Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 7B.227/2005
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7B.227/2005 /zga

Urteil vom 20. Dezember 2005
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Schett.

X. ________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde
in Betreibungs- und Konkurssachen,
Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern.

Verwertung eines Grundstücks,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid
des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und
Konkurssachen,
vom 27. Oktober 2005.

Die Kammer hat nach Einsicht
in den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern (Aufsichtsbehörde in
Betreibungs- und Konkurssachen) vom 27. Oktober 2005, womit auf die
Beschwerden ABS 2005 391 und ABS 2005 392 nicht eingetreten wurde und
X.________ wegen mutwilliger Beschwerdeführung die Verfahrenskosten von Fr.
300.-- auferlegt wurden,
in die Eingabe von X.________ vom 14. November 2005 (Poststempel: 16.
November), womit dieser die Aufhebung des Entscheids der Aufsichtsbehörde vom
27. Oktober 2005 beantragt und um aufschiebende Wirkung ersucht,

in Erwägung,

dass der Beschwerdeführer den Entscheid der Aufsichtsbehörde vom 27. Oktober
2005 am 4. November 2005 in Empfang genommen hat und die 10-tägige
Beschwerdefrist für den Weiterzug der Sache an das Bundesgericht am 5.
November 2005 zu laufen begonnen (Art. 19 Abs. 1 und Art. 31 Abs. 1 SchKG)
und am 14. November 2005 endigte,
dass der Poststempel auf dem Kuvert, mit dem die per 14. November 2005
datierte Eingabe versandt wurde, das Datum vom 15. November 2005 trägt und
die fragliche Eingabe erst am 16. November 2005 bei der Aufsichtsbehörde
eingegangen und damit verspätet ist,
dass der Beschwerdeführer auf dem Kuvert den Vermerk "Einwurf: 23.59 Uhr
F.B." angebracht hat und damit sinngemäss dartun will, er habe die Beschwerde
am 14. November 2005 und somit rechtzeitig eingereicht,
dass der Beschwerdeführer für einen fristgemässen Einwurf keine Zeugen nennt
und somit ein starkes Indiz für einen verspäteten Einwurf am 15. November
2005 besteht, weil die Eingabe beim Postamt 3000 Bern 1 mit Uhrzeit 16.00 Uhr
abgestempelt wurde,
dass die Wahrung der Frist jedoch offen gelassen werden kann, da auf die
Beschwerde ohnehin nicht eingetreten werden kann,

dass im angefochtenen Entscheid in der Hauptsache ausgeführt wird, der
Beschwerdeführer habe den Beweis nicht erbringen können, dass er sein
Grundstück in Y.________ mit Leistungen der Militärversicherung finanziert
und in keiner Weise dargetan habe, weshalb die Erstellung  des
Verkehrswertgutachtens betreffend das Grundstück Y.________ willkürlich
gewesen sein soll,
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe nicht ansatzweise im Sinne
von Art. 79 Abs. 1 OG mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt (dazu:
BGE 119 III 49 E. 1), sondern im Wesentlichen lediglich Überweisungen der
Militärversicherung von 1994-2002 auflistet, womit jedoch in keiner Weise
dargetan werden kann, dass dieses Geld für den Erwerb der Liegenschaft
aufgewendet wurde,
dass somit auf die Beschwerde insgesamt nicht eingetreten werden kann,
dass mit dem Entscheid in der Sache das Gesuch um aufschiebende Wirkung
gegenstandslos wird,
dass die Beschwerde offensichtlich mutwillig ist und der Beschwerdeführer
gemäss Art. 20a SchKG die Verfahrenskosten zu tragen hat, was ihm im Urteil
der erkennenden Kammer vom 17. November 2005 angedroht worden war,

erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungs- und Konkursamt
Bern-Mittelland, Dienststelle Bern und dem Obergericht des Kantons Bern,
Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Dezember 2005

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin:  Der Gerichtsschreiber: