Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Staatsrecht 1P.64/2007
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1P.64/2007 /ggs

Urteil vom 29. Mai 2007

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aeschlimann, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Kessler Coendet.

X. ________ AG, Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Ursina Hartmann,

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, Rechtshilfe/Geldwäschereiverfahren,
Gartenhofstrasse 17, Postfach 9680, 8036 Zürich,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, Postfach, 8090
Zürich.

Beschlagnahme (Strafverfahren),

Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid der Oberstaatsanwaltschaft
des Kantons Zürich vom 21. Dezember 2006.
Sachverhalt:

A.
Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich beschlagnahmte mit Verfügung vom
12. Oktober 2006 die Konten der X.________ AG mit der Hauptnummer 1 bei der
Bank A.________. Die Kontensperre erfolgte im Rahmen eines bei der
Staatsanwaltschaft anhängig gemachten Strafverfahrens wegen Betrugs,
Urkundenfälschung/Falschbeurkundung und evtl. Geldwäscherei; die Organe der
X.________ AG wurden allerdings nicht dieser Delikte beschuldigt; der
Tatverdacht richtet sich gegen Dritte bzw. gegen unbekannt. Am gleichen Tag
informierte die Staatsanwaltschaft die zuständigen Strafverfolgungsbehörden
in Grossbritannien und Deutschland - über das Bundesamt für Justiz, Sektion
Internationale Rechtshilfe - über die Beschlagnahme.

Die Tatvorwürfe beruhen auf folgendem Hintergrund. Die Bank B.________ hatte
der Gesellschaft C.________ Ltd. mit Sitz in London am 21. September 2006
drei Checks im Gesamtwert von 2,4 Mio. Euro gutgeschrieben und die fraglichen
Checks der Bank D.________, Frankfurt am Main, zum Inkasso weitergeleitet. Im
Auftrag der C.________ Ltd. überwies die Bank B.________ am 2. Oktober 2006
2,225 Mio. Euro ihres Guthabens aus der Einlösung der Checks auf ein
Unterkonto der vorerwähnten Konten der X.________ AG bei der Bank A.________.
Am 29. September 2006, 2. Oktober 2006 und 4. Oktober 2006 musste die Bank
B.________ zur Kenntnis nehmen, dass sie drei gefälschte Checks zum Inkasso
gegeben hatte. Sie reichte deswegen am 6. Oktober 2006 bei der
Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen unbekannt ein. An diesem Datum machte
auch die Bank A.________ von ihrem Melderecht nach Art. 305ter Abs. 2 StGB
Gebrauch und teilte dem Bundesamt für Polizei, Meldestelle für Geldwäscherei
(MROS) mit, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die der X.________ AG
zugeflossenen Mittel aus einem Verbrechen stammen. Die MROS erstattete am 10.
Oktober 2006 ihrerseits Meldung nach Art. 23 Abs. 4 des Geldwäschereigesetzes
(GwG; SR 955.0) an die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich und begründete
darin näher, weshalb es sich bei der Gutschrift an die X.________ AG um einen
geldwäschereiverdächtigen Vorgang handeln könnte. Gestützt auf diese Angaben
erging die erwähnte Kontensperre.

B.
Die X.________ AG rekurrierte gegen die Beschlagnahmeverfügung an die
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich. Zudem beanstandete sie in diesem
Rahmen, der strafprozessuale Weg werde missbraucht, um eine internationale
zivilrechtliche Auseinandersetzung über die Berechtigung an dem ihr
überwiesenen Betrag zu vermeiden. Sie beklagte, ihre Organe würden in einer
gegen die Unschuldsvermutung verstossenden Art kriminalisiert. Die
Oberstaatsanwaltschaft wies den Rekurs am 21. Dezember 2006 ab.

C.
Mit Eingabe vom 26. Januar 2007 führt die X.________ AG staatsrechtliche
Beschwerde gegen den Entscheid der Oberstaatsanwaltschaft. Am 30. Januar 2007
hat sie eine Nachtragseingabe eingereicht. Die Beschwerdeführerin verlangt
die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Kontensperre. Weiter
ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung und stellt
verschiedene Verfahrensanträge. Gerügt wird eine Verletzung von verfassungs-
und konventionsmässigen Individualrechten.

Staatsanwaltschaft und Oberstaatsanwaltschaft haben Verzicht auf
Vernehmlassung erklärt.

D.
Mit Verfügung vom 29. März 2007 hat der Instruktionsrichter im
bundesgerichtlichen Verfahren der Beschwerdeführerin, entsprechend ihrem
Verfahrensantrag, die Einsichtnahme in die dem Bundesgericht eingereichten
kantonalen Verfahrensakten gewährt. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin
Frist zur allfälligen nachträglichen Äusserung angesetzt. Mit Eingabe vom 2.
Mai 2007 hat die Beschwerdeführerin fristgerecht von der eingeräumten
Äusserungsmöglichkeit Gebrauch gemacht.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 über das
Bundesgericht (BGG) in Kraft getreten. Da der angefochtene Entscheid vorher
ergangen ist, richtet sich das Verfahren in Anwendung von Art. 132 Abs. 1 BGG
noch nach dem Bundesgesetz über die Organisation der Bundesrechtspflege vom
16. Dezember 1943 (OG).

1.1 Der angefochtene Entscheid ist kantonal letztinstanzlich und stützt sich
auf kantonales Recht. Es handelt sich um einen Zwischenentscheid in einem
Strafverfahren. Dieser ist nach Art. 87 Abs. 2 OG mit staatsrechtlicher
Beschwerde anfechtbar, wenn er für die Beschwerdeführerin einen nicht wieder
gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Die Beschlagnahme von Geldwerten und
Kontensperren haben nach der Praxis des Bundesgerichts für den Betroffenen
einen derartigen Nachteil zur Folge (BGE 128 I 129 E. 1 S. 131 mit Hinweis).
Gegen einen solchen Entscheid steht die staatsrechtliche Beschwerde zur
Verfügung.

Die zuständige britische Strafverfolgungsbehörde hat am 2. Februar 2007 die
Zürcher Staatsanwaltschaft um Rechtshilfe in der Angelegenheit ersucht.
Diesem Ersuchen gab die Staatsanwaltschaft in der Folge statt und ordnete in
diesem Rahmen eine weitere Sperre der auf die Beschwerdeführerin lautenden
Konten mit der Hauptnummer 1 bei der Bank A.________ an. Diese
rechtshilfeweise erfolgte, nochmalige Sperre derselben Konten hat das
Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an der Anfechtung der hier
betroffenen, ursprünglichen Beschlagnahmeverfügung im innerstaatlichen
Verfahren nicht dahinfallen lassen.

Freilich ist die staatsrechtliche Beschwerde grundsätzlich kassatorischer
Natur (BGE 131 I 137 E. 1.2 S. 139; 117 Ia 341 E. 2d S. 345). Die
Beschwerdeführerin beantragt die Entsperrung der Bankkonten. Dieser Antrag
geht über die Aufhebung des angefochtenen Entscheids hinaus; darauf kann
nicht eingetreten werden.

1.2 Parallel zur Beschlagnahmeverfügung vom 12. Oktober 2006 setzte die
Staatsanwaltschaft gleichentags auch Meldungen an die Behörden der beiden
ihrer Ansicht nach betroffenen ausländischen Staaten ab, um diese zu einem
Rechtshilfeersuchen in der Sache zu bewegen. Das bei E. 1.1 erwähnte
Rechtshilfegesuch nimmt auf die diesbezügliche Meldung der Staatsanwaltschaft
ausdrücklich Bezug. Die Staatsanwaltschaft stützte sich bei ihren Meldungen
auf Art. 67a des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über internationale
Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1). Danach kann eine
Strafverfolgungsbehörde Beweismittel und Informationen, die sie für ihre
eigene Strafuntersuchung erhoben hat, unaufgefordert an eine ausländische
Strafverfolgungsbehörde übermitteln, wenn diese Übermittlung aus ihrer Sicht
geeignet ist, ein Strafverfahren einzuleiten. Für diese Befugnis ist der
Begriff "spontane Rechtshilfe" geprägt worden (vgl. BGE 125 II 65
E. 7 S. 75). Die Beschwerdeführerin rügt eine willkürliche Anwendung von Art.
67a IRSG im angefochtenen Entscheid.

Dem Entscheid der Oberstaatsanwaltschaft lässt sich nicht eindeutig
entnehmen, ob dabei die Rechtmässigkeit der beiden Meldungen im Lichte von
Art. 67a IRSG überprüft worden ist. Der diesbezügliche Prüfungsumfang im
angefochtenen Entscheid kann offen bleiben, weil auf die fragliche
Verfassungsrüge aus folgenden Gründen ohnehin nicht eingetreten werden kann.
Nach der Praxis des Bundesgerichts kann die unaufgeforderte Übermittlung von
Informationen gemäss Art. 67a IRSG nicht direkt mit
Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden; die Anfechtung ist erst
möglich zusammen mit der Schlussverfügung eines allfällig sich
anschliessenden Rechtshilfeverfahrens (BGE 125 II 356 E. 3a S. 361 mit
Hinweis). Da folglich ein Rechtsschutzinteresse zur direkten Anfechtung einer
Meldung nach Art. 67a IRSG zu verneinen ist, kommt insofern im hier
betroffenen Verfahrensstadium umso weniger eine staatsrechtliche Beschwerde
in Betracht. Damit ist dem Bundesgericht vorliegend eine Überprüfung der
Handhabung dieser Bundesnorm verwehrt.

1.3 Ferner stellt die Beschwerdeführerin den Antrag, es sei den Zürcher
Strafverfolgungsbehörden zu untersagen, die Presse über das strafrechtliche
und das bundesgerichtliche Verfahren zu informieren. Die Beschwerdeführerin
führt aus, der zuständige Staatsanwalt habe in einer Besprechung im Nachgang
zum angefochtenen Entscheid gedroht, die Presse über das Verfahren zu
orientieren; durch die Bekanntgabe würde sie einen unzumutbaren Rufschaden
erleiden. Wie es sich damit verhält, muss hier offen bleiben (vgl. aber auch
E. 3.7, hiernach). Im angefochtenen Entscheid wurde über die Frage einer
öffentlichen Bekanntmachung im Sinne von § 34 der Zürcher Strafprozessordnung
vom 4. Mai 1919 (StPO/ZH; LS 321) weder ausdrücklich noch sinngemäss
entschieden. Deshalb stellt der fragliche Antrag der Beschwerdeführerin, im
Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde, ein unzulässiges Novum dar (vgl.
zur Zulässigkeit von Nova BGE 129 I 49 E. 3 S. 57 mit Hinweisen).

1.4 Sowohl die Beschwerdeschrift selbst wie auch die Nachtragseingabe
erweisen sich als rechtzeitig (Art. 34 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 89 OG; BGE
103 Ia 367). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben keinen Anlass zu
Bemerkungen. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher unter den
dargelegten Einschränkungen einzutreten, soweit die Beschwerdeführerin ihre
Eingabe gehörig begründet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).

2.
2.1 In der Beschwerdeschrift hat die Beschwerdeführerin mit einem förmlichen
Verfahrensantrag um Akteneinsicht ersucht. Sie hat Einblick in die gesamten
kantonalen Akten, die dem Bundesgericht von den kantonalen Behörden
eingereicht worden sind, verlangt. Der Instruktionsrichter im
bundesgerichtlichen Verfahren hat diesem Verfahrensantrag mit Verfügung vom
29. März 2007 entsprochen. Der zuständige Staatsanwalt hatte vorgängig auf
Anfrage keine Einwände hiergegen erhoben; ausserdem hatte er bestätigt, dass
er selbst diesbezüglich keine vollständige Einsicht gewährt hatte.

2.2 Im Rahmen der Eingabe vom 2. Mai 2007 verlangt die Beschwerdeführerin
erneut, die Staatsanwaltschaft sei vom Bundesgericht zur Gewährung der
vollständigen Akteneinsicht zu verpflichten.

Sie bemängelt, die Aktenführung im kantonalen Verfahren sei unsorgfältig und
unvollständig gewesen; dieser Eindruck habe sich aufgrund der nachträglichen
Akteneinsicht im bundesgerichtlichen Verfahren erhärtet. Die
Beschwerdeführerin äussert sinngemäss die Vermutung, die Staatsanwaltschaft
verfüge über weitere, vorenthaltene Akten ausserhalb des Dossiers, das dem
Bundesgericht zugestellt wurde. Als Beleg dafür reicht die Beschwerdeführerin
zwei Rechtshilfe-Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 1. und 22. März 2007
ins Recht. Diese beiden Verfügungen sind jedoch über zwei Monate nach dem
angefochtenen Entscheid ergangen. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass
sie (noch) nicht im Dossier der Strafverfolgungsbehörde abgelegt worden sind.

Aufgrund der Vorbringen in der Eingabe vom 2. Mai 2007 fehlen konkrete
Anhaltspunkte, dass die kantonalen Strafverfolgungsbehörden über weitere
Akten verfügen, die im vorliegenden Verfahren dem Akteneinsichtsrecht
unterliegen müssen. Bei dieser Sachlage ist dem erneuten Verfahrensantrag der
Beschwerdeführerin zur Akteneinsicht nicht mehr stattzugeben.

2.3 Es kann offen bleiben, ob das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin
durch mangelnde Gewährung der Akteneinsicht im kantonalen Verfahren verletzt
worden ist. Eine allfällige Gehörsverletzung kann im bundesgerichtlichen
Verfahren geheilt werden (vgl. zur Heilung BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit
Hinweisen). Dieser Schluss ist gerechtfertigt, weil das Bundesgericht die
nachfolgend zu behandelnden Verfassungsrügen der Beschwerdeführerin mit
freier Kognition überprüft. Die Beschwerdeführerin tut auch nicht dar,
inwiefern ihr durch die Heilung eines allfälligen Verfahrensmangels ein
Rechtsnachteil erwachsen würde.

3.
3.1 Nach Meinung der Beschwerdeführerin missachtet der kantonale Instanzenzug
ihren Anspruch auf einen verfassungsmässigen Richter. Soweit sie sich dafür
auf Art. 29a BV beruft, ist die Rüge nicht zu hören. Zwar ist die
Verfassungsbestimmung am 1. Januar 2007 in Kraft getreten (vgl. AS 2006,
1059). Die den Kantonen in Art. 130 BGG eingeräumte Übergangsfrist für die
Einrichtung richterlicher Vorinstanzen des Bundesgerichts ist aber noch nicht
abgelaufen. Hingegen ist der Verfassungsvorwurf insoweit zu behandeln, als er
sich auf Art. 30 Abs. 1 BV stützt. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin
lassen sich nicht anders verstehen, als dass sie geltend macht, im Rahmen der
im Streit liegenden Beschlagnahme komme Art. 6 Ziff. 1 EMRK zur Anwendung.
Unter dieser Voraussetzung würde sie einen Anspruch auf Beurteilung der
Beschlagnahmeverfügung durch den verfassungsmässigen Richter besitzen.

3.2 Die Rüge, dass der Anspruch auf gerichtliche Beurteilung verletzt worden
sei, muss grundsätzlich bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht werden.
Andernfalls wird ein Verzicht auf diesen Vorwurf angenommen (BGE 131 I 31 E.
2.1.1 S. 33 f.). Im vorliegenden Fall wird diese Rüge erstmals im Rahmen der
staatsrechtlichen Beschwerde geltend gemacht.

Der Zürcher Kantonsrat (Kantonsparlament) hat am 14. April 2003 den Beschluss
gefasst, dass der Rekurs an den Einzelrichter gegen die Beschlagnahme nach §
96 Abs. 1 StPO/ZH erhoben werden kann, sofern eine zivilrechtliche
Streitigkeit im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK vorliegt. Dieser Beschluss ist
in der Offiziellen Gesetzessammlung des Kantons Zürich (OS 58, 81) und in der
Loseblattsammlung (LS 321.212) veröffentlicht worden. Am 1. Januar 2007 ist
eine Revision von § 97 Abs. 1 StPO/ZH mit demselben Regelungsinhalt in Kraft
getreten (OS 61, 421). Die Beschwerdeführerin geht fehl, wenn sie behauptet,
der kantonale Rechtsmittelzug sehe gegen strafrechtliche
Beschlagnahmeverfügungen in keinem Fall den Weg an eine unabhängige
richterliche Behörde vor.

Immerhin war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Rekurserhebung nicht
anwaltlich vertreten. Ein Anwaltsmandat für die Prozessführung ist in den
Akten erst nach Abschluss des Instruktionsverfahrens der
Oberstaatsanwaltschaft belegt. Die Rechtsmittelbelehrung in der
erstinstanzlichen Verfügung hatte einzig dahingehend gelautet, es könne an
die Oberstaatsanwaltschaft rekurriert werden. Es mag dahin gestellt bleiben,
ob die Beschwerdeführerin die Verfassungsrüge im bundesgerichtlichen
Verfahren verwirkt hat, weil sie weder an den nach kantonalem Recht
allenfalls zuständigen Einzelrichter gelangt noch eine Verletzung der
Rechtsweggarantie in der Rekursschrift an die Oberstaatsanwaltschaft
behauptet hat. Ihr Verfassungsvorwurf vermag sachlich ohnehin nicht
durchzudringen.

3.3 Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistet eine gerichtliche Beurteilung bei
Streitigkeiten über zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen sowie bei
strafrechtlichen Anklagen. Die Begriffe der zivilrechtlichen Streitigkeit und
der strafrechtlichen Anklage sind staatsvertragsautonom und damit unabhängig
vom innerstaatlichen Recht auszulegen. In Strafsachen gilt Art. 6 EMRK nach
der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)
grundsätzlich nicht für vorbereitende Massnahmen; solche Massnahmen können
aber gegen Art. 3 und Art. 5 EMRK verstossen (vgl. Jens Meyer-Ladewig,
Europäische Menschenrechtskonvention, Handkommentar, 2. Aufl., Baden-Baden
2006, Rz. 17 zu Art. 6 EMRK). Die Praxis des EGMR stuft es in der Regel
ebenso wenig als einen Entscheid über eine zivilrechtliche Streitigkeit ein,
wenn in einem Zivilverfahren eine einstweilige Verfügung oder Anordnung
ergeht; in Ausnahmefällen hat der EGMR gegenteilig entschieden, weil die
einstweilige Entscheidung die Hauptsache vorweggenommen hatte (vgl.
Meyer-Ladewig, a.a.O., Rz. 6b zu Art. 6 EMRK). In diesem Sinne hat der EGMR
in einem jüngeren Entscheid bestätigt, dass Art. 6 Ziff. 1 EMRK weder in
seiner straf- noch in seiner zivilrechtlichen Ausprägung auf die vorläufige
Beschlagnahme eines Vermögenswerts von rund 20 Mio. Euro im Rahmen
strafrechtlicher Ermittlungen anwendbar war. Dabei ging es um eine Anordnung,
die zur Sicherung von Ansprüchen allfälliger Drittgeschädigter bzw. im
Hinblick auf den späteren Verfall erfolgt war (Entscheidung vom 18. September
2006 i.S. Dogmoch gegen Deutschland, in: EuGRZ 2007 S. 170).

3.4 Die jüngere Praxis des Bundesgerichts stimmt mit der differenzierten
Rechtsprechung des EGMR überein. So hat das Bundesgericht die
strafprozessuale Beschlagnahme von lebenden Hanfpflanzen, insbes.
Stecklingen, als Entscheid über eine zivilrechtliche Streitigkeit eingestuft.
Es begründete diese Würdigung damit, dass sich die Verfügung nicht im
vorläufigen Entzug des Verfügungsrechts erschöpfe, sondern die Verwendung der
beschlagnahmten Pflanzen zum vorgesehenen Zweck endgültig verhindere, sie auf
diese Weise entwerte und damit die dortige Beschwerdeführerin in ihrer
Erwerbstätigkeit für eine unbestimmte Zeitspanne einschränke (BGE 129 I 103
E. 2.3.3 S. 108). In einem späteren Urteil vom 4. Februar 2004 sprach das
Bundesgericht demgegenüber der strafprozessualen Beschlagnahme von
getrocknetem Hanf einen endgültigen Charakter ab, weil diese Ware bei
sachgerechter Lagerung nicht verdirbt. Folglich kam Art. 6 Ziff. 1 EMRK in
jenem Beschlagnahmeverfahren nicht zur Anwendung (Urteil 1P.671/2003, E. 3).
In derselben Perspektive hat das Bundesgericht bejaht, dass die Einziehung
von Propagandamaterial zur Vernichtung unter Art. 6 Ziff. 1 EMRK fällt (BGE
125 II 417 E. 4b S. 420 ff.). Es hat weiter die Anordnung einer auf
mindestens drei Jahre befristeten Vermögenssperre als Entscheid über eine
zivilrechtliche Streitigkeit eingestuft. Dort war verfahrensrechtlich
allerdings nicht sichergestellt, dass die angefochtene einstweilige Verfügung
durch einen späteren (gerichtlichen) Entscheid abgelöst wurde (vgl. BGE 132 I
229 E. 6.3 S. 239 f.).
3.5 Die strafprozessuale Beschlagnahme im vorliegenden Fall betrifft eine
einstweilige Kontensperre. Auch wenn dabei eine vorläufige Prüfung von
Verdachtsmomenten erfolgt, liegt kein Entscheid über eine strafrechtliche
Anklage vor. In zivilrechtlicher Hinsicht erschöpft sich die Beschlagnahme im
vorläufigen Entzug des Verfügungsrechts über die auf den Konten liegenden
finanziellen Mittel; die Vermögenswerte bleiben indessen an sich erhalten.
Von der Beschwerdeführerin wird nicht dargetan, ob und inwiefern diese
Geldmittel selbst durch die Sperre entwertet worden sein sollen. Die
umstrittene Massnahme ermöglicht es auch nicht Dritten, über die Werte zu
verfügen. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin einstweilen finanziell
ohne diese Mittel auskommen muss und dadurch allenfalls empfindlich in ihrer
Geschäftstätigkeit eingeschränkt wird, kann für sich allein nicht genügen, um
die Annahme einer zivilrechtlichen Streitigkeit zu begründen. Im Übrigen ist
hier verfahrensrechtlich vorgesehen, dass die angefochtene Beschlagnahme am
Ende des Strafverfahrens durch einen richterlichen Sachentscheid abgelöst
wird. Insgesamt sind die kantonalen Behörden zu Recht stillschweigend davon
ausgegangen, dass Art. 6 Ziff. 1 EMRK vorliegend nicht anwendbar ist.

3.6 Überdies verlangt die Beschwerdeführerin eine öffentliche Verhandlung in
ihrer Angelegenheit vor dem Bundesgericht. Einen Anspruch auf eine
Parteiverhandlung vor Bundesgericht kann die Beschwerdeführerin nicht aus
Art. 6 Ziff. 1 EMRK ableiten (vgl. E. 3.5, hiervor). Unabhängig davon sieht
Art. 91 Abs. 2 OG vor, dass das Bundesgericht ausnahmsweise, wenn eine Partei
es verlangt und besondere Gründe vorliegen, eine mündliche Schlussverhandlung
anordnen kann. Ausserdem ist nach Massgabe von Art. 17 OG eine öffentliche
Urteilsberatung möglich. Indessen kann das Gericht gemäss Art. 36b OG auf dem
Weg der Aktenzirkulation entscheiden, wenn sich Einstimmigkeit ergibt und
kein Richter mündliche Beratung verlangt. Die zur Aufklärung des Sachverhalts
erforderlichen Beweisaufnahmen im bundesgerichtlichen Verfahren ordnet der
Instruktionsrichter an (Art. 95 Abs. 1 OG). Vorliegend konnte sich die
Beschwerdeführerin nicht nur in der Beschwerdeschrift und der
Nachtragseingabe, sondern auch im Rahmen des bundesgerichtlichen
Instruktionsverfahrens im Anschluss an die ihr gewährte Akteneinsicht
schriftlich äussern. Weitere Instruktionsmassnahmen sind hier nicht geboten.
Für die Anordnung einer mündlichen Schlussverhandlung im Sinne von Art. 91
Abs. 2 OG oder einer Urteilsberatung im Sinne von Art. 17 OG besteht
ebenfalls kein Anlass. Der Verfahrensantrag ist somit abzuweisen.

3.7 Mit Bezug auf den bei E. 1.3 angesprochenen Antrag, die
Untersuchungsbehörden hätten die Strafuntersuchung geheim zu halten, ist an
dieser Stelle eine Anmerkung zur Verwirklichung des
Öffentlichkeitsgrundsatzes (Art. 30 Abs. 3 BV) beim bundesgerichtlichen
Verfahren angezeigt. Da hier keine öffentliche mündliche Verhandlung und
keine öffentliche Urteilsberatung stattgefunden haben, besteht die
Öffentlichkeit des Verfahrens darin, dass das Urteil öffentlich verkündet
wird (vgl. dazu das zur Veröffentlichung bestimmte Urteil 1A.61/2006 vom
11. Dezember 2006, E. 8.2 und 8.3). Die Begründung des vorliegenden Urteils
enthält rechtliche Überlegungen, die der interessierten Öffentlichkeit nicht
ohne triftige Gründe vorenthalten werden dürfen. Die von der
Beschwerdeführerin vorgebrachten wirtschaftlichen Interessen werden genügend
berücksichtigt, wenn das Urteil für die Aufschaltung im Internet hinlänglich
anonymisiert wird. Eine Ausnahme vom Grundsatz, dass es im Internet im
Volltext zugänglich gemacht wird, ist hier nicht geboten.

4.
4.1 Unter Anrufung der Eigentumsgarantie wehrt sich die Beschwerdeführerin
gegen die Beschlagnahme selbst. Sie wirft dem angefochtenen Entscheid vor, es
fehle ein hinreichender Anfangsverdacht für die ihr gegenüber angeordnete
Kontensperre.

4.2 Für die Beschlagnahme eines Vermögenswerts genügt es nach § 96 Abs. 1
StPO/ZH, dass dieser als Beweismittel oder zur Einziehung in Frage kommt. Die
Beschlagnahme setzt einen hinreichenden, objektiv begründeten konkreten
Tatverdacht gegenüber dem Inhaber des Vermögenswertes oder einem Dritten
voraus. Dabei sind an die Bestimmtheit der Verdachtsgründe zu Beginn der
Strafuntersuchung weniger hohe Anforderungen zu stellen. Im Verfahren
betreffend Zwangsmassnahmen ist bei der Überprüfung des Tatverdachts keine
erschöpfende Abwägung der in Betracht fallenden Tat- und Rechtsfragen
vorzunehmen; andernfalls würde der für die Beurteilung der Strafbarkeit
zuständigen Stelle vorgegriffen (vgl. BGE 124 IV 313 E. 4 S. 316).

4.3 Die Oberstaatsanwaltschaft hat im angefochtenen Entscheid dargelegt,
welche konkreten Verdachtsmomente dafür sprechen, dass zulasten der Bank
B.________ von Dritten bzw. von Unbekannten eine Checkfälschung verbunden mit
einem Betrug verübt worden ist. Dabei soll es sich um die Vortat im Rahmen
eines zusätzlichen Verdachts der Geldwäscherei handeln; für den
diesbezüglichen Verdacht wird auf die Meldung der MROS (Bundesamt für
Polizei) vom 10. Oktober 2006 verwiesen. Den Organen der Beschwerdeführerin
ist bislang keine strafrechtliche Beteiligung an den fraglichen Delikten
vorgeworfen worden. Dieser Umstand führt entgegen der Meinung der
Beschwerdeführerin nicht zwingend zur Annahme, dass die Beschlagnahme zu
Unrecht erfolgt ist. Die Verfassungsmässigkeit der Kontensperre ist vielmehr
nachfolgend zu prüfen.

5.
5.1 Der Tatbestand der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) enthält zwei
voneinander unabhängige Elemente: die Vereitelungshandlung einerseits und die
Vortat anderseits. Jedenfalls in einer ersten Phase der Strafuntersuchung
genügt es, dass ein hinreichender Tatverdacht bloss bezüglich eines der
beiden Elemente besteht, es jedoch aufgrund der besonderen Umstände im Sinne
eines Anfangsverdachts naheliegt, dass auch das andere Tatbestandsmerkmal
erfüllt sein dürfte. In der Regel liegen den Untersuchungsbehörden zu Beginn
eines Strafverfahrens bloss konkrete Anhaltspunkte zur Vereitelungshandlung
vor. Als geldwäschereiverdächtig können namentlich Finanztransaktionen
angesehen werden, bei denen hohe Beträge ohne erkennbaren wirtschaftlichen
Grund und über Konten zahlreicher Gesellschaften in verschiedenen Staaten
transferiert werden (vgl. BGE 129 II 97 E. 3.3 S. 100; unveröffentlichte
Urteile 1A.280/2005 vom 7. März 2006, E. 2.2.2 und 1A.189/2006 vom 7. Februar
2007, E. 2.5). Der vorliegende Fall erweist sich insofern als besonders, als
hier konkrete Anhaltspunkte für die Annahme einer Vortat von Drittpersonen
gegeben sind; bezüglich des Geldwäschereivorwurfs selbst hat sich allerdings
der Anfangsverdacht bis zum angefochtenen Entscheid nicht verdichtet (vgl.
dazu auch E. 8, hiernach).

5.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie stehe nicht in geschäftlichen
Beziehungen mit der C.________ Ltd., die ihr den Betrag von 2,225 Mio. Euro
durch die Bank B.________ überweisen liess. Vielmehr soll die C.________ Ltd.
damit eine Schuld gegenüber einer weiteren Gesellschaft, der E.________ AG,
aus einem sog. Commission Agreement beglichen haben. Die F.________ AG - die
Holdinggesellschaft der E.________ AG - ihrerseits habe sich vorgängig
gegenüber der Beschwerdeführerin vertraglich verpflichtet, sich im Umfang
dieses Zahlungseingangs als stille Gesellschafterin bei der
Beschwerdeführerin zu beteiligen. Zur Vereinfachung sei die Transaktion
direkt vom Konto der C.________ Ltd. auf das Konto der Beschwerdeführerin
abgewickelt worden. Der Vertrag über die stille Beteiligung und das
Commission Agreement liegen in Kopie bei den Akten.

5.3 Den kantonalen Behörden ist beizupflichten, wenn sie das Commission
Agreement wirtschaftlich nicht für genügend nachvollziehbar betrachtet haben.
Ungewöhnlich ist namentlich die Höhe der vereinbarten Provision von 2,225
Mio. Euro in Verbindung mit dem Vertragsgegenstand; dieser betraf die
Vermittlung eines Verkäufers einer grossen Menge an gebrauchten
Eisenbahngleisen und Schrottstahl in einem internationalen Kontext. Weiter
ist ein solcher Betrag genügend hoch im Sinne der bei E. 5.1 dargelegten
Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. Urteil 1A.141/2004 vom 1. Oktober 2004, E.
2.3). Erfüllt ist auch das Element, dass an den fraglichen Transaktionen eine
Mehrzahl von Gesellschaften in verschiedenen Staaten beteiligt sind. In einer
Gesamtbetrachtung ist zu bestätigen, dass in der hier betroffenen
Anfangsphase einer Strafuntersuchung genügende Verdachtsmomente für die
Annahme eines geldwäschereiverdächtigen Vorgangs bestehen.

6.
Die Beschwerdeführerin wendet ein, sie habe die Mittel aufgrund des
Gesellschaftsvertrags mit der F.________ AG gutgläubig erworben. Ihr Guthaben
sei deswegen einer Beschlagnahme entzogen.

6.1 Wie bereits bei E. 4.2 ausgeführt wurde, muss sich der Tatverdacht nicht
direkt gegen den Inhaber der Vermögenswerte richten; eine Beschlagnahme ist
allenfalls auch gegenüber einem Drittinhaber zulässig. Vorliegend wurde die
Beschlagnahme gegenüber der Beschwerdeführerin mit einer doppelten
Argumentation begründet. Einerseits diene diese der Beweissicherung,
anderseits komme allenfalls eine Einziehung in Frage. Es kann offen bleiben,
inwiefern der Zweck der Beweissicherung hier die Kontensperre zu
rechtfertigen vermag. Jedenfalls hält die Blockierung der Mittel bei der
Beschwerdeführerin im Hinblick auf die Möglichkeit einer Einziehung vor der
Verfassung stand, wie im Folgenden aufzuzeigen ist.

6.2 Der angefochtene Entscheid geht auf die Problematik, ob die Stellung der
Beschwerdeführerin als Dritte einer späteren Einziehung der Mittel
entgegensteht, nicht ein. Vielmehr hat die Oberstaatsanwaltschaft diesen
Einwand der Beschwerdeführerin pauschal für unerheblich betrachtet. In diesem
Punkt erweist sich die Entscheidbegründung als mangelhaft. Die Substituierung
einer Entscheidbegründung ist jedoch im Verfahren der staatsrechtlichen
Beschwerde grundsätzlich zulässig (vgl. dazu BGE 130 I 241 E. 4.4 S. 248; 122
I 257 E. 5 S. 262; 106 Ia 310 E. 1b S. 314 f.). Einem solchen Vorgehen steht
hier nichts entgegen.

6.3 Die Einziehung ist ausgeschlossen, wenn ein Dritter die Vermögenswerte in
Unkenntnis der Einziehungsgründe erworben hat und soweit er für sie eine
gleichwertige Gegenleistung erbracht hat oder die Einziehung ihm gegenüber
sonst eine unverhältnismässige Härte darstellen würde (Art. 70 Abs. 2 StGB
bzw. Art. 59 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB). Da der Wortlaut der soeben erwähnten
Strafbestimmungen übereinstimmt, ist hier insofern nicht auf
intertemporalrechtliche Fragestellungen einzugehen. Im Rahmen der
vorzunehmenden summarischen Prüfung sind die Vorbringen der
Beschwerdeführerin und der von ihr vorgelegte Gesellschaftsvertrag mit der
F.________ AG zu würdigen. Danach ist es weder dargetan noch ersichtlich,
dass die Beschwerdeführerin für die erhaltenen fraglichen Mittel eindeutig
eine gleichwertige Gegenleistung im Sinne der genannten Strafbestimmungen
erbracht hätte. Vielmehr weist dieser Vertrag die Besonderheit auf, dass sich
die F.________ AG als stille Beteiligte ein jederzeitiges Recht zu Entnahmen
aus ihrer Kapitaleinlage vorbehalten hat. Demzufolge schliesst die Stellung
der Beschwerdeführerin als Dritte im vorliegenden Strafverfahren eine
einstweilige Beschlagnahme nicht aus.

6.4 Die Beschwerdeführerin tut auch nicht substantiiert dar, dass auf den
gesperrten Konten mehr Mittel als die Einlage aus dem Vertrag mit der
F.________ AG liegen. Als Zwischenergebnis hält es damit vor der
Eigentumsgarantie stand, dass eine Beschlagnahmeverfügung bezüglich dieser
Konten angeordnet wurde.

7.
7.1 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, sie sei nicht über die gegen
sie bzw. ihre Organe vorhandenen Beschuldigungen orientiert worden, so dass
sie ihre Verteidigungsrechte nicht habe wahrnehmen können. Die Kontensperre
sei ohne förmliche Eröffnung einer Strafuntersuchung angeordnet worden; eine
Eröffnungsverfügung sei aber nach § 22 Abs. 4 StPO/ZH erforderlich. Ohne
vorgängige Eröffnung einer Strafuntersuchung sei die Beschlagnahmeverfügung
nichtig, weil Letzterer die notwendige Rechtsgrundlage fehle.

7.2 Da die Organe der Beschwerdeführerin bislang keiner Straftat verdächtigt
worden sind, stösst der von der Beschwerdeführerin vorgetragene Vorwurf einer
Missachtung der in Art. 32 Abs. 2 BV verankerten Verteidigungsrechte ins
Leere. Für die Beschwerdeführerin kann es deshalb nicht darauf ankommen, ob
die nach § 22 Abs. 4 StPO/ZH vorgeschriebene Eröffnungsverfügung nach der
Beschlagnahmeverfügung ergangen ist. Dass für die umstrittene vorsorgliche
Massnahme die notwendige Dringlichkeit gegeben war, bedarf keiner weiteren
Begründung. Wesentlich ist für die Beschwerdeführerin vielmehr, dass der
Sachverhalt im Hinblick auf die Haltbarkeit der Beschlagnahme genügend
abgeklärt wurde. Dieser Frage ist im Folgenden nachzugehen (vgl. E. 8,
hiernach). Die Beschwerdeführerin räumt ein, dass es grundsätzlich zulässig
ist, Untersuchungshandlungen vor einer formellen Eröffnungsverfügung
vorzunehmen. Somit geht die Beschwerdeführerin fehl, wenn sie in absoluter
Weise aus dem Fehlen einer vorgängigen Eröffnungsverfügung auf die
Nichtigkeit einer strafprozessualen Beschlagnahme schliesst.

8.
Die Verhältnismässigkeit der Beschlagnahme bestreitet die Beschwerdeführerin
zusätzlich mit dem Argument, die Staatsanwaltschaft habe
Untersuchungshandlungen in diesem Zusammenhang nur ungenügend bzw. gar nicht
getätigt; vielmehr habe sich die Behörde im Wesentlichen darauf beschränkt,
den Eingang der ausländischen Rechtshilfegesuche abzuwarten. Gleichzeitig
rügt die Beschwerdeführerin die von ihr beanstandete Untätigkeit der
Staatsanwaltschaft als verfassungswidrige Rechtsverzögerung (Art. 29 Abs. 1
BV).

8.1 Wie aus den Akten ersichtlich ist, befasste sich der im vorliegenden Fall
zuständige Staatsanwalt im Nachgang zur Beschlagnahmeverfügung eingehend mit
der Frage der Nachvollziehbarkeit der hier zur Diskussion stehenden
Transaktionen. Dabei übte indes hauptsächlich die Beschwerdeführerin eine
aktive Rolle aus, weil sie den Staatsanwalt zur Freigabe der gesperrten
Konten bewegen wollte. Dieser sichtete die eingegangenen schriftlichen
Eingaben und Unterlagen, führte mehrere Gespräche mit verschiedenen
Beteiligten bzw. deren Rechtsvertretern und legte darüber Aktennotizen an. Im
Rahmen des Rekursverfahrens äusserte der Staatsanwalt in seiner
Vernehmlassung vom 13. November 2006 zusammenfassend, dass die inzwischen
erhaltenen Angaben den Geldwäschereiverdacht nicht entkräftet hätten.
Zusätzlich brachte die Beschwerdeführerin im Rekursverfahren eine kurze
schriftliche Erklärung von G.________, Verwaltungsrat der E.________ AG und
der F.________ AG, vom 8. Dezember 2006 bei; darin bestätigte Letzterer die
Unbedenklichkeit des Vertrags mit der C.________ Ltd. und der
Vertragsabwicklung. Dessen ungeachtet hält der angefochtene Entscheid an der
Beschlagnahme fest.

8.2 Die Oberstaatsanwaltschaft hat ihren Entscheid rund zweieinhalb Monate
nach der erstinstanzlichen Beschlagnahmeverfügung und in Kenntnis der von der
Beschwerdeführerin erhältlichen Angaben und Unterlagen gefällt. Dass die
Strafuntersuchungsbehörden bis dahin keine eigenen weiteren Ermittlungen
angestellt haben, ist angesichts der Komplexität und der internationalen
Dimension der Strafsache nicht zu beanstanden. Aufgrund der vorliegenden
Akten ist jedoch nicht erkennbar, ob die Untersuchungsbehörden während des
bundesgerichtlichen Verfahrens vertiefte Abklärungen getätigt haben.
Jedenfalls sind inzwischen Rechtshilfegesuche eingegangen. Vor diesem
Hintergrund lässt sich annehmen, dass die Untersuchung nun rasch - wenn auch
mit der gebotenen Sorgfalt - vorangetrieben wird. Unter diesen Umständen
liegt noch kein Verstoss gegen verfassungsmässige Rechte der
Beschwerdeführerin vor, wenn die Beschlagnahme inzwischen sieben Monate ohne
konkrete Ergebnisse im Vergleich zum Anfangsverdacht gedauert hat.

9.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist. Bei diesem Ausgang wird die Beschwerdeführerin an sich kostenpflichtig.
Sie hat allerdings ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung gestellt.

9.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Institut der
unentgeltlichen Rechtspflege auf natürliche Personen zugeschnitten;
juristische Personen können diese grundsätzlich nicht beanspruchen (BGE 119
Ia 337 E. 4b S. 339 mit Hinweisen). Im letztgenannten Urteil hat das
Bundesgericht immerhin die Frage aufgeworfen, aber offen gelassen, ob nicht
in besonderen Fällen die unentgeltliche Rechtspflege gewährt werden soll.
Eine solche könne allenfalls in Betracht kommen, wenn eine Aktiengesellschaft
zur Erhaltung ihres einzigen Aktivums gezwungen sei, den Prozess zu führen.
In diesem Zusammenhang wurden freilich weitere Angaben der gesuchstellenden
Gesellschaft vorbehalten, so zur Zusammensetzung des Aktienkapitals und zu
den wirtschaftlich daran beteiligten Personen; die Gesellschaft hätte auch
die Prozessarmut der hinter der Gesellschaft stehenden natürlichen Personen
dartun müssen (vgl. BGE 119 Ia 337 E. 4e S. 340 f.).
9.2 Die Grundsatzfrage, ob eine juristische Person unentgeltliche
Rechtspflege beanspruchen kann, braucht auch hier nicht entschieden zu
werden. Die im bundesgerichtlichen Verfahren anwaltlich vertretene
Beschwerdeführerin hat sich damit begnügt, die derzeitigen finanziellen
Schwierigkeiten der Gesellschaft darzulegen. Hingegen hat sie es unterlassen,
sich zum Aktionärskreis bzw. zu den finanziellen Verhältnissen dieser
Personen zu äussern. Die rechtsrelevante Bedürftigkeit wurde somit nicht
einmal ansatzweise dargetan. Bei dieser Sachlage kann dem Begehren um
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung nicht entsprochen werden.
Namentlich mit Rücksicht auf den festgestellten Begründungsmangel des
angefochtenen Entscheids ist aber von der Erhebung einer Gerichtsgebühr
abzusehen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten
ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft I,
Rechtshilfe/Geldwäschereiverfahren, und der Oberstaatsanwaltschaft des
Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Mai 2007

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: