Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 7B.241/2000
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7B.241/2000/bnm

            SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER
            ************************************

                      20. Dezember 2000

Es wirken mit: Bundesrichter Bianchi, Präsident der Schuld-
betreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichterin Nordmann,
Bundesrichter Merkli und Gerichtsschreiber Gysel.

                          ---------

                          In Sachen

Beirat der Munizipalgemeinde Z.________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Advokat Dr. Richard Steiner, Postfach 622,
3900 Brig-Glis,

                            gegen

den Entscheid des Kantonsgerichts Wallis als oberer Auf-
sichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen vom
28. September 2000 (LP 00 13),

                         betreffend
 Anfechtung einer Verfügung des Beirats vom 13. Januar 2000,

         wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

     1.- a) Der in Anwendung der Art. 28 ff. des Bundesge-
setzes vom 4. Dezember 1947 über die Schuldbetreibung gegen
Gemeinden und andere Körperschaften des kantonalen öffent-
lichen Rechts (SchGG; SR 282.11) für die Munizipalgemeinde
Z.________ ernannte Beirat erliess am 13. Januar 2000 ver-
schiedene generelle und spezielle Verfügungen. Unter anderem
erklärte er, dass die "Forderung Nr. 0" der Gläubigerin
A.________ (Fr. 527'358.45) vollumfänglich abgewiesen werde
(Verfügung Nr. 30).

     Gegen diese Verfügung beschwerte sich die A.________.
Das Kantonsgericht Wallis als obere Aufsichtsbehörde in
Schuldbetreibungs- und Konkurssachen hiess die Beschwerde am
28. September 2000 gut und stellte fest, die angefochtene
Verfügung sei nichtig.

     b) Der Beirat der Munizipalgemeinde Z.________ nahm den
Entscheid des Kantonsgerichts am 2. Oktober 2000 in Empfang.
Mit einer vom 12. Oktober 2000 datierten und noch am gleichen
Tag zur Post gebrachten Eingabe führt er (rechtzeitig)
Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des
Bundesgerichts und verlangt, es sei festzustellen, dass er
berechtigt gewesen sei, im Sinne der Verfügung Nr. x über die
Forderung der A.________ zu befinden.

     Das Kantonsgericht hat unter Hinweis auf seinen Ent-
scheid ausdrücklich auf Gegenbemerkungen zur Beschwerde ver-
zichtet. Andere Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.

     Durch Präsidialverfügung vom 19. Oktober 2000 ist der
Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung zuerkannt
worden.

     c) Die staatsrechtliche Beschwerde, die der Beschwerde-
führer (zusammen mit der Munizipalgemeinde Z.________ selbst)
gegen den Entscheid des Kantonsgerichts ebenfalls erhoben
hat, ist durch Urteil der II. Zivilabteilung des Bundesge-
richts vom 1. Dezember 2000 (Verfahren 5P.419/2000) abge-
wiesen worden, soweit darauf einzutreten gewesen war.

     2.- Wie im Urteil zur staatsrechtlichen Beschwerde
(E. 1b) dargelegt worden ist, fällt die in der strittigen
Verfügung des Beschwerdeführers getroffene Anordnung (Abwei-
sung einer Forderung) nicht unter die in Art. 45 lit. a bis c
SchGG erwähnten Vorkehren, die als einzige Gegenstand einer
Beschwerde an die erkennende Kammer bilden können. Die Be-
schwerde erweist sich somit als unzulässig, so dass darauf
nicht einzutreten ist.

                       Demnach erkennt
          die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:
          _________________________________________

     1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

     2.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Be-
schwerdegegnerin A.________, vertreten durch Advokat Hans-
Anton Squaratti, Rue des Creusets 22, 1950 Sitten, und dem
Kantonsgericht Wallis als oberer Aufsichtsbehörde in Schuld-
betreibungs- und Konkurssachen schriftlich mitgeteilt.

                       ______________

Lausanne, 20. Dezember 2000

      Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
             des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
                       Der Präsident:

                   Der Gerichtsschreiber: