Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Staatsrecht 1P.121/2007
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Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
1P.121/2007

Urteil vom 5. März 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter, Aeschlimann, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Forster.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Marc Gerber,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001
Bern.

Gegenstand
Strafverfahren,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil vom
15. Dezember 2006 des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer.

Sachverhalt:
A.
Am 5. Mai 1998 wurde Y.________ auf einem Spaziergang mit seiner Ehefrau am
Berner Aareufer von zunächst unbekannter Täterschaft erschossen. Die bernischen
Strafjustizbehörden eröffneten eine Strafuntersuchung gegen A.________ (die
Ehefrau des Opfers) sowie gegen B.________, C.________ und X.________.
B.
Am 26. Juli 1999 verfügte die zuständige Untersuchungsrichterin die Trennung
des Strafverfahrens gegen X.________ von demjenigen gegen die drei
Mitangeschuldigten. Das Verfahren gegen X.________ wurde vorläufig eingestellt,
nämlich bis zum Abschluss der gerichtlichen Hauptverhandlung gegen die drei
Mitangeschuldigten. Mit Überweisungsbeschluss vom 8. März 2000 wurden
A.________, B.________ und C.________ beim Kreisgericht VIII Bern-Laupen wegen
Mordes bzw. Teilnahme daran sowie weiteren Delikten angeklagt. Am 19. Juni
sowie vom 14. August bis 1. September 2000 fand die erstinstanzliche
Hauptverhandlung statt. Am 22. August 2000 erhängte sich C.________ in seiner
Gefängniszelle, worauf dem Verfahren gegen ihn keine weitere Folge gegeben
wurde.
C.
Mit Urteil vom 1. September 2000 sprach das Kreisgericht VIII Bern-Laupen
A.________ und B.________ des (mittäterschaftlichen) Mordes schuldig. Es
verurteilte A.________ zu 15 Jahren und B.________ zu 18 Jahren Zuchthaus. Auf
Appellation (von A.________ und der Anklagebehörde) hin bestätigte das
Obergericht des Kantons Bern, 1. Strafkammer, am 22. November 2001 die beiden
Schuldsprüche. Es bestätigte das Strafmass von 18 Jahren Zuchthaus gegen
B.________ und fällte gegen A.________ ebenfalls eine achtzehnjährige
Zuchthausstrafe aus.
D.
Eine staatsrechtliche Beschwerde und eine eidgenössische
Nichtigkeitsbeschwerde, welche A.________ gegen das Urteil des Obergerichtes
vom 22. November 2001 erhob, wies das Bundesgericht mit Entscheiden vom 6.
Oktober 2003 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 6P.124/2002 und 6S.368/
2002). Auf ein Revisions- und Erläuterungsgesuch der Verurteilten trat das
Bundesgericht am 13. September 2004 nicht ein (Verfahren 6P.99/2004).
E.
Am 22. August 2000 wurde das sistierte Verfahren gegen X.________ wieder
eröffnet. Er wurde am 7. September 2000 national und am 30. Mai 2001
international zur Fahndung ausgeschrieben, am 27. Mai 2002 in Grossbritannien
verhaftet, am 31. Juli 2003 an die Schweiz ausgeliefert und mit separatem
Überweisungsbeschluss vom 4. Mai 2004 beim Kreisgericht VIII Bern-Laupen
angeklagt. Am 22. Oktober 2004 verurteilte ihn das Kreisgericht (unter anderem
wegen Mordes) zu 18 Jahren Zuchthaus. Auf Appellation des Verurteilten hin
bestätigte das Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, am 15. Dezember
2006 den Schuldspruch gegen X.________ wegen mittäterschaftlichen Mordes ebenso
wie das Strafmass.
F.
Gegen das Urteil des Obergerichtes (2. Strafkammer) vom 15. Dezember 2006
gelangte X.________ mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 15. August 2007 an das
Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die
Rückweisung der Strafsache zur Neubeurteilung.
G.
Der bernische Generalprokurator beantragt die Abweisung der Beschwerde, während
das Obergericht auf eine Vernehmlassung ausdrücklich verzichtet hat. Der
Beschwerdeführer erhielt Gelegenheit zur Replik.
H.
Mit Verfügung vom 7. September 2007 hat das Bundesgericht das Gesuch des
Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung der Beschwerde (bzw. Haftentlassung)
abgewiesen.

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht
(Bundesgerichtsgesetz [BGG; SR 173.110]) in Kraft getreten. Da der angefochtene
Entscheid vor dem 1. Januar 2007 ergangen ist, sind hier gemäss Art. 132 Abs. 1
BGG die altrechtlichen Verfahrensvorschriften der Bundesrechtspflege anwendbar.
Die Sachurteilsvoraussetzungen der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 ff.
OG) sind erfüllt.
2.
Der Beschwerdeführer kritisiert zunächst die Beweiswürdigung der kantonalen
Instanzen und rügt in diesem Zusammenhang die Verletzung von Art. 9
(Willkürverbot) sowie Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK
(Unschuldsvermutung).
2.1 Gemäss Art. 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK gilt jede angeschuldigte
Person bis zur rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Daraus leitet die
Praxis den strafprozessualen Grundsatz "in dubio pro reo" ab (BGE 129 I 49 E. 4
S. 58; 128 I 81 E. 2 S. 86; 127 I 38 E. 2a S. 40; 124 IV 86 E. 2a S. 87 f.; 120
Ia 31 E. 2b S. 35, je mit Hinweisen). Als Beweiswürdigungsregel besagt die
Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den
Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei
objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so
verwirklicht hat. Die Beweiswürdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter
an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte
und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und
absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und
nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der
objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S.
88; 120 Ia 31 E. 2c S. 37, je mit Hinweisen).
2.2 Bei der Beurteilung von Fragen der Beweiswürdigung beschränkt sich das
Bundesgericht auf eine Willkürprüfung. Es kann demnach nur eingreifen, wenn der
Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Betrachtung
des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings
nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E.
2a S. 41; 120 Ia 31 E. 2d S. 38, je mit Hinweisen). Wird mit staatsrechtlicher
Beschwerde eine willkürliche Beweiswürdigung gerügt, reicht es nicht aus, wenn
der Beschwerdeführer zum Beweisergebnis frei plädiert und darlegt, wie seiner
Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu würdigen gewesen
wären, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren mit freier Rechts- und
Tatsachenüberprüfung tun könnte. Er muss gemäss ständiger Rechtsprechung zu
Art. 90 Abs. 1 lit. b OG vielmehr aufzeigen, inwiefern die angefochtene
Beweiswürdigung die Verfassung dadurch verletzen sollte, dass sie im Ergebnis
offensichtlich unhaltbar wäre (vgl. BGE 129 I 49 E. 4 S. 58; 128 I 81 E. 2 S.
86, 295 E. 7a S. 312; 127 I 38 E. 3c S. 43; 125 I 71 E. 1c S. 76, je mit
Hinweisen).
3.
Im konnexen separaten Strafverfahren haben die kantonalen Gerichte B.________
als Todesschützen (Auftragsmörder) und A.________ als Mittäterin
(Auftraggeberin und Mitorganisatorin des Mordes an ihrem Ehemann) rechtskräftig
verurteilt. Im hier angefochtenen Entscheid wurde der Beschwerdeführer wegen
Mittäterschaft verurteilt.
3.1 Die konnexen rechtskräftigen Urteile gehen (im wesentlichen
zusammengefasst) davon aus, dass A.________ ihrer Ehe überdrüssig gewesen sei
und mit ihrem damaligen Liebhaber, Z.________, der sie diesbezüglich zu einer
Entscheidung gedrängt habe, ein neues Leben beginnen wollte. Die mögliche
Entdeckung dieser Liebesaffäre bzw. eine Scheidung oder Trennung hätte
erhebliche finanzielle Einbussen für sie, ihr Kind und ihre Eltern (die
ebenfalls von ihrem Ehemann grosszügig unterstützt worden seien) nach sich
gezogen. A.________ habe auch vom Testament ihres Mannes gewusst, in welchem
sie bzw. ihre Tochter begünstigt gewesen sei. Sie habe sich daher über einen
gedungenen Mörder, der einer kriminellen Bande angehört habe, ihres Ehemannes
entledigt. Die rechtskräftigen Verurteilungen stützen sich insbesondere auf
zahlreiche Beweisaussagen, auf DNA-Analysen von Kleidungsstücken, die in der
Nähe des Tatortes aufgefunden worden waren, auf Bankerhebungen sowie auf die
Auswertung von telefonischen Kontakten.
3.2 Auf der sichergestellten Wollmütze wurden zwei DNA-Spuren von C.________
erhoben. Dabei handelt es sich um den (ursprünglich mitangeklagten) jüngeren
Bruder des Beschwerdeführers, der am 22. August 2000 in der Sicherheitshaft
Suizid verübt hat. Weitere genetische Spuren (aus derselben Wollmütze sowie aus
in der Nähe des Tatortes ebenfalls gefundenen Handschuhen) konnten B.________
zugeordnet werden. Gemäss dem hier angefochtenen Entscheid habe B.________ am
16. September 1998 gestanden, den Auftrag zur Tötung von Y.________ von
C.________ entgegen genommen und gegen ein versprochenes Entgelt von Fr.
160'000.-- am 5. Mai 1998 ausgeführt zu haben. Mit A.________ habe der
Todesschütze nie direkten Kontakt unterhalten. Diese habe am Tattag (um 11.20
Uhr) zunächst vergeblich versucht, Fr. 100'000.-- von einem Konto bei der UBS
abzuheben. Um 14.51 Uhr habe sie bei der CS Fr. 20'000.-- in bar abgehoben. Am
22. Dezember 1999 habe auch C.________ ein Geständnis abgelegt. Demnach habe er
die von B.________ beschaffte Tatwaffe samt Munition vor der Tat bei sich
aufbewahrt, dem B.________ Handschuhe ausgeliehen, ihn per Taxi an den
Bärengraben begleitet und ihm dort (bei zweimaliger Vorbeifahrt) die A.________
sowie deren Ehemann (als zu tötende Zielperson) gezeigt. Von A.________ habe
er, C.________, am Tattag Fr. 20'000.-- in bar erhalten. Diesen Betrag habe er
nach der Tat dem B.________ übergeben, worauf ihm dieser Fr. 3'000.--
(angeblich leihweise) überlassen habe.
3.3 Im angefochtenen Entscheid wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, er sei
(als enger Vertrauter bzw. früherer Liebhaber von A.________ sowie als älterer
Bruder von C.________) an der Planung und Organisation des Tötungsdeliktes
massgeblich beteiligt gewesen. Er habe die Tatausführung (in Absprache mit
A.________ und mit dieser gemeinsam) geplant und organisiert. Für die
Organisation habe er seinen Bruder C.________ zur Hilfe genommen. Diesen habe
der Beschwerdeführer insbesondere mit dem Anheuern des tatausführenden
B.________ betraut. Mit seiner Abreise in den Kosovo zwei Tage vor dem
Tötungsdelikt habe sich der Beschwerdeführer ein Alibi verschaffen wollen. Nach
der Abreise des Beschwerdeführers am 3. Mai 1998 habe C.________ bei A.________
wie geplant den verabredeten "Honorar-Vorschuss" von Fr. 20'000.-- eingefordert
und abgeholt und diesen Betrag an B.________ weitergegeben. Diesem habe
C.________ unmittelbar vor der Tat detaillierte Instruktionen erteilt (vgl.
angefochtener Entscheid, S. 76).
4.
Nachfolgend wird zunächst untersucht, ob die der Verurteilung zugrunde gelegten
einzelnen Beweiselemente (soweit in der Beschwerde substanziiert beanstandet)
willkürfrei gewürdigt worden sind (E. 5). Sodann ist zu prüfen, ob bei
objektiver Betrachtung des gesamten Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche
und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an der Schuld des
Angeklagten fortbestehen (E. 6).
5.
Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei zu Unrecht schuldig gesprochen
worden, obwohl keiner der drei in einem separaten Verfahren beurteilten
Mittäter ihn belastet habe. Der Schuldspruch gegen ihn stütze sich auf reine
Mutmassungen.
5.1 In einem vom Beschwerdeführer als "krass willkürlich" beanstandeten
Begründungselement der Beweiswürdigung hat die Vorinstanz die persönlichen
Beziehungen unter den Beteiligten sowie deren mögliche Tatmotive durchleuchtet.
Dabei hat sich das Obergericht die Frage gestellt, was C.________ (trotz
manifester psychischer Widerstände) dazu bewogen haben könnte, als Mittelsmann
den Tötungsauftrag an B.________ weiterzuleiten. C.________ habe A.________ nur
flüchtig gekannt.
5.1.1 Nach Ansicht des Obergerichtes müsse daher eine weitere Person bei der
Planung und Organisation der Tat involviert gewesen sein, welche grossen
Einfluss auf C.________ ausgeübt habe. Es liege die Vermutung nahe bzw. "auf
der Hand", dass es sich dabei um dessen älteren Bruder, nämlich den
Beschwerdeführer, gehandelt habe. Dies umso mehr, als dieser seit 1996 enge
Beziehungen zu A.________ gepflegt habe bzw. bis ca. 1997 ihr Liebhaber gewesen
sei. Der jüngere Bruder habe dem Beschwerdeführer (gemäss der spezifischen
Familientradition) zudem Gehorsam geschuldet.
5.1.2 Zwar kritisiert der Beschwerdeführer die Formulierung der Vorinstanz,
wonach bei dieser Sachlage die Vermutung "auf der Hand" liege, dass er am
Tötungsdelikt mitgewirkt habe. In diesem Zusammenhang sind jedoch keine im
Ergebnis unhaltbaren Sachverhaltsfeststellungen ersichtlich. Der
Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern es willkürlich wäre, ihn als engen
Vertrauten der rechtskräftig verurteilten Mittäterin zu bezeichnen und seinen
verstorbenen Bruder als einen ihr nur flüchtig Bekannten (vgl. dazu auch unten,
E. 5.5). Ebenso wenig ist die Erwägung unhaltbar, es erscheine angesichts der
Umstände wenig wahrscheinlich, dass C.________ sich ohne Wissen und Zustimmung
des Beschwerdeführers "auf einen derart heiklen Auftrag der Vertrauten seines
älteren Bruders" eingelassen hätte.
5.1.3 Die betreffenden Erwägungen fussen nicht auf vagen Spekulationen, sondern
auf einer sorgfältigen Analyse des sozialen Umfeldes, der familiären Situation
sowie zahlreicher Beweisaussagen (vgl. dazu angefochtener Entscheid, S. 40-47,
sowie erstinstanzliches Urteil vom 22. Oktober 2004, S. 25-145, insbes. S.
127). Wie die Vorinstanz darlegt, werden diese Überlegungen zusätzlich durch
die Analyse der Telefonkontakte gestützt: Für die Zeit der Abreise des
Beschwerdeführers in den Kosovo am 3. Mai 1998 (zwei Tage vor dem
Tötungsdelikt) liessen sich keine telefonischen Kontakte zwischen A.________
und C.________ nachweisen, wohl aber solche zwischen ihr und dem
Beschwerdeführer. Dies spreche zusätzlich gegen die These, der jüngere Bruder
habe alles alleine und aus eigenem Antrieb organisiert (vgl. angefochtener
Entscheid, S. 47).
5.1.4 Die Erwägungen zu den persönlichen Beziehungen der Beteiligten
untereinander und zu ihren möglichen Tatmotiven sind sachlich vertretbar und
bilden im Rahmen der Würdigung sämtlicher Beweisergebnisse willkürfreie
ergänzende Überlegungen. Über seine engen Beziehungen zur Auftraggeberin des
Mordes und zu seinem ebenfalls massgeblich in die Straftat involvierten Bruder
hinaus weist die Vorinstanz auf verschiedene Beweiselemente hin, die den
Beschwerdeführer persönlich belasten.
5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, der rechtskräftig verurteilte
Todesschütze B.________ habe ihn mehrfach und ausschliesslich entlastet. Im
angefochtenen Entscheid würden die entlastenden Aussagen zwar aufgezählt.
Dennoch vertrete das Obergericht ohne jegliche weitere Begründung die Ansicht,
dass eben diese Äusserungen B.________s ein belastendes Indiz bilden würden.
Dies sei offensichtlich unhaltbar.
5.2.1 Der Beschwerdeführer gibt die Erwägungen der Vorinstanz einseitig und
unvollständig wieder. Zwar wird im angefochtenen Entscheid eingeräumt, dass
B.________ den Beschwerdeführer nie direkt der Teilnahme am Tötungsdelikt
beschuldigt habe. Das Obergericht weist in diesem Zusammenhang aber auch auf
folgende Beweisergebnisse hin:

Bei der Einvernahme vom 21. August 1998 sei B.________ nach den Konsequenzen
gefragt worden, die er erwarten müsste, wenn er den Beschwerdeführer oder
dessen Bruder einer Straftat bezichtigen würde. B.________ habe damals
geantwortet: "Ich müsste Angst vor einem Racheakt haben". Bei einer weiteren
Befragung am 23. Oktober 1998 (nach seinem Geständnis) habe B.________ den
Beschwerdeführer nicht mehr ausdrücklich entlastet, sondern ausgesagt, es sei
ihm nicht bekannt, welchen Einfluss der Beschwerdeführer bei der
Entschlussfassung, Planung und Organisation gehabt haben könnte. B.________
wisse nicht, "was zwischen X.________ und C.________ gegangen ist". Er habe
ausschliesslich Kenntnis davon, was sich zwischen ihm und C.________ zugetragen
habe. Ausserdem sei es "möglich", dass ihm "X.________ und C.________ nicht
alles gesagt" hätten.

Am 30. Oktober 1998 habe B.________ Folgendes ergänzt: Ob der Beschwerdeführer
"bei dieser ganzen Sache eine Rolle mitgespielt hat, weiss ich nicht". Er
(B.________) wisse "allerdings auch nicht genau, was zwischen X.________,
C.________ und Frau A.________ alles abgesprochen worden ist". Trotzdem sei
B.________ sich "sicher, dass Frau A.________ den Auftrag zur Tötung des Gatten
gegeben" habe. Ihm sei "wirklich nicht bekannt, ob" der Beschwerdeführer "über
die ganze Sache Bescheid" wusste. "Möglich" sei dies aber "schon"
(angefochtener Entscheid, S. 48 f.).
5.2.2 Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern diese Erwägungen
willkürlich wären. Insbesondere ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz
sachlich haltbar, der rechtskräftig verurteilte Todesschütze habe den
Beschwerdeführer als mutmasslichen Drahtzieher im Hintergrund nicht
ausschliesslich und unzweideutig entlastet.
5.3 Der Beschwerdeführer räumt ein, dass ihn die Zeugin D.________ (die
damalige Lebenspartnerin des verurteilten Todesschützen B.________, mit dem sie
ein Kind zusammen hat) bei einer Befragung vom 14. Oktober 1998 belastet habe.
Er bezeichnet es jedoch als willkürlich, dass sich die Vorinstanz "einzig und
allein" auf diese Aussage stütze, zumal es sich bloss um eine Zeugin vom
Hörensagen handle.
5.3.1 Das Obergericht erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Nach den
Aussagen der Zeugin D.________ vom 14. Oktober 1998 habe B.________ ihr vor dem
Tattag eine "komische Geschichte" erzählt. Danach hätte er Fr. 50'000.--
verdienen können durch Vermittlung einer Person, die im Auftrag eines
Geschäftsführers dessen Geschäftspartner umbringe. Eine Beteiligung daran habe
sie ihm in der Folge aber ausgeredet.

Am Tattag sei B.________ um ca. 23.00 Uhr nach Hause gekommen. Er habe ihr (der
Zeugin) gesagt, er habe sich unterdessen doch entschieden, bei der genannten
Geschichte "mitzuspielen". Er habe ihr mitgeteilt, dass die Ehefrau des
ermordeten Mannes dessen Tötung in Auftrag gegeben habe. B.________ hätte für
die Tatausführung Fr. 50'000.-- erhalten sollen. Zur Übergabe dieses Geldes sei
am 11. Mai 1998 eine Zusammenkunft zwischen C.________ und der genannten
Ehefrau in einem Restaurant vereinbart gewesen. C.________ habe dann jedoch von
dort angerufen und gesagt, ein Gespräch sei zu riskant, da er vermutlich von
der Polizei beobachtet werde. Am 12. Mai 1998 habe B.________ erfahren, dass
A.________ inhaftiert worden sei.

Zuvor habe B.________ (laut Zeugenaussage) mehrere Telefongespräche mit
A.________ von einer Telefonzelle aus geführt. Frau A.________ habe B.________
"auch aufgefordert, sie nach der Erschiessung des Ehemannes zu verprügeln,
damit es weniger auffalle". B.________ habe der Zeugin D.________ gegenüber
geäussert, es habe ihn wütend gemacht, dass A.________ auf dem Aareweg
(unmittelbar vor der Tat) mit ihrem Mann noch "Liebeleien ausgetauscht" habe.

Laut angefochtenem Entscheid habe die Zeugin D.________ bei ihren Aussagen
spontan darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer "als Verbindungsglied
zwischen A.________ und C.________ gedient" habe und dass die Tat ursprünglich
bereits auf den 27. April 1998 geplant gewesen sei. In der Tatnacht, als sie
bereits geschlafen habe, sei C.________ vorbeigekommen, um dem B.________ Geld
zu überbringen. Am nächsten Morgen habe auf dem Wohnzimmertisch ein Barbetrag
von Fr. 10'000 in Tausendernoten gelegen. B.________ habe der Zeugin weiter
erzählt, er habe sich A.________ gegenüber telefonisch als tatausführende
Person vorgestellt und mit ihr "über Preis und Örtlichkeiten verhandelt". Frau
A.________ habe den vollen Geldbetrag erst nach Erledigung des "Auftrags"
bezahlen wollen. B.________ habe der Zeugin auch mitgeteilt, er habe die
Tatwaffe nach dem Tötungsdelikt in die Aare geworfen. Die Zeugin habe diese
Aussagen in sämtlichen späteren Befragungen im wesentlichen bestätigt (vgl.
angefochtener Entscheid, S. 51 f.).
5.3.2 Die Vorinstanz setzt sich mit dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach
es sich bei der Zeugin D.________ um eine "Zeugin vom Hörensagen" handle,
sachgerecht auseinander. Auch die Frage der Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen
wird ausführlich, sorgfältig und willkürfrei geprüft. Dabei wird insbesondere
den Übereinstimmungen mit objektiven Beweisergebnissen (wie technischen
Nachweisen von Telefonverbindungen) sowie analogen Aussagen von weiteren
Personen Rechnung getragen (vgl. angefochtener Entscheid, S. 52-60).
5.3.3 In diesen Erwägungen ist keine Willkür ersichtlich. Soweit die Zeugin
D.________ glaubwürdig schildert, was sie mit eigenen Augen und Ohren gesehen
und gehört hat, handelt es sich um verwertbare Zeugenaussagen, die von den
kantonalen Gerichten als belastendes Indiz sachgerecht gewürdigt worden sind.
Dies gilt insbesondere für das Verhalten und für die mündlichen Äusserungen des
rechtskräftig verurteilten Mörders B.________ sowie weiterer Beteiligter
unmittelbar vor und nach der Tat. Die Einwände des Beschwerdeführers (wonach es
sich um "die einzige" belastende Aussage dieser Zeugin handle oder ihre Aussage
auf mediale Berichterstattung zurückzuführen sei) sind appellatorischer Natur
und lassen die Würdigung dieses Beweiselementes durch die kantonalen Instanzen
nicht als unhaltbar erscheinen.
5.4 Als belastendes Beweiselement würdigt die Vorinstanz auch die
Zeugenaussagen von E.________, der Schwägerin des Beschwerdeführers (Witwe des
am 22. August 2000 verstorbenen C.________).
5.4.1 Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, E.________ habe in den ersten
fünf Befragungen sehr zurückhaltend ausgesagt, offenbar im Bestreben, ihren
Ehemann C.________ und dessen Kollegen B.________ nicht zu belasten. Nachdem
B.________ am 16. September 1998 ein Geständnis abgelegt hatte, habe die Zeugin
am 21. September 1998 eingeräumt, dass die sichergestellten Handschuhe sowie
die Mütze "doch aus ihrer Wohnung stammen könnten". Nach ihren Aussagen habe
B.________ ihr gegenüber erklärt, dass er "den Mann erschossen" habe und dass
"die Frau ihren Mann umbringen liess, weil sie das ganze Geld von ihm haben
wollte".

Am 30. September 1998 (ein Jahr vor dem Geständnis ihres Ehemannes C.________
vom 22. Dezember 1999) habe die Zeugin zu Protokoll gegeben, der
Beschwerdeführer (der am 20. Juli 1998 aus der Untersuchungshaft entlassen
worden war) suche "intensiven Kontakt zu ihr". Sie fühle sich von ihm "unter
Druck gesetzt, ja bedroht, wegen des Tons", in dem er mit ihr spreche.
Anlässlich der Hauptverhandlung vom 16. August 2000 sei die Zeugin explizit
nach der Rolle des Beschwerdeführers gefragt worden. Angesprochen auf die den
Beschwerdeführer belastenden Zeugenaussagen von D.________ (vgl. oben, E. 5.3)
habe sie geantwortet: "Ja, das habe ich auch gehört, das habe ich auch vom
B.________ gehört". In den Akten festgehalten sei auch der (ausser Protokoll
erfolgte) mündliche Hinweis der Zeugin E.________ an die Protokollführerin,
wonach "man besser" dem Beschwerdeführer "auf die Finger schauen" solle "als
den anderen".

In der Folge seien die Aussagen der Zeugin "grundsätzlich unverändert"
geblieben. Sie hätten zusammengefasst wie folgt gelautet: B.________ habe nach
der Tat und vor seiner Verhaftung erzählt, er habe einen Mann erschossen. Den
Auftrag dazu habe er von C.________ erhalten. Der wiederum sei vom
Beschwerdeführer beauftragt worden, und das Ganze sei letztlich auf
Veranlassung der Ehefrau des Getöteten geschehen. Bei der Einvernahme vom 15.
Dezember 2003 sei die Zeugin E.________ gefragt worden, wie sie aufgrund der
von C.________ und B.________ erhaltenen Informationen die Rolle des
Beschwerdeführers umschreiben würde. Sie habe Folgendes geantwortet: "Alles,
bis auf das(s) er ihn umgebracht hat. Organisieren und alles. Es passt einfach
zu ihm, er ist intelligent".

Bei der gleichen Einvernahme habe die Zeugin erwähnt, dass C.________ schon im
Vorfeld der Tat und später während der Haft auffallend Distanz zum
Beschwerdeführer gesucht habe. Bei Anrufen des Beschwerdeführers vor der Tat
sei es vorgekommen, dass ihr Ehemann zuhause anwesend gewesen sei, sich aber
von ihr habe verleugnen lassen (angefochtener Entscheid, S. 61-65).
5.4.2 Das Obergericht unterzieht die Aussagen der Zeugin E.________ einer
ausführlichen Glaubwürdigkeitsanalyse.

Dabei prüft die Vorinstanz insbesondere die Möglichkeit von verfälschenden
Suggestionen und Einflussnahmen von Aussen sowie mögliche Motive der Zeugin für
allfällige Falschaussagen. Aus ihrer Antipathie gegen den Beschwerdeführer (die
auf Gegenseitigkeit beruhe) habe die Zeugin "nie einen Hehl gemacht". Dies
lasse ihre Aussagen jedoch nicht unglaubhaft erscheinen. Es seien keine
Lügensignale erkennbar (wie etwa nicht nachvollziehbare Übertreibungen oder
einseitige Schuldzuweisungen).

Im Rahmen der Aussagenanalyse weist die Vorinstanz insbesondere darauf hin,
dass die Zeugin E.________ (aufgrund ihrer Einschätzung der Persönlichkeit
ihres verstorbenen Ehemannes und dessen Stellung innerhalb der Familie) zwar
nicht glaube, dass C.________ von sich aus und an seinem älteren Bruder
"vorbei" gehandelt haben könnte. Sie habe jedoch ohne weiteres bestätigt, dass
sich ihr verstorbener Ehemann ihr gegenüber "nie in diesem Sinne geäussert"
habe. Auf die Frage, ob sie jemandem die Schuld am Selbstmord ihres Ehemannes
gebe, habe sie nicht etwa den ihr unbeliebten Beschwerdeführer genannt, sondern
gesagt, dass sie selbst "vielleicht" am Tod ihres Ehemannes mitverantwortlich
sei.

Die Vorinstanz verweist schliesslich auf Übereinstimmungen mit objektivierten
Beweisergebnissen und Beweisaussagen anderer Personen. So seien die Angaben der
Zeugin E.________ zu Gegenständen, die bei der Tötung verwendet wurden (Mütze,
Handschuhe und Tatwaffe) indirekt bestätigt worden. Ihre Aussage, C.________
habe vor dem Tötungsdelikt (vom 5. Mai 1998) in auffälliger Weise Distanz zum
Beschwerdeführer gesucht, werde insbesondere durch die technische Analyse des
Telefonverkehrs unterstützt. Danach habe der Beschwerdeführer zwischen 1. April
und 5. Mai 1998 doppelt so viele Male den gemeinsamen Anschluss seines Bruders
und seiner Schwägerin angerufen als umgekehrt (58 Anrufe gegenüber 22; vgl.
angefochtener Entscheid, S. 64-65).
5.4.3 Im Ergebnis kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Aussagen der
Zeugin E.________ glaubhaft seien.
5.4.4 Die Einwendungen des Beschwerdeführers sind über weite Strecken rein
appellatorischer Natur.

Dass die Zeugin E.________ eine gewisse Antipathie gegen den Beschwerdeführer
geäussert habe, wurde von der Vorinstanz, wie oben dargelegt, sachgerecht
berücksichtigt.

Der Beschwerdeführer bezeichnet ein Aussagefragment, welches die Zeugin auf ihn
bezieht ("es passt einfach zu ihm, er ist intelligent") als "zentrale
entlastende Aussage", welche die Vorinstanz zwar erwähnt, aber bei der
Beweiswürdigung "ignoriert" habe. Dieser Vorwurf findet in den Akten keine
Stütze. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern das genannte
Aussagefragment für ihn "zentral entlastend" erscheinen sollte. Im
angefochtenen Entscheid wird die Aussage im Kontext der ganzen Einvernahme
sachgerecht analysiert. Die Vorinstanz setzt sich dabei auch mit den
Interpretationen und Parteibehauptungen des Beschwerdeführers ausreichend und
willkürfrei auseinander (vgl. angefochtener Entscheid S. 63 f.).
5.4.5 Den analogen Vorwurf (eine zentrale entlastende Zeugenaussage sei in
willkürlicher Weise ignoriert worden) erhebt der Beschwerdeführer bei einer
anderen Erwägung der Vorinstanz: Es geht dabei um die (in E. 5.4.1 erwähnte)
Aussage der Zeugin E.________, C.________ habe während der Haft und schon im
Vorfeld der Tat in auffälliger Weise Distanz zum Beschwerdeführer gesucht und
sich diesem gegenüber gelegentlich sogar verleugnen lassen.

Der Beschwerdeführer führt dazu Folgendes aus: "Auch hier hätte E.________ viel
klarer wohl kaum aufzeigen können, dass der Beschwerdeführer nicht am
'Tötungsdelikt Y.________' beteiligt war, ja nicht einmal davon wusste". Die
vom Beschwerdeführer vertretene Interpretation der Zeugenaussage ist sachlich
schwer nachvollziehbar und offensichtlich untauglich, einen Willkürvorwurf
gegen das angefochtene Urteil zu begründen. Das gilt insbesondere auch für
folgendes Vorbringen: "Zeigt der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer" (sic)
"im Vorfeld der Tat gegenüber diesem hat verleugnen lassen, nicht gerade auf,
dass es völlig unmöglich ist, dass der Beschwerdeführer seinen Bruder - im
Vorfeld der Tat - zur Tat 'überredet' hat?" (Beschwerdeschrift, S. 13).

Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Vorinstanz keineswegs behauptet, sein
Bruder habe vor der Tat jede Kommunikation mit ihm verweigert. Das Obergericht
weist vielmehr darauf hin, dass der Beschwerdeführer (laut Aussagen der Zeugin
E.________ und Ergebnissen der technischen Analyse der Telefonanrufe) vor der
Tat intensiv den Kontakt zu seinem Bruder gesucht habe, während dieser ihm eher
ausgewichen sei. In dieser Erwägung liegt keine Willkür.
5.5 Als offensichtlich unhaltbar und "aktenkundig falsch" bezeichnet der
Beschwerdeführer eine Erwägung im angefochtenen Entscheid, wonach er im
Tatzeitpunkt ein vormaliger Liebhaber (zumindest aber ein enger persönlicher
Vertrauter) von A.________ gewesen sei.
5.5.1 Die Vorinstanz verweist zunächst auf Aussagen von A.________. Danach habe
sie den Beschwerdeführer in einem Dancing kennen gelernt. In der Folge habe er
Gartenarbeiten für sie verrichtet. Er habe sich in sie verliebt, und sie sich
später auch in ihn. Ihre Beziehung habe im Sommer 1996 begonnen, im Jahre 1997
hätten sie zum letzten Mal sexuellen Kontakt gehabt. Das Obergericht erwägt
weiter, A.________ sei bei dieser Aussage geblieben, nachdem sie zuvor ein
intimes Verhältnis mit dem Beschwerdeführer noch verneint habe. Ihre
Darstellung werde durch D.________ indirekt bestätigt, die auf entsprechende
Äusserungen ihres Lebenspartners B.________ hingewiesen habe. Das Obergericht
erwägt, es könne "letztlich offen bleiben, wie lange die Beziehung" des
Beschwerdeführers "zu A.________ auch (körperlich) intim war". Wesentlich sei
die "Feststellung, dass die beiden seit 1996 bis zur Tat ein Verhältnis
pflegten, das sich auf die private, persönliche Ebene erstreckte und damit weit
über das hinausging, was man sich gemeinhin als zwischen Hausherrin und
sporadisch beschäftigtem Hilfsarbeiter üblich vorstellt - auch wenn" der
Beschwerdeführer "die Intensität dieser Beziehung stets herunterzuspielen
versucht" habe (angefochtener Entscheid, S. 38).
5.5.2 Zeugnis über eine jedenfalls enge private Beziehung zwischen dem
Beschwerdeführer und A.________ habe insbesondere deren Stiefsohn abgegeben.
Dieser habe ausgesagt, dass der Beschwerdeführer oft zuhause angerufen habe. Es
sei zu Verabredungen zwischen der Stiefmutter und dem Beschwerdeführer
gekommen. Im Garten habe dieser nur sehr spärlich gearbeitet. Insgesamt habe er
sich "eher wie ein Freund benommen als wie ein Arbeiter". Oft habe er sich im
Massagestuhl massieren lassen und dabei Fernsehen geschaut. Gemeinsame Essen im
Restaurant "Il Grissino" habe der Beschwerdeführer auch selbst zugegeben (vgl.
angefochtener Entscheid, S. 38 f.).
5.5.3 Die diesbezüglichen Bestreitungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich
in appellatorischer Kritik an den Erwägungen des angefochtenen Entscheides.
Soweit auf die Vorbringen überhaupt eingetreten werden kann, begründen sie
keinen Willkürvorwurf.
5.6 Es ist rechtskräftig erstellt, dass A.________ die Tötung ihres Ehemannes
durch B.________ veranlasst hat (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 6P.124/2002
vom 6. Oktober 2003). Die von A.________ vorgebrachte Version, sie sei erpresst
worden und habe sich am Tötungsdelikt nicht beteiligt, wurde von den Gerichten
sorgfältig geprüft und als unglaubhafte Schutzbehauptung verworfen.
5.6.1 Das vorliegende Verfahren gegen den Beschwerdeführer hat keine
wesentlichen neuen Erkenntnisse zutage gefördert, welche erhebliche Zweifel an
der Mittäterschaft von A.________ (oder gar Revisionsgründe) entstehen liessen.
Was die Erpressungsthese betrifft, wird im angefochtenen Entscheid aber nicht
einfach auf die abschlägigen konnexen Urteile gegen A.________ und B.________
verwiesen. Die Vorinstanz legt ausführlich und willkürfrei dar, weshalb ihr die
Erpressungsthese (auch nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens) "schlicht
unglaubhaft" bzw. als "reine Schutzbehauptung" erscheint (vgl. angefochtener
Entscheid, S. 30-40, insbes. S. 34 und 36).
5.6.2 Im angefochtenen Entscheid wird ausführlich dargelegt, dass die Aussagen
von A.________ zwar widersprüchlich ausgefallen seien, dass sie aber konsequent
bestritten habe, am Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein. Allerdings finden
sich (nach den willkürfreien Erwägungen der Vorinstanz) durchaus auch Aussagen
von A.________, die sich für den Beschwerdeführer im hier zu beurteilenden
Gesamtkontext belastend auswirken.

Im angefochtenen Entscheid wird insbesondere darauf hingewiesen, dass
A.________ (im Zusammenhang mit der von ihr zur Entlastung vorgebrachten
Erpressungsversion) wie folgt aussagte: Immer wenn bezüglich Geldforderungen
"etwas gelaufen" sei, habe der Beschwerdeführer sie angerufen. Bereits am 9.
April 1998 habe er DEM 23'000.-- von ihr erhalten. Am 1. Mai 1998 habe der
Beschwerdeführer weitere Fr. 100'000.-- gefordert und sie dabei immer wieder
gefragt, ob sie ihre (im Vorschulalter befindliche) Tochter liebe, was sie als
Drohung aufgefasst habe. Sie sei aufgefordert worden, am 5. Mai 1998 abends
spazieren zu gehen, zwischen Bärengraben und Kiosk hinunter zur Aare, damit ihr
Ehemann von einem Helfer wegen der Fr. 100'000.-- hätte "befragt" werden
können. Diese Aussage habe sie später teilweise widerrufen (vgl. angefochtener
Entscheid, S. 35 f.). Die Vorinstanz weist auch darauf hin, dass A.________ in
der Voruntersuchung einmal die Vermutung geäussert habe, der Beschwerdeführer
könne an der Tötung ihres Mannes beteiligt gewesen sei (vgl. angefochtener
Entscheid, S. 39). Zwar habe sie diese Ansicht später widerrufen. Ihre Aussagen
seien jedoch in diesem Punkt vage geblieben ("ich denke nicht, dass eine Tötung
geplant war"). Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass sich A.________ mit
einer eindeutigen Aussage gegen den Beschwerdeführer betreffend Tötungsplan
zwangsläufig selbst mitbelastet hätte (vgl. angefochtener Entscheid, S. 39 f.).
In diesen Erwägungen ist keine Willkür ersichtlich.
5.7 Die Würdigung der Aussagen des (am 22. August 2000 verstorbenen) C.________
durch die Vorinstanz wird vom Beschwerdeführer (über das bereits Dargelegte
hinaus) nicht in substanziierter Weise als verfassungswidrig beanstandet.
5.8 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer die Erwägung der Vorinstanz als
willkürlich (sowie als Verstoss gegen die Unschuldsvermutung), er habe
"ausweichend", "widerwillig" und "karg" ausgesagt.

Auch die Glaubwürdigkeit der Beweisaussagen des Angeklagten bzw. seiner
Bestreitungen ist vom Gericht zu prüfen. Dabei kann eine erkennbare
Bereitschaft, den Sachverhalt aufzuklären sowie die Präzision, Ausführlichkeit
und Spontaneität von Schilderungen (im Rahmen von aussagepsychologischen
sogenannten "Realitätskriterien") durchaus gewisse willkürfreie Rückschlüsse
auf die Glaubwürdigkeit von Aussagen zulassen. Die Vorinstanz analysiert die
verschiedenen Stellungnahmen des Beschwerdeführers sorgfältig und ausführlich
(vgl. angefochtener Entscheid, S. 66-74). Sie resümiert unter anderem, dass
sich "ein ausweichendes, widerwilliges und karges Aussageverhalten durch
sämtliche Einvernahmen" ziehe. Diese Einschätzung des Obergerichtes wird anhand
von verschiedenen konkreten Beispielen untermauert. Weder sind die betreffenden
Erwägungen offensichtlich unhaltbar, noch liegt darin eine Verletzung der
Unschuldsvermutung oder des strafprozessualen Rechts des Angeklagten zu
schweigen.
6.
Bei objektiver Betrachtung der oben dargelegten Beweisergebnisse drängen sich
dem Bundesgericht keine offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu
unterdrückenden Zweifel daran auf, dass der Beschwerdeführer an der Planung,
Vorbereitung und Organisation des Tötungsdeliktes massgeblich beteiligt war.
7.
Der Beschwerdeführer rügt weiter, er sei im konnexen erstinstanzlichen Urteil
des Kreisgerichtes VIII Bern-Laupen vom 1. September 2000 (gegen A.________ und
B.________) "durch explizite Namens-Nennung im Urteilsdispositiv des Mordes
(vor)verurteilt" worden. Zwar habe das Kreisgericht erst am 22. Oktober 2004
das "gleichlautende Urteil gegen ihn selbst" gefällt. Das Kreisgericht und die
Appellationsinstanz hätten in Anbetracht seiner Vorverurteilung jedoch "keine
andere Wahl" gehabt, als den Beschwerdeführer zu verurteilen. Er beanstandet
darin eine Verletzung des verfassungsmässigen Anspruchs auf ein faires
Strafverfahren bzw. auf gleiche und gerechte Behandlung (Art. 29 Abs. 1 BV,
Art. 6 Ziff. 1 EMRK).
7.1 Aus dem Dispositiv des Urteils des Kreisgerichtes VIII Bern-Laupen vom 1.
September 2000 ergibt sich in der gebotenen Klarheit, dass die dort erfolgten
Schuldsprüche sich ausschliesslich gegen die zwei separat angeklagten
A.________ und B.________ richten.
7.2 Das bernische Strafprozessrecht sieht vor, dass konnexe Straffälle in der
Voruntersuchung oder in einem späteren Verfahrensabschnitt getrennt werden
können, sofern die vereinigte Führung wesentliche Nachteile zur Folge hat (Art.
240 Abs. 1 StrV/BE). Für eine Trennung bisher vereinigt geführter
Voruntersuchungen hat die Untersuchungsbehörde die Zustimmung der
Staatsanwaltschaft einzuholen (Art. 240 Abs. 2 StrV/BE). Die
Überweisungsbehörde entscheidet "nach Zweckmässigkeitsgründen" darüber, ob
zusammenhängende Fälle vereinigt oder getrennt an das Gericht überwiesen werden
sollen (Art. 260 StrV/BE).
7.3 Wie den Akten zu entnehmen ist, war das Strafverfahren gegen den
Beschwerdeführer am 26. Juli 1999 von demjenigen gegen die Mitangeschuldigten
getrennt worden. Der entsprechende Antrag der Untersuchungsrichterin wurde von
der Staatsanwaltschaft III Bern-Mittelland (Prokurator 1) bewilligt. Mit
Überweisungsbeschluss vom 8. März 2000 wurden A.________ und B.________ (sowie
der später verstorbene C.________) beim Kreisgericht VIII Bern-Laupen
angeklagt. Das separate Verfahren gegen den Beschwerdeführer blieb hingegen
vorläufig sistiert. Am 22. August 2000 wurde das eingestellte Verfahren gegen
ihn wieder eröffnet. Der Beschwerdeführer wurde am 27. Mai 2002 in
Grossbritannien verhaftet, am 31. Juli 2003 an die Schweiz ausgeliefert und mit
separatem Überweisungsbeschluss des Untersuchungsrichteramtes III
Bern-Mittelland vom 4. Mai 2004 (Untersuchungsrichterin 9) beim Kreisgericht
VIII Bern-Laupen angeklagt. Am 24. Mai 2004 stimmte die Staatsanwaltschaft III
Bern-Mittelland (Prokurator 2) der Überweisung zu. Die erstinstanzliche
Verurteilung des Beschwerdeführers erfolgte am 22. Oktober 2004. Im
angefochtenen Urteil vom 15. Dezember 2006 bestätigte das Obergericht (2.
Strafkammer) des Kantons Bern den Schuldspruch gegen den Beschwerdeführer wegen
mittäterschaftlichen Mordes sowie das Strafmass von 18 Jahren Zuchthaus.
7.4 Bei dieser Sachlage kann keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer
bereits im genannten Urteil vom 1. September 2000 in unfairer Weise
strafrechtlich "vorverurteilt" worden wäre. Im Appellationsurteil des
Obergerichtes (1. Strafkammer) des Kantons Bern vom 22. November 2001
(betreffend A.________ und B.________) wird denn auch (unter der Überschrift
"Frage nach der Mittäterschaft von X.________") ausdrücklich Folgendes erwogen:
"Dafür, dass A.________ an X.________ einen Tötungsauftrag gegeben hat, oder
aber, dass er ihr seinerseits vorgeschlagen hat, den Ehemann töten zu lassen,
sprechen gewichtige Gründe. Letztlich kann indessen die Frage, ob und inwieweit
X.________ tatbeteiligt ist, offen gelassen werden" (Obergerichtsurteil vom 22.
November 2001, S. 319, E. 7).
7.5 Eine andere Interpretation wäre weder mit den Verfahrensakten vereinbar,
noch mit dem strafprozessualen Anklagegrundsatz (Art. 257 StrV/BE; vgl. auch
Art. 9 Abs. 1 der Eidg. StPO vom 5. Oktober 2007) oder dem Grundsatz "ne bis in
idem" (Art. 5 StrV/BE; vgl. Art. 11 Eidg. StPO). Der formale Hinweis im Urteil
vom 1. September 2000 auf den Beschwerdeführer diente der Information, dass der
Kreis der mutmasslichen Mittäter bzw. Teilnehmer sich nicht auf die zwei
separat verurteilten Personen beschränkte und dass der konnexe Fall des
Beschwerdeführers (gestützt auf Art. 260 i.V.m. Art. 240 StrV/BE) getrennt zu
überweisen war. Der Beschwerdeführer wurde im hier zu beurteilenden Verfahren
denn auch separat angeklagt und schuldig gesprochen. Im erstinstanzlichen
Urteil vom 22. Oktober 2004 bzw. im angefochtenen Appellationsentscheid vom 15.
Dezember 2006 erfolgte ein verfassungskonformer Schuldnachweis (vgl.
ausführlich oben, E. 5-6).
7.6 Auch die Unterstellung des Beschwerdeführers, das Kreisgericht habe sich
bei seinem Schuldspruch gegen den Beschwerdeführer (am 22. Oktober 2004) an
eine bereits am 1. September 2000 erfolgte faktische "Vorverurteilung" gebunden
gefühlt, findet in den Akten keine Stütze. Darüber hinaus ist unbestritten,
dass der Beschwerdeführer kein Ausstandsgesuch gegen die kantonalen Richter
wegen angeblicher unzulässiger Vorbefassung bzw. Parteilichkeit gestellt hat.
Ein entsprechendes Ausstandsverfahren bildet daher auch nicht Gegenstand des
angefochtenen Entscheides. Soweit der Beschwerdeführer vor Bundesgericht
behauptet, die ihn beurteilenden Richter seien vorbefasst gewesen oder sie
hätten sich durch die früheren konnexen Verfahren unzulässig beeinflussen
lassen, kann darauf mangels Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges bzw. in
Nachachtung des prozessualen Grundsatzes von Treu und Glauben nicht eingetreten
werden (Art. 86 Abs. 1 i.V.m. Art. 87 Abs. 1 OG).
7.7 Zwar macht der Beschwerdeführer geltend, die Abtrennung bzw. vorläufige
Sistierung des gegen ihn eingeleiteten Strafverfahrens sei als "wohl einmalig"
in der schweizerischen Justizgeschichte einzustufen. Er legt jedoch nicht dar,
inwiefern darin eine geradezu willkürliche Anwendung des oben dargelegten
kantonalen Prozessrechts oder ein entscheiderheblicher schwerer Verstoss gegen
den Fairnessgrundsatz zu sehen wäre. Die Abtrennung und Sistierung des
Verfahrens erfolgte primär, weil die Strafjustizbehörden den Beschwerdeführer
(im damaligen Verfahrensstadium und aufgrund der vorläufigen Beweislage)
zunächst noch nicht als einen der Hauptverantwortlichen betrachtet hatten und
er sich in der Folge ins Ausland absetzte. Der Beschwerdeführer legt dar, dass
er zunächst am 3. Mai 1998, somit zwei Tage vor den tödlichen Schüssen durch
B.________, von Zürich nach Pristina (Serbien/Kosova) abreiste. Im
angefochtenen Entscheid wird festgestellt, dass er später wieder in die Schweiz
zurückgekehrt sei. Am 31. August 2000 sei er (mit Bewilligung der
Untersuchungsbehörde) erneut in seine Heimat gereist, um seinen Bruder zu
beerdigen, der sich in der Zwischenzeit als Mitangeklagter in der
Sicherheitshaft erhängt hatte. Wie sich aus den Akten ergibt, ist der
Beschwerdeführer jedoch anschliessend nicht in die Schweiz zurückgekehrt.
Vielmehr musste er am 7. September 2000 polizeilich zur Verhaftung
ausgeschrieben werden. Das am 22. August 2000 gegen ihn wiedereröffnete
Verfahren wurde daher am 29. Oktober 2001 erneut vorläufig eingestellt. Am 30.
Mai 2001 wurde die internationale Fahndung eingeleitet, worauf der
Beschwerdeführer am 27. Mai 2002 in England verhaftet werden konnte. Nachdem er
sich der Auslieferung widersetzt hatte, wurde er am 31. Juli 2003 förmlich an
die Schweiz ausgeliefert.

Der Beschwerdeführer bestreitet die betreffende Sachdarstellung des
angefochtenen Entscheides nicht. Umso weniger wird eine grundrechtswidrige
unfaire Behandlung des Angeklagten ersichtlich. Bei der separaten Fortsetzung
des konnexen Verfahrens war auch zu berücksichtigen, dass die angeklagten
Mittäter A.________ und B.________ einen grundrechtlichen Anspruch darauf
hatten, dass ihr Fall - trotz der Flucht des Beschwerdeführers - innert
angemessener Frist gerichtlich beurteilt wurde (Art. 31 Abs. 3 Satz 2 und Art.
29 Abs. 1 BV; vgl. auch Urteil des Bundesgerichtes 6P.124/2002 vom 6. Oktober
2003, E. 2).
8.
Schliesslich rügt der Beschwerdeführer beiläufig noch eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), da das Obergericht eines seiner
prozessualen Vorbringen überhaupt nicht behandelt habe. Gemeint ist die
angebliche "Vorverurteilung" durch Nennung seines Namens in den konnexen
Urteilen gegen die zwei Mittäter.
Die Rüge erweist sich als unbegründet. Im Appellationsverfahren hat der
Beschwerdeführer unter den Gesichtspunkten der Unschuldsvermutung und des
Anspruches auf ein unbefangenes Gericht verschiedene heterogene Rügen erhoben.
Unter anderem machte er geltend, die kantonalen Richter seien durch
Medienberichte und frühere konnexe Entscheide beeinflusst worden. Im 90 Seiten
umfassenden angefochtenen Entscheid wird auf die Frage des Medieneinflusses
ausdrücklich eingegangen (S. 11 f.). Ausserdem erwägt das Obergericht, der
Beschwerdeführer habe nie eine Befangenheit der kantonalen Richterinnen und
Richter geltend gemacht und keine entsprechenden Ausstandsbegehren gestellt
(angefochtener Entscheid, S. 12).

Über diese Erwägungen hinaus musste sich die Vorinstanz von Verfassungs wegen
nicht zusätzlich mit dem (prozessual unzulässigen) Vorbringen befassen, die
Gerichte seien befangen gewesen und hätten sich zu Unrecht an eine
vermeintliche "Vorverurteilung" in früheren konnexen Urteilen gebunden gefühlt.
Aber auch mit der Rüge, der Beschwerdeführer sei (durch die Nennung seines
Namens in konnexen Urteilen gegen zwei Mittäter) in unfairer Weise
"vorverurteilt" worden, hat sich die Vorinstanz zumindest sinngemäss materiell
befasst. Sie legt insbesondere die Prozessgeschichte dar, in deren Verlauf es
zur Abtrennung des separaten Verfahrens gegen den Beschwerdeführer kam, sie
befasst sich dabei auch mit seinem Vorbringen, er sei nicht ins Ausland
geflüchtet, und sie erläutert, gegen welche Verurteilte sich die einzelnen
Straferkenntnisse gerichtet haben (angefochtener Entscheid, S. 7-11 und 13-14).
Die Urteilsbegründung hält auch insoweit vor dem Anspruch auf rechtliches Gehör
stand.
9.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Da die
gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, ist dem Begehren stattzugeben (Art.
64 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten
werden kann.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.
3.
Es werden keine Kosten erhoben.
4.
Dem Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, Fürsprecher Marc Gerber, wird aus der
Bundesgerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 2'500.-- ausgerichtet.
5.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Generalprokurator, dem
Obergericht, 2. Strafkammer, und der Polizei- und Militärdirektion, Abteilung
Straf- und Massnahmenvollzug, des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. März 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Forster