Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 7B.50/2005
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7B.50/2005 /blb

Urteil vom 26. April 2005
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Levante.

X. ________ AG in Liquidation,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Y.________,

gegen

Obergericht des Kantons Thurgau als kantonale Aufsichtsbehörde über
Schuldbetreibung und Konkurs, Promenadenstrasse 12, 8500 Frauenfeld.

Steigerungszuschlag,

SchKG-Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Thurgau als
kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs vom 28. Februar
2005 (BS.2005.4).

Die Kammer zieht in Erwägung:

1.
Im Konkurs über die X.________ AG wurden die Stockwerkeinheiten Nrn.
Sxxxx-Sxxxx, Grundbuch V.________, im Verwertungsverfahren nach Art. 230a
SchKG am 14. Januar 2005 durch das Konkursamt des Kantons Thurgau öffentlich
versteigert. Gegen den Steigerungszuschlag führte die Gemeinschuldnerin
Beschwerde, welche das Obergericht des Kantons Thurgau als kantonale
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Beschluss vom 28.
Februar 2005 abwies.

Die X.________ AG in Liquidation hat den Beschluss der kantonalen
Aufsichtsbehörde mit Beschwerdeschrift vom 28. März 2005 (rechtzeitig) an die
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen und
beantragt die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses sowie des
Steigerungszuschlages.

Die Aufsichtsbehörde hat anlässlich der Aktenüberweisung keine
Gegenbemerkungen (Art. 80 OG) angebracht. Es sind keine Vernehmlassungen
eingeholt worden.

2.
Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass anlässlich der Steigerung in
sittenwidriger Weise Preisabsprachen stattgefunden hätten, weil einzig zwei
Personen mitgesteigert hätten, und dass als Zuschlagspreis ca. 80 % des
Schätzungspreises gewählt worden sei.

Gemäss Art. 79 Abs. 1 OG ist in der Beschwerdeschrift kurz darzulegen, welche
Bundesrechtssätze und inwiefern diese durch den angefochtenen Entscheid
verletzt worden sind (BGE 119 III 49 E. 1). Diesen Anforderungen genügt die
Eingabe der Beschwerdeführerin nicht. Die Aufsichtsbehörde hat im
Wesentlichen festgehalten, dass eine kleine Anzahl von Interessenten zu einem
tieferen Zuschlagspreis führen könne. Es lägen indessen keine Anhaltspunkte
für eine Preisabsprache vor; ebenso wenig habe die Beschwerdeführerin
Indizien angeführt, welche eine Preisabsprache auch nur glaubhaft machen
würde. Weder seien Interessenten vom Bieten abgehalten, noch zu Angeboten
animiert worden. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin
nicht auseinander. Sie legt nicht dar, inwiefern die Aufsichtsbehörde die
Regeln über die Gültigkeit des Steigerungszuschlages unrichtig angewendet
habe. Soweit die Beschwerdeführerin auf ihre Eingabe im kantonalen Verfahren
verweist, genügt die Beschwerdeschrift den Begründungsanforderungen ohnehin
nicht (BGE 106 III 40 E. 1 S. 42). Auf die insgesamt nicht substantiierte
Beschwerde kann nicht eingetreten werden.

3.
Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 1 SchKG).
Die vorliegende Beschwerde grenzt jedoch an Mutwilligkeit. Die
Beschwerdeführerin und ihr Vertreter haben zur Kenntnis zu nehmen, dass bei
mut- oder böswilliger Beschwerdeführung einer Partei oder ihrem Vertreter
Bussen bis zu Fr. 1'500.-- sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden
können.

Demnach erkennt die Kammer:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Konkursamt des Kantons Thurgau
und dem Obergericht des Kantons Thurgau als kantonaler Aufsichtsbehörde über
Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. April 2005

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin:  Der Gerichtsschreiber: