Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 7B.153/2005
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7B.153/2005 /blb

Urteil vom 7. Oktober 2005
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Levante.

X. ________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch V.________,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission,
als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen,
Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau.

Steigerungszuschlag,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau,
Schuldbetreibungs- und Konkurskommission, als oberer kantonaler
Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen
vom 18. Juli 2005 (KBE.2005.29).

Die Kammer zieht in Erwägung:

1.
Das Betreibungsamt Ehrendingen verwertete in der von der
Grundpfandgläubigerin Bank B.________ angehobenen Grundpfandbetreibung Nr.
xxxx die Eigentumswohnung (E.________ Nr. yyyy) von X.________. Der Zuschlag
erfolgte an die Bank B.________ zum Preis von Fr. 350'000.--. Gegen den
Steigerungszuschlag erhob X.________ Beschwerde, welche das Gerichtspräsidium
1 von Baden als untere Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter mit
Entscheid vom 2. Mai 2005 abwies. X.________ gelangte an das Obergericht des
Kantons Aargau, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission, als obere
Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, welche die
Beschwerde mit Entscheid vom 18. Juli 2005 abwies und ihr wegen mutwilliger
Beschwerdeführung Kosten auferlegte.

X. ________ hat den Entscheid der oberen Aufsichtsbehörde mit
Beschwerdeschrift vom 15. August 2005 (Postaufgabe) rechtzeitig an die
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen und
beantragt im Wesentlichen, der angefochtene Entscheid und die Versteigerung
seien aufzuheben.
Die obere Aufsichtsbehörde hat anlässlich der Aktenüberweisung auf
Gegenbemerkungen (Art. 80 OG) verzichtet. Es sind keine Vernehmlassungen
eingeholt worden.

2.
Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass anlässlich der Steigerung
Preisabsprachen stattgefunden hätten, weil einzig die Beschwerdegegnerin
(Grundpfandgläubigerin) mitgeboten habe, nicht aber die fünf weiteren, an der
Versteigerung anwesenden Personen.
Gemäss Art. 79 Abs. 1 OG ist in der Beschwerdeschrift kurz darzulegen, welche
Bundesrechtssätze und inwiefern diese durch den angefochtenen Entscheid
verletzt worden sind (BGE 119 III 49 E. 1). Diesen Anforderungen genügt die
Eingabe der Beschwerdeführerin nicht. Die obere Aufsichtsbehörde hat im
Wesentlichen festgehalten, die blosse Tatsache, dass weitere an der
Versteigerung anwesende Personen nicht mitgeboten hätten, sei kein Indiz für
eine sittenwidrige Preisabsprache, und es bestehe kein Nachweis für eine
gesetzes- oder sittenwidrige Einwirkung auf den Steigerungserfolg. Mit diesen
Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Sie legt
nicht dar, inwiefern die Aufsichtsbehörde die Regeln über die Gültigkeit des
Steigerungszuschlages unrichtig angewendet habe. Soweit die
Beschwerdeführerin auf ihre Eingabe im kantonalen Verfahren verweist, genügt
die Beschwerdeschrift den Begründungsanforderungen ohnehin nicht (BGE 106 III
40 E. 1 S. 42). Auf die insgesamt nicht substantiierte Beschwerde kann nicht
eingetreten werden.

3.
Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos. Bei böswilliger oder
mutwilliger Beschwerdeführung können einer Partei oder ihrem Vertreter Bussen
bis zu Fr. 1500.-- sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden (Art. 20a
Abs. 1 SchKG). Wegen Mutwilligkeit, die hier darin liegt, dass der Entscheid
der oberen Aufsichtsbehörde auf Veranlassung des Vertreters der
Beschwerdeführerin ohne triftige Gründe, sondern einzig mit dem Zweck, die
Zwangsverwertung zu verzögern, an das Bundesgericht weitergezogen wurde, hat
der Vertreter der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu tragen.

Demnach erkennt die Kammer:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Vertreter der Beschwerdeführerin,
V.________, auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, V.________ persönlich, der
Beschwerdegegnerin (Bank B.________), dem Betreibungsamt Ehrendingen und dem
Obergericht des Kantons Aargau, Schuldbetreibungs- und Konkurskommission, als
oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Oktober 2005

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin:  Der Gerichtsschreiber: