Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 7B.230/2005
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7B.230/2005 /bnm

Urteil vom 11. Januar 2006
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiberin Scholl

1.X.________,
2.Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und
Konkurssachen,
Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern.

Verteilungsliste usw.,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern,
Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, vom 11. November 2005
(ABS 05 169 und 05 250).

Die Kammer zieht in Erwägung:

1.
Die Bank Z.________ (Gläubigerin) leitete im Jahr 2003 gegen X.________ und
Y.________ (Schuldner) die Betreibung auf Grundpfandverwertung ein. Am 4.
Oktober 2004 fand die öffentliche Versteigerung der Liegenschaften A.________
Gbbl.-Nrn. 1 und 2 statt. Auf eine Beschwerde gegen den Steigerungszuschlag
trat die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen des Kantons Bern
am 9. Dezember 2004 nicht ein (Verfahren ABS 04 463).

Am 4. Mai 2005 bzw. am 29. Juni 2005 wurden X.________ und Y.________ die
Verteilungslisten für den Steigerungserlös der beiden Grundstücke zugestellt.
Dagegen erhoben die beiden Schuldner am 9. Mai 2005 bzw. am 30. Juni 2005
Beschwerde bei der kantonalen Aufsichtsbehörde. Diese vereinigte die beiden
Verfahren und trat mit Entscheid vom 11. November 2005 auf die Beschwerden
nicht ein (Verfahren ABS 05 169 und 05 250).

X. ________ und Y.________ gelangen mit Beschwerde vom 18. November 2005
(rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts.
Sie beantragen im Wesentlichen die Aufhebung des Entscheids vom 11. November
2005.

Die Aufsichtsbehörde hat anlässlich der Aktenüberweisung (Art. 80 Abs. 1 OG)
keine Gegenbemerkungen angebracht. Die Bank Z.________ wurde nicht zur
Vernehmlassung eingeladen.

2.
Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist einzig der
Entscheid der Aufsichtsbehörde vom 11. November 2005. Streitgegenstand sind
damit die Verteilungslisten. Indes richten sich die Rügen der
Beschwerdeführer nicht gegen die Verteilung des Steigerungserlöses. Vielmehr
kritisieren sie das Vorbereitungsverfahren zur Steigerung und machen
namentlich geltend, ihnen seien die Ergebnisse der Schätzungen der beiden
Grundstücke nicht (rechtzeitig) mitgeteilt worden.

Im Rahmen der Verteilung kann indes die Verwertung und das
Vorbereitungsverfahren nicht mehr angefochten werden. Auf eine Beschwerde
gegen den Steigerungszuschlag ist die Aufsichtsbehörde am 9. Dezember 2004
nicht eingetreten. Dieser Entscheid wurde von den Beschwerdeführern beim
Bundesgericht nicht angefochten und kann auch nicht mehr im vorliegenden
Verfahren überprüft werden. Auf die Ausführungen der Beschwerdeführer zur
Zustellung der Grundstücksschätzung kann damit nicht eingetreten werden.

3.
Die Beschwerdeführer beanstanden weiter, dass die Aufsichtsbehörde verzichtet
hat, vom Betreibungs- und Konkursamt eine Stellungnahme zur (kantonalen)
Beschwerde einzuholen. Sie rügen in diesem Zusammenhang eine Verletzung von
kantonalem Recht sowie von Art. 29 Abs. 2 BV. Mit Beschwerde nach Art. 19
SchKG kann indessen einzig geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid
beruhe auf einer Verletzung von Bundesrecht oder von völkerrechtlichen
Verträgen des Bundes. Hingegen kann das Bundesgericht im vorliegenden
Verfahren weder die Verletzung verfassungsmässiger Rechte noch von kantonalem
Recht prüfen (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 120 III 114 E. 3a S. 116;
126 III 30 E. 1c S. 32). Damit kann auch auf diese Rüge nicht eingetreten
werden.

4.
Dementsprechend kann auf die Beschwerde insgesamt nicht eingetreten werden.
Das Beschwerdeverfahren ist - von mut- oder böswilliger Prozessführung
abgesehen - grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 1 SchKG).

Demnach erkennt die Kammer:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Betreibungs- und Konkursamt
B.________ und dem Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in
Betreibungs- und Konkurssachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Januar 2006

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin:  Die Gerichtsschreiberin: