Abtretung gemäss Art. 260
  SchKG wird Folgendes vereinbart: "Soweit den Gläubigern
  oder Aktionären der Alten PBU oder der Biber Holding AG die
  Abtretung des Prozessführungsrechts in Bezug auf Ansprüche
  gemäss Ziff. 4.1. vorstehend angeboten werden müsste, würde
  dies nur gegen Sicherstellung des Vergleichsergebnisses er-
  folgen. Sollte eine Abtretung erfolgen und der Abtretungs-
  gläubiger fristgerecht klagen, so würde der Vergleich dahin
  fallen."

- Ziffer 8 regelt den Zeitpunkt sowie die Art der Information
  der Gläubiger und der Öffentlichkeit. Insbesondere wird der
  Wortlaut der von den Konkursverwaltungen an die Gläubiger
  zu versendenden Zirkulare festgelegt.

- Ziffer 9 enthält eine Regelung über die Information an die
  Strafuntersuchungsbehörden. Gemäss Beilage 10 zur Verein-
  barung teilen die Konkursverwaltungen der Alten PBU und der
  Biber Holding AG dem zuständigen Bezirksanwalt mit, dass
  zwischen den Konkursmassen und der UBS und der CS-Gruppe
  einen Vergleich unterzeichnet wurde.

     b) Die mit den übrigen Finanzgläubigerinnen getroffenen
Vereinbarungen, welche ebenfalls Teil des Gesamtvergleichs
bilden, haben im Wesentlichen folgenden Inhalt:

     - Die Konkursmassen der Alten PBU und der Biber Holding
AG anerkennen die angemeldeten Forderungen der jeweiligen
Gläubigerin aus Darlehen bzw. Kredit. Die Gläubigerin ver-
zichtet auf die Anmeldung weiterer Forderungen.

     - Die jeweilige Gläubigerin erhält in beiden Konkursen
eine reduzierte, in der Vereinbarung bezifferte Konkursdi-
vidende und verzichtet auf eine weiter gehende Dividende.

     - Mit dem Dividendenverzicht der Gläubigerin werden alle
Ansprüche der Konkursmassen gegen sie abgegolten.

     - Die Gläubigerin verzichtet auf die Geltendmachung von
Regress- und anderen Ansprüchen, insbesondere aus Verantwort-
lichkeit, gegenüber den Organen der Alten PBU und der Biber
Holding AG sowie gegenüber der UBS AG, der Solothurner Bank
SoBa, der Credit Suisse und der Credit Suisse First Boston im
Zusammenhang mit dem Fall Biber.

     - Das Inkrafttreten ist analog zur Vereinbarung vom
13./15. Dezember 1999 geregelt.

     7.- Die Beschwerdeführer werfen der Aufsichtsbehörde
vor, sie habe toleriert, dass der Gläubigerausschuss sowie
die Gläubigermehrheit auf Ansprüche gegenüber Dritten, die
nicht Vertragspartei seien und keine Zugeständnisse gemacht
hätten, verzichtet habe. Der Verzicht sei abschliessend, ob-
wohl weder die Konkursverwaltung noch die Aufsichtsbehörde
die Ansprüche, auf welche hier verzichtet werde, je überprüft
hätten.

     a) Beim Abschluss eines Vergleichs hat der Gläubigeraus-
schuss die Interessen sämtlicher Gläubiger wahrzunehmen. Hält
er in pflichtgemässer Abwägung der Prozessaussichten einen
Vergleich als im Interesse der Konkursmasse und damit der
Gläubiger liegend, so steht dem Abschluss eines solchen Ver-
gleichs weder Art. 207 SchKG noch eine andere Bestimmung ent-
gegen (BGE 103 III 21 E. 3 S. 25). Keinen echten Vergleich,
sondern einen Verzicht im Sinne von Art. 260 SchKG stellt da-
gegen ein blosser, einseitiger Teilverzicht dar (BGE 86 III
124 E. 3 S. 130; Hierholzer, Basler Kommentar, SchKG III,
N. 76 zu Art. 250 SchKG mit Hinweis auf das unveröffentlichte
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Januar 1997 i.S. X. AG ge-
gen den Entscheid vom 1. November 1996 des Obergerichts des
Kantons Zürich).

     Die Genehmigung eines Vergleichs durch den Gläubiger-
ausschuss stellt einen Ermessensentscheid dar (BGE 86 III 124
E. 3 S. 129). Die Kognition der vollstreckungsrechtlichen
Aufsichtsbehörden ist bei dessen Überprüfung insofern be-
schränkt, als Beschlüsse der erwähnten Art nur wegen Geset-
zesverletzung, nicht auch wegen Unangemessenheit angefochten
werden können (BGE 101 III 52 E. 1, 109 III 87 E. 3). Die
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer darf in einem solchen
Fall nur eingreifen, wenn die kantonale Aufsichtsbehörde das
ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht, d.h.
sachfremde Kriterien mitberücksichtigt oder rechtserhebliche

Umstände ausser acht gelassen hat (BGE 120 III 79 E. 1, mit
Hinweisen).

     aa) Gemäss dem angefochtenen Urteil begründet der aus-
seramtliche Konkursverwalter den Abschluss des Gesamtver-
gleichs wie folgt: Die Dividendenverzichte der Finanzgläubi-
ger seien gleichwertig zu Zahlungen dieser Gläubiger von über
Fr. 130'000'000.-- an die beiden Konkursmassen. Die Frage,
ob Forderungen, die im Rahmen einer Liberierung verrechnet
werden, werthaltig sein müssen, sei umstritten. Von der ge-
richtlichen Beurteilung dieser Rechtsfrage hingen Nachlibe-
rierungsansprüche der Konkursmasse der Alten PBU von rund
Fr. 185'000'000.-- und der Konkursmasse der Biber Holding AG
von rund Fr. 56'000'000.-- ab. Seitens der Finanzgläubiger
werde bestritten, dass die anlässlich der Sanierung 1994 als
Sacheinlage in die Biber Holding AG eingebrachten Aktien der
Papierfabrik Biberist nicht einen Wert von Fr. 230'000'000.--
gehabt hätten. Es sei eine bekannte Tatsache, dass Unterneh-
mensbewertungen immer wieder zu grossen Diskussionen führen
könnten und sich je nach Gesichtspunkt und Experte verschie-
dene Werte ergeben könnten. Es sei deshalb schwer voraus-
sehbar, wie die umstrittene Bewertung der Aktien der Papier-
fabrik Biberist von den Gerichten entschieden würde. Davon
hingen Nachliberierungsforderungen der Biber Holding AG in
der Höhe von rund Fr. 230'000'000.-- ab. Es sei nicht voll-
ständig geklärt, ob die Grundsätze für die Liberierung des
Aktienkapitals auch für das Agio Geltung hätten. Es sei un-
klar, ob die Nachliberierungspflicht der Aktionäre im Liqui-
dations- und Konkursfall über die Deckung der Gesellschafts-
schulden hinausgehe. Für eine entsprechende Begrenzung sprä-
chen sich Bürgi/Nordmann (Zürcher Kommentar, Art. 681, 682,
N. 76, S. 256) gestützt auf BGE 39 II 535 aus. Mit dem Ge-
samtvergleich werde diese Grenze beinahe erreicht. Falls die
Auffassung von Bürgi/Nordmann zutreffe, könne somit auf dem
Prozessweg selbst im besten Fall kein wesentlich besseres
Ergebnis erzielt werden. Nach der neuen Rechtsprechung des

Bundesgerichts zur Verantwortlichkeit der Organe gemäss
Art. 754 ff. OR könne im Konkurs der Gesellschaft die Kon-
kursmasse ausschliesslich den Schaden der Gläubigergesamtheit
geltend machen. Dieser Schaden sei aber wiederum durch die
vollständige Deckung der Gläubiger begrenzt. Diese Grenze
werde mit dem Gesamtvergleich nahezu erreicht. Mit dem Ge-
samtvergleich könnten langwierige komplexe Prozesse vermieden
werden, deren Ausgang nicht abschliessend beurteilt werden
könne. Die Gläubiger erhielten die Konkursdividende rasch
ausbezahlt und erlitten keinen zusätzlichen Zinsverlust. Zu-
sammenfassend könne festgestellt werden, dass mit dem Gesamt-
vergleich die Chancen und Risiken der Konkursmasse der Biber
Holding AG betreffend die bestrittenen Ansprüche optimal be-
rücksichtigt würden. Die Konkursmasse der Biber Holding AG
habe somit nicht ohne Gegenleistung auf bestrittene Ansprüche
verzichtet.

     bb) Die Beschwerdeführer bringen vor, anlässlich der
Sitzung des Gläubigerausschusses vom 15. Dezember 1999 habe
Dr. Z.________ zu bedenken gegeben, dass allfällige Ansprüche
- Verantwortlichkeitsansprüche gegen die Revisionsstelle -
der Aktionäre nicht leichtfertig zunichte gemacht werden
dürften. Es stehe somit fest, dass der Gläubigerausschuss
leichtfertig auf sämtliche Verantwortlichkeitsansprüche ver-
zichtet habe, weil die Banken den Fall Biber definitiv erle-
digen wollten. Unter dem Gesichtspunkt der Individualrechte
der geschädigten Aktionäre gemäss Art. 260 SchKG könne sol-
ches jedoch keinesfalls genügen.

     Die Beschwerdeführer übersehen, dass sie sich dabei auf
Tatsachen stützen, die im angefochtenen Urteil nicht erwähnt
sind und somit nicht gehört werden können (E. 4a hievor).
In diesem Zusammenhang ist jedoch klar zu stellen, dass Be-
schwerdeführer, die Aktionäre, aber nicht Obligationäre mit
kollozierten Forderungen sind, nicht einfach als "subordi-
nierte Aktionäre" bezeichnet werden können, um sie mit Gläu-

bigerqualität auszustatten. Was die Beschwerdeführer mit
dieser Bezeichnung ausdrücken wollen, wird nirgends klar
gesagt. Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel (Schweizerisches Aktien-
recht, Bern 1996, N. 215, S. 673) erwähnen, dass der Rang-
rücktritt im Sinne von Art. 725 OR in der Praxis auch Subor-
dinationserklärung genannt werde. Eine solche Konstellation
wird von den Beschwerdeführern weder behauptet, noch geht
dies aus dem angefochtenen Urteil hervor.

     Im Gesamtvergleich werden nur Ansprüche bereinigt, die
der Konkursmasse zustehen; allfällige direkte Ansprüche der
Aktionäre gegenüber den Finanzgläubigern oder Organen der
Gesellschaft sind vom Gesamtvergleich nicht betroffen. In
diesem Zusammenhang erwähnt der Konkursverwalter in seiner
Stellungnahme zu Recht, die Frage sei offen, ob Aktionäre mit
Schadenersatzforderungen ein Vorrecht auf den Liquidations-
überschuss nach Bezahlung aller Gläubigerforderungen besäs-
sen; dies sei jedoch nicht im Konkurs, sondern im Rahmen
einer ordentlichen Liquidation zu entscheiden. Diese Ansicht
wird auch durch den Hinweis der Beschwerdeführer auf Wieland
(Die Grenzen des Schadenersatzanspruchs des Aktionärs gegen-
über der Aktiengesellschaft, SJZ 43/1947) nicht entkräftet.
Dieser Autor befasst sich (a.a.O., S. 107) mit Schadener-
satzansprüchen von Aktionären gegen die Aktiengesellschaft,
insbesondere mit solchen anlässlich der Gründung einer AG
oder bei einer Kapitalerhöhung; er bejaht grundsätzlich eine
Haftung aus Vertrag oder Delikt, vertritt aber die Meinung,
dass jeder Schadenersatzanspruch eines Aktionärs der Gesell-
schaftsgläubiger wegen versage, sobald er zur Rückzahlung
seiner Einlage durch die Gesellschaft führe (S. 124). Richtig
ist in diesem Zusammenhang die Bemerkung des Konkursverwal-
ters, die Konkursorgane hätten die im Nachhinein von den
Beschwerdeführern angemeldeten "subordinierten" Forderungen
bei der Beurteilung des Gesamtvergleichs nicht berücksichti-
gen müssen. Soweit solche Forderungen bereits früher rechts-
kräftig abgewiesen worden seien, seien diese damals erledigt

worden; und diejenigen Forderungen, die noch gar nie ange-
meldet worden seien, hätten nach der Natur der Sache mangels
Kenntnis gar nicht berücksichtigt werden können.

     Es wäre in der Tat Sache der Beschwerdeführer gewesen,
ihre Forderungen rechtzeitig anzumelden. Ob die nun angemel-
deten Schadenersatzforderungen der Beschwerdeführer als "sub-
ordinierte" Forderungen anerkannt werden müssen oder nicht,
hängt im Übrigen - wie in der Beschwerdeantwort richtig ar-
gumentiert wird - nicht davon ab, ob für diese Forderungen
auch tatsächlich eine Dividende resultieren werde. Auch die
Forderungen der 3. Klasse müssen rechtzeitig angemeldet wer-
den, selbst wenn noch nicht feststeht, ob allfällige Forde-
rungen der 1. Klasse vollständig gedeckt werden können. Ohne
Belang ist deshalb, ob im Juli 1999 die Konkursverwaltung
gegenüber dem Vertreter der Beschwerdeführer geäussert habe,
er habe im Zirkular Nr. 3 vom 22. Dezember 1998 eine Lösung,
mit der auch ein Überschuss zugunsten der Aktionäre erzielt
werden könne, nicht als realistisch beurteilt. Einerseits
wird dies im angefochtenen Urteil nicht festgestellt (E. 4a
hievor); und anderseits kann, falls auch auf Grund der vor-
genannten Beurteilung der Konkursverwaltung einzelne Be-
schwerdeführer mit der Anmeldung einer Schadenersatzforderung
zugewartet haben, im jetzigen Zeitpunkt nicht mehr darauf zu-
rückgekommen werden. Denn neue Tatsachen führen grundsätzlich
auch nach Art. 251 SchKG nicht zur Überprüfung einer bereits
rechtskräftig abgelehnten Eingabe, darf doch die Zulassung
verspäteter Konkurseingaben nicht zur Folge haben, dass im
Kollokationsplan rechtskräftig getroffene Entscheidungen wie-
der in Frage gestellt werden (BGE 42 III 18 E. 2 S. 23; 115
III 71 E. 1 S. 72; unveröffentlichtes Urteil der Schuldbe-
treibungs- und Konkurskammer vom 5. September 2000 E. 3).

     cc) Die Beschwerdeführer rügen weiter, der vorliegende
Gesamtvergleich sei einerseits ein Vergleich zwischen den
Vertragsparteien und andererseits ein Verzicht auf Verant-

wortlichkeits- und Schadenersatzansprüche gegenüber Dritt-
personen (Verwaltungsräte, Revisionsgesellschaften sowie
Beauftragte der Biber Holding AG sowie ihrer Tochtergesell-
schaften). Die Verwaltungsräte, Revisionsstellen und Beauf-
tragten der Biber Holding AG sowie ihrer Tochtergesellschaf-
ten seien eindeutig nicht Vertragspartei, und diese Organe
und Beauftragte hätten im Rahmen des Gesamtvergleiches keine
Zugeständnisse gemacht. Es bestehe bis anhin auch kein Streit
zwischen sämtlichen Verwaltungsräten, Revisionsstellen und
Beauftragten der Biber Holding AG sowie der Tochtergesell-
schaften über Verantwortlichkeitsansprüche sowie Schadener-
satzansprüche. Die Konkursverwaltung habe diesbezüglich ledi-
glich Abklärungen angekündigt, aber noch nicht abgeschlossen.
Die Gefahr von Regressansprüchen gegenüber einer Vertragspar-
tei rechtfertige den Verzicht auf Verantwortlichkeits- und
Schadenersatzansprüchen gegenüber Dritten nicht; eine solche
Gefahr von Regressansprüchen könnte lediglich bestehen, wenn
die Vertragsparteien, d.h. insbesondere die UBS sowie die
Credit Suisse solidarisch mit den Organen und Beauftragten
der Biber Holding AG sowie deren Tochtergesellschaften für
allfällige Verantwortlichkeits- und Schadenersatzansprüche
haften würden.

     Die Einwände sind unbegründet. Die aktienrechtliche
Verantwortlichkeit ist rein persönlich. Sie trifft die han-
delnden natürlichen oder - im Falle der Revisionsstelle -
allenfalls auch juristischen Personen und nicht etwa das Or-
gan als solches (Verwaltungsrat, Revisionsstelle), in welchem
diese Personen tätig sind. In Art. 752 ff. werden die folgen-
den Personenkreise u.a. der spezifisch aktienrechtlichen Ver-
antwortlichkeit unterstellt: Die Mitglieder des Verwaltungs-
rates und alle mit der Geschäftsführung erfassten Personen
(Art. 754 Abs. 1 OR), wozu Direktoren und allenfalls auch
Prokuristen und Handlungsbevollmächtigte gehören können, fer-
ner auch solche Personen, die zwar nicht formell, wohl aber
materiell Organfunktionen ausüben sowie die mit der Prüfung

der Jahres- und der Konzernrechnung oder mit besonderen Prü-
fungsaufgaben beauftragten Personen (Forstmoser/Meier-Hayoz/
Nobel, a.a.O., S. 420, N. 5 ff.). Sind für einen Schaden meh-
rere Personen ersatzpflichtig, so ist jede von ihnen insoweit
mit den anderen solidarisch haftbar, als ihr der Schaden auf-
grund ihres eigenen Verschuldens und der Umstände persönlich
zurechenbar ist (Art. 759 Abs. 1 OR). Im Innenverhältnis kann
derjenige, der Ersatz geleistet hat, allenfalls auf andere
Haftpflichtige Rückgriff nehmen, und gegenüber mehreren Ver-
antwortlichen kann der Gesamtschaden geltend gemacht werden
(Abs. 2).

     Es liegt auf der Hand, dass auf Grund der im Gesetz
vorgesehenen solidarischen Haftung der Verantwortlichen nach
Feststellung des Gesamtschadens Streit über die interne Haf-
tungsquote ausgebrochen wäre. Dass Verwaltungsräte, Revisi-
onsstellen und Beauftragte der Biber Holding AG sowie ihrer
Tochtergesellschaften nicht Vertragsparteien sind, ist dabei
ohne Belang. Die Beschwerdeführer bringen selbst vor, es hät-
ten Generaldirektoren der UBS und der Crédit Suisse im Ver-
waltungsrat der Biber Holding AG Einsitz genommen. Wäre nur
einer dieser von einem Gläubiger belangt worden, so hätte
dies eine Rückgriffnahme auf andere Verwaltungsräte zur Folge
gehabt.

     Im Übrigen führt die Aufsichtsbehörde aus, die von den
Beschwerdeführern in dieser Höhe geltend gemachten Verant-
wortlichkeitsansprüche seien nicht dermassen liquid, dass ein
Prozessrisiko ausgeschlossen werden könnte. So sei beispiels-
weise bereits umstritten, ob 1994 eine Überschuldung der
Papierfabrik Biberist vorgelegen habe. Die Beschwerdeführer
legten denn auch nicht dar, inwiefern in Bezug auf welche
Personen die differenzierten Voraussetzungen eines Verant-
wortlichkeitsanspruchs erfüllt sein sollten, und dass diese
Ansprüche gegebenenfalls eintreibbar wären. Dagegen wenden
die Beschwerdeführer lediglich ein, diese Annahme sei will-

kürlich. Sachverhaltsrügen sind unzulässig (E. 4a hievor),
und inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht willkürlich angewen-
det haben soll, wird nicht ansatzweise im Sinne von Art. 79
Abs. 1 OG dargetan (E. 4b hievor).

     Gänzlich unzutreffend ist die Behauptung der Beschwerde-
führer, durch den Vergleich werde auf Verantwortlichkeitsan-
sprüche in unbekannter Höhe verzichtet, was rechtsmissbräuch-
lich sei, weil eine Überprüfung dieser Ansprüche vor dem Ver-
zicht gar nicht stattgefunden habe. Entgegen ihrer wiederholt
vorgebrachten Auffassung liegt keine Bundesrechtsverletzung
vor. Gemäss Ziff. 4 des Vergleichs (E. 6 hievor) werden u.a.
Verantwortlichkeits- und sonstige Schadenersatzansprüche mit
dem Verzicht auf Dividenden abgegolten und definitiv erle-
digt. Auf diese Ansprüche wird nicht verzichtet, sondern sie
sind wie die Liberierungsforderungen und die Ansprüche aus
paulianischer Anfechtung durch den Gesamtvergleich realisiert
worden. Diese Forderungen wie diejenigen aus befürchteten
Rückgriffen bilden Teil des Gesamtvergleichs. Das Wesen eines
echten Vergleichs liegt in der Beseitigung des zwischen den
Parteien in Bezug auf ein Rechtsverhältnis, bzw. einen An-
spruch bestehenden Streites durch gegenseitige Zugeständnisse
(BGE 39 I 533 E. 2). Genügt der Vergleich diesen Kriterien
(vgl. dazu E. 7b nachfolgend), so stellt er noch keinen Ver-
zicht im Sinne von Art. 260 Abs. 1 SchKG dar (Hierholzer,
a.a.O., N. 75 zu Art. 250 SchKG). Fehl geht sodann die Be-
hauptung der Beschwerdeführer, es lägen keine Teilvergleiche
vor, sondern es habe ein blosser Verzicht gegenüber Dritten
stattgefunden, der nicht Teil des Gesamtvergleiches zwischen
den Konkursmassen und den Finanzgläubigern sei. Dass der
Gesamtvergleich mit weiteren Teilvergleichen verknüpft ist,
ist klar erwiesen (E. 6 hievor).

     Keine Gesetzesverletzung stellt die Auffassung der Vor-
instanz dar, es sei nicht zu beanstanden, dass auch Organe
und Beauftragte in den Gesamtvergleich mit einbezogen worden

seien, welche selbst keine Leistungen an die Konkursmassen
erbracht hätten, da sich die Finanzgläubiger andernfalls mög-
licherweise entsprechenden Regressforderungen ausgesetzt ge-
sehen hätten. Zudem wäre nicht ausgeschlossen, in einem Ver-
gleich Regelungen zu Gunsten Dritter zu treffen.

     b) Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz vor,
sie habe ihr Ermessen bei der Überprüfung der Ausgewogenheit
des Gläubigerbeschlusses mit Bezug auf die von der Konkurs-
verwaltung mit der Crédit Suisse und UBS abgeschlossenen
Vergleichs überschritten. Ein Ermessensmissbrauch liege des-
halb vor, weil auf Nachliberierungsansprüche in der Höhe von
Fr. 470 Millionen sowie auf Verantwortlichkeitsansprüche von
Fr. 500 Millionen im Austausch gegen einen Verzicht auf Di-
videndenansprüche in der Höhe von ca. Fr. 130 Millionen ver-
zichtet worden sei. Abgesehen davon, dass diese tatsächlichen
Einwände im angefochtenen Urteil keine Stütze finden (E. 4a),
d.h. dort anders wiedergegeben werden, überzeugen sie auch in
der Sache nicht. Die Aufsichtsbehörde stellt dazu folgende
Überlegungen an:

     Ein Ermessensmissbrauch könnte allenfalls vorliegen,
wenn die Gläubigergesamtheit ohne Not auf klar ausgewiesene
und problemlos durchsetzbare Ansprüche verzichtet hätte,
deren Erlös einer bestimmten Gläubigerkategorie zugekommen
wäre. Diese Konstellation sei jedoch vorliegend nicht gege-
ben. Zunächst sei zu beachten, dass die Beschwerdeführer ihre
Schadenersatzforderungen erst am 27. Dezember 1999 bzw. am
17. Januar 2000 (zum Teil erneut nach rechtskräftiger Abwei-
sung) angemeldet hätten, zu einem Zeitpunkt also, als das
Zirkular Nr. 6 vom 15. Dezember 1999 bereits erlassen worden
sei. Der Gläubigergesamtheit sei somit nicht bekannt gewesen,
dass überhaupt subordinierte Forderungen geltend gemacht wür-
den. Zudem sei mit der Forderungsanmeldung vom 27. Dezember
1999 in erster Linie eine "normale" Kollokation der Schaden-
ersatzforderungen in der 3. Klasse und nur eventualiter einer

Kollokation als subordinierte Forderungen verlangt worden.
Davon, dass die Gläubigergesamtheit gezielt eine Benachtei-
ligung von subordinierten Gläubigern angestrebt hätte, könne
unter diesen Umständen nicht die Rede sein. Dies gelte unab-
hängig davon, ob die Kollokation der Schadenersatzforderungen
im Rahmen des noch hängigen Verfahrens überhaupt durchgesetzt
werden könnte. Der Genehmigungsentscheid der Gläubigergesamt-
heit stelle bereits aus diesem Grund keine willkürliche Un-
gleichbehandlung der Beschwerdeführer dar. Darüber hinaus
sprächen aber auch gewichtige sachliche Gründe für den Geneh-
migungsentscheid, seien doch die durch den Gesamtvergleich
abgegoltenen Ansprüche weder klar ausgewiesen noch ohne wei-
teres eintreibbar. Die Aufsichtsbehörde fährt fort, wie der
ausseramtliche Konkursverwalter zu Recht ausführe, sei die
Frage, ob Forderungen, die im Rahmen einer Liberierung ver-
rechnet würden, werthaltig sein müssten, umstritten. Im
Umfang der Nachliberierungsansprüche, die sich auf Verrech-
nungsliberierungen stützten, bestünde somit ein nicht zu
vernachlässigendes Prozessrisiko. Die Nachliberierungsfor-
derungen aus der Sacheinlage der Aktien der Papierfabrik
Biberist würden von der Bewertung dieser Unternehmung ab-
hängen. Auch wenn auf Grund der vorliegenden Unterlagen und
unter Beachtung des Umstandes, dass die Biber Holding AG im
Zusammenhang mit dieser Sacheinlage zusätzliche Leistungen
(privative Schuldübernahmen in beträchtlicher Höhe, Forde-
rungsverzichte) erbracht habe, welche ebenfalls zu berück-
sichtigen wären, die Aussichten der Konkursmasse in einem
Prozess als relativ günstig erschienen, könne nicht ausge-
schlossen werden, dass eine Unternehmensbewertung zu einem
wesentlich anderen Ergebnis käme. Auch in dieser Hinsicht
wäre somit ein Prozessrisiko vorhanden. Die Verantwortlich-
keitsansprüche, welche sich nach Darstellung der Beschwer-
deführer insbesondere aus der Sanierung von 1994, der Fort-
führung der Papierfabrik Biberist trotz Überschuldung und
mangelnder Liquidität sowie aus dem Verzicht auf volle
Liberierung im Jahre 1994 ergeben und einen Betrag von

Fr. 500'000'000.-- erreichen sollen, seien ebenfalls nicht
dermassen liquid, dass ein Prozessrisiko ausgeschlossen
werden könnte. So sei beispielsweise bereits umstritten, ob
1994 eine Überschuldung der Papierfabrik Biberist vorgelegen
habe.

     Mit diesen Erwägungen setzen sich die Beschwerdeführer
überhaupt nicht auseinander (E. 4b hievor). Zu Unrecht be-
rufen sie sich auf BGE 76 III 13 und werfen der Konkursver-
waltung gestützt darauf vor, bei Vorliegen nicht leicht ein-
treibbarer Liberierungsansprüche seien allfällige Gegenan-
sprüche des Aktionärs ohne Verrechnung zu kollozieren. Bei
Auszahlung der Dividende der in dieser Weise kollozierten
Forderungen könne diese mit den Liberierungsansprüchen zu-
lässig verrechnet werden. Wäre die Konkursverwaltung in die-
ser Weise vorgegangen, so hätte weder die UBS noch die Crédit
Suisse eine Dividende erhalten, da die Nachliberierungsfor-
derungen gegenüber diesen beiden Gesellschaften höher als die
Gegenansprüche aus Darlehen seien. Mit einem solchen Vorgehen
hätte sich die Konkursmasse der Biber Holding AG um rund
Fr. 90 Millionen besser gestellt, ohne dass ein Prozess hätte
riskiert werden müssen. Dass die Nachliberierungsforderungen
durch Verrechnung mit den Konkursdividenden der Finanzgläu-
biger sich ohne Prozess hätten realisieren lassen, ist - wie
der Konkursverwalter zu Recht einwendet - nicht realistisch,
denn es kann nicht angenommen werden, dass sich die Finanz-
gläubiger die Verrechnung der Konkursdividenden ohne weiteres
hätten gefallen lassen. Diese hätten vielmehr Klagen auf Aus-
zahlung der Konkursdividende gegen die Konkursmasse eingelei-
tet. Es wäre dann Sache der Konkursmasse gewesen, ihre zur
Verrechnung gestellten Nachliberierungsforderungen im Prozess
zu substanziieren und zu beweisen. Die von den Beschwerde-
führern vorgeschlagene Vorgehensweise hätte somit lediglich
zu einer Umkehrung der Parteirollen geführt.

     Die Schlussfolgerung der Aufsichtsbehörde, ein Ermes-
sensmissbrauch liege nicht vor, ist nicht zu beanstanden.
Auch wenn die Beschreitung des Rechtswegs - wie die Vorin-
stanz ausführt - gewisse Chancen auf ein besseres Ergebnis
geboten hätte, sei die Gläubigergesamtheit, für welche der
Gesamtvergleich eine (zumindest) nahezu vollumfängliche De-
ckung und den sofortigen Abschluss des Verfahrens garantiert
habe, nicht gehalten, zusätzlich einen Erlös für allfällige
"subordinierte Gläubiger" oder für die Aktionäre anzustreben
und dabei das mit dem Gesamtvergleich garantierte Ergebnis
aufs Spiel zu setzen. Inwiefern dabei gesetzlich geschützte
Interessen der Aktionäre missachtet worden sein sollen, un-
terlassen die Beschwerdeführer darzutun. Zudem werden - wie
der Konkursverwalter zutreffend bemerkt - allfällige direkte
Ansprüche von Aktionären gegenüber der Crédit Suisse und der
UBS AG und gegenüber anderen Verantwortlichen aus dem Handel
mit Biber-Aktien vom Gesamtvergleich nicht berührt.

     8.- Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz in ver-
schiedener Hinsicht eine Verletzung von Art. 260 Abs. 1 SchKG
vor.

     a) Die Aufsichtsbehörde hält fest, durch den vorliegen-
den Gesamtvergleich (Vereinbarungen zwischen den Konkursmas-
sen der Alten PBU und der Biber Holding AG und den Finanz-
gläubigern) würden einerseits die Kollokation der Forderungen
der Finanzgläubiger und andererseits die geltend gemachten
Forderungen der beiden Konkursmassen gegenüber den Finanz-
gläubigern sowie gegenüber Dritten (insbes. Organen und Be-
auftragten der Biber Holding AG und ihrer Tochtergesellschaf-
ten) vergleichsweise geregelt. In Bezug auf Kollokationspro-
zesse sei anerkannt, dass ein Vergleich keinen Verzicht der
Gläubigergesamtheit auf die Geltendmachung des betreffenden
Rechtsanspruchs darstelle. Falls ein Gläubigerausschuss mit
dem Recht ausgestattet worden sei, Vergleiche abzuschliessen

(Art. 237 Abs. 3 Ziff. 3 SchKG), seien die von ihm beschlos-
senen oder genehmigten Vergleiche für alle Gläubiger verbind-
lich und eine Abtretung nach Art. 260 SchKG sei ausgeschlos-
sen (Hierholzer, a.a.O., N. 73 zu Art. 250 SchKG). In Bezug
auf die Durchsetzung von Ansprüchen der Masse werde demgegen-
über die Ansicht vertreten, ein Vergleich sei, da er in aller
Regel einen Verzicht enthalte, den Gläubigern zur Genehmigung
zu unterbreiten, wobei jedem Gläubiger die Berechtigung ein-
zuräumen sei, sich den Anspruch gegen Hinterlage des von der
Konkursverwaltung erstrittenen Wertes (Massainteresse) ge-
mäss Art. 260 SchKG zu eigener Verfolgung abtreten zu lassen
(Bürgi, Basler Kommentar, SchKG III, N. 31 zu Art. 256). Die
Gegenansicht erachte jedoch den Abschluss eines Vergleichs
generell als eine Art der Geltendmachung eines Anspruchs,
welche die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG ausschliesse (vgl.
Ralf C. Schlaepfer, Abtretung streitiger Rechtsansprüche im
Konkurs, Zürich 1990, S. 26, mit Hinweisen). Auch das Bundes-
gericht spreche in BGE 86 III 129 f. lediglich von der Mög-
lichkeit einer Abtretung gegen Sicherstellung des Vergleichs-
ergebnisses. Der Abschluss eines Gesamtvergleiches - fährt
die Vorinstanz fort -, welcher mehrere Teilvergleiche, die
ihrerseits unterschiedlichste Ansprüche zum Gegenstand haben
könnten, miteinander verbinde und ihre Gültigkeit gegenseitig
voneinander abhängig mache, sei zulässig, sofern die Regelung
der einzelnen Ansprüche sachlich zusammenhänge (Hierholzer,
a.a.O., N. 75 zu Art. 250). Ein solcher Gesamtvergleich gelte
in der Regel als eine Art der Geltendmachung des Anspruchs,
welche Abtretungen gemäss Art. 260 Abs. 1 SchKG ausschliesse
(Hierholzer, a.a.O., N. 75 f. zu Art. 250). Ein Verstoss ge-
gen Art. 260 SchKG liege so lange nicht vor, als es sich um
einen echten, d.h. ausgewogenen und nicht einseitig eine
Partei belastenden Vergleich handle und dieser Vergleich für
die Gläubigergesamtheit vorteilhaft erscheine.

     In Anwendung dieser Grundsätze erwog die Aufsichts-
behörde, der strittige Gesamtvergleich sei durch den Gläu-

bigerausschuss und durch die Gläubigergesamtheit genehmigt
worden. Die Gläubigergesamtheit habe den Gesamtvergleich
somit als vorteilhaft beurteilt. Diese Beurteilung liege,
da der Gesamtvergleich einen Dividendenverzicht seitens der
Finanzgläubiger mit dem Verzicht der Gläubigerversammlung auf
die Geltendmachung von Ansprüchen verbinde, also beide Seiten
Zugeständnisse gemacht hätten, im Ermessensbereich der Gläu-
bigergesamtheit. Die Aufsichtsbehörde habe diese Beurteilung
nur unter dem Aspekt zu überprüfen, ob ein Ermessensmiss-
brauch vorliege. Dies sei klarerweise nicht der Fall, da, wie
bereits dargelegt, beachtliche Gründe für den Abschluss des
Gesamtvergleichs sprächen. Sei der Abschluss des Gesamtver-
gleichs als solcher zulässig, habe die Gläubigergesamtheit
auch die Kompetenz, dem Gesamtvergleich ohne Vorbehalt von
Abtretungen an einzelne Gläubiger zuzustimmen (Hierholzer,
a.a.O., N. 76 zu Art. 250). Der Genehmigungsbeschluss des
Gläubigerausschusses bzw. der Gläubigergesamtheit im vor-
liegenden Fall verletze daher Art. 260 Abs. 1 SchKG nicht.

     b) Die Beschwerdeführer wenden dagegen ein, auf die
Frage, ob im vorliegenden Fall der Gesamtvergleich aus meh-
reren Teilvergleichen bestehe und ob ein echter Vergleich
gegeben sei, gehe die Aufsichtsbehörde nicht ein. Es werde
lediglich die Begründung angeführt, die Gläubigergesamtheit
habe den Gesamtvergleich als vorteilhaft beurteilt und es
hätten beide Seiten Zugeständnisse gemacht. Gerade im wesent-
lichen Punkt habe die Vorinstanz somit auf eine Begründung
verzichtet. Die Zustimmung der Gläubigergesamtheit genüge
nicht für das Vorliegen eines Gesamtvergleichs. Dieser Ein-
wand ist haltlos. Die Aufsichtsbehörde hat - wie soeben er-
wähnt - ausgeführt, weil ein echter Vergleich vorliege, hät-
ten keine Ansprüche nach Art. 260 SchKG abgetreten werden
müssen. Die Beschwerdeführer übersehen, dass die Vorinstanz
darin eindeutig auf ihre ausführlichen Erwägungen zur Ange-
messenheit des Gesamtvergleichs im angefochtenen Urteil hin-
weist. Dazu haben die Beschwerdeführer nicht ansatzweise

Stellung genommen (E. 7b hievor). Dann und nur dann müssten
die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführer zu Art. 260
SchKG geprüft werden, wenn es ihnen gelungen wäre darzutun,
dass die Vorinstanz bei der Überprüfung des Gesamtvergleichs
eine Ermessensüberschreitung zu Unrecht ausgeschlossen hat.

     c) Offen gelassen werden kann, ob die Darlegungen der
Beschwerdeführer zu Ziff. 7.2 des Vergleichs den Begrün-
dungsanforderungen des Art. 79 OG genügen, denn sie gehen
fehl. Die Aufsichtsbehörde hat in diesem Punkt ausgeführt,
ungenau sei allerdings die Information in Bezug auf die Mög-
lichkeit von Abtretungen gemäss Art. 260 SchKG in Zirkular
Nr. 6. Während die Vereinbarung vom 13./15. Dezember 1999 die
Abtretung eines Anspruchs an einen Gläubiger gegen Sicher-
stellung des Vergleichsergebnisses nicht ausschliesse, wobei
diesfalls allerdings der Vergleich mit der rechtzeitigen An-
hebung der Klage durch den betreffenden Gläubiger hinfällig
würde, erwähne das Zirkular diese Möglichkeit nicht. Die
Annahme, dass ein Gläubiger dem Gesamtvergleich zugestimmt
habe, weil er den Eindruck gehabt habe, eine Abtretung nach
Art. 260 SchKG sei nicht möglich, dass er ihn aber abgelehnt
hätte, wenn er gewusst hätte, eine Abtretung gegen Sicher-
stellung des Vergleichsergebnisses im Gesamtvergleich grund-
sätzlich zugelassen werde, wobei diesfalls allerdings der
Vergleich hinfällig werde, sei rein theoretischer Natur. Aus
heutiger Sicht komme noch hinzu, dass eine Abtretung nach
Art. 260 SchKG angesichts der voraussichtlich vollumfängli-
chen Deckung für die Gläubiger, an welche sich das Zirkular
gerichtet habe (mit Ausnahme der Finanzgläubiger), ohnehin
nicht möglich sein werde. Die Schadenersatzforderungen der
Beschwerdeführer seien erst am 27. Dezember 1999 bzw. am
17. Januar 2000 angemeldet worden, weshalb ihre Anliegen im
Zirkular vom 15. Dezember 1999 von vornherein nicht hätten
berücksichtigt werden können.

     d) Der Vorwurf, der Gläubigerausschuss habe gegen
Art. 260 SchKG verstossen, weil darauf verzichtet worden ist,
ein Abtretungsangebot gegen Sicherstellung des Vergleichs-
ergebnisses zu machen, wird nicht hinreichend begründet. Die
Beschwerdeführer setzen sich weder mit dem angefochtenen
Urteil noch mit der angeführten Rechtsprechung (insbes. BGE
86 III 124 E. 3 S. 129) auseinander.

     9.- Die Beschwerdeführer rügen schliesslich, die Ver-
einbarung sei auch deshalb aufzuheben, weil es nicht angehen
könne, dass sich die Konkursverwaltung hinsichtlich der In-
formation der Gläubiger sowie des Vorgehens bei der Kolloka-
tion vertraglich binde. Das Vorgehen verstosse sodann gegen
Art. 249 SchKG.

     Die Aufsichtsbehörde führt in diesem Punkt aus, die
Gläubigerversammlung oder der Gläubigerausschuss könne über
einen Vergleich im Kollokationsprozess (oder bereits vor des-
sen Anhebung) entscheiden. Sei der Vergleich mit Zustimmung
des Gläubigerausschusses, dem entsprechende Kompetenzen über-
tragen worden seien, geschlossen worden, so sei eine Neuauf-
lage des Kollokationsplans nicht notwendig (Art. 66 Abs. 3
KOV) und eine Abtretung nach Art. 260 SchKG ausgeschlossen
(Hierholzer, Basler Kommentar, N. 73 zu Art. 250 SchKG). Eine
negative Kollokationsklage sei diesfalls nicht möglich. Dies
gelte auch, wenn im Rahmen eines Gesamtvergleichs, falls die
entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien, mehrere Teil-
vergleiche miteinander verbunden würden (Hierholzer, a.a.O.,
N. 76). Der vorliegende Gesamtvergleich enthalte einen Ver-
gleich über die Kollokation der Forderungen der Finanzgläu-
biger, weshalb gestützt auf Art. 66 Abs. 3 KOV die Änderung
des Kollokationsplans ohne Neuauflage zulässig sei. Die Be-
schwerdeführer setzen sich mit diesen Erörterungen überhaupt
nicht auseinander, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt
nicht eingetreten werden kann.

     10.- Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos
(Art. 20a Abs. 1 SchKG), und es darf keine Parteientschädi-
gung entrichtet werden (Art. 62 Abs. 2 GebVSchKG).

                       Demnach erkennt
          die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:
          _________________________________________

     1.- Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf ein-
zutreten ist.

     2.- Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, vertreten
durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Peyer, Löwenstrasse 17, Postfach
7678, 8023 Zürich, den Beschwerdegegnern (Karl Wüthrich, als
ausseramtlicher Verwalter der Biber Holding AG in Konkurs,
Mühlebachstrasse 20, Postfach 25, 8024 Zürich; Gläubigeraus-
schuss der Biber Holding AG in Konkurs; Gläubigerversammlung
[Zirkularbeschluss] der Biber Holding AG in Konkurs, beide
vertreten durch Rechtsanwalt Karl Wüthrich, Mühlebachstrasse
20, Postfach 25, 8024 Zürich) und dem Obergericht des Kan-
tons Solothurn als Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und
Konkurs schriftlich mitgeteilt.

                       ______________

Lausanne, 4. Dezember 2000

      Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
             des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
        Der Präsident:         Der Gerichtsschreiber: